GP Kanada
Montreal-Donnerstag in der Analyse: Ferrari laut Norris Favorit in Kanada
Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Norris: Ferrari ist Favorit in Kanada +++ Renault-Boss: Alpine wird nicht verkauft +++ FIA stellt neue Regeln für 2026 vor +++
Der letzte Ferrari-Sieg in Kanada ...
... liegt inzwischen übrigens schon sechs Jahre zurück. 2018 triumphierte noch Sebastian Vettel für die Scuderia. In den Vorjahren führte dagegen zuletzt kein Weg an Max Verstappen vorbei. Der Niederländer holte in Montreal 2022 und 2023 jeweils die Pole und den Sieg.
Und weil das Rennen in Kanada 2020 und 2021 wegen Corona ausfallen musste, ist es inzwischen bereits fünf Jahre her, dass dort ein anderer Fahrer triumphieren konnte: 2019 siegte Lewis Hamilton für Mercedes.
Und ja: Das war das legendäre Rennen, bei dem Vettel für dieses Bild sorgte ...
Norris: Ferrari ist Favorit in Kanada
"Ich denke, sie sind die Favoriten", sagt der McLaren-Pilot über die Scuderia und erinnert daran, dass es in Montreal wichtig sei, die Randsteine mitzunehmen. Und das sei eben eine Stärke des Ferrari.
"Aber es wird sehr eng werden", glaubt er jedoch auch und stellt klar: "Ich kann unmöglich sagen, ob wir, Ferrari oder Red Bull an der Spitze stehen werden. Ich denke, deshalb ist es so spannend."
"Aber Ferrari würde ich wahrscheinlich als Favorit sehen, weil ihre Geschwindigkeit auf der Geraden gut ist", erklärt er und ergänzt, der Ferrari passe insgesamt vermutlich am besten zur Strecke in Montreal.
"Aber das werde ich morgen herausfinden", so Norris.
Alonso: Sind besser aufgestellt als 2023
Erstaunliche Aussage von Fernando Alonso. Obwohl Aston Martin 2023 einen deutlich besseren Saisonstart als 2024 erwischte, betont der Spanier: "Ich denke, wir sind in einer besseren Verfassung als vergangenes Jahr."
Es sehe natürlich nicht danach aus, "denn wir hatten [2023] zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Podiumsplätze in der Tasche und kämpften an der Spitze, und jetzt sind wir nicht mehr in der Nähe des Podiums", gesteht Alonso.
"Aber gleichzeitig sind wir uns der Situation ein wenig bewusster, ein wenig bewusster, was die Bedürfnisse des Autos sind, ein wenig, was in der Entwicklung richtig und was falsch läuft", erklärt der Spanier.
Und genau dieses Wissen habe man vor einem Jahr nicht gehabt, weshalb er betont: "Ich denke, dass wir dieses Jahr die Saison in einer sehr starken Position beenden werden." Bis dahin scheint es aber noch ein weiter Weg zu sein.
Magnussen weiß: Formel-1-Aus ist möglich
Der Däne ist sich bewusst, dass seine Formel-1-Karriere 2024 zu Ende gehen könnte. Der Haas-Pilot hofft auf eine Vertragsverlängerung beim amerikanischen Rennstall, hat sonst aber keine realistischen Chancen auf ein Cockpit.
Und auch bei Haas werden einige andere Kandidaten gehandelt, die für ihn zum Problem werden könnten. Auf die Frage, ob die Gefahr besteht, dass er am Ende zu denen gehören wird, die kein Cockpit finden, antwortet er: "Ja. Die Chance besteht, dass das passiert."
Beunruhigt ist er deswegen aber nicht: "Früher, als ich noch jünger war, hätte mich sowas wahrscheinlich mehr gestresst, und ich hätte den Druck mehr gespürt. Aber jetzt schaffe ich es ganz gut, das beiseitezuschieben, einfach ins Auto einzusteigen und mein Bestes zu geben."
Seine kompletten Aussagen findet ihr hier!
Albon: Schaue jetzt mehr auf 2026
Alexander Albon hat seinen Vertrag für das kommende Jahr bereits sicher - und auch schon für 2026. Das sorgt dafür, dass der Williams-Pilot jetzt viel entspannter auf die kommende Saison blickt.
Er erklärt: "Mit einem längerfristigen Vertrag ist man nicht so sehr auf das Kurzfristige fixiert. Man will keinen kurzfristigen Erfolg, wenn er einem später Schmerzen bereitet, und als Team müssen wir mehr an die Zukunft denken."
"Wenn wir ganz vorne mitspielen wollen, müssen wir noch einiges tun, und das sind große Veränderungen, die Zeit brauchen", so Albon, der daher klarstellt: "Ich würde lieber das Jahr 2025 für das Jahr 2026 opfern."
Denn Williams brauche auf jeden Fall noch etwas Zeit, um wieder an die Spitze zurückzukehren. Und durch seinen langfristigen Vertrag geht Albon diese Aufgabe nun mit weniger Zeitdruck an.
Marko: Tsunoda ist bei den Racing Bulls "gesetzt"
Wir haben vorhin ja auch schon über die Zukunft von Yuki Tsunoda gesprochen, der laut eigener Aussage auch Interesse von anderen Teams auf sich gezogen hat. Helmut Marko möchte den Japaner aber bei den Racing Bulls halten.
"Yuki Tsunoda ist gesetzt, das ist klar", sagt Marko gegenüber Kleine Zeitung. Doch wer bekommt dann das zweite Cockpit? Daniel Ricciardo oder womöglich Ersatzpilot Liam Lawson?
"Es gibt bei Lawson eine Klausel. Wenn wir ihn keinen aktiven Sitz anbieten, ist er frei für andere Teams", so Marko. Heißt: Wenn man Ricciardo behält, könnte man Lawson 2025 verlieren. Es bleibt also spannend ...
Ocon: Gasly-Crash nicht der Grund für Trennung
Der Franzose hat in seiner heutigen Medienrunde versichert, dass sein Crash mit Pierre Gasly in Monaco nicht der Grund dafür sei, dass er Alpine am Ende des Jahres verlasse.
"Renault ist ein großer Konzern, und es ist die Art von Team, das nicht nur wegen eines einzigen Rennens Entscheidungen trifft", stellt er klar und betont: "Wir haben einvernehmlich vereinbart, dass wir den Vertrag zum Ende der Laufzeit beenden."
Auch die Behauptung, dass er wegen des Vorfalls hier in Kanada nicht am ersten Training teilnehmen dürfe, sei "überhaupt nicht" korrekt, betont Ocon. Vielmehr ergebe es aus anderen Gründen einfach Sinn.
Er erinnert daran, dass er am Sonntag in der Startaufstellung fünf Plätze nach hinten muss. Die Strafe ist noch ein Überhang aus Monaco. "Mein Qualifying ist also viel weniger wichtig als sonst", so Ocon.
Daher übernehme Jack Doohan in FT1 sein Auto. Eine interne Strafe für den Crash sei es aber nicht.
Feierabend
Damit sind wir auch am Ende der PK angekommen. Weitere Themen waren zum Beispiel noch die besondere Beziehung von Lewis Hamilton zu Kanada, wo er einst seinen ersten Formel-1-Sieg feierte, und weitere Fragen rund um das neue Reglement ab 2026.
Hier im Ticker geht es aber jetzt erst richtig los, denn in Kanada ist es gerade einmal Nachmittag. Wir sind also noch einige Stunden für euch da. Bleibt also dran für weitere Stimmen direkt aus Montreal.

