Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

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Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von Redaktion » 01.08.2020, 10:27

Renault-Berater Alain Prost nimmt Racing Point die Argumentation im "Copygate"-Protest, man habe zwar gut, aber völlig legal von Mercedes abgekupfert, nicht ab
Alain Prost

Alain Prost nimmt Racing Point nicht ab, beim RP20 nur legal kopiert zu haben

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Alain Prost hält es für unmöglich, dass Racing Point den 2019er-Mercedes nur auf Basis legal erworbener Fotos nachgebaut hat. Das zu glauben, sei "naiv", sagt er im Interview mit 'auto motor und sport': "Wir wissen alle, dass das nicht möglich ist. Selbst Leute, die das jetzt behaupten. Es funktioniert einfach nicht."Hinter vorgehaltener Hand munkeln viele Ingenieure im Fahrerlager, dass sie sich nicht vorstellen können, dass der Racing Point RP20 dem Mercedes F1 W10 EQ Power+ so detailgetreu nachempfunden wurde, ohne dass dabei Informationen von Mercedes an Racing Point weitergegeben wurden. Das könnten, heißt es, Daten gewesen sein, oder auch Zeichnungen und Skizzen.Aber beweisen konnte das bisher niemand, und so ist Renault bisher das einzige Team, das nicht nur hinter vorgehaltener Hand Zweifel an der Regeltreue von Racing Point äußert, sondern ganz konkret dagegen vorgeht. Sowohl beim Grand Prix der Steiermark als auch beim Grand Prix von Ungarn hat Renault gegen die Bremsschächte am RP20 Protest eingelegt.Prost, in seiner Rolle als Berater von Renault naturgemäß nicht ganz unbefangen, sagt klipp und klar: "Wenn du einen Mercedes so detailgetreu nachbaust, brauchst du Hilfe von außen. Du kannst auch nicht einfach so von einem Fahrzeugkonzept auf ein anderes umschwenken. Von einem Auto, das vorher hinten hoch stand, auf eines, das im Heck so tief fährt wie der Mercedes."Dass es im Detail kleine Unterschiede zwischen dem Racing Point und dem Mercedes gibt, hält er für Tarnen und Täuschen: "Du kannst nicht an der einen Stelle zwei Millimeter abweichen und an der anderen drei, nur um den Eindruck zu erwecken, dass man das Teil selbst konstruiert hat. Die Aerodynamik ist so komplex, dass sie selbst bei diesen kleinen Fehlern nicht funktionieren würde.""Gerade weil heute ein Detail vom anderen direkt abhängt, ist es meiner Meinung nach unmöglich, ein Auto ohne fremde Hilfe nachzubauen. Da reichen nicht nur Zeichnungen. Du musst auch verstehen, wie und warum das so funktioniert und so nicht. Dazu braucht es einen Informationsaustausch", unterstellt Prost.

Prominente Beispiele: In der Formel 1 wurde schon immer kopiert!

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Racing Point hat allerdings keine Angst, dass man den Protest verlieren könnte. Teamchef Otmar Szafnauer lässt sich auf Gedankenspiele, was passieren könnte, sollte Renaults Protest erfolgreich sein, gar nicht erst ein: "Ich hasse es, hypothetische Fragen zu beantworten. Es ist ja ganz klar: Das Urteil wird nicht gegen uns ausfallen. Wir haben keine Regeln gebrochen."Prost hingegen beschäftigt sich mit dem Szenario, das Protestverfahren möglicherweise als Verlierer zu verlassen, schon. De facto würde das die Tür für Allianzen zwischen je einem großen Werksteam und mehreren Kundenteams öffnen. Ein Szenario, das Renault nicht möchte.Erstens haben die Franzosen derzeit kein Kundenteam, mit dem sie Geld verdienen und den eigenen Entwicklungshorizont erweitern könnten. Und zweitens finden sie den Gedanken uncharmant, viel mehr Geld als kleine Teams auszugeben, um letztendlich doch von diesen geschlagen zu werden.Für Prost kann es Kundenteams nur unter einer Bedingung geben: "Wenn die FIA das will, muss sie einen klaren Unterschied zwischen Konstrukteuren und Kundenteams machen. Dann dürfen die Kundenteams bei der Ausschüttung der Einnahmen aber auch nicht mehr gleichberechtigt behandelt werden."

