• 03. März 2026 · 14:59 Uhr

Albert Park bebt: Oscar Piastri sorgt für Besucherrekord beim Formel-1-Auftakt

Die Formel-1-Saison 2026 startet im Albert Park in Melbourne: Wie viele Zuschauer in diesem Jahr erwartet werden, was geändert wurde und wieso Cadillac Sorgen machte

(Motorsport-Total.com) - Nur noch wenige Tage, dann springt die Startampel im Albert Park wieder auf Grün: Die Formel-1-Saison 2026 (hier der Rennkalender) beginnt wieder mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne. Und die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit einem neuen Besucherrekord.

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Oscar Piastri sorgt im Albert Park für einen neuen Besucherrekord Zoom Download

Die Zuschauerzahlen sollen im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent steigen - nicht zuletzt dank Lokalmatador Oscar Piastri, der in diesem Jahr seine eigene Tribüne an der Start-Ziel-Geraden erhält. Die Tickets dafür waren bereits im vergangenen August restlos ausverkauft.

"Wir wollten Oscar feiern und ehren, auch wenn er noch kein Weltmeister ist", sagt Tom Mottram, Geschäftsführer des Australien-Grand-Prix. "Für uns ist er schon jetzt ein Champion, mit den Rennen, die er gewonnen hat. Wir haben die Piastri-Tribüne direkt gegenüber den McLaren-Garagen eingerichtet."

Dank der Popularität des Australiers dürfte der Besucherrekord aus dem Vorjahr geknackt werden, als insgesamt 465.498 Zuschauer kamen. "Wir liegen auf Kurs, das zu übertreffen", so Mottram. "Wir haben die Kapazität leicht erhöht, am Sonntag liegt sie nun bei 141.000 Zuschauern."

Neue Bahnstation als "Game-Changer" im Albert Park

"Dabei berücksichtigen wir Dinge wie ausreichend Verpflegung, Mobilität auf dem Gelände und komfortable Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In all diesen Bereichen fühlen wir uns gut aufgestellt." Ein zentraler Faktor ist die neue Bahnstation bei Kurve 6.

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Die australischen Fans sind heiß auf McLaren-Star Oscar Piastri Zoom Download

Sie entlastet die Hauptzugänge an der Start-Ziel-Geraden sowie die Tramlinie direkt aus der Innenstadt. "Die neue Bahnstation wird ein echter Game-Changer", ergänzt Mottram. "Wir haben auch die Kapazität unserer Hauptbrücke über die Start-Ziel-Gerade verdreifacht."

"Außerdem haben wir in die Infrastruktur investiert, um die Zuschauerbewegung zu unterstützen - wir wollen die Kundenerfahrung nicht zugunsten von Besucherrekorden gefährden." Nun hofft der Chef des Australien-Grand-Prix, dass auch das Rennen selbst ein Spektakel wird.

Neues Reglement als Chance statt Risiko

"Es wird ein spannendes erstes Jahr", ist er überzeugt. "Vieles liegt nicht in unserer Kontrolle. Viele Dinge können wir steuern, aber das Renngeschehen auf der Strecke nicht. Ich denke, selbst wenn es wenig Überholmanöver geben sollte, wäre das allein schon eine interessante Story."

Die aktuellen Zweifel an den neuen Autos und dem Energiemanagement sieht Mottram nicht als Risiko, sondern als Chance für einen unvergesslichen Saisonstart. Entsprechend hat der Australier auch keine Sorge, dass der Auftakt ein Flop werden könnte.

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Das Australien-Rennen war im Vorjahr verregnet Zoom Download

"Wir haben 2021 die Strecke angepasst und neu ausgerichtet, was das Racing deutlich verbessert hat", ergänzt der Geschäftsführer. "Die Überholzahlen sind stark gestiegen. Aber wer weiß schon, wie es mit diesen Autos läuft? Genau das macht den Reiz aus."

Wegen Cadillac: Garagen- und Paddockflächen angepasst

Apropos Umbau: Auch die Garagen- und Paddockflächen mussten im Vergleich zum Vorjahr angepasst werden, um Platz für das elfte Team zu schaffen. Cadillac wird in Australien sein Formel-1-Debüt feiern. "Es ist definitiv eine Herausforderung", verrät Mottram.


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"Unser Boxenbereich zählt zu den kleineren im Kalender, deshalb haben wir das ganze Jahr über mit Formel 1 gearbeitet, um zusätzliche Hospitality, Lagerfläche und Boxenmauer-Platz für das elfte Team sicherzustellen. Was wir dieses Jahr leider nicht ändern können, ist der Garagenplatz."

Fans dürfen die Strecke nach Rennende stürmen

Eine weitere Neuerung ist die Partnerschaft mit Engineers Australia zum Internationalen Frauentag am 8. März, ausgerechnet der Renntag: Im Rahmen der Kampagne "In Her Corner" wird die Kurve 6 nach Haas-Renningenieurin Laura Müller und Red-Bull-Chefstrategin Hannah Schmitz benannt.

"Das war ein Schwerpunkt, als wir merkten, dass unser Rennen auf den Weltfrauentag fällt", sagt Mottram. "Engineers Australia unterstützt die Kampagne stark. Es ist fantastisch, Frauen im Motorsport zu fördern. Neben vielen Initiativen mit Motorsport Australia und 'Girls on Track' ist die Benennung der Kurven nach diesen beiden Ingenieurinnen etwas Besonderes."

Auch die sogenannte "Track Invasion" nach dem Rennen, wenn sich die Fans den heiligen Asphalt erobern dürfen, wird es in diesem Jahr wieder geben. "Letztes Jahr regnete es stark, aber ansonsten lief alles bestens", sagt Mottram. Ein Jahr zuvor musste das Event ausgesetzt werden, nachdem die Fans 2023 zu früh auf die Strecke gestürmt waren.

"Wir haben Barrieren angepasst, damit Zuschauer sicher auf und von der Strecke kommen. Alle Pläne stehen, um das dieses Jahr wieder so umzusetzen." Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Australier ihrem Liebling Oscar Piastri auf dem Podium zujubeln dürfen.

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