Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

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Redaktion
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Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von Redaktion » 04.10.2020, 07:22

In Sotschi trug Daniel Ricciardo einen Mundschutz mit klarer Botschaft - Am Anfang fiel es ihm jedoch schwer, sich im Kampf gegen Rassismus öffentlich zu positionieren
Daniel Ricciardo

"Equality" stand auf Daniel Ricciardos Mundschutz am Sotschi-Wochenende

Beim Engagement im Kampf gegen Rassismus tun sich Formel 1 und Fahrer seit Saisonbeginn schwer, eine einheitliche Linie zu finden. Zuletzt löste Lewis Hamilton eine Kontroverse aus, weil er auf dem Podium in Mugello ein Breonna-Taylor-T-Shirt trug. Das veranlasste die FIA, eine neue und strengere Richtlinie herauszugeben.Renault-Pilot Daniel Ricciardo setzte am Rennwochenende in Sotschi mit einem Mundschutz und der Aufschrift "Equality" ein Statement. "Ich halte das nicht für zu offensiv oder zu stark", erklärt der Australier, der sich durchaus bewusst ist, dass nicht alle noch so gut gemeinten Botschaften nach außen gut ankommen, gerade in Zeiten von Instagram, Facebook & Co."Ich versuche, nicht zu viel davon zu lesen, denn, ja, man bekommt vielleicht 95 Prozent positives Feedback, aber es reicht schon, wenn die restlichen fünf Prozent dich deswegen nerven. Und die werden immer da sein. Du wirst nie die hundertprozentige Zustimmung haben. Die gibt es leider nicht", hält der 31-Jährige fest.Gleichzeitig gesteht Ricciardo, dass es ihn persönlich gerade zu Beginn einige Überwindung gekostet hat, über das Thema Rassismus offen zu sprechen: "Über 'Black Lives Matter' zu reden, überhaupt einen Schwarzen als Schwarzen zu bezeichnen, diese Dinge laut auszusprechen ... Sicherlich war das mit etwas Unbehagen verbunden.""Ich habe mich Anfang dieses Jahres nicht sehr wohl dabei gefühlt, darüber zu sprechen - also über Dinge zu sprechen, über die ich noch nie zuvor öffentlich gesprochen habe, sei es über Rassismus, sei es über geistige Gesundheit oder über eins dieser Themen", erklärt der Renault-Pilot. "Es ist ein bisschen beängstigend."

Beendet Rassismus: Die Botschaft der F1-Fahrer

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Und man müsse eben auch darauf vorbereitet sein, dafür Kritik zu ernten oder zumindest nicht nur positives Feedback zu bekommen. "Aber noch einmal: Ich denke, wenn es etwas ist, das einem sehr am Herzen liegt und an das man glaubt, dann sehe ich keinen Grund, warum man nicht darüber sprechen sollte", betont der Australier.Gerade beim Thema Rassismus habe sich gezeigt, dass ein großer Teil des Problems darin besteht, dass geschwiegen wird: "Und dass die Leute sich zu wohl damit fühlen, still zu bleiben", sagt Ricciardo. "Ich denke, genau darum geht es. Man muss sie ermutigen, ihre Stimmen zu erheben und sich Gehör zu verschaffen."

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afa1515
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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von afa1515 » 04.10.2020, 11:03

..überhaupt einen Schwarzen als Schwarzen zu bezeichnen...
Realitätsverweigerung? Alter es wird auf die Farbe angesprochen - einen Weißen nenn ich ja auch nen Weißen. Oder wie soll man Schwarze sonst nennen? Das "N-Wort" sollte man ja auch nicht sagen. Wie wär's einfach mal Leute gleichwertig zu behandeln? Dann macht's auch keinen Unterschied, dass ein Schwarzer eben schwarz ist.
Oder fragt man sich künftig auch, welche Autofarbe die Mercedes haben.

Hier werden mal wieder sinnlos viele irrelevante Nebenprobleme kreiert, und dass eigentliche Problem verliert somit an Gewicht und wird ins Lächerliche gezogen.

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turbocharged
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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von turbocharged » 04.10.2020, 11:17

Das einzige was nervt, ist eure Politisierung des Sports. Fahrt einfach Auto und gut ist.

