• 17. Mai 2022 · 12:39 Uhr

Formel 1, IndyCar, Extreme E - und jetzt Formel E: Wird es zu viel für McLaren?

McLaren hat sich mit der Formel E schon die vierte große Serie aufgehalst, doch Geschäftsführer Zak Brown sieht keine Beeinträchtigung für die Formel 1

(Motorsport-Total.com) - Formel 1, IndyCar, Extreme E - und jetzt auch noch die Formel E! McLaren hat am Wochenende den Einstieg in die Elektrorennserie verkündet, wo man das Mercedes-Team übernehmen wird, nachdem der Hersteller seinen Ausstieg zum Ende der Saison angekündigt hatte. Doch wird das Programm für McLaren und vor allem für Geschäftsführer Zak Brown nicht irgendwann zu viel?

McLaren-Geschäftsführer Zak Brown vor dem Formel-1-Rennen in Miami

McLaren-Geschäftsführer Zak Brown hätte an Weihnachten noch Zeit Zoom Download

"Ich habe jetzt sicherlich ein paar mehr Wochenenden an der Rennstrecke", sagt Brown, der sich im Grunde um alle Rennsportaktivitäten bei McLaren kümmert. Ihn selbst stört das aber nicht: "Ich bin gerne an der Rennstrecke", betont er.

Einen negativen Einfluss soll der Einstieg in die Formel E aber auf das Formel-1-Projekt nicht haben, wie er betont. Denn bei McLaren arbeiten alle einzelnen Rennteams unabhängig voneinander. "Und mein Job ist es, die richtigen Führungskräfte zu installieren", sagt Brown.

Das ist in der Formel 1 Teamchef Andreas Seidl, in der IndyCar-Serie Taylor Kiel, und in der Formel E wird das Ian James sein, der aktuell die Geschicke von Mercedes leitet und mit dem Team beide WM-Wertungen anführt. Das heißt, dass McLaren das Team an der Spitze praktisch unverändert weiterarbeiten lassen möchte.

Brown lässt Rennställe eigenverantwortlich arbeiten

"Andreas, Taylor und Ian arbeiten sicherlich gerne autark, und mein Job ist es, sicherzustellen, dass sie die richtigen Ressourcen und die Unterstützung haben", sagt Brown und ist überzeugt: "Das Formel-1-Team kommt ohne mich ganz gut zurecht, wenn ich am Rennwochenende nicht da bin."


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Natürlich habe diese Überlegung bei der Entscheidung für die Formel E eine Rolle gespielt, doch der Geschäftsführer ist überzeugt, dass der Einstieg für das Formel-1-Team, wenn überhaupt, nur positiv ist: "Es macht McLaren Racing kommerziell deutlich attraktiver", sagt Brown.

"Wir bekommen mehr Sponsoren und Partner, egal ob über Formel E, IndyCar oder die Formel 1. Und das geht in McLaren Racing und umgekehrt."

McLaren stockt Mitarbeiter auf

McLaren übernimmt in der Formel E einen Erfolgsrennstall, der schon im Vorjahr beide Meisterschaften gewonnen hat, und stattet ihn mit weiteren Zutaten aus. "Ian hat alle Zutaten, um weiter zu gewinnen, aber jetzt hat er die umfangreichere Bandbreite von McLaren Racing, egal ob Fahrertalent, Teamtalent, kommerzielle Partnerschaften, erweiterte Fanbase", so Brown.

Und damit könne man wiederum auch die anderen Rennsportabteilungen füttern, auch wenn diese eigene Renneinheiten mit eigener Führung seien.

Mehr Arbeit hätten laut Brown zwar das kommerzielle Team von McLaren, sowie die HR- (Human Resources) und Finanzabteilung. "Aber das begrüßen sie. Und wir stocken dementsprechend ein paar Mitarbeiter auf, um sicherzustellen, dass wir all unsere Rennaktivitäten entsprechend unterstützen können."

Und Brown selbst? Der hätte durchaus noch Platz für eine weitere Rennserie: "Ich habe ja noch zwei freie Wochenenden, die nicht mit Motorsport gefüllt sind", lacht er. "Sie müssen einfach ihre Rennen an Weihnachten abhalten."

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