• 22. Januar 2026 · 08:00 Uhr

Testauftakt ohne Weltmeister: Warum McLaren Tag 1 auslässt

McLaren wird sich beim Shakedown in Barcelona nicht gleich am ersten Tag auf die Strecke begeben, doch das ist vom Weltmeister schon von Anfang an so geplant

(Motorsport-Total.com) - Wenn die Formel 1 am kommenden Montag zum ersten Mal zusammenkommt, um beim Shakedown in Barcelona die neuen Autos für 2026 zu testen, dann wird ein Team auf jeden Fall nicht dabei sein: Titelverteidiger McLaren. Der Weltmeister lässt bewusst den ersten Tag aus, um dem MCL40 die maximale Entwicklungszeit zu verschaffen.

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McLaren wird erst mit Verspätung in die Wintertests starten Zoom Download

Ohnehin darf jedes Team nur an drei der fünf angesetzten Testtage fahren - und McLaren hat sich in diesem Zuge dazu entschieden, den Eröffnungstag auszulassen. Stattdessen wird das Team die Tage vor dem Test damit verbringen, sein Auto aus den AVL-Einrichtungen in Graz zurückzuholen, wo der MCL40 auf den Prüfständen des österreichischen Engineering-Unternehmens auf Herz und Nieren geprüft wurde.

Der Wagen wird in Barcelona mit einer Test-Lackierung fahren, bevor am 9. Februar die Vorstellung der vollständigen Team-Lackierung erfolgt. Das Team wird das Auto zuerst einem Shakedown unterziehen, bevor es das volle Testprogramm an den drei zugewiesenen Tagen beginnt.


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"Wir planen, entweder an Tag zwei oder Tag drei mit den Tests zu beginnen", bestätigt Teamchef Andrea Stella. "Wir werden also an Tag eins nicht testen. Wir wollten uns selbst so viel Zeit wie möglich für die Entwicklung geben."

"Sie wissen vielleicht, dass man an drei von den fünf in Barcelona verfügbaren Tagen testen darf, und wir werden dann entweder ab Tag zwei oder Tag drei starten und für drei Tage testen."

Hinauszögern "Plan A"

Stella erklärt, dass die dynamische Natur des Designprozesses für 2026, bei dem McLaren seiner Aussage nach fast täglich Performance-Gewinne findet, die Entscheidung beeinflusst hat, den Fahrbetrieb des Teams bis zum letzten Moment hinauszuschieben.

Er betont, dass andere Teams, die ihre Shakedowns bereits abgeschlossen haben, in Barcelona möglicherweise schneller voll einsatzbereit sein könnten, ist jedoch der Meinung, dass dies einen Kompromiss erzeugen würde, da man sich auf bestimmte Designelemente hätte festlegen müssen, die vielleicht noch nicht so weit fortgeschritten wären.


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Das Hinauszögern des Testbetriebs sei "tatsächlich immer unser Plan A" gewesen, wie Stella verrät. "Es gibt zudem so viel Veränderung, dass wir nicht notwendigerweise die Ersten auf der Strecke sein müssen."

"Wir wollten, wie ich schon zuvor sagte, so viel Zeit wie möglich für die Entwicklung geben, weil jeder Tag der Entwicklung, jeder Tag des Designs, ein kleines bisschen Performance hinzufügt."

McLaren sieht sich auf Kurs

"Das bedeutet auch: Wenn man früh auf der Strecke ist, hat man zwar die Rückversicherung, so früh wie möglich zu wissen, was man wissen muss - aber gleichzeitig bedeutet es, dass man sich möglicherweise relativ früh auf das Design und die Realisierung des Autos festgelegt hat", so Stella.

"Man hat also einen Kompromiss gegenüber der Entwicklungszeit und der letztendlichen Performance."


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"Natürlich wird es, so schätze ich, für so ziemlich jedes Auto Updates geben zwischen den Tests - zumindest den Tests in Barcelona - und dem ersten Rennen."

"Aber wir dachten uns, dass es im Hinblick auf eine gesamte Saison wichtig war, das Auto im konkurrenzfähigsten Paket und in der konkurrenzfähigsten Konfiguration zu starten und zu präsentieren", so der Teamchef.

"Deshalb haben wir den gesamten Zeitplan bis ans Limit ausgereizt - aber innerhalb eines sehr handhabbaren Limits. Wir liegen im Plan, an Tag zwei zu testen, und wir verspürten keinen Drang, Tests für Tag eins zu planen."

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