Valtteri Bottas

Valtteri Bottas
Finnland

Porträt

(Stand: 20. Januar 2019) Valtteri Bottas war gerade mal vier Jahre alt, als er und sein Vater an einer Reklametafel für ein Kartrennen in Lahti vorbeifuhren. Die Familie hatte keinen Motorsport-Hintergrund, war aber neugierig. "Wir schauten uns die Rennen den ganzen Tag lang an", erinnert sich Bottas. "Mein Vater hat mir später gesagt: 'So ruhig hast du sonst nie gesessen!'" 2019 sitzt er wieder: Und zwar in seiner dritten Saison als Nachfolger Nico Rosbergs bei Mercedes im Cockpit.

Der kleine Bottas überredete seinen Vater damals, ihn Kartrennen fahren zu lassen, aber er musste warten - seine Beine waren nicht lang genug! Doch im Alter von fünf Jahren begann eine Karriere, die die große Tradition finnischer Formel-1-Piloten fortführen sollte. Den Einstieg in den Formelsport vollzog er über die Formel Renault, in der er 17 von 28 Saisonrennen 2008 gewann. Logischer Schritt war der Aufstieg in die Formel-3-Euroserie, in der er 2009 für ART Gesamtrang drei belegte.

Außerdem triumphierte Bottas beim prestigeträchtigen Masters in Zandvoort. Und wer von einer Firma gemanagt wird, in die der damalige Teilhaber Toto Wolff und Mika Häkkinen involviert sind, hat beste Voraussetzungen für einen Formel-1-Testvertrag bei Williams. 2010 fuhr Bottas in der GP2 für ART und zog von Villähde in Finnland nach Oxford um, um näher beim Team zu sein.

2011 setzte Bottas seine Ausbildung in Grove fort und machte einen bewussten Rückschritt in seiner Karriere. Es ging von der GP2 in die GP3. Die Sache sollte sich bezahlt machen, denn er sicherte sich den Titel. 2012 kam er als Testfahrer bei 15 Grands Prix im Freien Training für Williams zum Einsatz und setzte sich dabei gut in Szene. Die Sache war nicht ohne Risiko: Bottas verzichtete auf ein Einsatzcockpit, um sich voll auf die Aufgabe als Reservemann zu konzentrieren.

Als Belohnung folgte die Beförderung zum Stammfahrer 2013. Er sorgte mit Rang drei im verregneten Kanada-Qualifying für einen Paukenschlag. In den USA gab es für Platz acht die ersten (und einzigen) WM-Punkte. Im Folgejahr dann der Durchbruch: Sechsmal besuchte Bottas nach der Premiere beim Österreich-Grand-Prix das Podium und stand mehrmals knapp davor, für die erste Pole-Position der Karriere zu sorgen. Am Ende war er Vierter der Gesamtwertung.

Keine Frage, dass Williams unbedingt mit Bottas weitermachen wollte. Doch die Erfolge kamen 2015 und 2016 nicht mehr wie am Fließband. Rückenprobleme verhinderten sogar seinen Start beim Australien-Grand-Prix. Trotzdem untermauerte er mit drei Podiumsbesuchen in zwei Jahren seine Ambitionen auf ein Topcockpit, die ihren Ausdruck in Gerüchten um eine Ferrari-Offerte fanden, ehe sich Mercedes sowie Freund und Förderer Wolff Bottas schnappten.

Im Teamduell mit Lewis Hamilton erwartete Bottas eine Saison mit Höhen und Tiefen: Einige Fahrfehler, Unfälle und unerklärliche Set-up-Probleme verhagelten sein Jahr, mit einem schlechten Auto kam er aber besser klar als der spätere Weltmeister. Bottas holte in Russland seinen ersten Sieg und ließ zwei weitere folgen. Die Vertragsverlängerung tüte er mit einer Podiumsserie im Sommer ein.

