Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

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Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von Redaktion » 16.10.2020, 10:23

Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart fühlt sich von Lewis Hamilton missverstanden und erklärt seinen Standpunkt erneut
Jackie Stewart

Ex-Champion Jackie Stewart will nicht einen Fahrer zum "Größten" erheben

"Viele Leute ärgern mich, vor allem ältere Fahrer. Sie haben wohl was gegen mich, aber ich habe keine Ahnung, warum das so ist", sagt Lewis Hamilton. Wen er damit wohl vor allem meint: Jackie Stewart. Denn der dreimalige Formel-1-Weltmeister hatte zuletzt erklärt, Hamilton sei "nicht der beste" Fahrer und habe obendrein einen "fast unfairen" technischen Vorteil durch seinen dominanten Mercedes.

Hamiltons Vorwurf aber weist Stewart nun zurück. Der Nachrichtenagentur 'PA' sagte er: "Ich versuche nicht, Lewis Hamilton herabzusetzen, sondern habe unglaublichen Respekt vor seiner Leistung. Er ist der beste Fahrer der Gegenwart. Ich will das nicht schmälern und bin enttäuscht, wenn er so denkt."

Er habe lediglich auf eine Frage geantwortet, nämlich: "Was ich davon halte, wenn Lewis der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten wird, und ob ich ihn für den größten Fahrer überhaupt halte." Stewarts Antwort: "Sehr schwer zu sagen. Ich halte Juan Manuel Fangio für den Größten, vor Jim Clark."

Gibt es überhaupt "den Besten"?

Man dürfe sich aber auch die Frage stellen, ob es überhaupt richtig sei, jemanden als den Besten zu nominieren, meint Stewart. Er nennt ein Beispiel: "Ist Lionel Messi besser als Pele oder Stanley Matthews, der einmal der Größte war, als ich ein Kind war? Ist Roger Federer besser als Rod Laver?" Unterschiedliche Zeitalter miteinander zu vergleichen, das sei nicht so einfach.

91 Formel-1-Siege: Michael Schumacher vs. Lewis Hamilton

Lewis Hamilton hat den Formel-1-Siegrekord von Michael Schumacher eingestellt. Hier sind alle je 91 Siege Bild für Bild in einer Zusammenschau! Weitere Formel-1-Videos

"Man kann sagen: Lewis ist der Beste seiner Zeit, und das soll ihn nicht herabsetzen", so Stewart weiter. "Er leistet herausragende Arbeit, er ist sein eigener Mann, und damit ist er anders als Niki Lauda, Jackie Stewart, Jim Clark und Graham Hill.""Lewis hat eine gigantische Entscheidung getroffen, indem er von McLaren zu Mercedes ging. Hut ab dafür! Er hat das Richtige gemacht. Aber ist er besser als Fangio, der seine fünf Titel mit vier Teams gewonnen hat? Oder besser als Jim Clark oder Michael Schumacher? Das kann man einfach nicht sagen."Was man sehr wohl sagen könne: "Lewis Erfolge sind beeindruckend, aber er fährt das beste Rennauto der Welt, und das schon seit einer sehr langen Zeit."

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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von msf » 16.10.2020, 10:43

Wie schon von vielen und auch oft gesagt, ist dem eigentlich nix mehr hinzu zu fügen. Recht hat er, der Jackie!

Aber wie immer bei Aussagen zum Thema "WHO IS THE GREATEST" Jetzt begeben wir uns zum Bahnhof. Irgendwann kommt bestimmt ein D-Zug!

Nur eine Bemerkung zu dem Auslöser von Stewarts Kommentar: Hamilton meckert, weil er nicht den Cassius Clay der Formel 1 geben darf. "I AM THE GREATEST EVER!" Quasi klagt er Stewart der Majestätsbeleidigung an. Hat sich umgekehrt Stewart jemals beschwert, dass er bei den ganzen Debatten über den Besten aller Zeiten fast nie erwähnt wird. Und das absolut zu Unrecht!
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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von Woelli38 » 16.10.2020, 10:51

Ich kann das Thema echt langsam nicht mehr ab...