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 04.10.2020, 12:07

Die F1 duldet sogar Aussies.
Meine 40. F1 Saison in Folge. Ich war auch schon mal jünger. :eh:
Hier könnte Ihre Werbung stehen. Zielgruppe: Treppenlift.
#KeepFightingMichael

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von Spocki » 04.10.2020, 13:59

afa1515 hat geschrieben:
04.10.2020, 11:03
..überhaupt einen Schwarzen als Schwarzen zu bezeichnen...
Realitätsverweigerung? Alter es wird auf die Farbe angesprochen - einen Weißen nenn ich ja auch nen Weißen. Oder wie soll man Schwarze sonst nennen? Das "N-Wort" sollte man ja auch nicht sagen. Wie wär's einfach mal Leute gleichwertig zu behandeln? Dann macht's auch keinen Unterschied, dass ein Schwarzer eben schwarz ist.
Oder fragt man sich künftig auch, welche Autofarbe die Mercedes haben.

Hier werden mal wieder sinnlos viele irrelevante Nebenprobleme kreiert, und dass eigentliche Problem verliert somit an Gewicht und wird ins Lächerliche gezogen.
Ich gehe sogar noch weiter und sage, dass es völlig normal ist, dass es verschiedene Menschenrassen gibt - wie bei Hunden, Pferden etc. - ich behandle ein schwarzes Pferd ja auch nicht anders, als ein weißes. Aber es ist unproblematisch zu sagen, "das da ist ein Apfelschimmel. Und das ist ein Friese."

Ich habe absolut kein Problem, als Weißer bezeichnet zu werden. Und ich habe auch kein Problem damit, jemanden als Schwarzen zu bezeichnen. Es ist eher ein Problem eines Teils der heutigen Gesellschaft, dass alles direkt als Angriff und Wertung gewertet wird.

Bei mir im Freundeskreis habe ich auch einen schwarzen, der hatte letztens bei einer Feier "Schokoküsse" mitgebracht und fragte dann laut in die Runde "Will jemand einen Negerkuss haben?" - Das war einfach nur lustig. Keine Wertung, keine Beleidigung und es hat schlicht aufgeheitert. Aber ich weiß irgendwo gibt es sicher Leute, die sich darüber aufgeregt hätten...
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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von racingfan8 » 04.10.2020, 14:50

turbocharged hat geschrieben:
04.10.2020, 11:17
Das einzige was nervt, ist eure Politisierung des Sports. Fahrt einfach Auto und gut ist.
Die meisten Sportler wie Lewis sind eh ungebildet. Denen ihre politische Aussagen sind meistens unbedacht und entsprechen einfach die (oft verzerrte) Wiedergabe von irgendwelchen Phrasen irgendwelcher Politiker.

Hätte es schön gefunden, wenn die im ersten Rennen während der Hymne einmalig deutlich auf Rassismus Problem aufmerksam gemacht hätten.
Von mir aus auch alle Teams End Racism Tshirts.

Alles, was darüber hinaus passiert ist, meistens von Lewis organisiert, halte ich für die hässliche Nutzung des Sports zur Verbreitung politischer Meinungen. Und genau das sollte in einem Sport eigentlich nicht passieren...

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von modernf1bodyguard » 04.10.2020, 15:56

Ich bin mir nicht sicher, ob sich Ricciardo bewusst ist, dass diese Aktionen nicht kritisiert werden, weil die Kritiker Rassismus gut finden.
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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von TripleHey » 04.10.2020, 16:48

Tja Ricciardo, Du kannst es noch so gut meinen, mehr als 5 % Zustimmung wirst Du in diesem Forum nicht finden. Dafür ist es technisch nicht vorgesehen :mrgreen:

Spaß, was er sagt leuchtet mir schon ein. Wirkt auf mich sehr aufrichtig.
"so alsoooo... unterbrochung .... äh unterbrechung beim training blabla." by Heiko Wasser.

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von sego » 04.10.2020, 18:57

Sich gegen Rassismus zu outen ist heutzutage ein Synonym dafür, System-Lakaie der linksgrünen Neo-Marxisten zu sein. Daher sollte man das nicht tun. Die benutzen Rassismus immer nur als Scheinargument um unbequeme, politische Gegner mundtot zu machen. Z.B. Ken Jebsen, Daniele Ganser, Oliver Janich usw...
In Wirklichkeit sind sie die Rassisten, weil sie glasklar in Gut-Böse-Schemata denken im Bezug auf die Rasse und das Geschlecht. Für die sind Männer böse. Weiße Menschen auch. Und alte Menschen sind für die dumm. Dementsprechend ist der schlimmste Mensch der "alte, weiße Mann". Und achtet man bei Sprachen von Linken darauf. Genau dieses Wort fällt ganz oft im Zusammenhang mit Verunglimpfungen.
Wer das heutzutage benutzt um sein Ego zu pushen, wird noch ein böses Erwachen erleben. Denn ich bin mir 100% sicher, dass weder Hamilton noch Ricciardo sich bewusst sind, was sie dort unterstützen.

