• 27. November 2018 · 17:29 Uhr

Force India: Fehler wie Singapur-Stallcrash kosteten Platz sechs

Force-India-Teamchef Otmar Szafnauer erkärt, warum man nach dem bärenstarken Belgien-Auftakt außer Tritt kam und welche Fehler Platz sechs kosteten

(Motorsport-Total.com) - Force-India-Teamchef Otmar Szafnauer glaubt, dass der Stallcrash in Singapur sein Team um Platz sechs in der Konstrukteurs-WM brachte. "Der sechste Platz wäre möglich gewesen, aber wir haben in den vergangenen Rennen ein paar Fehler gemacht", seufzt Teamchef Otmar Szafnauer. "Singapur war ein großer Fehler, außerdem hatten wir einen Bremsdefekt in Mexiko. Das hat uns um Platz sechs gebracht."

Esteban Ocon, Sergio Perez, Romain Grosjean

Folgenschwerer Crash: Ocon und Perez gerieten in Singapur heftig aneinander Zoom Download

Tatsächlich ging das Team, das im Sommer von Lawrence Stroll übernommen wurde und dadurch alle bis zum Auftakt nach der Sommerpause in Belgien erkämpften Punkte verloren hatte, beim Nachtrennen nach dem Zusammenprall von Sergio Perez und Esteban Ocon leer aus. Der Bolide des Mexikaners überstand die Kollision zwar, dafür legte er sich später mit Sergei Sirotkin an und blieb nach einer erneuten Berührung ebenfalls punktelos.

Das gleiche Schicksal widerfuhr dem Team im Autodromo Hermanos Rodriguez, als Perez ausgerechnet bei seinem Heimrennen in den Punkterängen mit defekten Bremsen ausschied und Ocon nach einem Frontflügeltausch nur Elfter wurde.

Und selbst beim Saisonfinale in Abu Dhabi lag Force India rechnerisch sogar kurz vor McLaren, ehe Ocon seinen Boliden mit einem Ölleck abstellen musste. Perez wurde am Ende immerhin Achter. "Vor dem Stopp lagen wir auf den Plätzen fünf und sechs", trauert Szafnauer einem besseren Ergebnis nach. "Aber man muss eben bis zum Ende warten."

Hätte Force India seine 59 Punkte der ersten zwölf Saisonrennen nicht verloren, dann wäre man übrigens am Ende mit 111 Zählern hinter dem Renault-Werksteam auf den fünften WM-Rang gekommen. Elf Punkte hätten auf die Franzosen gefehlt. Auf Haas hätte man 19 Punkte Vorsprung gehabt. "So wie es in Spa aussah, wäre Platz sechs zu schaffen gewesen", verweist Szafnauer auf die starken ersten zwei Rennen nach der Übernahme, als man mit Platz sechs, zwei Mal Platz sieben und Platz acht auftrumpfte.

Daher sei man "relativ glücklich. Platz sieben ist nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass wir in Spa noch die Letzten waren." Zumal Sauber auch nur vier Zähler hinter Force India landete. "Immerhin haben wir Platz sieben verteidigt", sieht auch Perez das Ergebnis positiv. "Immerhin haben wir zum Abschluss noch einmal Punkte geholt, denn ich war mit dem Auto nicht zufrieden, und wir haben auch das Balance-Problem nie in den Griff bekommen."

Teamkollege Ocon war bei seinem vorerst letzten Formel-1-Rennen hingegen "sehr frustriert, denn es sah bis zum Defekt so aus, als könnte ich Punkte holen". Dafür wird die Leistung des Franzosen von seinem Chef gewürdigt: "Er hatte ein großartiges Rennen und einige tolle, saubere Kämpfe mit Verstappen. Einmal hat er sogar verhindert, dass Verstappen in ihn hineinfuhr, den wäre er auf seiner Linie geblieben, wäre er abgeschossen geworden. Wir werden ihn vermissen, aber er wird nicht für immer wegbleiben."

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