Da hat ein ehemaliger (und auch selbst erfolgreicher) Rennfahrer auf eine Frage "seine Meinung" gesagt und schon dreht die Presse ab und spielt quasi die Parteien künstlich gegeneinander aus...

Da wird hier ein Wort weggelassen, da eins hinzugefügt, Sätze aus dem Kontext gerissen... Hauptsache man hat die Leserschaft wieder in Rage gebracht und die (siehe hier) Entschuldigungsberichte quasi schon sicher...
"Das ist eine Scheißkiste. Ich fass es nicht!
Ihr habt`s doch alle Möglichkeiten und dann baut ihr so eine Schrottkiste."

Lauda über seinen Ferrari :wink2: :biggrin:

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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von Neppi » 16.10.2020, 11:40

Senna, Prost, Schumacher, Hamilton - sie alle waren die creme de la creme ihrer Zeit. Wer von denen der beste Fahrer ist? Ich denke das ist objektiv nicht zu beurteilen. Für mich ist es Schumacher - aber das ist rein subjektiv und lässt sich nur mit Zahlen nicht bestimmen.

Man kann den erfolgreichsten Rennfahrer kühren. Das ist derzeit noch Schumacher, bald wird es aber Hamilton sein :wink:
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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von StimmeVomLande » 16.10.2020, 14:02

Wer der Erfolgreichste ist, ist leicht auszurechnen. Beim Besten wird es ein wenig schwieriger, weil man halt ein paar Parameter mehr als nur die Erfolge braucht. Mir reicht da das Verhalten aus wenn sie unter Druck kommen. Und bevor mir da jetzt der Name Vettel rausrutscht haue ich mir lieber den Kopf an die Wand.

Aua... war zu spät.

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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von Calvin » 16.10.2020, 15:35

Neppi hat geschrieben:
16.10.2020, 11:40
Senna, Prost, Schumacher, Hamilton - sie alle waren die creme de la creme ihrer Zeit. Wer von denen der beste Fahrer ist? Ich denke das ist objektiv nicht zu beurteilen.
Genau so ist es. Für mich wird Hamilton nie der GOAT sein. Und Sir Jackie Stewart (der verdammt viel für die Sicherheit im Sport gemacht hat) sieht es halt auch so. Und schon werfen ihm die Hamilton-Fanboys vor dass er senil ist.

Der Erfolgreichste wird Hamilton auf jeden Fall bald sein. Allerdings in einer emotionslosen und sterilen Ära der F1 (die Autos, nicht die Fahrer ;) ).
Toto Wolff: Wir stellen uns nicht die Frage, ob der Ferrari-Motor illegal ist. So denken wir nicht, das ist nicht unsere Einstellung. Wir zeigen nicht mit dem Finger auf andere Hersteller. Wir fragen uns vielmehr: Wie können wir selber etwas besser machen?

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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von MarvinAyrton007 » 16.10.2020, 15:57

Calvin hat geschrieben:
16.10.2020, 15:35
Neppi hat geschrieben:
16.10.2020, 11:40
Senna, Prost, Schumacher, Hamilton - sie alle waren die creme de la creme ihrer Zeit. Wer von denen der beste Fahrer ist? Ich denke das ist objektiv nicht zu beurteilen.
Genau so ist es. Für mich wird Hamilton nie der GOAT sein. Und Sir Jackie Stewart (der verdammt viel für die Sicherheit im Sport gemacht hat) sieht es halt auch so. Und schon werfen ihm die Hamilton-Fanboys vor dass er senil ist.

Der Erfolgreichste wird Hamilton auf jeden Fall bald sein. Allerdings in einer emotionslosen und sterilen Ära der F1 (die Autos, nicht die Fahrer ;) ).
Hätte Sir Jackie Stewart von Anfang an das so dargelegt (was er aber getan haben könnte und die Redaktion hat einfach die Hälfte weggelassen) wäre eventuell gar keine Diskussion entstanden.

