• 08. Oktober 2020 · 20:46 Uhr

"Riesiges Interesse": Peugeots WEC-Projekt statt F1 für Grosjean?

Formel-1-Pilot Romain Grosjean schielt auf Peugeots Hypercar-Projekt für die 24 Stunden von Le Mans - Haas-Fahrerfrage für 2021 noch immer offen

(Motorsport-Total.com) - Romain Grosjean schmiedet einen Plan B in der Sportwagenszene. Das Peugeot-Projekt steckt zwar noch in einer frühen Phase und so ist die Fahrerfrage noch eher auf der langen Bank. Aber Grosjean macht unmissverständlich klar, dass er Interesse hat: "Wir werden schon irgendwann in Kontakt treten. Das ist ein Projekt, an dem ich riesiges Interesse habe."

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Peugeot will ab 2022 mit einem WEC-Hypercar durchstarten - Grosjean dabei? Zoom Download

Der Doppelstaatsbürger ist aktuell in der Formel 1 beim Haas-Team engagiert, doch die Zukunft ist unklar. Dass Peugeot sich ab 2022 in der Hypercar-Kategorie in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) engagieren wird, kommt da gelegen.

"Ein französischer Hersteller in einem der größten Rennen der Welt, das ist natürlich ein nettes Projekt", sagt er. "Ich hoffe, dass mit den Hypercars so viele Hersteller wie möglich den Weg zurück in die Langstreckenszene finden werden und dass sie in eine neue goldene Ära eintritt."

Seit sich Audi und Porsche aus der LMP1-Kategroie zurückgezogen haben, macht die Le-Mans-Topklasse schwere Zeiten durch. Die neue, deutlich günstigere Hypercar-Kategorie, mit der die Kosten um den Faktor zehn gesenkt werden, wird die LMP1 ab 2021 beerben.

"Toyota macht einen tollen Job, aber machen wir uns nichts vor: Die 24 Stunden von Le Mans momentan zu verfolgen, ist nicht sonderlich spannend. Ein Auto jagt sein Schwesterfahrzeug. Jetzt kommt Peugeot, Toyota ist schon da, und hoffentlich auch noch andere Hersteller. Es ist dabei, wieder ein Rennen zu werden, bei dem man nie weiß, was passiert - selbst fünf Minuten vor dem Ende."

Natürlich trifft er solche Aussagen nicht ohne Hintergrund. Haas verhandelt beide Cockpits für 2021 neu. Und Grosjean, der seit Beginn des Teams im Jahr 2016 dabei ist, sieht sich einer Vielzahl starker und auch jüngerer Fahrer gegenüber.

"Mathematik kann sehr einfach sein. Es gibt nicht mehr viele freie Cockpits [für 2021]", so der 34-Jährige. "Daher sehe ich mir auch andere Optionen als die Formel 1 an, die verlockend sein könnten." Neben der WEC schaut er auch auf die Formel E.

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