Peter Bayer: Neue Formel-1-Autos bis zu 20 Kilogramm zu schwer
Nicht alle Formel-1-Autos erreichen aktuell bereits das neue Mindestgewicht - Peter Bayer vermutet, dass das Übergewicht bei einigen im zweistelligen Bereich liegt
(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Autos der Generation 2026 sind deutlich leichter als ihre Vorgänger - zumindest in der Theorie. Das Mindestgewicht der Boliden ist von 800 auf 768 Kilogramm gesunken. Doch vor allem zu Saisonbeginn wird nicht jedes Team diesen Wert erreichen.
"Das Gewicht ist ein Riesenthema", sagte Racing-Bulls-Geschäftsführer Peter Bayer bereits zu Beginn des Jahres im Podcast Backstage Boxengasse von Sky. Er verwies damals auch auf die letzte größere Regeländerung der Formel 1 im Jahr 2022.
Damals habe es mit dem Alfa Romeo unter den zehn Autos exakt "ein einziges" gegeben, das das Mindestgewicht gleich zu Saisonbeginn erreicht habe. "Alle anderen waren zwischen zehn und 20 [Kilogramm] über [dem Mindestgewicht]", so Bayer.
"Und ich glaube nicht, dass es dieses Mal viel anders sein wird", prophezeite der Österreicher bereits vor den Wintertestfahrten in Bahrain. Tatsächlich bestätigte dort unter anderem Williams, dass man das neue Gewichtslimit bislang noch nicht erreicht habe.
Und auch bei Red Bull gab man zu, dass der RB22 aktuell noch unter Übergewicht leidet. Pierre Wache verriet: "Wie alle versuchen wir nach dem Winter, das Gewicht zu reduzieren. Wir haben einige Herausforderungen in Bezug auf das Gewicht, aber das ist bei allen der Fall."
"Vielleicht haben einige bessere Arbeit geleistet als wir, aber wir müssen etwas Gewicht am Auto einsparen, da es jedes Mal unsere Philosophie ist, das Auto schneller zu machen und uns nicht um Gewichtsbeschränkungen oder ähnliches zu kümmern", erklärt er.
Warum ein Gewichtsvorteil keine Garantie ist
Bereits 2022 hatte Red Bull zu Beginn der neuen Regelära mit einem übergewichtigen Auto zu kämpfen - wurde am Ende des Jahres aber trotzdem Weltmeister. Denn in der Formel 1 lautet der Grundsatz, dass es einfacher ist, ein schnelles Auto leicht zu machen, als ein leichtes Auto schnell.
Das zeigte sich damals im umgekehrten Fall auch bei Alfa Romeo. Das Team profitierte zu Beginn des Jahres vom Gewichtsvorteil und fuhr in sieben der ersten neun Rennen in die Punkte. In den letzten 13 Saisonrennen, als die anderen Teams beim Gewicht aufgeholt hatten, punktete man dann lediglich noch dreimal.
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Wer zu Beginn der Saison 2026 bereits am Gewichtslimit operiert, könnte also einen Vorteil haben. Allerdings könnte dieser auch schnell aufgebraucht sein, sobald die Konkurrenten in Sachen Gewicht nachziehen. Zumal aktuell niemand verraten möchte, wie schwer sein Auto genau ist.
Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane sagt über Mittelfeldkonkurrent Williams zum Beispiel: "Ich gehe nicht davon aus, dass sie öffentlich bekannt geben werden, wie viel ihr Auto wiegt, genauso wenig wie ich verraten werde, wie viel unseres wiegt."
- Formelsport
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"Aber sagen wir mal so: Einige Teams werden mehr Optimierungen vornehmen müssen als andere. Das ist sicher", so Permane. Auf Nachfrage, in welche Kategorie die Racing Bulls fallen, antwortet er mit einem Grinsen: "Ich habe doch gerade gesagt, dass ich das nicht verraten werde ..."


