• 03. Dezember 2025 · 08:50 Uhr

Fehlerliste immer länger: Ist der Druck zu groß für McLaren?

McLaren hätte den Fahrertitel längst in der Tasche haben müssen - Warum Teamchef Andrea Stella die jüngsten Fehler aber nicht als alarmierendes Zeichen sieht

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen kann am Wochenende in Abu Dhabi zum fünften Mal in Folge Formel-1-Weltmeister werden. Dass er dazu die Möglichkeit hat, das hat er zu einem nicht geringen Anteil auch McLaren zu verdanken. Denn eigentlich hätte der WM-Kampf schon längst entschieden sein müssen.

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Oscar Piastri und Lando Norris hätten in Katar weiter vorne landen sollen Zoom Download

Verstappen geht mit lediglich zwölf Zählern Rückstand auf Lando Norris ins Saisonfinale. Doch hätte McLaren in diesem Jahr nicht so viele Punkte unnötig verloren, läge der Brite in der WM längst uneinholbar vor Verstappen - und dessen Teamkollege Oscar Piastri übrigens auch.

Doch statt eines internen Duells um den Titel in Abu Dhabi, das sich McLaren eigentlich gewünscht hatte, kommt es nun zu einem Dreikampf. Und besonders auffällig ist, dass die Fehlerquote bei McLaren vor allem in der Schlussphase dieser Saison offenbar zugenommen hat.

So wurden in Las Vegas zunächst beide Autos disqualifiziert, und nur eine Woche später in Katar warf man einen vermutlich sicheren Piastri-Sieg durch eine falsche Strategie weg. Einige Beobachter fragen sich daher, ob der Druck im WM-Kampf zu groß für McLaren ist.

Stella wiegelt ab: Fehler sind ganz normal

"Ich denke, in einer Saison kann es verschiedene Phasen geben", sagt Andrea Stella dazu. So könne es zwar danach aussehen, dass sich die Fehler aktuell häufen. "In Wirklichkeit gibt es meiner Meinung nach keine besonderen Gründe dafür", betont der Teamchef jedoch.

"Das Problem, das wir in Las Vegas hatten, unterscheidet sich natürlich sehr stark von dem Problem, das wir [in Katar] hatten. Ich glaube nicht, dass es einen bestimmten Grund gibt. Es ist nur eine Erinnerung daran, dass man im Rennsport alle möglichen Details unter Kontrolle haben muss", so Stella.


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"Ich denke, je härter der Wettbewerb ist, desto mehr steht man im Rampenlicht und desto mehr Probleme werden aufgezeigt", stellt er zudem klar. Oder anders gesagt: Würde McLaren nicht an der Spitze stehen, würden die Fehler der vergangenen Wochen gar nicht so sehr auffallen.

"Das ändert nichts daran, was wir zu tun haben. Wir müssen nur dafür sorgen, dass wir perfekte Wochenenden hinlegen", so Stella. Doch genau das gelang McLaren in den beiden Rennen vor dem Abu-Dhabi-Finale eben nicht.

Abu Dhabi: Statistik spricht für Norris

Die gute Nachricht für das Team aus Woking ist, dass man den WM-Titel noch immer in der eigenen Hand hat. Selbst bei einem Verstappen-Sieg am Sonntag würde Norris ein dritter Platz reichen, um Weltmeister zu werden. Auch statistisch gesehen spricht daher viel für einen McLaren-Erfolg.

Denn ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass es inzwischen 15 Jahre her ist, dass ein Titelkampf beim allerletzten Saisonrennen noch kippte. 2010 war es Sebastian Vettel, der bei einem legendären Finale in Abu Dhabi in der WM noch an Fernando Alonso und Mark Webber vorbeizog.


Seit 2000: Alle WM-Entscheidungen im letzten Saisonrennen

Seitdem kam es noch vier weitere Male zu einem WM-Showdown beim letzten Rennen. Da setzte sich jedoch immer der Fahrer durch, der auch als WM-Führender ins Finale ging. 2012 war das erneut Vettel, 2014 Lewis Hamilton, 2016 Nico Rosberg und zuletzt Max Verstappen 2021.

Vier Jahre später kommt es nun erneut zu einer Entscheidung im letzten Rennen. Ein Szenario, das sich McLaren mit weniger Fehlern erspart hätte.

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