• 13. Februar 2019 · 17:39 Uhr

Racing-Point-Ziele 2019: Sergio Perez träumt schon vom ersten Sieg

Hohe Ziele bei Racing Point: Mit alten Force-India-Gesichtern, jetzt aber deutlich besseren finanziellen Möglichkeiten, will man erneut an die Spitze des Mittelfelds

(Motorsport-Total.com) - Wirklich leicht hatte es Force India in der Formel 1 nie - zumindest in finanzieller Hinsicht. Das Team von Vijay Mallya schwamm nie im Geld. Umso bemerkenswerter sind die Erfolge, die die Truppe in den vergangenen Jahren mit einem deutlich geringeren Budget als viele andere Teams einfahren konnte. 2019 verschwindet der Name Force India aus der Formel 1 - das Team allerdings bleibt.

Lance Stroll, Sergio Perez

Lance Stroll und Sergio Perez haben am Mittwoch das neue Design präsentiert Zoom Download

Und so wurde die Präsentation von Racing Point, wie das Team jetzt heißt, am Mittwoch mit großer Spannung erwartet. "Das langfristige Ziel ist es, dieses Team an die Spitze des Sports zu bringen", kündigt Teamchef Otmar Szafnauer im Rahmen der Vorstellung an und ergänzt: "Kurz- und mittelfristig müssen wir die drei Topteams herausfordern und unsere Position als Podiumskandidat festigen."

Es sind ambitionierte Ziele, von denen auch Szafnauer selbst weiß, dass man sie "nicht über Nacht" erreichen wird. Klar ist aber auch, dass die finanziellen Voraussetzungen nun besser sind, als in den vergangenen Jahren. Bei der Präsentation konnte man nicht nur einen neuen Titelsponsor vorstellen, auch den neuen Besitzern um Lance Strolls Vater Lawrence mangelt es nicht an Kapital.

Trotzdem warnt Szafnauer: "Der Wettbewerb im Mittelfeld ist sehr groß. Es gibt Renault, die einen Haufen Geld ausgeben und doppelt so viele Mitarbeiter wie wir haben. McLaren sollte nicht da sein, wo sie stehen. Sie werden auch wieder stark sein. Williams sollte nicht sein, wo sie sind. Haas hat gezeigt, dass sie den Job mit ein bisschen Hilfe von Ferrari erledigen können. Es ist hart."

Platz vier in der WM fest im Visier

Auch den neuen Besitzern des Teams sei bewusst, dass es Zeit brauche, um ganz vorne mitmischen zu können - was aber nicht heißt, dass Racing Point 2019 kleine Brötchen backen will. "All diese Leute, die uns [2017] geholfen haben, Vierter [in der WM] zu werden, sind noch immer da. Und jetzt haben wir noch etwas mehr Ressourcen", erinnert Szafnauer, der auch 2019 wieder "Best of the Rest" hinter den drei Spitzenteams werden möchte.


Fotos: Design-Präsentation Racing Point


2019 sei es für das Team wichtig, einen "guten Schritt nach vorne" zu machen. Und was die Einzelergebnisse angeht, wolle man in diesem Jahr wieder aufs Podium zurückkehren. Den letzten Podestplatz holte Sergio Perez für das damalige Force-India-Team 2018 in Baku als Dritter. Und der Mexikaner, der sich auch in der Vergangenheit häufig hohe Ziele setzte, träumt 2019 sogar von noch mehr.

"Ich wäre zufrieden, wenn wir mindestens Vierter in der Konstrukteurswertung werden - das ist das Minimalziel", zeigt sich Perez bei der Präsentation des RP19 angriffslustig. "Aber es ist auch sehr ambitioniert, wenn man bedenkt, welche Gegner im Mittelfeld es gibt. Es sind große Teams, große Hersteller. Es wird nicht leicht werden, aber dieses Team hat das auch in der Vergangenheit schon geschafft", so Perez.

"Warum nicht auch der erste Sieg?"

Bei den Einzelergebnissen legt der 29-Jährige sogar noch eine Schippe drauf und erklärt: "Ich wäre zufrieden, wenn wir es außerdem ein paarmal auf das Podium schaffen. Und warum sollte es nicht auch mit dem ersten Sieg klappen?" Sein neuer Teamkollege spricht zwar noch nicht von Siegen, doch auch Lance Stroll erklärt selbstbewusst: "Wir wollen es wieder aufs Podium schaffen!"


Fotostrecke: Präsentationen Formel-1-Autos 2019

"Ich bin bereit, dem Team dabei zu helfen. Wir haben eine großartige Truppe, die bereits seit einiger Zeit über ihren eigentlichen Verhältnissen kämpft - und jetzt ist das Team gesünder als je zuvor", zeigt er sich optimistisch. Um die Ziele auch zu erreichen, hat Stroll den Winter genutzt, um sich bei seinem neuen Team einzuleben. "Ich habe auch viel Zeit in der Fabrik verbracht, mit den Ingenieuren gearbeitet, und das Team besser kennengelernt", verrät er.

Es sei "wichtig" gewesen, bereits vor dem ersten Test eine gute Beziehung zu seinem neuen Team aufzubauen, um dann in Barcelona von Anfang an Vollgas geben zu können. Stroll selbst stand in seiner Formel-1-Karriere bislang nur einmal auf dem Podest - 2017 für Williams als Dritter in Baku. 2018 schaffte er es im unterlegenen FW41 lediglich zweimal in die Punkte. 2019 soll es mit dem neuen Team auch für ihn persönlich wieder aufwärts gehen.

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