AlphaTauri

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Porträt

(Stand: 11. Januar 2021) Für Teamchef Franz Tost übertraf die Saison 2020 von AlphaTauri sogar noch das Jahr 2008, als das gleiche Team noch unter dem Namen Toro Rosso und mit Sebastian Vettel an den Start ging. Was beiden Saisons gemeinsam ist: Der italienische Formel-1-Rennstall aus Faenza bei Imola erzielte jeweils einen Sieg, die beiden einzigen der Teamgeschichte.

AlphaTauri ist seit 2019 der neue Name von Toro Rosso, das 2006 als Nachfolge-Team von Minardi erstmals in der Formel 1 angetreten war. Bei AlphaTauri handelt es sich um eine Mode- und Lifestyle-Marke des Red-Bull-Konzerns.

Ursprünglich hatte Red Bull das Toro-Rosso-Team als "Kaderschmiede" für sein A-Team Red Bull installiert, als "Fahrschule" für die Spitzenfahrer von morgen, um eben jenen abseits des Rampenlichts und des ganz großen Drucks den nötigen Feinschliff zu verpassen. Inzwischen aber will sich der Rennstall auch als konkurrenzfähiges Team etablieren. Verglichen mit den Großen verfügt man über verhältnismäßig bescheidene Mittel.

Ab 2010 operierte Toro Rosso unabhängig vom "großen Bruder" Red Bull, weil das Reglement keine Kundenautos mehr gestattete. Dadurch musste die Fabrik in den vergangenen Jahren personell erweitert und vergrößert werden. Zuvor waren zwar die Teile an Ort und Stelle produziert worden, das Design hatte aber bei Red Bull in Milton Keynes stattgefunden.

Das Sagen hat der Österreicher Tost und in letzter Instanz der omnipräsente Red-Bull-Berater Helmut Marko. Den früheren Logistikchef von BMW, Tost, soll Dietrich Mateschitz persönlich für den Posten des Teamchefs ausgesucht haben. Bei seiner Amtsübernahme im Jahr 2006 kündigte er an, zu den Topteams der Formel 1 aufschließen zu wollen. Gesagt, getan: 2008 gelang dem Team mit Vettel in Monza sensationell der erste Sieg.

Seither blieben vergleichbare sportliche Erfolge meist aus. Ein Höhepunkt war 2019 der dritte Platz von Kwjat beim turbulenten Deutschland-Grand-Prix in Hockenheim. Es war der erste Podestplatz seit dem Vettel-Sieg für Toro Rosso. 2020 legte Pierre Gasly mit seinem Überraschungssieg in Monza, begünstigt durch eine Rot-Unterbrechung, aber noch einmal nach. Trotzdem reichte es nur zu P7 in der Konstrukteurswertung. 2019 und eben 2008 hatte das Team mit jeweils Platz sechs noch besser abgeschnitten.

Im Laufe der Jahre hat das vermeintliche B-Team viele Red-Bull-Talente verschlissen, darunter IndyCar-Dauerchampion Sebastien Bourdais, Sebastien Buemi, Jaime Alguersuari und Jean-Eric Vergne. Doch die Jugendförderung fruchtete: Nach Vettel stiegen auch Daniel Ricciardo, Max Verstappen, Gasly und Alexander Albon zum Schwesterteam auf. 2015 ging das Team mit Verstappen ein besonderes Risiko ein: Er war mit 17 Jahren der bis dato jüngste Formel-1-Fahrer. 2021 setzt AlphaTauri bereits im vierten Jahr Honda-Antriebe ein, und die Fahrer Gasly sowie Formel-2-Aufsteiger Yuki Tsunoda.

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