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Zuletzt geändert von Redaktion am 01.08.2020, 10:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von MarvinAyrton007 » 01.08.2020, 10:31

Redaktion hat geschrieben:
01.08.2020, 10:27
Renault-Berater Alain Prost....
Was er denn auch bitte anderes sagen :?:
„Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.“ (Albert Schweitzer)

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von TripleHey » 01.08.2020, 10:38

Redaktion hat geschrieben:
01.08.2020, 10:27
"Prost hingegen beschäftigt sich mit dem Szenario, das Protestverfahren möglicherweise als Verlierer zu verlassen, schon. De facto würde das die Tür für Allianzen zwischen je einem großen Werksteam und mehreren Kundenteams öffnen.
Prost widerspricht sich entweder selbst, oder traut den Mechanikern von Renault deutlich weniger zu als denen von RP. Wird der Protest abgewiesen ist der RP legal und offensichtlich gut kopiert auf Grundlage von Fotomaterial. Sollte das der Fall sein, also genau der, mit dem Prost sich beschäftigt, ermöglicht es genau das, was auch bisher möglich war und ist kein Freifahrtsschein künftig Informationen und Daten nach Belieben hin und her zu schieben.
Da kann er sich mal mit dem Doktor Marko unterhalten, der verzapft zZ nämlich ähnlichen Unsinn. Wird der RP als legal eingestuft dürfen die genau das machen, was bisher schon erlaubt war.
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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von G.E. » 01.08.2020, 10:47

Es ist ja ganz klar: Das Urteil wird nicht gegen uns ausfallen. Wir haben keine Regeln gebrochen.
Das sagt doch alles, oder?
Ich bin ebenfalls der Überzeugung, das alles legal gelaufen ist.
Es ist ja kein dies jähriger Mercedes kopiert worden, sondern der aus dem letzten Jahr.
Legal gekaufte teile nachbauen dürfte auch nicht so schwer sein.
Von guten Dingen macht man halt eine Sicherheitskopie, oder nicht?
Und der letztjährige Mercedes war schon gut.
Der jetzige ist aber nochmal einiges besser.

Die Freitagstrainings sind nur Bluff, wie immer.
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn gerne behalten.

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von Jonas.sw » 01.08.2020, 10:54

Wäre schon hart, wenn es Illegal wäre. Ich fürchte allerdings auch, das die Büchse der Pandora geöffnet wird, wenn gesagt wird, das es legal war.

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von TobiasNRW » 01.08.2020, 10:57

Redaktion hat geschrieben:
01.08.2020, 10:27
Renault-Berater Alain Prost
Eigentlich kann man hier schon aufhören zu lesen. Was soll ein Renault Berater auch anderes sagen?
Alles legal, super gemacht?

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von DeLaGeezy » 01.08.2020, 10:59

Ich verstehe die Sorgen der anderen Teams.
Ich frage mich aber ob ein Protest gegen die Bremsanlage von RP der richtige Weg ist?

RP hat die Bremsanlage legal von Mercedes kaufen können in 2019. Natürlich gucken die sich das gekaufte Teil auch mal von innen an und lernen dazu. Die Entwickler lernen dazu und auf Basis dieses Wissens wird eine vermutlich ähnliche Variante gebaut.
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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von MarvinAyrton007 » 01.08.2020, 11:12

Jonas.sw hat geschrieben:
01.08.2020, 10:54
Wäre schon hart, wenn es Illegal wäre. Ich fürchte allerdings auch, das die Büchse der Pandora geöffnet wird, wenn gesagt wird, das es legal war.
Die Büchse war schon immer offen und wurde in der Vergangenheit auch benutzt. Renault ist einfach nur nölig weil sie es nicht hinbekommen.
TR und Haas sind ja die Beispiele, es hat nur keinen gejuckt weil man trotz (illegalem) Wissenstransfer nicht nach vorne geschafft hat. Jetzt hat ein Team denen eben mal gezeigt, wie man es richtig macht. Das dann natürlich alles illegal sein muss, versteht sich ja von selbst.
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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von MarvinAyrton007 » 01.08.2020, 11:13

DeLaGeezy hat geschrieben:
01.08.2020, 10:59
Ich verstehe die Sorgen der anderen Teams.
Ich frage mich aber ob ein Protest gegen die Bremsanlage von RP der richtige Weg ist?