Schade ist das du (erneut) Menschen die eine andere Meinung haben, einfach als Fanboys verunglimpfst. Zum melden ist der Begriff zu wenig, aber nachdenken solltest du darüber. Und ich wüsste nicht wer ihn hier als senil bezeichnet hat.

Für mich ist es jetzt schon der GOAT. Der Erfolgreichste zu sein folgt jetzt von allein :wave:
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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von schumi791 » 16.10.2020, 16:25

MarvinAyrton007 hat geschrieben:
16.10.2020, 15:57
Hätte Sir Jackie Stewart von Anfang an das so dargelegt (was er aber getan haben könnte und die Redaktion hat einfach die Hälfte weggelassen) wäre eventuell gar keine Diskussion entstanden.

Schade ist das du (erneut) Menschen die eine andere Meinung haben, einfach als Fanboys verunglimpfst. Zum melden ist der Begriff zu wenig, aber nachdenken solltest du darüber. Und ich wüsste nicht wer ihn hier als senil bezeichnet hat.

Für mich ist es jetzt schon der GOAT. Der Erfolgreichste zu sein folgt jetzt von allein :wave:
Das hat er doch!

Muss jeder der sich zu diese Thema äußert, im Vorfeld sagen, dass es sich ja nur um seine persönliche, sehr subjektive Meinung handelt? Nein, muss er nicht. Es sollte doch selbstverständlich sein, dass hier nur eine Expertenmeinung eingeholt wird.

Natürlich kann man diese Meinung hinterfragen, wenn z.B. die Argumente durchaus widerlegbar sind. Allerdings hat Jackie Stewart ja schon vorher durchklingen lassen, dass er Fangio und Clark für die Größten hält, ähnlich wie Ecclestone halt in Prost den Größten sieht. Berger sieht in Senna den Größten, für Murray Walker war es oder vielleicht ist es noch Schumacher. Siehe meine Signatur.
Michael Schumacher will always be the greatest!
http://www.youtube.com/watch?v=Ka5FCLy14Uw
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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von MarvinAyrton007 » 16.10.2020, 16:59

schumi791 hat geschrieben:
16.10.2020, 16:25
MarvinAyrton007 hat geschrieben:
16.10.2020, 15:57
Hätte Sir Jackie Stewart von Anfang an das so dargelegt (was er aber getan haben könnte und die Redaktion hat einfach die Hälfte weggelassen) wäre eventuell gar keine Diskussion entstanden.

Schade ist das du (erneut) Menschen die eine andere Meinung haben, einfach als Fanboys verunglimpfst. Zum melden ist der Begriff zu wenig, aber nachdenken solltest du darüber. Und ich wüsste nicht wer ihn hier als senil bezeichnet hat.

Für mich ist es jetzt schon der GOAT. Der Erfolgreichste zu sein folgt jetzt von allein :wave:
Das hat er doch!

Muss jeder der sich zu diese Thema äußert, im Vorfeld sagen, dass es sich ja nur um seine persönliche, sehr subjektive Meinung handelt? Nein, muss er nicht. Es sollte doch selbstverständlich sein, dass hier nur eine Expertenmeinung eingeholt wird.

Natürlich kann man diese Meinung hinterfragen, wenn z.B. die Argumente durchaus widerlegbar sind. Allerdings hat Jackie Stewart ja schon vorher durchklingen lassen, dass er Fangio und Clark für die Größten hält, ähnlich wie Ecclestone halt in Prost den Größten sieht. Berger sieht in Senna den Größten, für Murray Walker war es oder vielleicht ist es noch Schumacher. Siehe meine Signatur.
Das er das getan hat muss an mir dann vorbei gegangen sein. Sollte das so sein ziehe ich meinen Einwand dagegen natürlich zurück :)
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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von Scorp!on » 16.10.2020, 17:08

Schumacher ist und bleibt einzigartig.
Sein Beitrag an die gesamte Formel 1, sein Siegeswille, unaufhörliches Arbeiten und sein Drang zur Perfektion haben ihn zum grössten aller Zeiten gemacht.

