Rich Energy Haas F1 Team

USA

Porträt

(Stand: 31. Januar 2019) Mit Haas kehrte 2016 ein US-amerikanisches Team in die Formel 1 zurück. Vater des Projektes ist der Automotive-Unternehmer und NASCAR-Teambesitzer Gene Haas, der auf große Erfolge als Geschäftsmann und als Macher in der nordamerikanischen Stock-Car-Szene zurückblicken kann. Für das vierte Jahr in der Formel 1 hat er sich mit Romain Grosjean und Kevin Magnussen wieder viel Erfahrung in seine Cockpits geholt und dazu die gewohnte Technikpartnerschaft mit Ferrari an Land gezogen.

Die Italiener liefern Antriebseinheiten und eine Reihe von nicht-gelisteten Teilen, dazu hat Haas den Windkanal in Maranello für seine Tests nominiert. Für die Chassisentwicklung zeichnet Dallara in Italien verantwortlich, das Rennteam der US-Amerikaner operiert aus der ehemaligen Marussia-Fabrik im mittelenglischen Banbury. Kurzum: Trotz Haas' patriotischer Ader ist das Projekt internationaler, als es auf den ersten Blick erscheint. Der Südtiroler Günther Steiner als Teamchef steuert seinen Teil dazu bei.

Haas versteht sich ausdrücklich nicht als Ferrari-B-Team und sieht das Formel-1-Engagement als Chance, die eigene Firma rund um den Globus zu bewerben. Dabei kommen sportliche Ambitionen nicht zu kurz und könnten in die Tat umgesetzt werden, wenn die Verantwortlichen es verstehen, die massiven Ressourcen des Konzerns und das NASCAR-Know-how für die Königsklasse zu nutzen.

Haas geht mit einem der kleinsten Budgets ins Rennen, weil die Truppe verstärkt auf Outsourcing und die Nutzung bestehender Kapazitäten setzt. Die Teambasis in North Carolina ist gleichzeitig einer der wichtigsten Standorte der Automobilzulieferer-Branche in Nordamerika und entsprechend eindrucksvoll.

In der Premierensaison etablierte sich Haas - noch mit Grosjean und Esteban Gutierrez - prächtig. Das Team schloss die Konstrukteurs-WM auf dem achten Rang ab und etablierte sich als ständiger Punktekandidat, hatte jedoch immer wieder mit Bauteilen zu kämpfen, die der Belastung in der Formel 1 nicht standhielten. 2017 blieb der erhoffte Schritt nach vorne aus, stattdessen war erneut das hintere Mittelfeld das Jagdrevier der Mannschaft. Erst 2018 ging es trotz zahlreicher individueller Fehler bergauf - Platz fünf.

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