• 13. Februar 2026 · 18:44 Uhr

Max Verstappen sicher: Mercedes führt Konkurrenz in die Irre

Max Verstappen kontert Toto Wolff mit Spott, während George Russell Red Bull bei den Bahrain-Testfahrten als klaren Favoriten bezeichnet

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hat mit einem Lachen auf Toto Wolffs Einschätzung reagiert, wonach der umstrittene Kompressions-Trick bei Mercedes nur zwei bis drei PS bringen soll. "Da muss man definitiv noch eine Null hinzufügen - vielleicht sogar mehr", sagte der viermalige Weltmeister mit Blick auf die Debatte um das 16:1-Verdichtungsverhältnis.

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Im Fahrerlager wird spekuliert, dass Mercedes im Stand die Regularien einhält, unter Last jedoch einen höheren Wert erreicht. Wolff spielte den Effekt zuletzt herunter - Verstappen glaubt daran nicht. "Ich verstehe natürlich, was sie damit bezwecken wollen", fügt er an - eine kaum verhohlene Anspielung auf mögliche Ablenkungsmanöver.

Denn mehrere Mercedes-Kundenteams hatten zuletzt Red Bull zum Favoriten erklärt. Für Verstappen ist das politisches Kalkül: "Wartet einfach bis Melbourne und schaut, wie viel Leistung sie plötzlich finden. Ich weiß jetzt schon, was passiert."

Er ist überzeugt, dass Mercedes in Bahrain massiv zurückhält. "Sie versuchen offensichtlich, den Fokus auf uns zu legen. Aber wartet ab, wie schnell sie auf den Geraden plötzlich sind."

Russell: Red Bull liegt ganz klar vorn

Ganz anders klingt es bei George Russell. Der Mercedes-Pilot spricht nach den bisherigen Testtagen von einem "Reality-Check" für sein Team - und hebt Red Bull ausdrücklich hervor.

"Red Bull hat in Barcelona direkt abgeliefert und war klar vor allen anderen - vor uns, vor Ferrari", sagt Russell. "Und auch hier in Bahrain haben sie wieder richtig einen rausgehauen. Im Moment sind sie ganz klar das Team, das es zu schlagen gilt."


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Besonders beeindruckt zeigt sich Russell vom Energiedepot auf den Geraden, das auf den GPS-Daten sichtbar sei. "Wir sprechen von einer halben bis zu einer Sekunde pro Runde allein durch Deployment. Das ist ziemlich beängstigend."

Die Winter-Gerüchte um eine überlegene Mercedes-Power-Unit relativiert er rückblickend selbst: "Im Winter weiß niemand etwas wirklich. Vieles ist Spekulation." Zwar hoffe er, dass Mercedes "noch ein Ass im Ärmel" habe, doch aktuell sieht er Red Bull vorne.

Kräfteverhältnis: Zwischen Politik und Realität

Brisant ist die Gemengelage auch deshalb, weil Red Bulls Technikchef Pierre Wache sein eigenes Team zuletzt nur als vierte Kraft hinter Mercedes, Ferrari und McLaren eingeordnet hatte. Verstappen widerspricht indirekt - zumindest was Mercedes betrifft. Für ihn ist klar, dass die Silberpfeile ihr wahres Potenzial noch nicht gezeigt haben.

"In den letzten zehn Jahren hat man nach dem ersten Testtag noch nie den Weltmeister ausgerufen", sagt er. "Gerade mit so einem komplexen neuen Reglement wollen wir einfach nur unsere Runden fahren und lernen."

Dass die Diskussion zunehmend politisch geführt wird, stört ihn nicht. "Jeder kann sagen, was er will. Mich beeinflusst das nicht. Wenn das Auto nicht gut zu fahren ist, habe ich genug andere Dinge, um die ich mich kümmern muss."

Ein Hinweis auf seine parallelen GT3-Projekte - und vielleicht auch ein Signal, dass die wahre Hackordnung erst in Melbourne sichtbar wird. Bis dahin bleibt der Motor-Poker das bestimmende Thema im Fahrerlager: Blufft Mercedes? Oder unterschätzt man Red Bulls neue Inhouse-Power?

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