Scuderia Ferrari Mission Winnow

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Porträt

(Stand: 28. Januar 2019) Ferrari, auch bekannt als "die Mythosmarke", ist nicht nur das erfolgreichste, sondern auch das traditionsreichste Team der Formel-1-Geschichte. Dem Bann konnte sich Sebastian Vettel nicht entziehen. Er geht seit 2015 als dritter Deutscher der Grand-Prix-Geschichte für die Scuderia ins Rennen. An seiner Seite startet 2019 mit Charles Leclerc ein großer Hoffnungsträger für die Zukunft. Frisch im Amt ist auch Teamchef Mattia Binotto, der von den neuen Machthabern John Elkann und Louis Camilleri als Nachfolger von Maurizio Arrivabene installiert wurde.

Geschichtlich gesehen ist Ferrari der klingendste Name in der Formel 1. Gegründet vom legendären Enzo Ferrari, der 1988 verstarb, war der Rennstall in den Zwanziger- und Dreißigerjahren als Alfa-Romeo-Werksteam unterwegs. Ab 1950 nahm Ferrari als selbstständiges Team an der Formel-1-WM teil, in der es bisher 31 Titel holte (15 bei Fahrern und 16 bei den Konstrukteuren). Dafür sorgten Legenden wie Alberto Ascari, Juan Manuel Fangio, John Surtees oder Niki Lauda. Besonders prägend war allerdings die Ära Michael Schumacher: In den Jahren 2000 bis 2004 sorgte der Deutsche gemeinsam mit seinem Wasserträger Rubens Barrichello fünfmal in Serie für das Double.

2007 gelang im Jahr eins nach Schumacher und dem "Superhirn" Ross Brawn mit Neuzugang Räikkönen die Rückkehr auf den Thron. Die Italiener hatten den fälligen Schnitt in der Teamstruktur mit Bravour bewältigt. Auch 2008 glückte der Gewinn eines WM-Titels, wenn auch nur bei den Konstrukteuren. Bei den Fahrern schrammte Felipe Massa im wohl spannendsten Finale der Geschichte um einen Punkt am Gesamtsieg vorbei. 2009 lieferten Massa und Räikkönen den schlechtesten Saisonauftakt in der Teamgeschichte ab. Es glückte bis zum Ende nur ein einziger Sieg.

2010 und 2012 kämpfte Neuzugang Fernando Alonso zumindest bis zum letzten Rennen (erfolglos) um die Weltmeisterschaft, 2011 und 2013 stand er klar im Schatten des damaligen Red-Bull-Piloten Vettel. Die italienisch-spanische Allianz wartete vergeblich auf WM-Ruhm und beendete nach der komplett sieglosen Saison 2014 ihre Zusammenarbeit auf einem Tiefpunkt. Als Vettel kam, ging es 2015 mit drei Grand-Prix-Siegen und dem Etablieren als zweite Kraft im Feld wieder aufwärts. Im Jahr darauf gewann Ferrari keinen Blumentopf mehr und fiel wieder zurück, um 2017 und 2018 zumindest phasenweise die Mercedes-Dominanz zu brechen. Für einen WM-Titel reichte es aber wieder nicht.

Einen Rekord hat die Scuderia jedoch sicher: Kein anderer Rennstall außer Ferrari hat bisher an allen Formel-1-Weltmeisterschaften seit 1950 teilgenommen. Damit sind die Italiener der "Dino".

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