Hamilton der Erfolgreichste?
Klar. Ich will sein Talent und sein Können in keinster Weise absprechen, er ist ein herausragender Fahrer. Aber eben, einfach ein herausragender Fahrer. Schumacher hat nachweislich weitaus mehr gemacht und sei es "nur" das Team entsprechend zu motivieren....Ferrari Mitarbeiter können euch davon ein Lied singen. Er kannte praktisch jeden Mitarbeiter, jede Abteilung und kannte all deren Arbeitsprozesse....ohne falsche Unterstellungen zu machen, ich habe da meine Zweifel das ein Hamilton das auch tut.

Ich finde nach wie vor unglaublich beeindruckend wie Schumacher von 96-2000 gekämpft hat wie ein Löwe um sein Überleben bis es ENDLICH mit dem Titel geklappt hat, das waren unglaubliche Jahre von ihm ! Ich komm einfach nicht drum rum...
Mit Schumacher kommen bei mir Formel 1 Emotionen hoch, bei Hamilton bin ich einfach so "meh...sitzt ja in nem Auto das mehr als ne Sekunde schneller ist und Bottas sabotiert sich meist selbst"... Und ja, das ist eine Subjektive Wahrnehmung von mir...Ich setze nur Senna auf das Level von Schumacher wenn es darum geht einen Riesen Beitrag zur Formel 1 beigetragen zu haben.

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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von schumi791 » 16.10.2020, 17:45

MarvinAyrton007 hat geschrieben:
16.10.2020, 16:59
Das er das getan hat muss an mir dann vorbei gegangen sein. Sollte das so sein ziehe ich meinen Einwand dagegen natürlich zurück :)
Hier die einzelnen Zitate aus dem Thread auf dem sich die Klarstellung Stewarts bezieht.
Stewart sagt und das ist auch auf formel1.de so für uns veröffentlicht worden.
"Juan Manuel Fangio ist in meinen Augen der größte Fahrer, der je gelebt hat", sagt Stewart im Podcast 'In The Fast Lane', "mit Jim Clark als zweitgrößtem Fahrer, noch vor (Ayrton) Senna (Anm. d. R.). Diese Leute fuhren manchmal nur sechs bis acht oder neun Rennen pro Jahr in der Formel 1. Sie fuhren Sportwagen, GT-Autos und so weiter."
Der damit einhergehende Druck sei heutzutage viel lockerer, meint Stewart. Hinzu komme, dass Hamilton durch die Dominanz von Mercedes in den vergangenen Saisons einen "fast unfairen" Vorteil genieße. "Lewis fährt extrem gut, macht keine Fehler. Ich schmälere in keiner Weise seine Fähigkeiten. Aber es ist nicht dasselbe", so Stewart.
Hamilton wiederum habe damals "eine sehr gute Entscheidung" getroffen, McLaren zu verlassen und zu Mercedes zu gehen. "Ich ziehe meinen Hut vor ihm, weil er diese Entscheidung getroffen hat", sagt Stewart. Aber ehrlich gesagt, das Auto und der Motor sind jetzt so überlegen, dass es dem Rest des Feldes gegenüber fast unfair ist."
Damit gehe aber eben auch einher, dass es "nicht ganz derselbe Respekt" sei, den man dann aufbringt, wenn es ein Fahrer mit weniger als dem besten Auto schaffen kann. "Und genau da gab es manchmal einen Unterschied zwischen den sehr, sehr großartigen Fahrern und denen, die sehr erfolgreich waren."Deshalb ist Hamilton aus seiner Sicht "nicht so gut wie Fangio", hält Stewart fest - und weiß, dass nicht alle dieser Meinung sind.
"Zu sagen, Lewis sei der Größte aller Zeiten, wäre für mich schwer zu rechtfertigen", sagt der 81-Jährige, "allein schon wegen der Strahlkraft dessen, was die anderen Fahrer taten." Ohnehin empfindet er es als schwierig, angesichts der modernen Natur der Formel 1 die wirklich großen Fahrer unserer Zeit zu identifizieren.
Das ist jetzt der Großteil des vorangegangenen Interviews und ich muss sagen, dass beim erneuten Durchlesen Stewart dann doch viele sehr Punkte anführt die nicht nur seine eigene Meinung sondern den generellen Zeitgeist wiederspiegeln.

