Formel-1-Newsticker

Formel-1-Live-Ticker: Diskussionen um Hamilton-Inserts

Aktuell im Formel-1-Live-Ticker: +++ Hamiltons "Bremstest" im Fokus +++ Max Verstappen muss büßen +++ Jacques Villeneuve: "Hätte wie Vettel reagiert" +++

12:01 Uhr

Force India soll bald Force 1 heißen

Klinken wir uns kurz für einen Moment aus der Vettel-Hamilton-Fehde aus, denn es gibt auch abgesehen davon Neuigkeiten. Force India, aktuell Gesamtvierter in der Hersteller-WM, überraschte uns in dieser Formel-1-Saison ja bereits mit rosafarbenen Flitzern. 2018 soll sich auch der Name des Rennstalls ändern. Wie die Kollegen von 'Auto motor und sport' berichten, soll dann unter der Bezeichnung "Force 1" gefahren werden, um internationaler zu klingen. Am Ende der Saison wolle man bei der FIA einen Antrag auf Namensänderung stellen.


11:49 Uhr

Stewart kritisiert Hamilton und die Rennleitung

Kritik müssen sich die Rennkommissare auch von Formel-1-Legende Jackie Stewart anhören. "Bei nahezu jedem Grand Prix gibt es eine andere Zusammensetzung der Rennkommission", beklagt der Schotte und spricht von einer gewissen Unprofessionalität. Auch wenn er das Verhalten von Vettel nicht für gut befindet, sieht er bei Hamilton eine Teilschuld für den Baku-Eklat. "Ich muss sagen, dass ich noch nie gesehen habe, dass jemand so plötzlich vom Gas geht", sagt Stewart. Die ganze Geschichte kannst du hier nachlesen.

Jackie Stewart  ~Jackie Stewart ~

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11:38 Uhr

Rennleitung bei Strafen zu wankelmütig?

Was Vettels Bestrafung angeht, wünscht sich Villeneuve übrigens eine konsistentere Vorgehensweise der Rennleitung. "Bottas wurde nicht dafür bestraft, dass er in Kimi Räikkönen gefahren ist", bemerkt der Kanadier, auch wenn er froh ist, dass es in dem Fall keine Strafe gegeben hat. "Aber dann sollten andere auch keine kriegen", findet er und deutet auf Vettel.

"Es war ein Rennvorfall. Jemand hat einen Fehler gemacht und ist mit einem anderen zusammengestoßen. Aber ich würde gern mehr Strafen für Ausweichmanöver sehen, denn das ist ein großes Problem." Die Regeln verbieten es, auf der Geraden mehr als einmal die Richtung zu wechseln. Doch laut Villeneuve wird das viel zu oft missachtet und bleibt viel zu oft unbestraft.


11:18 Uhr

Villeneuve: Formel-1-Fahrer sind auch nur Menschen

Jacques Villeneuve war einst selbst das Opfer eines Rammstoßes. Wir erinnern uns: Beim Saisonfinale in Jerez 1997 lag der damalige Williams-Pilot nur einen Punkt hinter WM-Leader Michael Schumacher. Im Zweikampf fuhr dieser dem Konkurrenten bewusst in die Seite und verlor dafür nachträglich alle WM-Punkte. Vergleichen könne man dieses Manöver mit dem Baku-Vorfall allerdings nicht, argumentiert Villeneuve.

"Es war anders", sagt er im Gespräch mit 'Autosport'. "Sie fuhren zehn Meilen pro Stunde. Also wen kümmert's? Natürlich war es hässlich, aber Lewis hat absichtlich gebremst." An Vettels Stelle hätte Villeneuve genauso reagiert. Zudem glaubt der Kanadier nicht, dass Vettel Hamilton mit Absicht rammte: "Er hatte eine Hand am Lenkrad und schaute ihn an, zeigte mit dem Finger auf ihn. Wenn du jemanden rammen willst, musst du beide Hände am Lenkrad haben."

