• 04. Dezember 2025 · 21:15 Uhr

Hamilton rechnet mit Ground-Effect-Ära ab: "Hat keinen Spaß gemacht"

Lewis Hamilton zieht ein drastisches Fazit über die aktuelle Formel-1-Generation, blickt auf 2026 - und verrät, warum ihn die neuen Autos auch sorgen

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton hat vor dem Finale in Abu Dhabi ein schonungsloses Urteil über die 2022 eingeführte Ground-Effect-Generation gefällt. Auf die Frage, was er an diesen Autos vermissen werde, antwortete der siebenmalige Weltmeister ohne Zögern: "Es gibt nichts, absolut nichts, was ich an diesen Autos vermissen werde. So einfach ist das. Ich hatte keinen Spaß."

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Lewis Hamilton im Fahrerlager von Abu Dhabi Zoom Download

Damit zieht Hamilton ein vernichtendes Fazit über eine Ära, die für ihn sportlich so schwierig war wie keine andere. Seit 2022 hat der siebenmalige Weltmeister gerade einmal zwei Grands Prix gewonnen, 2025 droht ihm sogar seine erste Formel-1-Saison ohne Podium.

Hamilton: "2026 beginnt für mich schon nächste Woche"

Trotz der Enttäuschung richtet sich Hamiltons Blick längst auf die kommende Ära. "Eigentlich beginnt 2026 für mich schon nächste Woche", sagt er. "Wir arbeiten im Hintergrund seit Monaten daran. Nächste Woche sitze ich wieder im Simulator für das neue Auto. Und wir testen ja auch schon die Reifen für die nächste Saison."

Von einer Pause kann keine Rede sein: "Das ist die kürzeste Winterpause, die wir je hatten. Es gibt kaum Erholung von dieser Saison. Ich werde wahrscheinlich schon vor Weihnachten wieder voll ins Training einsteigen." Denn: Schon am 26. Januar beginnen die Testfahrten in Barcelona.

Um 2026 konkurrenzfähiger zu sein, sieht Hamilton klare Aufgaben - sowohl für Ferrari als auch für sich selbst. "Wir müssen analysieren, wo wir standen, was gut war und was wir verbessern können. Ich kenne all diese Bereiche. Am Jahresende setzen wir uns zusammen und gehen alles durch. Und ich schaue mir auch mein eigenes Team abseits der Strecke an: Reisen, Abläufe, Effizienz - all diese Dinge."

"Diese Generation war die schlechteste" - Hamilton erinnert an frühere Regelreformen

Hamilton hat in seiner Karriere viele große Regelreform miterlebt - doch keine hat ihn so enttäuscht wie die aktuelle. "2009 war interessant", erinnert er sich. "McLaren sagte damals, dass die neuen Regeln 50 Prozent weniger Abtrieb bedeuten. Also bauten sie das Auto mit 50 Prozent weniger Abtrieb. Ich kam im Januar zurück, und sie sagten: Wir haben unser Ziel erreicht. Beim ersten Test hatten wir dann gar keinen Abtrieb und waren meilenweit weg." Eine Erfahrung, die ihn prägte.


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Über die Hybrid-Ära 2014 sagt er hingegen: "Das war unglaublich spannend. Neues Team, riesige Arbeit am Motor - das war richtig beeindruckend." Auch 2017 gefiel ihm: "Breiter, größer, mehr Abtrieb - mega." Und dann der große Kontrast ab 2022: "Diese Generation war wahrscheinlich die schlechteste. Und ich bete, dass die nächste nicht noch schlechter ist."

Sorgen um 2026: "Ich bin nicht sicher, ob ihr das mögt"

Hamilton hat schon im Simulator erste Eindrücke vom 2026-Reglement gesammelt - und klingt gleichzeitig neugierig und besorgt. "Es ist schwer vorherzusagen, wie es wird. Ich will nicht zu viele negative Dinge sagen. Es fühlt sich so anders an, und ich bin nicht sicher, ob ihr es mögt."

Er sieht aber auch Chancen: "Vielleicht überrascht es mich. Vielleicht wird das Racing unglaublich. Vielleicht wird das Überholen einfacher - ich weiß es nicht." Die größten Sorgen gelten dem Handling: "Weniger Abtrieb, mehr Drehmoment - im Regen wird das unfassbar schwierig. Viel härter als heute."

Auch neue Energiekonzepte könnten gewöhnungsbedürftig werden: "Ob euch gefällt, dass wir auf der Geraden runterschalten oder verschiedene Boost-Parameter benutzen... wir werden sehen." Trotz aller Zweifel bleibt Hamilton philosophisch: "Es ist eine riesige Herausforderung. Aber genau darum geht es in diesem Sport. Wenn wir immer dasselbe hätten, wäre es zu einfach."

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