Ich meine Schumacher selbst bekommt für seine dominanten Jahre auch von vielen Experten, Journalisten und Fans nicht die Anerkennung, welche er angesichts des Erreichten verdient hat meiner Ansicht nach. Da werden die Jahre auch mal gerne als langweilig pauschalisiert und spannende Saisons wie 2000 und 2003 schlicht ignoriert, obwohl gerade in diesen beiden Jahren Schumachers Klasse erst so richtig ausschlagebend für den Gewinn beider WMs gewesen ist. Vereinzelt trifft dies auch auf die Jahre 2001 (Malaysia), 2002 (Silverstone) und 2004 (Magny Cours) zu. Genauso wie bei Hamiltons dominanter Saison aktuell, siehe hier einfach mal die Regenquali in der Steiermark.

Irgendwie ist mein Eindruck, dass viele Hamiltonfans frustriert sind, sich nun mit denselben Contraargumenten herumschlagen zu müssen, die so gerne und zahlreich Schumacher vor die Füße geworfen wurden in der Vergangenheit.
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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von MarvinAyrton007 » 16.10.2020, 17:51

schumi791 hat geschrieben:
16.10.2020, 17:45
MarvinAyrton007 hat geschrieben:
16.10.2020, 16:59
Das er das getan hat muss an mir dann vorbei gegangen sein. Sollte das so sein ziehe ich meinen Einwand dagegen natürlich zurück :)
Hier die einzelnen Zitate aus dem Thread auf dem sich die Klarstellung Stewarts bezieht.
Stewart sagt und das ist auch auf formel1.de so für uns veröffentlicht worden.
"Juan Manuel Fangio ist in meinen Augen der größte Fahrer, der je gelebt hat", sagt Stewart im Podcast 'In The Fast Lane', "mit Jim Clark als zweitgrößtem Fahrer, noch vor (Ayrton) Senna (Anm. d. R.). Diese Leute fuhren manchmal nur sechs bis acht oder neun Rennen pro Jahr in der Formel 1. Sie fuhren Sportwagen, GT-Autos und so weiter."
Der damit einhergehende Druck sei heutzutage viel lockerer, meint Stewart. Hinzu komme, dass Hamilton durch die Dominanz von Mercedes in den vergangenen Saisons einen "fast unfairen" Vorteil genieße. "Lewis fährt extrem gut, macht keine Fehler. Ich schmälere in keiner Weise seine Fähigkeiten. Aber es ist nicht dasselbe", so Stewart.
Hamilton wiederum habe damals "eine sehr gute Entscheidung" getroffen, McLaren zu verlassen und zu Mercedes zu gehen. "Ich ziehe meinen Hut vor ihm, weil er diese Entscheidung getroffen hat", sagt Stewart. Aber ehrlich gesagt, das Auto und der Motor sind jetzt so überlegen, dass es dem Rest des Feldes gegenüber fast unfair ist."
Damit gehe aber eben auch einher, dass es "nicht ganz derselbe Respekt" sei, den man dann aufbringt, wenn es ein Fahrer mit weniger als dem besten Auto schaffen kann. "Und genau da gab es manchmal einen Unterschied zwischen den sehr, sehr großartigen Fahrern und denen, die sehr erfolgreich waren."Deshalb ist Hamilton aus seiner Sicht "nicht so gut wie Fangio", hält Stewart fest - und weiß, dass nicht alle dieser Meinung sind.
"Zu sagen, Lewis sei der Größte aller Zeiten, wäre für mich schwer zu rechtfertigen", sagt der 81-Jährige, "allein schon wegen der Strahlkraft dessen, was die anderen Fahrer taten." Ohnehin empfindet er es als schwierig, angesichts der modernen Natur der Formel 1 die wirklich großen Fahrer unserer Zeit zu identifizieren.
Das ist jetzt der Großteil des vorangegangenen Interviews und ich muss sagen, dass beim erneuten Durchlesen Stewart dann doch viele sehr Punkte anführt die nicht nur seine eigene Meinung sondern den generellen Zeitgeist wiederspiegeln.

