GP Abu Dhabi

Abu Dhabi in der Analyse: Verstappen gewinnt, aber Norris ist Weltmeister

F1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Warum bremste Red Bull das Feld nicht ein? +++ Tsunoda "über das Ziel hinausgeschossen" +++ Warum Norris keine Strafe bekam +++

19:57 Uhr

Feierabend

Wir wechseln einmal durch. Hier ist Feierabend für heute, weiter geht es in unserem Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit Kevin Scheuren und Kevin Hermann.

Morgen sind wir dann mit einer neuen Tickerausgabe zurück, um die restlichen Themen aus Abu Dhabi aufzuarbeiten. Und am Dienstag steht dann ja auch noch der letzte Test des Jahres auf dem Yas Marina Circuit an.

Viel Spaß jetzt aber erst einmal mit unserer Analyse, habt noch einen schönen Abend und bis dann!


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19:50 Uhr

Ferrari: Erst zu spät in Fahrt gekommen

Sowohl Charles Leclerc als auch Lewis Hamilton hatten laut Frederic Vasseur heute ein gutes Rennen. "Insgesamt war es für uns kein schlechtes Wochenende, was die reine Leistung angeht", stellt er daher klar.

"Aber es kam etwas zu spät nach einem sehr schwierigen Start am Freitag", ärgert sich der Teamchef. Man habe sich zwar gut erholt, doch um ganz vorne anzugreifen reichte es eben nicht mehr.

Vasseur betont daher: "Wenn wir bessere Ergebnisse erzielen wollen, müssen wir als gesamtes Team daran arbeiten, schon ab Beginn des Trainings bessere Wochenenden zu haben."


19:41 Uhr

Renault-Abschied auf dem Tiefpunkt

Abu Dhabi war das letzte Rennen für Renault als Motorenhersteller in der Formel 1. Und leider wurde es ein Abschied, der zur gesamten Saison passt: Pierre Gasly und Franco Colapinto landeten auf P19 und P20.

Bereits zuvor stand fest, dass Alpine die Saison auf dem letzten WM-Platz beenden würde. "Es war sicherlich ein sehr emotionales Wochenende für alle in der Garage", so Gasly über den Renault-Abschied.

Er berichtet: "Wir haben gestern ein Abschiedsfoto mit allen Jungs gemacht. Man sieht Tränen in ihren Augen. Man sieht einfach, wie viel es ihnen allen bedeutet hat." Nur ein gutes Ergebnis gab es zum Abschied eben nicht.

"Es war hart. Es war ein langes Rennen. Wir hatten nicht wirklich das Tempo", fasst Colapinto den Tag zusammen. Nach dem Start sei einfach nicht mehr viel passiert.


19:32 Uhr

Auch Racing Bulls punktlos

Die Racing Bulls sammelten heute ebenfalls keine Zähler - retteten P6 in der WM aber mit drei Pünktchen vor Aston Martin ins Ziel. Isack Hadjar war von P9 losgefahren, wurde am Ende aber lediglich 17. in seinem Abschiedsrennen für das Team.

"Es war ein sehr harter Sonntag", sagt er und erklärt: "Wir hatten das ganze Wochenende über nicht genug Tempo, um um unsere üblichen Positionen zu kämpfen, und gestern war es für mich eine Überraschung, dass ich das Auto auf P9 bringen konnte."

"Wir sind in den Punkten gestartet, aber wir wussten, dass es für uns schwierig werden würde, diesen Platz zu halten", so Hadjar, der das letztendlich auch nicht schaffte. Teamkollege Liam Lawson landete sogar noch eine Position dahinter.


19:24 Uhr

Williams steckt im DRS-Zug fest

In der WM ging es für Williams am letzten Wochenende um nichts mehr. Daher kann man die Nullnummer mit P13 und P16 wohl verschmerzen. "Wir waren das ganze Wochenende über nicht besonders stark", erklärt Carlos Sainz.

"Heute war es ein normales Rennen, in dem nicht viel passiert ist. Wir haben uns für eine Einstoppstrategie entschieden und sind dann in einem DRS-Zug stecken geblieben, sodass wir mit unserem Tempo nicht viel ausrichten konnten", so der Spanier.

Alexander Albon bestätigt: "Für uns war es heute ein schwieriges Rennen. Wir hatten einen großartigen Start, aber wir waren nie in einer Position, in der wir einen Reifenvorteil hatten, was bedeutete, dass wir ein wenig im Pulk feststeckten."

Trotzdem sei es insgesamt "eine großartige Saison" gewesen, betont er. Williams beendete die WM auf P5, und bei den Fahrern war Albon persönlich mit P8 am Ende ebenfalls der beste Pilot aus dem Mittelfeld.


19:15 Uhr

Warum stoppte Verstappen nicht noch einmal?

Nach dem Stopp von Piastri hätte Verstappen selbst noch einen zweiten Stopp einlegen können, ohne die Führung abzugeben. "Es war möglich, dies zu tun", bestätigt Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies.

Dann hätte Verstappen womöglich Piastri und den Rest des Feldes einbremsen können. Doch Mekies betont: "Wir hielten das nicht für die richtige Option für uns. Wir hätten dadurch einen ziemlich großen Vorsprung aufgegeben."

Denn Verstappen lag mit mehr als 20 Sekunden in Führung. "Und wir dachten nicht, dass taktische Spielchen uns heute in der Situation, in der wir uns befanden, einen Vorteil verschaffen würden", ergänzt Mekies.

"Also entschieden wir uns, draußen zu bleiben, um unseren Vorsprung zu maximieren und uns darauf zu konzentrieren, das Rennen zu gewinnen. Und wie gesagt: Wir können nicht kontrollieren, was hinter uns passiert", erklärt er.


19:05 Uhr

Stella: Red Bull am Ende besser

McLaren hatte in der ersten Saisonhälfte das schnellste Auto. Andrea Stella glaubt allerdings nicht, dass das am Ende des Jahres noch immer so war. Auch heute habe Red Bull "wieder das schnellste Auto" gehabt, sagt er.

"Ich denke, sie haben bei der Performance eindeutig sehr gute Arbeit geleistet, um einige Schwierigkeiten zu überwinden. Mitte der Saison stellten sie uns vor die enorme Herausforderung, sie auf der Rennstrecke zu schlagen", so der Teamchef.

"Oft ist uns das nicht gelungen, aber es ist wichtig, dass wir es in der Meisterschaft mit Lando geschafft haben. Ich bin in keiner Weise überrascht, nicht einmal darüber, dass sie die Saison wahrscheinlich mit dem besten Auto beenden", erklärt Stella.


18:53 Uhr

Verstappen: Ich bereue nichts

Der Niederländer hat sich natürlich auch selbst nach dem Rennen geäußert und betont: "Ich bereue nichts in dieser Saison. Ich denke, die Performance war stark." Denn natürlich könnte man sehr leicht Situationen finden, in denen er die zwei fehlenden Punkte hätte holen können.

Das spielt für Verstappen selbst aber keine Rolle. "Ich habe dieses Auto manchmal gehasst, aber ich habe es auch manchmal geliebt, und ich versuche immer, das Beste aus ihm herauszuholen, selbst an den schwierigen Wochenenden, die wir hatten", betont er.

Zudem erklärt er: "Innerhalb des Teams herrscht derzeit eine großartige Stimmung, wir sind wirklich gut in Form, voller positiver Energie, Überzeugung und Selbstvertrauen - und genau das ist es, was man sich auch für das nächste Jahr wünscht."

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