ROKiT Williams Racing

GBR

Porträt

(Stand: 31. Januar 2019) Williams ist in der Formel 1 nach jahrelanger Talfahrt auf einem Tiefpunkt angekommen und weit entfernt von der Form der Neunzigerjahre, als das Team die Szenerie dominierte. Rückkehrer Robert Kubica und Mercedes-Junior George Russell, der als Formel-2-Champion sein Debüt feiert, sollen das Team nach miserablen Saison zurück in die Erfolgsspur bringen.

Williams liegt immer noch mehrheitlich im Besitz von Frank Williams, der seit einem Autounfall im Jahr 1986 querschnittsgelähmt ist und im Rollstuhl sitzt. Zwischenzeitlich erwarb der Österreicher Toto Wolff Minderheitsanteile, hat sie aber aber bis auf 4,9 Prozent an den US-Unternehmer Brad Hollinger abgegeben. Seit 2011 werden Williams-Aktien an der Frankfurter Börse gehandelt.

Frank Williams gründete 1969 sein erstes Team, verkaufte es aber 1976 an Walter Wolf. 1977 stieg er mit Partner Head neu ein. Der Schweizer Clay Regazzoni war es, der 1979 in Großbritannien den ersten Sieg feierte. Ein Jahr später folgte mit Alan Jones am Steuer der erste von sieben Fahrertiteln. Die weitere Geschichte prägten Figuren wie Nelson Piquet, Nigel Mansell, Alain Prost und Damon Hill. Die Konstrukteurs-WM gewann Williams neunmal. Hinter Ferrari und McLaren ist Williams die Nummer drei der ewigen Siegerliste der Formel 1.

Nicht nur deshalb zählt das altehrwürdige Team zu den traditionsreichsten der Formel 1, wartet aber schon seit Jacques Villeneuve 1997 auf eine Krone. Die letzte Pole-Position gelang Nico Hülkenberg 2010 in Brasilien, der letzte Sieg Pastor Maldonado 2012 in Spanien. Als Privatteam kann der in Grove beheimatete Rennstall nicht auf die Ressourcen wie Ferrari, Mercedes und Co. zurückgreifen, stellte aber im Zuge einer Umstrukturierung 2011 eine schlagkräftige Truppe zusammen.

Das Zepter schwingt de facto Williams-Tochter Claire, auch wenn ihr gesundheitlich geschwächter Vater formal der Boss ist. Sie vertraute auf schillernde Persönlichkeiten als Leiter der Technikabteilung: Zunächst nahm Mike Coughlan, berühmt durch die Verwicklung in den McLaren/Ferrari-Spionageskandal im Jahr 2007, die Rolle ein. Auf Pat Symonds, der in den Renault-"Crashgate"-Skandal um Flavio Briatore verwickelt war, folgte 2017 Ex-Mercedes-Mann Paddy Lowe.

Symonds etablierte Williams nach der schlechtesten Saison aller Zeiten 2014 wieder als Dritter der Konstrukteurs-WM und holte mit dem früheren Ferrari-Techniker Rob Smedley einen Chefingenieur, der sich als Führungskraft etablierte, jedoch nicht mehr gewillt scheint, ständig mit dem Zirkus auf Reisen zu gehen. 2015 wiederholte Williams den Erfolg, knüpfte jedoch nicht an die Leistungen an und fiel auf Rang fünf zurück. Valtteri Bottas ging zu Mercedes und Felipe Massa kehrte aus dem Ruhestand zurück, ehe der Brasilianer den Helm an den Nagel hing. 2018 erlebte die Truppe eines der schlechtesten Jahre ihrer Geschichte und wurde in der Konstrukteurs-WM Letzter.

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