Die Ehefrau an Bottas' Seite ist Emilia. Noch als Emilia Pikkarainen war die Blondine eine erfolgreiche Schwimmerin und nahm an den Olympischen Spielen in Peking und London teil.
(Stand: 8. Januar 2018) Valtteri Bottas war gerade mal vier Jahre alt, als er und sein Vater an einer Reklametafel für ein Kartrennen in Lahti vorbeifuhren. Die Familie hatte keinen Motorsport-Hintergrund, war aber neugierig. "Wir schauten uns die Rennen den ganzen Tag lang an", erinnert sich Bottas. "Mein Vater hat mir später gesagt: 'So ruhig hast du sonst nie gesessen!'" 2018 sitzt er wieder: Und zwar in seiner zweiten Saison als Nachfolger Nico Rosbergs bei Mercedes im Cockpit.

Der kleine Bottas überredete seinen Vater damals, ihn Kartrennen fahren zu lassen, aber er musste warten - seine Beine waren nicht lang genug! Doch im Alter von fünf Jahren begann eine Karriere, die die große Tradition finnischer Formel-1-Piloten fortführen sollte. Den Einstieg in den Formelsport vollzog er über die Formel Renault, in der er 17 von 28 Saisonrennen 2008 gewann. Logischer Schritt war der Aufstieg in die Formel-3-Euroserie, in der er 2009 für ART Gesamtrang drei belegte.

Außerdem triumphierte Bottas beim prestigeträchtigen Masters in Zandvoort. Und wer von einer Firma gemanagt wird, in die der damalige Teilhaber Toto Wolff und Mika Häkkinen involviert sind, hat beste Voraussetzungen für einen Formel-1-Testvertrag bei Williams. 2010 fuhr Bottas in der GP2 für ART und zog von Villähde in Finnland nach Oxford um, um näher beim Team zu sein.

2011 setzte Bottas seine Ausbildung in Grove fort und machte einen bewussten Rückschritt in seiner Karriere. Es ging von der GP2 in die GP3. Die Sache sollte sich bezahlt machen, denn er sicherte sich den Titel. 2012 kam er als Testfahrer bei 15 Grands Prix im Freien Training für Williams zum Einsatz und setzte sich dabei gut in Szene. Die Sache war nicht ohne Risiko: Bottas verzichtete auf ein Einsatzcockpit, um sich voll auf die Aufgabe als Reservemann zu konzentrieren.

Als Belohnung folgte die Beförderung zum Stammfahrer 2013. Er sorgte mit Rang drei im verregneten Kanada-Qualifying für einen Paukenschlag. In den USA gab es für Platz acht die ersten (und einzigen) WM-Punkte. Im Folgejahr dann der Durchbruch: Sechsmal besuchte Bottas nach der Premiere beim Österreich-Grand-Prix das Podium und stand mehrmals knapp davor, für die erste Pole-Position der Karriere zu sorgen. Am Ende war er Vierter der Gesamtwertung.

Keine Frage, dass Williams unbedingt mit Bottas weitermachen wollte. Doch die Erfolge kamen 2015 und 2016 nicht mehr wie am Fließband. Rückenprobleme verhinderten sogar seinen Start beim Australien-Grand-Prix. Trotzdem untermauerte er mit drei Podiumsbesuchen in zwei Jahren seine Ambitionen auf ein Topcockpit, die ihren Ausdruck in Gerüchten um eine Ferrari-Offerte fanden, ehe sich Mercedes sowie Freund und Förderer Wolff Bottas schnappten.

Im Teamduell mit Lewis Hamilton erwartete Bottas eine Saison mit Höhen und Tiefen: Einige Fahrfehler, Unfälle und unerklärliche Set-up-Probleme verhagelten sein Jahr, mit einem schlechten Auto kam er aber besser klar als der spätere Weltmeister. Bottas holte in Russland seinen ersten Sieg und ließ zwei weitere folgen. Die Vertragsverlängerung tüte er mit einer Podiumsserie im Sommer ein. 2018 lief es nicht mehr so gut. Sichere Siege in Aserbaidschan und Russland verlor er aufgrund eines Reifenschadens respektive einer Stallorder. Bottas blieb ohne Rennerfolg, durfte aber an Bord bleiben.

Die Ehefrau an Bottas' Seite ist Emilia. Noch als Emilia Pikkarainen war die Blondine eine erfolgreiche Schwimmerin und nahm an den Olympischen Spielen in Peking und London teil.

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