• 13. Februar 2026 · 20:50 Uhr

"Noch viel Arbeit vor uns": Aston Martin macht kein Geheimnis um Performance

Aston Martin hat beim Formel-1-Test in Bahrain enttäuscht: Mike Krack verrät, wo die Probleme liegen, was verbessert werden muss und warum Potenzial vorhanden ist

(Motorsport-Total.com) - Aston Martin ist die große Enttäuschung der ersten Testwoche in Bahrain. Die Mannschaft um Teamchef Adrian Newey fuhr der Konkurrenz deutlich hinterher und landete im Gesamtklassement (hier im Überblick) sogar hinter dem Neueinsteiger Cadillac, mit über vier Sekunden Rückstand auf die Mercedes-Bestzeit.

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Bittere Erkenntnis: Aston Martin ist nicht auf dem Niveau der Konkurrenz Zoom Download

Kein Wunder, dass auch Mike Krack, Ex-Teamchef und aktuell als Trackside Engineering Officer bei Aston Martin tätig, offen über die fehlende Performance des britischen Rennstalls spricht. "Das Hauptding, das wir diese Woche gelernt haben, ist, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben", gesteht der Luxemburger.

"Wir haben ein neues Auto, ein neues Paket, einen neuen Partner oder neue Partner, und wir müssen alles integrieren", erinnert Krack vor allem an die Zusammenarbeit mit Honda. "Also liegt noch viel Arbeit vor uns, und wir mussten diese Woche lernen, dass wir vielleicht noch nicht auf dem Niveau sind, auf dem andere sind."

Dass der Start mit Honda und der neuen Antriebseinheit der Japaner nicht reibungslos verlaufen würde, war jedoch abzusehen. "Es ist nichts, das man einfach aufdreht und es funktioniert", erklärt der Ingenieur. "Offensichtlich sind Menschen beteiligt, es gibt unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Philosophien."

"Aber ich denke, wir sind auf einem sehr guten Niveau und teilen unsere Probleme, teilen unsere Prioritäten. In der Formel 1 gibt es keine Magie. Man muss wirklich hart arbeiten und alles durcharbeiten."

Mike Krack glaubt: "Das Paket hat Potenzial"

Ganz so düster wie Fernando Alonso sieht Krack die Lage allerdings nicht. "Ich denke, das Paket hat Potenzial, und wir müssen hart arbeiten, um es freizusetzen", betont er. Von Beginn an konkurrenzfähig sein zu wollen, sei ohnehin nicht das Ziel gewesen; zunächst gehe es darum, Erfahrungen zu sammeln.


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Aston Martin zeigt die Lackierung des AMR26 und wir sprechen über die Ziele des Autos. Weitere Formel-1-Videos

"Das Wichtigste ist zuerst, loszulegen. Bevor wir das Auto vollständig entwickelt hatten, war es wichtig, dass wir in Barcelona auf die Strecke gehen", erinnert der 53-Jährige auch daran, dass der AMR26 beim Shakedown in Spanien noch gar nicht richtig einsatzbereit war.

"Auch wenn es etwas früh war, hatten wir viele kleine Probleme, die man debuggen muss, und das kostet Zeit", ergänzt Krack. "Sobald wir das haben, sobald wir richtig loslegen, können wir das Auto analysieren, die Schwächen analysieren, Verbesserungspotenziale analysieren, und dann bin ich mir ziemlich sicher, dass wir große Schritte nach vorne machen können."

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Aston Martin hatte beim ersten Bahrain-Test mit Schwierigkeiten zu kämpfen Zoom Download

Trotzdem hatte Aston Martin auf mehr Konkurrenzfähigkeit gehofft. "Hoffnung ist etwas, auf das man in der Formel 1 nicht wirklich bauen kann. Man muss bei den Fakten bleiben", sagt Krack. "Wir sind hierhergekommen, hatten einen ersten Eindruck, und müssen realisieren, dass wir noch mehr Arbeit zu tun haben."

Zuverlässigkeit bei Aston Martin als oberste Priorität

Doch Zeit bleibt dem Team um Adrian Newey nicht viel, denn schon in der kommenden Woche findet der nächste Test in Bahrain statt. "Jetzt muss man priorisieren und sagen, welche Dinge wir zuerst erledigen müssen. Erstmal für nächste Woche lösen. Es gibt nicht viel Zeit. Das müssen wir akzeptieren."

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"Aber ich denke, wir werden die richtige Prioritätenliste aufstellen, daran arbeiten, und nächste Woche werden wir in einer besseren Position sein." Ganz oben auf der Liste steht die Zuverlässigkeit: Fernando Alonso und Lance Stroll kämpften in den letzten Tagen mit mehreren Problemen und kamen insgesamt nur auf 206 Runden.

"Mit diesen neuen Regeln muss man aus jeder Runde lernen", sagt Krack. Denn Simulationen können die praktischen Erfahrungen auf der Strecke nicht ersetzen. "Es gibt viele Dinge, die man lernen muss, und man kann sie nur lernen, wenn man Runden fährt. Das ist also das erste Hauptziel."

"Und dann kann man Fortschritte machen. Aber man braucht Geduld. Es wird immer Rückschläge geben. Das ist die Realität dieses Sports. Aber ich denke, am Ende des Tages, wenn man dranbleibt, hart arbeitet, Probleme löst, sobald sie auftauchen, versucht, einige vorauszusehen, wird man es letztlich schaffen."

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