• 16. Januar 2026 · 10:05 Uhr

Red-Bull-Warnung: "Wir werden zurückliegen"

Laut Teamchef Laurent Mekies wird Red Bull mit einem Rückstand in die Formel-1-Saison 2026 gehen - Warum er aber optimistisch ist, dass das nicht so bleiben wird

(Motorsport-Total.com) - Wird Red Bull mit dem eigenen Motor gleich zu Beginn der Formel-1-Saison 2026 siegfähig sein? Teamchef Laurent Mekies hat im Rahmen der Design-Präsentation des Teams in den USA klargestellt, dass sich die Fans des Rennstalls keine allzu großen Hoffnungen machen sollten.

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Isack Hadjar, Max Verstappen und Laurent Mekies beim Red-Bull-Launch 2026 Zoom Download

"Wir wissen, dass es einige Schwierigkeiten mit sich bringen wird", sagt er bei Sky über das ambitionierte Motorenprojekt der Bullen. Nachdem man mit Honda in den vergangenen Jahren zahlreiche WM-Titel gewonnen hat, geht Red Bull 2026 zum ersten Mal in der Geschichte des Rennstalls mit eigenen Antrieben an den Start.

"Niemand unterschätzt die Größe des Berges, den wir erklimmen müssen", so Mekies über das gemeinsame Projekt mit Ford. "Es ist die Art von Herausforderung, mit der wir uns alle identifizieren möchten, und hoffentlich werden wir letztendlich erfolgreich sein", betont er.

Zu Beginn wird man aber vermutlich erst einmal Lehrgeld zahlen müssen. "Ich denke, es wäre, gelinde gesagt, naiv von uns zu glauben, dass wir [...] beim ersten Rennen auftauchen und auf dem gleichen Niveau sind wie Leute, die das schon seit vielen Jahren machen", stellt Mekies klar.


Das Red-Bull-Design für 2026

"So wird es nicht sein. Wir werden hinter ihnen zurückliegen", sagt er unmissverständlich. Heißt: Red Bull wird 2026 zumindest zu Beginn nicht das beste Paket im Feld haben. Gleichzeitig stellt Mekies aber auch klar, dass die Saison lang ist und in einem Jahr viel passieren kann.

"Wir werden eine Saison mit unglaublich hohen Entwicklungsraten erleben, sowohl auf der Chassis- als auch auf der Antriebsseite", kündigt er an und betont: "Wir glauben an unsere Leute." Denn die Saison 2025 sei ein guter Beweis dafür, dass Red Bull ein Auto weiterentwickeln könne.


Red Bull: Mit Hochglanz und eigenem Motor wieder an die Spitze? I F1-Talk

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Ab 2026 baut Red Bull eigene Motoren, Ford ist ein wichtiger Partner für das Projekt Red Bull Powertrains. Weitere Formel-1-Videos

Nachdem man in der vergangenen Saison lediglich zwei Siege in den ersten 15 Rennen geholt hatte, verbesserte man das Auto so stark, dass Max Verstappen nach der Sommerpause noch sechs weitere Siege einfuhr. Am Saisonende sicherte sich der Niederländer sogar drei Siege in Serie.

Auf eine ähnliche Entwicklungskurve hofft Mekies auch 2026. "Wir gehen Schritt für Schritt vor, aber mit der richtigen Portion Aggressivität", kündigt er an. Bereits zuvor hatte Helmut Marko erklärt, dass er die Bullen 2026 ebenfalls nicht als großen Favoriten sieht.

Der langjährige Motorsportberater von Red Bull antwortete im ORF auf die Frage, wer 2026 Weltmeister wird: "Ich fürchte, es wird ein Pilot sein, der ein Mercedes-Triebwerk verwendet." Denn Mercedes scheine aktuell "in der Motorenentwicklung am weitesten zu sein".

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