Daniil Kwjat

Daniil Kwjat
Russland

Porträt

(Stand: 29. Januar 2019) Daniil Kwjat kehrt in die Formel 1 zurück. Schon wieder ein Comeback! Nach seinem Aufstieg zu Red Bull scheiterte er an mangelndem Tempo sowie selbstverschuldeten Kollisionen und wurde nach vier Rennen zugunsten Max Verstappens zu Toro Rosso degradiert. Dort rehabilitierte er sich, nachdem er sich während der Sommerpause neu erfunden hatte und sicherte sich überraschend für die Saison 2017 das Cockpit im Juniorteam, um wenige Monate später wieder gefeuert zu werden. 2019 erhält Kwjat von Helmut Marko seine dritte Chance.

Der in Ufa geborene und in Moskau aufgewachsene Kwjat kam mehr oder weniger zufällig zum Motorsport. Nach dem Mittagessen verschlug es ihn mit Freunden auf die Kartbahn nebenan und alles nahm seinen Lauf. Über die Formel BMW und diverse Formel-Renault-Championate, wo er gegenüber den Toptalenten Robin Frijns, Carlos Sainz jun. und Stoffel Vandoorne allerdings den Kürzeren zog, ging es zum Team Christian Horners und Mark Webbers in die GP3. Mit MW Arden gelang der Durchbruch: drei Laufsiege und der Meistertitel in der Saison 2013.

Es war eine faustdicke Überraschung, als Toro Rosso die Vergabe des zweiten Cockpits für die Saison 2014 an Daniil Kwjat bekanntgab und ihn damit seinem ehemaligen Mitbewohner und guten Freund Antonio Felix da Costa vorzog. Nichtsdestotrotz war der junge Russe gewillt, die Gunst der Stunde zu nutzen und sich beim Red-Bull-Juniorteam in der Formel 1 zu etablieren. Mit vier Punktresultaten und Gesamtrang 15 war es auf dem Papier nicht der große Durchbruch, starke Einzelrunden und sein technisches Feedback hinterließen jedoch Eindruck.

Die Belohnung war die Beförderung in das A-Team: Bei Red Bull lastete auf Kwjat viel Druck, jedoch erhielt er nach dem Abschied Sebastian Vettels die Chance seines Lebens. Nach Anlaufschwierigkeiten und Kritik seines Förderers Helmut Marko machte er mit seinem ersten Podestplatz beim Ungarn-Grand-Prix auf sich aufmerksam und legte mit einer Trainingsbestzeit in Singapur nach.

Am Ende stand Kwjat als Gesamtsiebter einen Rang vor Teamkollege Daniel Ricciardo, konnte mit einem schwächelnden Red Bull aber nicht beweisen, dass er auch in der Formel 1 die Nerven für den Kampf um Siege hat. Obwohl er 2016 in China gleich wieder auf dem Podest stand, sorgten selbstverschuldete Unfälle und die Tatsache, dass er im Vergleich mit Ricciardo zunehmend schlechter aussah, zu seiner Degradierung zu Toro Rosso. Kwjat nahm es cool, besann sich auf seine Stärken und sicherte sich mit drei Punktresultaten den Verbleib im Red-Bull-Programm. Nach einer enttäuschenden Saison 2017 war die Geduld der Verantwortlichen am Ende. Er wurde abgesägt und hielt sich als Entwicklungspilot bei Ferrari fit.

Für den Traum von der Formel 1 wurde Kwjat früh flügge. Mit zwölf Jahren zog der kleine Daniil alleine nach Italien, um sich voll und ganz dem Motorsport zu widmen. Nach und nach kam die Familie nach. Lange erhielt er nur Besuch von seiner Mutter, weil der Vater in Russland arbeiten musste. Kwjat meint rückblickend, dass es nicht das richtige Alter gewesen sei, um alleine zu leben. Zwischenzeitlich war er zu Red Bull nach Milton Keynes gezogen. Kwjat spricht neben seiner Muttersprache Russisch auch fließend Englisch, Spanisch und Italienisch.

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