Tiefer Einblick: Hamilton enthüllt, was die Krise mit Ferrari macht
Ferrari erlebt 2025 ein Desaster ohne einen einzigen Sieg - Lewis Hamilton schaffte es nie aufs Podium - Das belastet auch die Mitarbeiter
(Motorsport-Total.com) - Obwohl das Team bei den öffentlichen Zielsetzungen für 2025 vorsichtig agierte, waren die Erwartungen hoch, nachdem Ferrari den Konstrukteurstitel 2024 um nur 14 Punkte gegen McLaren verpasst hatte. Doch die Realität sieht anders aus.
Die Scuderia hat im Jahr 2025 kein einziges Rennen gewonnen - ein Umstand, der sich beim Saisonfinale in Abu Dhabi an diesem Wochenende wohl kaum ändern dürfte. Lewis Hamilton gelang dabei nicht einmal der Sprung auf das Podium.
Ferrari steht unter strenger Beobachtung der italienischen Presse. Im Juni gingen die Gerüchte in den renommierten Publikationen La Gazzetta dello Sport und Corriere della Sera sogar so weit, dass über eine Entlassung von Teamchef Frederic Vasseur spekuliert wurde. Die Situation scheint sich jedoch nicht nur auf Vasseur zu beschränken, sondern das gesamte Team zu belasten.
Mitarbeiter nehmen negative Stimmung mit nach Hause
"Die Negativität, die ständig in den Medien herrscht und all das, das trifft sie", betont Hamilton. "Sie kommen nach Hause zu ihren Frauen und die sagen: 'Sie haben dies und das über deinen Arbeitsplatz gesagt', und ich bin sicher, das ist hart. Und die Kinder und all diese Dinge. Es hat also eine riesige Auswirkung auf viele Leute."
Hamilton bei Ferrari: Das Ende einer Legende?
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Als der Teamchef auf die Kommentare des siebenmaligen Weltmeisters angesprochen wurde - beschrieben als "ein etwas negatives Gefühl im Team, besonders wegen der Medienkommentare, aber auch aus anderen Gründen" - bestand der Franzose darauf, dass sich die Truppe auf die Aufgabe konzentrieren müsse.
"Sicher hilft es nicht, aber es ist unser Job, gute Ergebnisse zu liefern", sagt Vasseur. "Oft bist du Weltmeister, hast eine harte Session, bist nirgendwo, aber als Team müssen wir in unserer Blase bleiben und versuchen, das Beste aus dem zu machen, was wir haben."
Entwicklungsstopp der Grund für den Fall?
Vasseur zieht einen Vergleich zur Konkurrenz: "Sicher gibt es Höhen und Tiefen, sicher muss man mit solchen Situationen umgehen, aber Max [Verstappen] konnte das auch. Er war im Qualifying in Budapest [Achter], im Rennen [Neunter], und dann fing er an, Rennen zu gewinnen. Das heißt, man kann zurückkommen."
Ferraris missliche Lage wurde durch den Einbruch am Saisonende verschärft. Die Italiener fielen aus dem Kampf um Platz zwei oder sogar drei in der Konstrukteurs-WM, nachdem die Entwicklung des 2025er-Autos schon Ende April gestoppt wurde, um den vollen Fokus auf das neue technische Reglement für 2026 zu legen.
"Die Entwicklung war kein Problem", beharrt Hamilton allerdings. "Ich wollte, dass sie zum Auto für nächstes Jahr übergehen. Ich wollte sicherstellen, dass wir früh anfangen."
Vasseur versteht den Frust
Dennoch machten beide Ferrari-Piloten in den TV-Interviews beim Grand Prix von Katar einen niedergeschlagenen Eindruck. Der SF-25 verhielt sich auf dem Kurs in Lusail noch instabiler als sonst, und die Fahrer verbargen ihren Pessimismus nicht.
"Ich kann ihren Frust verstehen", versichert Vasseur. "Und glaubt mir, wenn ihr mir die Frage am Kommandostand am Ende der Session gestellt hättet, hätte ich wahrscheinlich mit den gleichen Worten geantwortet. Und ich verstehe ihren Frust vor den TV-Kameras."
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"Jetzt ist das Wichtigste, wenn sie zurück in der Garage bei den Mechanikern und Ingenieuren sind, eine Lösung zu finden."


