• 25. Mai 2017 · 17:59 Uhr

Nach Billy-Monger-Unfall: Formel-1-Teams mussten umbauen

DIe FIA veranlasste, dass die Wagenheberstützen so designt werden, dass sie keine Autos mehr aufschlitzen können - Nicht alle Teams waren davon betroffen

(Motorsport-Total.com) - Einige Formel-1-Mannschaften mussten infolge des Formel-4-Unfalls des britischen Nachwuchspiloten Billy Monger ihre Autos im Heckbereich umbauen. In einer FIA-Direktive wurden die Teams in der vergangenen Woche vom Sicherheitsbeauftragten Laurent Mekies aufgefordert, für den Monaco-Grand-Prix eine Lösung zu präsentieren, bei der die hintere Wagenheberstütze des Boliden nicht mehr scharfkantig oder als massiver Metallzapfen aus der hinteren Crashstruktur herausragt.

Toro Rosso STR12

Hintere Crashstruktur des Toro Rosso STR12: Hier musste umgebaut werden Zoom Download

So soll verhindert werden, dass das Teil - wie bei dem Crash im britischen Donington Mitte April - die Nase eines auffahrenden Boliden aufschlitzt und den Piloten verletzt. "Es ist ein sicherheitsrelevantes Thema, also haben wir Verständnis", sagt Sauber-Technikchef Jörg Zander, obwohl die Maßnahme ein extrem konsequenter Schritt ist: Schließlich liegen die Nasen der Formel-1-Autos und die Sitzposition der Piloten höher, was eine Doublette des Monger-Unfalls unwahrscheinlich macht.

Während Force India und laut eines Berichtes der 'auto motor sport' auch Mercedes nicht umbauen mussten, weil ihre Wagenheberstützen in einer Mulde verbaut waren, haben die übrigen Teams die Komponente entschärft und die hintere Crashstruktur mit Karbon ummantelt. "Wir mussten mit unseren italienischen Kollegen zusammenarbeiten", sagt Zander. Denn Sauber bezieht sein Getriebe bei Antriebszulieferer Ferrari. "Da hatten wir zusätzliche Unterstützung, damit alles sofort klappt."

Red Bulls Chefingenieur Paul Monaghan betont, dass in Milton Keynes alles von Grund auf überdacht wurde: "So wie es aussieht, sind wir weiter gegangen als unsere Konkurrenten. Wir haben einen neuen Wagenheber und haben seine Aufnahme an der hinteren Crashstruktur verändert", erklärt der Brite und betont, dass den Teams viel Spielraum gelassen wurde: "Es liegt an uns, die Aussendung zu interpretieren und ein Design zu finden, das die FIA zufriedenstellt." Dem war wohl so, schließlich wurden bei der Technischen Abnahme am Mittwoch keine Beanstandungen bekannt.

Der 17-jährige Formel-4-Pilot Billy Monger war im April auf einen auf der Strecke stehenden Konkurrenten aufgefahren. Sein Auto wurde völlig zerstört und er in dem Wrack eingeklemmt, sodass es 90 Minuten dauerte, ihn zu befreien. Infolge des Unfalls mussten Monger beide Unterschenkel amputiert werden.

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