Ich meine Schumacher selbst bekommt für seine dominanten Jahre auch von vielen Experten, Journalisten und Fans nicht die Anerkennung, welche er angesichts des Erreichten verdient hat meiner Ansicht nach. Da werden die Jahre auch mal gerne als langweilig pauschalisiert und spannende Saisons wie 2000 und 2003 schlicht ignoriert, obwohl gerade in diesen beiden Jahren Schumachers Klasse erst so richtig ausschlagebend für den Gewinn beider WMs gewesen ist. Vereinzelt trifft dies auch auf die Jahre 2001 (Malaysia), 2002 (Silverstone) und 2004 (Magny Cours) zu. Genauso wie bei Hamiltons dominanter Saison aktuell, siehe hier einfach mal die Regenquali in der Steiermark.

Irgendwie ist mein Eindruck, dass viele Hamiltonfans frustriert sind, sich nun mit denselben Contraargumenten herumschlagen zu müssen, die so gerne und zahlreich Schumacher vor die Füße geworfen wurden in der Vergangenheit.
Vielen Dank dafür. Da muss ich tatsächlich wohl nur oberflächlich gelesen haben :-)
Und deine Einstellung muss ich hier deutlich loben. Ein Schumacherfan der sachlich argumentiert :bow: (Ohne Bashing, eine Seltenheit geworden)
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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von JAK-RX8 » 17.10.2020, 09:41

Die Kommentare machen es, denke ich sehr deutlich....
Es ist eine Frage der Perspektive. Es gibt blankes Zahlenmaterial, aufgearbeitetes Zahlenmaterial und es gibt Aspekte die nicht in Zahlen zu fassen sind und die Jeder für sich unterschiedlich wertet.
Um das am Beispiel meiner Sicht zu erläutern, muss mein Gegenüber erst mal wissen worüber man redet wenn man Begriffe wie „Erfolgreich“, „Leistung“, „Können“, „gut“ etc. sagt bzw. schreibt, besonders wenn diese zu einem Vergleich herangezogen werden sollen.
Unbearbeitetes Zahlenmaterial kann der sehr tricky sein. Nehmen wir das letzte Rennen, Vettel wird 11. Leclerc 7. Somit war Leclerc in dem besser platziert, aber hat er damit auch das bessere Rennen gefahren? Nun kommt die Perspektive... Vettel startet von 11, kommt als 11. an. Kein Platz gewonnen, keinen verloren. Leclerc startet von 4 kommt als 7. ins Ziel , also 3 Plätze verloren, ergo Vettel war erfolgreicher im Rennen. Hmm, da sind dann aber noch die Ausfälle, jeder Ausfall vor Vettel ist ja eigentlich ein Platzverlust für Vettel, wenn er sich dadurch nicht verbessert. 4 vor ihm gestartete sind ausgefallen also faktisch 4 Plätze verloren, aber vor Leclerc ist einer ausgefallen, also auch faktisch 4 Plätze verloren......
Schon hier, innerhalb eines Teams sieht man, wie „unsagend“ das unaufgearbeitet Zahlenmaterial ist. Ist Fahrer A das bessere Rennen gefahren und somit der bessere Rennfahrer, wenn bei Fahrer B die Technik streikt?
Dazu kommen die materiellen Unterschiede bei verschiedenen Teams plus die Unterschiede der Zeit und somit der Technik und der Regularien.
Ist es fair die Anzahl von Siegen zu vergleichen, wenn der Eine 6 Rennen im Jahr fährt der andere 16 und der Dritte 26? Wenn beim einen das Reglement den Teams alle Freiheiten der Entwicklung lässt, beim anderen die Möglichkeiten eingeschränkt sind?

