Wie ein Stein das Leben von Helmut Marko für immer veränderte
Der langjährige Red-Bull-Berater Helmut Marko prägte mehr als das F1-Programm: Zehn selten erzählte Fakten zeigen überraschende Facetten seiner Laufbahn
(Motorsport-Total.com) - Gut 20 Jahre lang hat Helmut Marko als Berater das Auftreten der Energy-Drink-Marke Red Bull im Motorsport verantwortet. Doch das ist nur ein Verdienst von vielen, die sich der Österreicher im Zuge einer langen Laufbahn erworben hat - und viele Kapitel dieser Laufbahn sind den meisten Beobachtern gar nicht bekannt.
In diesem Artikel nennen wir zehn interessante Fakten über Helmut Marko, die nicht jeder weiß.
#1: Helmut Marko hat einen Doktortitel
Helmut Marko wird in Interviews häufig als "Doktor Marko" bezeichnet, und das hat auch einen Grund: Marko studierte in den 1960er-Jahren Rechtswissenschaften und promovierte, sodass er als Jurist den Doktortitel tragen darf.
#2: Helmut Markos Eltern waren gegen Motorsport
Ähnlich wie bei seinem Landsmann Niki Lauda reagierte das Elternhaus von Helmut Marko verständnislos auf die Motorsport-Ambitionen des Sohnes. Und ähnlich wie Lauda zog es Marko trotzdem durch und wurde Rennfahrer. Sein Debüt gab er Mitte der 1960er-Jahre bei einem Sportwagen-Rennen.
#3: Helmut Marko gewann die 24 Stunden von Le Mans
Helmut Marko hat im Motorsport einiges erreicht. Zu seinen Karriere-Höhepunkten zählt der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1971 im Porsche 917K an der Seite von Gijs van Lennep. Marko saß für 14 Stunden im Cockpit und stellte mit seinem niederländischen Teamkollegen einen Distanzrekord auf, der erst 2010 gebrochen wurde.
#4: Helmut Marko war ein Formel-1-Fahrer
1971 gab Helmut Marko für das Privatteam Ecurie Bonnier seines Rennfahrer-Kollegen Jo Bonnier sein Formel-1-Debüt in einem McLaren M7C, nahm beim Grand Prix von Deutschland jedoch nur am Freien Training teil. Marko wechselte daraufhin zu BRM und erzielte 1972 in Monaco mit Platz acht sein bestes Grand-Prix-Ergebnis, blieb unter dem damaligen Punktesystem aber ohne WM-Zähler.
#5: Helmut Marko hätte Ferrari-Fahrer werden können
Obwohl Helmut Marko in seiner Formel-1-Karriere keine Punkte holte, hatte er die Aufmerksamkeit von Enzo Ferrari erregt: Es gab Gespräche und Verhandlungen, ein Rennfahrer-Vertrag wurde vorbereitet. Zur Unterschrift kam es aber nicht mehr, weil Marko 1972 beim Grand Prix von Frankreich in Clermont-Ferrand einen schweren Unfall hatte, der seine Karriere beendete.
#6: Helmut Marko hat ein Glasauge
Der Unfall ereignete sich, als Helmut Marko dicht hinter einem anderen Auto herfuhr: Das vorausfahrende Auto wirbelte einen Stein auf, der Markos Visier durchschlug und sein linkes Auge erblinden ließ. Er trägt seither ein Glasauge.
#7: Helmut Marko besitzt mehrere Hotels
Helmut Marko besitzt seit dem Ende seiner Fahrerlaufbahn mehrere Hotels in seiner Heimatstadt Graz und Umgebung, darunter das "Schlossberghotel", das "Augarten Hotel" und das "Lendhotel". 2018 ernannte ihn Graz offiziell zum Ehrenbürger.
#8: Helmut Marko ist ein Kunstsammler
Helmut Marko ist ein begeisterter Kunstsammler und Kunstförderer. Ausgewählte Exponate aus seinem Privatbesitz sind teilweise in seinen Grazer Hotels zu bewundern.
#9: Helmut Marko hatte ein eigenes Team
Nach seiner Rennsport-Karriere betätigte sich Helmut Marko nicht nur als Hotelier, sondern auch als Fahrermanager. Er unterstützte die österreichischen Nachwuchstalente Gerhard Berger und Karl Wendlinger auf ihrem Weg in die Formel 1. 1989 gründete Marko mit "RSM Marko" ein eigenes Team, das in der Formel 3 und später in der Formel 3000 (heute: Formel 2) antrat - später als offizielles Red-Bull-Juniorteam.
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#10: Helmut Marko hat Kinder
Helmut Marko ist verheiratet und hat drei Kinder sowie mehrere Enkelkinder, hält sein Familienleben aber weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.