Für ihn sei der Vorfall Ausdruck eines unerbittlichen Kampfes um die Spitze - und genau das wollen die Fans. "Ich bin froh zu sehen, dass die Fahrer Emotionen haben. Das ist gut und macht Spaß. Da kämpfen zwei Männer um die WM, sind sauer aufeinander. Und letztlich ist kein Schaden entstanden." In jedem Fall sei Vettels Manöver "viel schöner" gewesen als Hamiltons Bitte an Bottas, den Ferrari-Piloten einzubremsen. "Das war peinlich!", findet Villeneuve.

Jacques Villeneuve  ~Jacques Villeneuve ~

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10:52 Uhr

In der WM gibt es keine Engel

Vettels Rammstoß kann Brundle aber natürlich nicht gut heißen. "Was um Himmels Willen hat er in diesem Moment gedacht?", fragt sich der Formel-1-Experte. "Er hätte sich dabei leicht sein Auto oder beide Autos beschädigen können und war sich bewusst, dass er dafür bestraft werden würde." Brundle analysiert: Vettel habe Hamilton zu Unrecht eines "Bremstests" beschuldigt, denn für die Vorbereitung eines Restarts nach der Safety-Car-Phase gebe es kein Gesetz. Das sei eine Ermessensfrage des Fahrers an der Spitze.

Als direkter Verfolger habe Vettel verzweifelt versucht, so nah wie möglich am Mercedes dranzubleiben, um beim Restart nicht zu verlieren, erklärt Brundle weiter. "Seine Reaktion war irrational und alarmierend, aber so etwas passiert eben, wenn ehrgeizige Fahrer voller Adrenalin stecken." Im Kampf um die Weltmeisterschaft gebe es keine Engel. Und die wolle man auch gar nicht. Wo er Recht hat...


Fotostrecke: Top 10: Größte Unsportlichkeiten der Formel 1


10:27 Uhr

Brundle: Vettel wurde genug bestraft

Für seine Aktion gegen Hamilton erhielt Vettel am vergangenen Sonntag in Baku eine Zehnsekunden-Strafe und drei Strafpunkte. Einige Experten hielten das für zu wenig und forderten einen Ausschluss des WM-Leaders. Sky-Experte Martin Brundle ist da anderer Meinung. In seiner Kolumne verteidigt der Brite die Entscheidung der Rennleitung.

"Von im Rennen verfügbaren Strafen haben die Stewards eine der strengsten gewählt. Eine Zehnsekunden-Strafe bedeutet, dass man bei 80 Stundenkilometer durch die Boxengasse fährt, an der eigenen Box zehn Sekunden lang hält, ohne Reifen wechseln zu dürfen. Er hat dabei annähernd 30 Sekunden verloren und ist von eins auf vier zurückgefallen, was ihn 13 Punkte gekostet hat", erklärt Brundle.

Wenn Vettel Hamilton bei vollem Tempo in die Wand gedrückt oder sein Auto beschädigt hätte, wäre aus Sicht des Experten ein Rennausschluss in Ordnung gewesen. "Aber er hat Hamilton nicht bei Highspeed von der Strecke gedrängt, wie wir es bei einigen anderen Weltmeistern schon gesehen haben. Es war mehr wie ein Schlag bei Schrittgeschwindigkeit."


10:12 Uhr

Guten Morgen!

Wir schreiben Tag zwei nach Baku und natürlich kreisen unsere Gedanken noch immer um den Rammstoß von Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton. Auch wenn viele die Strafe gegen den Deutschen für zu gering halten, hat er auch Fürsprecher. Sie werden in unserem heutigen Formel-1-Live-Ticker selbstverständlich zu Wort kommen. Außerdem haben wir an diesem Dienstag gleich einen doppelten Grund zum Gratulieren. Aber dazu später mehr.

An den Tickertasten sitzt für dich heute Juliane Ziegengeist. Solltest du Fragen oder Anregungen haben, dann schreib uns gerne über das Kontaktformular.

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