"Das war lange bekannt": Fred Vasseur wundert sich über Startdiskussionen
Die Formel 1 hat in Bahrain über den Start diskutiert: Ferrari-Teamchef Fred Vasseur wundert sich, denn die neuen Hürden seien "vom ersten Tag an bekannt" gewesen
(Motorsport-Total.com) - Während der Testfahrten rückte die neue Startprozedur ins Rampenlicht: Weil die MGU-H wegfällt und das Turboloch damit zurückkehrt, wird der Start für die Fahrer ab dieser Saison deutlich anspruchsvoller, was Diskussionen über die Sicherheit auslöste. Das kann Ferrari-Teamchef Fred Vasseur nicht nachvollziehen.
"Ohne die MGU-H war klar, dass das Turboloch zu einem Faktor wird, den man managen muss - von der Fahrbarkeit bis hin zu den Rennstarts", sagt der Franzose im Gespräch mit Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network. (Anzeige: Alle Rennen der Formel 1 live auf Sky)
"Das war vom ersten Tag an bekannt", zeigt sich Vasseur verwundert. "Wenn man bei der Definition der Leitlinien für eine Power-Unit Entscheidungen bewertet, geht es nicht nur um reine Leistung, sondern auch um andere Aspekte - und einer davon ist der Start."
"Deshalb haben wir bestimmte Entscheidungen getroffen, und die FIA hat von Anfang an sehr klar kommuniziert, dass sie die Startprozedur nicht ändern möchte. Umso überraschter war ich, als das Thema in Bahrain wieder aufkam."
Vasseur: Ferrari ist "Kompromisse" eingegangen
Vasseur erklärt, dass Ferrari bei der Entwicklung sogar "Kompromisse" eingegangen sei, um die ursprüngliche Situation angemessen zu berücksichtigen. Ein Risiko, das sich nach aktuellem Stand nur teilweise auszahlte, denn mittlerweile wurde beim Startvorgang eine zusätzliche Fünf-Sekunden-Anzeige eingeführt.
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Diese soll die Fahrer rechtzeitig informieren und ihnen genügend Zeit geben, ihre Motoren hochzudrehen. Dennoch hinterließen die Boliden mit Ferrari-Motor im Heck bei den Probestarts in Bahrain einen starken Eindruck, mit sichtbar schnellerer Beschleunigung.
Der Hauptgrund für diese Anpassung bleibt offiziell die Sicherheit, um gefährliche Auffahrunfälle zu verhindern. "Ich kann sagen, dass es einfach ist, einen Fahrer zu bitten, Sicherheitsbedenken oder Ähnliches vorzubringen - aber in Wirklichkeit war das alles seit Langem bekannt", erklärt Vasseur.
"Bei der Auslegung der Motorarchitektur geht man immer Kompromisse ein: Auf der einen Seite strebt man maximale Leistung an, auf der anderen Fahrbarkeit", betont der Ferrari-Teamchef und übt damit subtile Kritik an der Konkurrenz. "Man muss Entscheidungen treffen."
Haas-Teamchef sieht "kein Sicherheitsrisiko mehr"
Haas-Teamchef Ayao Komatsu, dessen Team ebenfalls auf die Antriebseinheiten von Ferrari setzt, bewertet die eingeführte Fünf-Sekunden-Regelung als funktionierende Lösung zur Entschärfung möglicher Sicherheitsrisiken.
"Wenn man sich diese Übungsstarts ansieht, mit dem blauen Licht und der Fünf-Sekunden-Sequenz - das funktioniert wirklich gut", sagt der Japaner. "Schaut man auf die Starts der beteiligten Fahrer, sind sie ordentlich von der Linie weggekommen."
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"Ich glaube nicht, dass das ein Problem sein wird. Anfangs, ohne diese zusätzlichen fünf Sekunden, hätte ich zugestimmt, dass es ein Sicherheitsrisiko geben könnte. Aber jetzt, mit dieser Vorbereitungsphase vor dem eigentlichen Start, sehe ich überhaupt kein Sicherheitsrisiko mehr."


