• 17. Mai 2018 · 10:57 Uhr

Honda: Red-Bull-Partnerschaft wäre "eine große Sache"

Die Japaner zeigen sich demütig und wollen überlegen, ob Red Bull für sie nicht eine Nummer zu groß wäre - Es soll kein zweites McLaren-Debakel geben

(Motorsport-Total.com) - Nach einem Treffen zwischen Honda-Motorsportchef Masashi Yamamoto und Red Bulls Chefberater Helmut Marko am Rande des Spanien-Grand-Prix am vergangenen Wochenende scheinen sich die Vorraussetzungen für eine mögliche Zusammenarbeit ab der Formel-1-Saison 2019 herauszukristallisieren. Im Lager der Japaner begegnet man der Aufgabe, das frühere Weltmeisterteam ab dem kommenden Jahr mit V6-Hybridantrieben zu beliefern, jedoch noch mit großem Respekt.

Honda-Ingenieur bei Toro Rosso

Bei Toro Rosso läuft es einigermaßen, aber kann Honda auch Red Bull? Zoom Download

Yamamoto sagt 'Motorsport-Total.com': "Wir sind sehr erfreut. Mit Red Bull zu verhandeln ist eine große Sache für Honda, weil sie ein Topteam sind." Er warnt daher vor den Ansprüchen. Denn ein neuerliches Debakel wie mit McLaren wäre kaum zu rechtfertigen: "Wir müssen uns überlegen, ob wir mit der Größe von Red Bull tatsächlich klarkommen. Wir stünden in der Verantwortung."

Honda wäre großem Druck ausgesetzt - nicht nur, aber besonders in Japan. Die gescheiterte Ehe mit dem Ex-Partner ist für Yamamoto da eher ein Anlass zum Optimismus: "Mit McLaren war es schwierig, aber eine sehr gute Erfahrung", sagt er. "Wir haben weitere mit Toro Rosso gesammelt. Wenn wir uns mit Red Bull einigen, wird es keine Zusammenarbeit wie mit McLaren mehr geben."


Fotostrecke: Honda-Meilensteine in der Formel 1

Heißt: Honda will aus Fehlern gelernt haben, sowohl auf technischer Seite als auch bei der Kommunikation. Um erstmals seit dem Formel-1-Comeback zwei Teams auszurüsten, liebäugelt Yamamoto damit, mehr Personal einzustellen und die Vor-Ort-Teams umzustrukturieren - um von Synergieeffekten zwischen den Schwesterteams auf Management- und Logistikebene zu profitieren.

In den technischen Abteilungen soll alles getrennt bleiben, um Red Bull und Toro Rosso unabhängig mit dem für sie idealen Produkt zu versorgen. Offenbar ist Honda-Technikchef designierter Leiter des Gesamtprojekts. Ihm würden neue Verantwortliche für die einzelnen Teams unterstehen.

Vorteil für Honda: Die eigenen Nachwuchsfahrer aus Japan (derzeit beschäftigt man Tadasuke Makino and Nirei Fukuzumi in der Formel 2) ließen sich bei einer engeren Partnerschaft einfacher in die Formel 1 bringen, zumal das Red-Bull-Juniorprogramm derzeit nicht stark aufgestellt ist.

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