• 19. Dezember 2025 · 17:13 Uhr

Ferrari-Teamchef: Warum die Teams mit ihren Updates 2026 "clever" sein müssen

Vor allem zu Beginn der Saison 2026 werden die Teams viele Updates für ihre Boliden bringen - Ferrari Teamchef Frederic Vasseur erklärt, wo die Schwierigkeiten liegen

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 steht vor einer der größten Regeländerungen ihrer Geschichte: Im kommenden Jahr werden sich sowohl die Antriebe als auch die Autos selbst stark verändern. Mindestens bis zum ersten Rennen in Australien bleibt daher noch unklar, welches Team in der kommenden Saison die Nase vorn haben wird.

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Ferrari-Teamchef Vasseur weiß, dass Upgrades 2026 "clever" einzusetzen sind Zoom Download

Und selbst dann bleiben viele Fragezeichen: Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur hatte bereits betont, dass der Saisonstart in Melbourne kaum Aufschluss über den möglichen Nachfolger von Weltmeister Lando Norris geben werde. Doch für die zurückliegenden Teams wird es dennoch schwer, den Rückstand schnell aufzuholen.

Das liegt nicht nur an den festgelegten Grenzen für die Entwicklung, sondern auch am Rennkalender des kommenden Jahres, denn die ersten Rennen sind allesamt sogenannte "Flyaways". Das bedeutet, dass das gesamte Team-Equipment, und damit auch mögliche Upgrade-Teile, mit dem Flugzeug transportiert wird, was teuer werden kann.

Vasseur: "Müssen Entwicklungsbudget clever einsetzen"

"Ich glaube nicht, dass die Kapazität für Windkanaltests der entscheidende Faktor für die Einführung von Upgrades sein wird", betont Ferrari-Teamchef Vasseur deshalb gegenüber ausgewählten Medien, darunter Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.

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Lewis Hamilton und Charles Leclerc fahren 2026 für Ferrari Zoom Download

"Der Hauptgrund für die Einführung von Upgrades wird die Kostenobergrenze sein. Das bedeutet, wir müssen unser Entwicklungsbudget clever einsetzen und damit die Upgrades finanzieren", mahnt der Franzose. "Je früher und je wichtiger, desto besser - ganz klar."

Doch genau hier liegt das Problem: "Es ist nicht selbstverständlich, dass man die Hälfte des Entwicklungsbudgets verbraucht, wenn man gleich in den ersten Rennen vier oder fünf Upgrades einführt und dafür einen ganzen Unterboden nach Japan oder China schicken muss."

Die ersten großen Upgrades 2026 erst in Bahrain?

"Das bedeutet, wir müssen bei der Planung clever vorgehen und vielleicht einiges im Windkanal weiterentwickeln, um es dann im dritten oder vierten Rennen, wenn wir nach Bahrain zurückkehren, einzusetzen", erklärt Vasseur eine mögliche Strategie für die Weiterentwicklung.

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Ferrari könnte das erste große Upgrade 2026 erst in Bahrain bringen Zoom Download

"Das ist eine Frage, mit der wir uns in Zukunft täglich auseinandersetzen müssen, indem wir einerseits die Ergebnisse der Windkanaltests und andererseits die Entwicklungskosten abwägen. Sicher ist, dass eine Verbesserung des Flaps am Frontflügel günstiger ist als die Lieferung des gesamten Unterbodens nach China."

Die Kostenobergrenze der Formel 1 wurde 2021 als Reaktion auf die finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie eingeführt. Ursprünglich lag sie bei 145 Millionen US-Dollar pro Jahr, für die Saison 2026 wird sie auf 215 Millionen US-Dollar angehoben.


Neue Regeln, neue Boliden: So sehen die Formel-1-Autos ab 2026 aus

Doch obwohl Inflation und Wechselkursschwankungen berücksichtigt wurden, stellt die Anpassung keine Nettoerhöhung dar. Denn es gab in den vergangenen Jahren mehrere Regeländerungen, darunter die Einführung von Sprintrennen und die Erweiterung des Rennkalenders. Die Kosten sind insgesamt also gestiegen.

Ferrari-Teamchef glaubt an "enorme" Entwicklung

Hinzu kommen neue Bereiche, die bislang nicht unter die Kostenobergrenze fielen: Medienaktivitäten, Transportkosten und weitere zusätzliche Betriebskosten werden künftig ebenfalls berücksichtigt. Größere Upgrades, deren Versand insbesondere per Express teuer ist, müssen daher möglicherweise zurückgehalten werden.

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Gerade zu Beginn der kommenden Saison ist es entscheidend, die Transportkosten im Blick zu behalten, um die Entwicklung der Autos auf einem hohen Niveau zu halten. Denn besonders in den ersten Rennen wird das Feld wahrscheinlich stärker auseinandergehen.

"Ich bin wirklich überzeugt, dass 2025 das Bild [der Wettbewerbsreihenfolge] beim Test in Bahrain fast dasselbe war wie beim letzten Rennen in Abu Dhabi", sagt Vasseur. "Und nächstes Jahr wird die Entwicklungsrate über die gesamte Saison enorm sein."

"Es wird eher wie 2022 sein", blickt der Ferrari-Teamchef zurück. Für ihn ist klar: Der Saisonstart 2026 hat wenig Relevanz, denn "nur weil jemand zu Beginn von 2026 vorne liegt, bedeutet das nicht, dass er am Ende von 2026 vorne sein wird oder dass er 2027 an der Spitze sein wird."

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