McLaren F1 Team

GBR

Porträt

(Stand: 31. Januar 2019) Nach sechs Jahren ohne jeden Grand-Prix-Sieg und mit nur zwei Podestplätzen hat sich McLaren umstrukturiert. 2019 soll ein neu formiertes Management um Firmenboss Zak Brown, Sportdirektor Gil de Ferran und Geschäftsführer Andreas Seidel die Trendwende schaffen. Nach dem Abschied Fernando Alonsos sind auch die Cockpit umbesetzt worden. Carlos Sainz kommt von Renault, Eigengewächs Lando Norris hat den Aufstieg in die Formel 1 geschafft.

McLaren, gegründet von Bruce McLaren, ist eines der erfolgreichsten und traditionsreichsten Teams der Formel-1-Geschichte - mit acht WM-Titeln bei den Konstrukteuren und zwölf bei den Fahrern. Der Neuseeländer hätte selbst Weltmeister werden können, sein Lebenswerk vollendete aber erst Emerson Fittipaldi 1974 als erster Champion der Teamgeschichte. Anschließend knüpften James Hunt und Niki Lauda an diesen Erfolg an, ehe McLaren dank der Erfolge der Legenden Alain Prost und Ayrton Senna sowie kompletter Dominanz zur Ikone avancierte.

Im Jahr 1995 kaufte sich Mercedes nach einer Durststrecke mit 40 Prozent in das Team ein und verpasste dem Auto die silberne, später chromfarbene Lackierung. Der deutsche Automobilhersteller hielt damit lange Zeit den größten Anteil, entschied sich aber Ende 2009 für ein Werksteam. In der Ära der "neuen Silberpfeile" aus Woking gelangen 1998, 1999 und 2008 insgesamt vier WM-Titel, drei davon bei den Fahrern (zweimal durch Mika Häkkinen und durch Lewis Hamilton).

Seit der Erfolgsära ging es für McLaren rapide bergab. 2015 war ein Tiefpunkt, als offene Kritik seitens der Fahrer an Antriebspartner Honda (Alonso setzte sich nach einem Defekt demonstrativ in einen Campingstuhl und bezeichnete den Antrieb im Funk als "GP2-Motor") Überhand nahm. Folge: kein Podestplatz und die schlechteste Saison seit 1967. Auch 2016 und 2017 ging es kaum bergauf. Die Trennung von Honda, das zwischen 1988 und 1992 für die erfolgreichste Ära der Teamgeschichte verantwortlich war und Mercedes 2015 nach 15 Jahren der Zusammenarbeit als Antriebspartner abgelöst hatte, war überfällig. Ein neuer Deal mit Renault wurde verkündet, hatte 2018 aber kaum positive Wirkung.

McLaren gilt als unterkühltestes Teams in der Formel 1. Der langjährige Teamchef Ron Dennis, der ab Anfang der Achtzigerjahre das Sagen hatte und 2016 rausgeworfen wurde, war bekannt dafür, viel Wert auf Disziplin zu legen, was sich durch die gesamte Philosophie wie ein roter Faden zieht. Dazu passt das extravagante Styling der Fabrik in Woking, die mit Abstand die modernste im Motorsport überhaupt ist. Dennis allerdings wusste nicht zu verhindern, dass McLaren infolge eines Spionageskandals 2007 von der FIA zu einer Rekordstrafe von 100 Millionen US-Dollar verdonnert wurde. Kronzeuge war der damalige Pilot Alonso, der für sein Schweigen den Nummer-eins-Status im Team verlangte.

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