• 13. März 2018 · 14:24 Uhr

Aston Martin: Formel-1-Werksteam steht nicht zur Debatte

Ein Bekenntnis zu Red Bull und Interesse am Bau von Motoren, aber keine eigene Mannschaft: Wie sich Aston Martin die Zukunft vorstellt und wovon sie abhängt

(Motorsport-Total.com) - Trotz des Interesses, ab 2021 als Motorenzulieferer in die Formel 1 einzusteigen, gelüstet es Aston Martin nicht nach einem Werksteam. Wie Marketingchef Simon Sproule erklärt, gäbe es "keinerlei Ambitionen". Vielmehr sieht der Autobauer seinen aktuellen Marketingpartner Red Bull als designierten Kunden - neben weiteren Teams. "Wir wissen, was wir am besten beherrschen, und sehen auch, was Christian und Helmut (Horner und Marko; Anm. d. Red.) am besten können", so Sproule.

Max Verstappen

Aston Martin: Weiter Sponsor, bald Motorenbauer oder doch Werksteam? Zoom Download

Heißt: Aston Martin will Motoren bauen, Red Bull soll sich um Rennautos kümmern. "Beim besten Willen", meint Sproule und spielt auch auf Markenchef Andy Palmer an, "man wird uns niemals an einem Kommandostand finden. Wir haben doch noch einen Autohersteller zu führen." Daran ändert nichts, dass Ferrari und McLaren - Aston-Martin-Konkurrenten im Endkundengeschäft im Luxussegment - einen anderen Weg wählen und sich werksseitig in der Formel 1 engagieren.

"In Sachen Entwicklung von Autos ist es bei uns das Gleiche", betont Sproule, einen Technologietransfer von der Rennstrecke auf die Straße als reiner Zulieferer hinzubekommen. "Aus kommerzieller Sicht haben wir 130 Leute in Milton Keynes. Designer, Ingenieure, Marketingleute und, und, und." Die Schnittmenge und das Engagement Aston Martins bei Red Bull sind also schon so groß, dass eine Teamneugründung oder die werksseitige Übernahme einer Truppe kaum nützen würden.


Offizielle Lackierung Red Bull RB14

Eine Kooperation mit Mercedes - mit fünf Prozent an Aston Martin beteiligt - hält Sproule für unwahrscheinlich. Die Zusammenarbeit bei Straßenautos, insbesondere im Elektrobereich, funktioniere prima. Beide Seiten würden profitieren, weil es kaum Konkurrenz bei Modellen jenseits der 150.000-Euro-Marke gäbe. Auf der Rennstrecke wäre es aber prima, sich die Sporen zu geben.

Trotz des heftigen Flirts: Ein Bekenntnis zu einem Formel-1-Einstieg 2021 gibt es von Aston Martin weiter nicht. "Die Uhr tickt", sagt Sproule und will einen Beschluss über das kommende Motorenreglement abwarten, ehe die Bosse über die Wirtschaftlichkeit des Projektes und die technische Machbarkeit befinden. Solange kann Ex-Ferrari-Motorenmann Luca Marmorini für die Briten nur Pläne in die Schublade legen. "Mehr können wir im Moment einfach nicht tun", meint Sproule.

FORMEL-1-TIPPSPIEL 2018

Autosport Grand Prix Predictor 2018
Jetzt mittippen und gewinnen!

Zeigen sie, wie gut Ihre "Formel-1-Nase" wirklich ist und tippen Sie die Top 10 des nächsten Rennens!

ANZEIGE 
Piola Watches Collection

Fotos & Fotostrecken

Triumphe und Tragödien in Frankreich
Triumphe und Tragödien in Frankreich
Formel 1 in den Trikots der Fußball-WM 2018
Formel 1 in den Trikots der Fußball-WM 2018

GP Kanada: Fahrernoten der Redaktion
GP Kanada: Fahrernoten der Redaktion

Grand Prix von Kanada
Grand Prix von Kanada
Sonntag

Grand Prix von Kanada
Grand Prix von Kanada
Samstag

Formel-1-Quiz

Auf welcher Strecke fand 2014 der Großer Preis von Belgien statt?

Tickets

Formel-1-Datenbank

Formel-1-Datenbank: Ergebnisse und Statistiken seit 1950
Formel-1-Datenbank:
Ergebnisse und Statistiken seit 1950

Jetzt unzählige Statistiken entdecken & eigene Abfragen erstellen!

Top-Motorsport-News

Lopez erklärt: Warum er 90 Sekunden gegen Alonso verspielte
WEC - Lopez erklärt: Warum er 90 Sekunden gegen Alonso verspielte

Honda wäre nach 2017 aus der WTCC ausgestiegen
WTCC - Honda wäre nach 2017 aus der WTCC ausgestiegen

24h Nürburgring: Besucher an der Rennstrecke verstorben
NR24 - 24h Nürburgring: Besucher an der Rennstrecke verstorben

Harte Strafen gegen drei Joe-Gibbs-Fahrzeugchefs
NASCAR - Harte Strafen gegen drei Joe-Gibbs-Fahrzeugchefs

Die aktuelle Umfrage

Videos

Christian Horner: Darum wechselt Red Bull zu Honda
Christian Horner: Darum wechselt Red Bull zu Honda
Mercedes: Taktik-Analyse Kanada-Grand-Prix
Mercedes: Taktik-Analyse Kanada-Grand-Prix

Nico Rosbergs Kanada-Analyse: Kritik an Hamilton
Nico Rosbergs Kanada-Analyse: Kritik an Hamilton

Renndirektor Charlie Whiting im Porträt
Renndirektor Charlie Whiting im Porträt

Folge Formel1.de