Somit muss also Jeder für sich selbst definieren was außerhalb der zählbaren Ergebnissen einen „guten“; einen „erfolgreichen „ oder gar den „besten“ Rennfahrer ausmacht, welche Maßstäbe er anlegt.
Für mich bspw. ist Erfolg im Rennsport mehr als die Platzierung, somit gehört auch mehr dazu „großartig“ zu sein als Rennen zu gewinnen. HAM sagte gerade, er widerspreche dem Tenor, das Schumacher Ferrari zum Erfolg führte, dies könne einer alleine nicht...
Das spiegelt seinen Werdegang in der F1 wieder, von McLaren zu Mercedes, fertig geformte und strukturierte Teams in der Erfolgsspur. Klar brauchte Ferrari Todt und Brawn um die Managementebene aufzuräumen und in die Spur zu bringen, aber Schumacher hat aus den Mitarbeitern ein Team gemacht die für „Michele“ ihr Herzblut gaben. Wie oben schon von einem Foristen angemerkt, er kannte die Mechaniker, ihre Frauen, die Kinder. Er verstand technisch das Auto, hat den Ferraristi Diziplin vorgelebt. Er hat ihnen gezeigt, dass sie das wichtigste sind.... Nicht die Follower auf Instagram, auch wenn er bei jeder Gelegenheit dem Team dankt, was mir a.) Zuviel b.) geheuchelt vorkommt.
Aber das ist eben was für mich einen „Motorsportler“ ausmacht, das muss für heutige „Fans“ nicht mehr gelten, denn es ist auch nicht mehr die Selbe F1. Das ist auch Ok, aber alleine die Tatsache, dass HAM ausspricht, dass ein Steward etwas „gegen“ ihn habe weil er ihn nicht für den Größten hält, lässt mich eben so tief blicken, dass es meinen Eindruck den ich schon lange von HAM habe bestätigt. Ich mag den Mensch Hamilton nicht, was einen Einfluss darauf hat, wie ich ihn im Kontext „Motorsport“ sehe. Für mich ist er einfach der bestplatzierte Fahrer seit Schumacher, der Prototyp für die heutige F1. Nicht mehr, natürlich auch nicht weniger.
Und um es nochmal klar zu machen, für mich ist Fangio der „all time“ best. Der talentierteste / beste Fahrer m.E.n. war Peterson.
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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von Turel » 17.10.2020, 10:56

Calvin hat geschrieben:
16.10.2020, 15:35
Neppi hat geschrieben:
16.10.2020, 11:40
Senna, Prost, Schumacher, Hamilton - sie alle waren die creme de la creme ihrer Zeit. Wer von denen der beste Fahrer ist? Ich denke das ist objektiv nicht zu beurteilen.
Genau so ist es. Für mich wird Hamilton nie der GOAT sein. Und Sir Jackie Stewart (der verdammt viel für die Sicherheit im Sport gemacht hat) sieht es halt auch so. Und schon werfen ihm die Hamilton-Fanboys vor dass er senil ist.

Der Erfolgreichste wird Hamilton auf jeden Fall bald sein. Allerdings in einer emotionslosen und sterilen Ära der F1 (die Autos, nicht die Fahrer ;) ).
Keine Ahnung wen du meinst :??:
Die "Hamilton Fanboys" wie du sie nennst sind hier kaum vertreten.
Wer hat ihn als Senil tittuliert?

Zu den Kommentaren: mir haben eigentlich alle Kommentare (bis auf den von calvin) gefallen, da sachliche und faire Diskussion mit guten Vergleichen.

Auch finde ich gut, dass sich hier keiner (natürlich wieder bis auf Calvin), vom dem mit explosions-Potential gefülltem Artikel von der Redax in unsachliche Kritik hin ziehen lässt.

