• 28. Januar 2026 · 11:15 Uhr

Das erste Ferrari-Fazit von Lewis Hamilton: Warum 2026 alles anders ist

Über 600 Kilometer an einem Tag: Warum Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton den Formel-1-Shakedown nüchtern bewertet und trotzdem zufrieden ist

(Motorsport-Total.com) - Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton zieht ein positives Fazit zu seinem ersten Einsatz im Ferrari SF-26 beim Formel-1-Shakedown 2026 in Barcelona: "Es war ein guter erster Tag. Es könnte bei so einer großen Regeländerung deutlich schlimmer laufen", sagte Hamilton.

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Lewis Hamilton beim Boxenstopp mit dem Ferrari SF-26 beim Formel-1-Shakedown 2026 in Barcelona Zoom Download

Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister weiß, wovon er spricht: Hamilton hat im Laufe seiner langen Grand-Prix-Karriere (Hier klicken: Lewis Hamiltons Formel-1-Laufbahn in Bildern!) mehrere große Regeländerungen erlebt - 2009, 2014, 2017 und 2022. Doch die jetzige ist für ihn klar "die größte".

Aber: Im Vergleich zur jüngsten Regeländerung 2022 läuft es laut Hamilton deutlich besser. "Wir haben zwar deutlich weniger Abtrieb als im vergangenen Jahr, aber wir haben kein Porpoising mehr wie zu Beginn der Ground-Effect-Ära. Das sind klare Pluspunkte", erklärte Hamilton.

Die große Herausforderung der Saison 2026

Die neue Autogeneration liegt also satter auf der Straße und hüpft weniger herum als ihre Vorgänger. Trotzdem ist sie für Fahrer und Teams "extrem herausfordernd", sagte Hamilton.


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"Alle werden auf dem falschen Fuß erwischt und müssen lernen. Und wer sich am schnellsten entwickelt und am klügsten mit Zeit, Energie-Abgabe und Weiterentwicklung umgeht, wird vorne sein. Das gibt grundsätzlich jedem die Chance, nach vorne zu kommen. Deshalb arbeiten wir mit voller Kraft daran, das Maximum herauszuholen."

Hamilton selbst kam am zweiten Testtag nur auf nasser Strecke zum Einsatz, wertet den Tag jedoch als "ziemlich solide", weil Ferrari "viele Informationen über das Auto" gesammelt habe. "Wir müssen definitiv dranbleiben, denn es gibt noch sehr, sehr viel zu tun, aber dass wir durch den Tag gekommen sind, ohne größere Probleme, ist großartig. Es braucht noch mehr solcher Tage."

Noch kein Eindruck zur Leistungsfähigkeit

Das sieht auch Matteo Togninalli so. Der leitende Ferrari-Ingenieur an der Rennstrecke betont: "Neues Auto, neuer Antrieb, alles neu - da ist Zuverlässigkeit der wichtigste Punkt. Wir haben unser Programm bisher durchgezogen und auch unsere Kundenteams sammeln viele Kilometer. Das ist ein gutes Zeichen."

Sehr viel mehr könne man zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen, meinte Togninalli: "Leistungsmäßig ist es noch viel zu früh. Wir versuchen vor allem, das Auto zu verstehen und fein abzustimmen. Im Moment geht es darum, Runden zu fahren."

"Aber wenn man an frühere Reglementwechsel zurückdenkt, war es fast ein Traum, an einem Tag über 600 Kilometer zu fahren. In dieser Hinsicht ist das sehr positiv. Alles Weitere müssen wir abwarten."

Was Hamilton diese Woche noch testen will

Hamilton brennt indes bereits darauf, den Ferrari SF-26 im Trockenen zu fahren. "Dafür fehlt mir noch das Gefühl", so der Ex-Champion. "Es geht darum, die Balance zu verstehen und zu lernen, wie man sie nutzt. Außerdem geht es um das Verständnis der Energiebereitstellung."


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Laut Hamilton wird es 2026 entscheidend darauf ankommen, "wie man die Leistung, die Batterie, über eine Runde hinweg nutzt und wie man rekuperiert. Wir haben im Simulator bereits enorm viel Arbeit investiert, es ist also nicht zu 100 Prozent Neuland. Trotzdem müssen wir unsere Programme durchziehen und die Daten auswerten, um alles zu optimieren."

Dabei lohnt für Togninalli auch der Blick auf die anderen Autos beim Formel-1-Shakedown in Barcelona: "Es ist gut, mit den anderen Teams gemeinsam auf der Strecke zu sein, weil Vergleiche immer hilfreich sind. Trotzdem konzentrieren wir uns auf uns selbst."

"Wir haben eine Liste an Punkten abzuarbeiten: Messungen, Charakterisierung, Testteile, Set-up", erklärte Togninalli. "Die Liste ist wirklich sehr, sehr lang."

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