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Barcelona, Tag 3: McLaren greift erstmals ein, Bestzeit für Mercedes
Während Mercedes am dritten Shakedown-Tag in Barcelona die Bestzeit aufstellt, kommt Audi nur fünf Runden weit, bevor ein Problem den Vormittag beendet
(Motorsport-Total.com) - Nach dem Privatduell zwischen Red Bull und Ferrari am Dienstag war am dritten Tag der Shakedown-Woche in Barcelona wieder ein bisschen mehr los: Am Mittwoch nutzten sechs der elf Teams die Gelegenheit, auf die Strecke zu gehen, und erstmals griff auch Weltmeister McLaren mit Lando Norris ins Geschehen ein (der Tag zum Nachlesen im Liveticker).
Die Bestzeit ging aber diesmal an Mercedes, die sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag die schnellste Runde drehen konnten: Zunächst verbesserte George Russell die bisherige Wochenbestzeit um mehr als eine halbe Sekunde und brannte eine Zeit von 1:17.580 Minuten in den Asphalt, am Nachmittag konnte Andrea Kimi Antonelli noch einmal zwei Zehntel schneller fahren.
Bei den Silberpfeilen scheinen Performance und Laufleistung bisher zu passen, denn mit 92 Runden spulte Russell am Vormittag mit Abstand die meisten aller Piloten ab, und auch am Nachmittag kam Mercedes mit weiteren 91 Runden recht problemfrei durch das Programm - das macht 183 Umläufe!
Damit kommt das Team auf eine Gesamtzahl von 334 Runden für die Woche und über 1.500 km Fahrstrecke.
"Wir sind zufrieden mit der Kilometerleistung, die wir heute erreicht haben, und haben die meisten Ziele abgehakt, die wir uns für die ersten beiden Fahrtage hier in Barcelona gesetzt haben", lobt der leitende Renningenieur Andrew Shovlin.
"Das Auto war zuverlässig und wir konnten heute mehrere Renndistanzen absolvieren. Das ist als erster Schritt ermutigend, und ich weiß, dass beide Fahrer die Anzahl der Runden spüren werden, die sie heute zurückgelegt haben!"
Audi nur mit fünf Runden am Vormittag
Ganz anders sah das hingegen bei Audi aus, die schon am Montag die wenigsten Kilometer aller anwesenden Teams gefahren waren. Nico Hülkenberg kam am Mittwoch zu seinem ersten Testeinsatz, kam aber zunächst nur fünf Runden weit, bevor der R26 stehenblieb und für den Rest des Vormittags nicht wieder gesehen wurde.
Erst am Nachmittag konnte der Deutsche wieder auf die Strecke gehen. Dort konnte der Sauber-Nachfolger aber immerhin noch 63 Runden abspulen, womit man aber immer noch die zweitwenigsten der sechs heute anwesenden Teams hatte. Mit einer Zeit von 1:21.010 Minuten war Hülkenberg zudem Schlusslicht in der Zeitentabelle.
Aber auch andere Teams hatten durchaus mit dem ein oder anderen Problem zu kämpfen. Auch Rookie Arvid Lindblad löste in seinem Racing Bulls am Nachmittag eine Rotphase aus, kam aber trotzdem noch auf 120 Runden und den vorletzten Platz.
Probleme auch bei Haas
Zuvor hatte es auch Oliver Bearman im Haas erwischt, der am Vormittag nur auf 21 Runden kam, und die gleiche Anzahl auch am Nachmittag schaffte - Tiefstwert unter den Rennställen. Auch am Nachmittag wurden die Amerikaner mit einem Problem in der Garage gehalten.
"Ich mache mir keine Sorgen wegen des Problems, das wir heute Morgen hatten, das am Nachmittag war etwas ernster, und es ist offensichtlich etwas, das wir untersuchen und genau analysieren, was passiert ist - und natürlich, wie man es löst", sagt Teamchef Ayao Komatsu.
"Wir werden versuchen, es so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen, aber zumindest ist es relativ früh in unserem gesamten Vorbereitungsprogramm passiert." Bearman nimmt es derweil locker: "Aber genau darum geht es hier eigentlich - wir erwarten solche Probleme."
"Jeder lernt das Auto, die neuen Teile und Abläufe kennen. Ein Problem, das beim letztjährigen Auto vielleicht 30 Minuten gedauert hätte, weil jeder es so gut kannte, hat jetzt viel länger gedauert, einfach weil es ein paar kompliziertere Details gibt und die Antriebseinheit im Vergleich zu dem, was wir gewohnt waren, so viel umfangreicher ist", sagt der Brite.
Trotzdem ist man bei Haas durchaus zufrieden: "Als das Auto heute Morgen rausfuhr, gab es viele Verbesserungen, das war positiv", betont Komatsu. "Wir sind in vielen Bereichen viel näher dran, aber leider hatten wir dieses Zuverlässigkeitsproblem."
Zwei Tage bleiben noch
Und McLaren? Von denen war lange Zeit nichts zu sehen. Erst am späten Vormittag fuhr Lando Norris erstmals aus der Garage und blieb auch am Nachmittag zunächst lange in selbiger. Dennoch kam er am Ende auf 76 Runden und eine Zeit von 1:18.307 Minuten, womit er knapp eine Sekunde hinter Mercedes lag und quasi "Best of the Rest" wurde.
Alpine bewies am Mittwoch ebenfalls eine starke Zuverlässigkeit und kam auf 125 Runden, Franco Colapinto und Pierre Gasly belegten in der Zeitenliste die Positionen vier und fünf.
Damit bleiben den Teams noch zwei Tage in dieser ersten Shakedown-Woche. Am Donnerstag möchte Aston Martin erstmals in das Geschehen eingreifen, die neben Williams das einzige Team sind, das noch nicht gefahren ist. Williams lässt bekanntlich die ganze Woche aus, hat seine Teilnahme am zweiten Test in Bahrain aber heute bestätigt.
Ferrari, McLaren und Cadillac haben bislang einen Testtag absolviert und können sowohl am Donnerstag als auch am Freitag noch fahren, Red Bull, Racing Bulls, Audi, Haas und Alpine müssen sich entscheiden, an welchem der beiden Tage sie noch fahren möchten.
Der Test am Donnerstag geht wieder planmäßig von 9 bis 18 Uhr, inklusive einer einstündigen Mittagspause.