Der Beitrag von JAK-RX8 und dem Vergleich Vettel, Leclerc hat mir auch sehr gefallen. :thumbs_up:
TeamLH44
⭐⭐⭐⭐⭐⭐

Westside, Outlaw, Bad Boy Killa
https://www.youtube.com/watch?v=ThU5NF0mv4g
________________________
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Re: Stewart versichert: Ich will Lewis Hamilton nicht schlechtreden!

Beitrag von D-Zug » 17.10.2020, 11:53

Calvin hat geschrieben:
16.10.2020, 15:35
Neppi hat geschrieben:
16.10.2020, 11:40
Senna, Prost, Schumacher, Hamilton - sie alle waren die creme de la creme ihrer Zeit. Wer von denen der beste Fahrer ist? Ich denke das ist objektiv nicht zu beurteilen.
Genau so ist es. Für mich wird Hamilton nie der GOAT sein. Und Sir Jackie Stewart (der verdammt viel für die Sicherheit im Sport gemacht hat) sieht es halt auch so. Und schon werfen ihm die Hamilton-Fanboys vor dass er senil ist.

Der Erfolgreichste wird Hamilton auf jeden Fall bald sein. Allerdings in einer emotionslosen und sterilen Ära der F1 (die Autos, nicht die Fahrer ;) ).
Als MSC anfing, die ganzen vorherigen Rekorde zu übertreffen und Ex-Fahrer meinten, andere bleiben die Größten (ob nun Senna oder wer auch immer), wurde genauso gesagt, dass die statistischen Zahlen das einzig Greifbare seien. Und es war damals genauso vergleichsweise sterile Zeit verglichen mit den 80ern/70ern.

Jetzt sieht halt "die andere Seite", wie das so ist, wenn das "Fanobjekt" statistisch übertroffen wird und man den "Übertreffer" aber für weniger gut hält.
schumi791 hat geschrieben:
16.10.2020, 17:45
Ich meine Schumacher selbst bekommt für seine dominanten Jahre auch von vielen Experten, Journalisten und Fans nicht die Anerkennung, welche er angesichts des Erreichten verdient hat meiner Ansicht nach. Da werden die Jahre auch mal gerne als langweilig pauschalisiert und spannende Saisons wie 2000 und 2003 schlicht ignoriert, obwohl gerade in diesen beiden Jahren Schumachers Klasse erst so richtig ausschlagebend für den Gewinn beider WMs gewesen ist. Vereinzelt trifft dies auch auf die Jahre 2001 (Malaysia), 2002 (Silverstone) und 2004 (Magny Cours) zu. Genauso wie bei Hamiltons dominanter Saison aktuell, siehe hier einfach mal die Regenquali in der Steiermark.
Was u.a. 2003 angeht: Da hätte Hamilton aber 2018 erst schlecht fahren müssen, damit er am Ende nur mit gleicher Punktzahl die Sache dann doch knapp für sich entscheidet. Und das soll dann Extra-Klasse sein?

Hamilton hat 2018 aber kein Brasilien2003 oder Malaysia2003 oder Silverstone2003 Suzuka2003 oder Nürburgring2003 gehabt, weshalb es im Nachhinein erst richtig knapp werden konnte.
Irgendwie ist mein Eindruck, dass viele Hamiltonfans frustriert sind, sich nun mit denselben Contraargumenten herumschlagen zu müssen, die so gerne und zahlreich Schumacher vor die Füße geworfen wurden in der Vergangenheit.
Also MSC wurde vorgeworfen, nicht mal wenigstens mindestens eine ganze Saison lang gegen einen auf der Höhe befindlichen Mehrmals-Weltmeister als Teamkollege angetreten zu sein. Also in die Verlegenheit, den gleichen Vorwurf an Hamilton entkräften zu müssen, kommen Hamilton-Fans ehrlich gesagt nicht. Sie können locker sagen, "Alonso."

Ich würde es anders formulieren und sagen: tja, jetzt kriegen MSC-Fans mal mit, wie es ist, gegen diese "blöde" Statistik-Sache anzugehen, die damals als Schumacher die Rekorde brach fast das ein und alles war bzgl. der Diskussion, wer denn nun der Beste sei.

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