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von afa1515 » 04.10.2020, 22:00

sego hat geschrieben:
04.10.2020, 18:57
Wer das heutzutage benutzt um sein Ego zu pushen, wird noch ein böses Erwachen erleben. Denn ich bin mir 100% sicher, dass weder Hamilton noch Ricciardo sich bewusst sind, was sie dort unterstützen.
Nun ich bin mir ziemlich sicher, dass es Hamilton sehr bewusst ist. Schließlich schreit er durchgehend nach mehr Diversität und attackiert sogar Teams diesbezüglich (z.B. Ferrari). Er ist sich auch ziemlich bewusst, indem er jedem der ihm ein wenig kritisiert, als Rassisten und als ungebildet bezeichnet.

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von KIMI-ICEMAN » 05.10.2020, 08:13

Hoffentlich verschwindet dieser Quatsch bald aus der F1. Wer sich lieber politisch engagieren will, sollte das Cockpit räumen.
:checkered: Scuderia Ferrari 1000 GP :checkered:

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von Woelli38 » 05.10.2020, 08:18

KIMI-ICEMAN hat geschrieben:
05.10.2020, 08:13
Hoffentlich verschwindet dieser Quatsch bald aus der F1. Wer sich lieber politisch engagieren will, sollte das Cockpit räumen.
Das nicht, aber er soll die Formel 1 nicht dafür missbrauchen...
"Das ist eine Scheißkiste. Ich fass es nicht!
Ihr habt`s doch alle Möglichkeiten und dann baut ihr so eine Schrottkiste."

Lauda über seinen Ferrari :wink2: :biggrin:

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von Universal_Racer » 05.10.2020, 08:41

Man merkt aber auch langsam, dass die Fans der Sache langsam überdrüssig sind.
Zumindest hier im Forum. Denke aber, das lässt sich aber auch generell so sagen.
Am Anfang der Debatte hatten solche Artikel innerhalb kürzester Zeit eine Diskussion mit zig Seiten.
Jetzt kaum noch was. Meist knappe Antworten dass es nervt etc.

Und so sehe ich das auch, durch das penetrante und inflationäre Vorbringen des Themas, hat das der Sache mittlerweile mehr geschadet als genutzt. Und mit der klaren BLM-Unterstützung, hat HAM der Sache noch die Krone aufgesetzt. BLM ist wie gesagt kein harmloser Friede-Freude-Eierkuchen Verein.

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von Woelli38 » 05.10.2020, 08:47

Universal_Racer hat geschrieben:
05.10.2020, 08:41
Man merkt aber auch langsam, dass die Fans der Sache langsam überdrüssig sind.
Zumindest hier im Forum. Denke aber, das lässt sich aber auch generell so sagen.
Am Anfang der Debatte hatten solche Artikel innerhalb kürzester Zeit eine Diskussion mit zig Seiten.
Jetzt kaum noch was. Meist knappe Antworten dass es nervt etc.

Und so sehe ich das auch, durch das penetrante und inflationäre Vorbringen des Themas, hat das der Sache mittlerweile mehr geschadet als genutzt. Und mit der klaren BLM-Unterstützung, hat HAM der Sache noch die Krone aufgesetzt. BLM ist wie gesagt kein harmloser Friede-Freude-Eierkuchen Verein.
Die Redaktion erhofft sich halt mit solchen Themen ein erneutes Klick-Inferno... NUR, viele haben ihre Meinung bereits am Anfang vertreten und sehen nicht ein, jedesmal das Gleiche runterzuleiern (was ich verstehe und auch gut finde)...
"Das ist eine Scheißkiste. Ich fass es nicht!
Ihr habt`s doch alle Möglichkeiten und dann baut ihr so eine Schrottkiste."

Lauda über seinen Ferrari :wink2: :biggrin:

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Re: Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven..."

Beitrag von Universal_Racer » 05.10.2020, 08:51

Woelli38 hat geschrieben:
05.10.2020, 08:47
Die Redaktion erhofft sich halt mit solchen Themen ein erneutes Klick-Inferno... NUR, viele haben ihre Meinung bereits am Anfang vertreten und sehen nicht ein, jedesmal das Gleiche runterzuleiern (was ich verstehe und auch gut finde)...
So siehts aus. Ich glaube, für die nächste ausufernde Diskussion braucht es erstmal wieder eine Aktion von HAM ;)
Entweder er ermahnt wieder andere, zieht nochmal ein anderes Shirt an usw. -> dann gehts los.
Oder er vergeigt wieder irgendwas, kommt zu spät etc. -> dann gehts auch los ;)

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