• 22. Dezember 2020 · 18:24 Uhr

George Russell glaubt, Williams kann Haas 2021 schlagen

In der nächsten Formel-1-Saison will Williams nicht mehr Letzter sein und zumindest Haas sowie Alfa Romeo herausfordern - George Russell hält das für realistisch

(Motorsport-Total.com) - Auch 2020 bildete Williams in der Formel 1 das Schlusslicht. Erzielte man im Vorjahr immerhin ein Pünktchen, ging der Rennstall aus Grove diesmal komplett leer aus. Trotzdem betont George Russell, dass das Team auf einem sehr hohen Niveau arbeite, und meint damit vor allem den Bereich des Rennmanagements.

Kevin Magnussen, George Russell

George Russell im Kampf mit einem Haas: 2020 war das US-Team noch besser Zoom Download

"Ich denke, dass Williams als Rennteam in neun von zehn Fällen in dieser Saison die richtige Strategie gewählt hat", erklärt Russell. "Die Art und Weise, wie wir als Rennteam arbeiten, die Kommunikation zwischen allen, ist auf einem tollen Niveau."

Dabei wagt der Brite sogar den Vergleich mit einem der Topteams: "Die Williams-Boxencrew war, bis auf ein paar kleine Probleme, im Allgemeinen auf Augenhöhe mit Red Bull, vor allem im letzten Jahr. Das sind alles Dinge, die man sich von einem Rennteam wünscht. Und ich glaube, die meiste Zeit haben wir unser Paket voll optimiert."

Haas und Alfa Romeo als erste Gegner

Oft gingen Konkurrenten mit dem Gedanken aus einem Rennen, dass ihr Auto besser war als das, was sie am Ende erreicht haben. "Wir waren selten in dieser Position, was zeigt, was für ein tolles Team wir haben", lobt Russell die gemeinsame Arbeit.

Für 2021 hofft er, dass sich diese dann auch auf der Strecke stärker bemerkbar macht: "Ich bin zuversichtlich, dass wir Haas nächstes Jahr schlagen können. Ich denke, wir werden auf Augenhöhe mit Alfa Romeo sein, aber ich würde gerne glauben, dass wir auch sie schnappen können, wenn man sich unsere jüngsten Fortschritte ansieht."


Fotostrecke: Alle Formel-1-Autos von Williams

Ziel sei es in jedem Fall, Punkte zu sammeln. Zwar werde Williams sicher nicht plötzlich im Kampf um das Mittelfeld dabei sein, räumt Russell ein. "Aber definitiv müssen wir das Ziel haben, Haas und Alfa Romeo zu schlagen." Ähnlich äußert sich auch sein Teamkollege Nicholas Latifi, der 2021 in sein zweites Formel-1-Jahr geht.

Entwicklung für 2021 steht nicht still

"Ich bin auf jeden Fall optimistisch, dass wir nächstes Jahr konkurrenzfähiger sein können, ganz sicher", sagt der Kanadier. "Wir wollen Fortschritte sehen und einen weiteren Schritt in Richtung Konstanz machen, um zumindest vor Haas und Alfa zu landen und hoffentlich mehr Möglichkeiten zu haben, um Punkte zu kämpfen."

Zwar müsse man angesichts der Tatsache, dass das Reglement stabil bleibt, realistisch sein. Doch Latifi weiß: "Wir konzentrieren uns auf keinen Fall nur auf 2022. Es wird immer noch ein großer Aufwand betrieben, um das Auto für 2021 zu verbessern."

"Das Auto hat einige inhärente Schwächen, und es ist schwierig zu sagen, wie viel davon wir angesichts bestimmter Bereiche, die aufgrund der Regeln bereits homologiert sind, lösen können. Aber ich bin optimistisch, dass es eine große Verbesserung sein wird. Wir haben dieses Jahr bereits einen großen Schritt nach vorne gemacht."

Latifi lobt Steigerung in dieser Saison

Mit der Übernahme des Rennstalls durch Dorilton Capital sei "viel Motivation, viel Aufregung" verbunden. "Bereits in diesem Jahr wurde über Monate hinweg investiert, und in den kommenden Monaten, je mehr sie involviert sind, je mehr sie in der Fabrik sind, werden sie sehen, wo die Ressourcen eingesetzt werden müssen."

Das werde sich über kurz oder lang auch in der Performance niederschlagen, ist sich Latifi sicher: "Selbst bei den letzten beiden Rennen kamen immer noch neue Teile zum Testen, die alle darauf abzielen, das Auto für das nächste Jahr zu verbessern."

Anknüpfungspunkt sei die Steigerung in diesem Jahr. "Auf der Standardstrecke in Bahrain war George zweieinhalb Sekunden schneller als 2019", rechnet er vor. "Wenn wir also auch nur ein kleines bisschen mehr herausholen könnten, wäre das sehr schön und würde uns hoffentlich näher an den Kampf im Mittelfeld heranbringen."

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