RP hat die Bremsanlage legal von Mercedes kaufen können in 2019. Natürlich gucken die sich das gekaufte Teil auch mal von innen an und lernen dazu. Die Entwickler lernen dazu und auf Basis dieses Wissens wird eine vermutlich ähnliche Variante gebaut.
Das verstehen die Franzosen aber nicht. Naja und manch anderer ältere Konsulent ätzt natürlich in das gleiche Horn.
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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von jacobi22 » 01.08.2020, 11:32

das zieht sich wieder hin wie warmer Käse auf der Pizza.
Natürlich ist es möglich, das Auto "von außen" 1:1 nach zu bauen, nur auf Basis von Fotos. Wir sprechen ja nicht von einem einzigen Bild, sondern wohl von tausenden. So was mach ich seit Jahren bei meiner Oldtimer-Rekonstruktion. Was du brauchst, ist nur eine einzelne Referenzmarke und diese waren ja durch den erlaubten Teilekauf durchaus frei verfügbar.
Klar sollte auch sein, das es für ein Problem XY nicht nur die eine, einzig wahre Lösung gibt. Wäre das so, hätten wir 20 gleich aussehende Autos. Es macht auch einen Unterschied, ob man mir solch Auto hinstellt oder jemanden, der täglich damit arbeitet und zur Spitze der F1 gehört. Wenn man die Aufgabe stellt: hier der Lufteinlass, 4 Kanäle, da Bremse, hab ich vielleicht 1000 Lösungen und ein Spezialist verwirft 990 davon auf Anhieb oder alle 1000 :-D
Ich denk mal, solang es da keinen Insider gibt, der etwas ausplaudert und auch beweist, wirds schwierig, da etwas zu beweisen und das sollte ein Prost auch wissen. Die Überschrift impliziert, das man solche Beweise hat (Wir wissen es...). Nix weiß man..
Mich, als Zuschauer, interessiert das Theater garnicht. Für mich ist klar, das ein Technik-Transfer (z.b. Mercedes-Motor im Williams, Ferrari im Haas) nicht ohne Know-How-Transfer funktioniert. Solch Dominanz wie gerade von Mercedes, macht die F1 langweilig, das war zu Williams-Zeiten genauso wie zu Schumachers Ferrari-Zeit oder der RB-Dominanz mit den 4 Titeln. Nun haben wir plözlich die Möglichkeit, das ein Mittelfeld-Team aufs Treppchen fahren kann. Ich hätte es Perez wirklich gegönnt, aber sollte der Hulk wirklich etwas holen können, wäre das doch die Superklatsche für Renault.
Uwe

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von Munster » 01.08.2020, 11:39

"Hinter vorgehaltener Hand munkeln viele Ingenieure im Fahrerlager, dass sie sich nicht vorstellen können, dass der Racing Point RP20 dem Mercedes F1 W10 EQ Power+ so detailgetreu nachempfunden wurde, ohne dass dabei Informationen von Mercedes an Racing Point weitergegeben wurden."

Wenn man meint das dem so ist, warum protestiert man dann nur gegen Racing Point? Müsste man dann nicht gegen Mercedes gleichermaßen protestieren? Oder ist das Weitergeben von Information weniger illegal als das Verarbeiten jener?

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von Bremspunkt » 01.08.2020, 11:41

Prost dürfte recht haben. Seit langem gilt in der Formel 1, dass man ein Sieg-Auto nicht einfach äußerlich nachbauen kann, und dann ein zweites Siegerauto hat. Meist ist so ein Klon im Gegenteil sehr langsam, eben weil man die Zusammenhänge nicht mitkopieren kann. Wäre e so einfach, würden doch alle F1-Autos heute gleich aussehen, oder? Sogar sehr ähnliche, siegreiche Autos wie der Williams und der Ferrari von 1997 waren noch sehr verschieden. Auch äußerlich.

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von Ferrarista1985 » 01.08.2020, 11:41

Es könnte sein, dass...
Jo Tee vorgehaltener Hand sagen Ingenieure, dass...

Ich glaube, dass es faktisch unmöglich ist, im Lotto zu gewinnen aber möglich ist es dann doch, auch wenn die Chance gering ist...

Ist doch scheissegal ob kopiert oder nicht...

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von Munster » 01.08.2020, 11:51

jacobi22 hat geschrieben:
01.08.2020, 11:32
das zieht sich wieder hin wie warmer Käse auf der Pizza.
Natürlich ist es möglich, das Auto "von außen" 1:1 nach zu bauen, nur auf Basis von Fotos. Wir sprechen ja nicht von einem einzigen Bild, sondern wohl von tausenden. So was mach ich seit Jahren bei meiner Oldtimer-Rekonstruktion. Was du brauchst, ist nur eine einzelne Referenzmarke und diese waren ja durch den erlaubten Teilekauf durchaus frei verfügbar.
Klar sollte auch sein, das es für ein Problem XY nicht nur die eine, einzig wahre Lösung gibt. Wäre das so, hätten wir 20 gleich aussehende Autos. Es macht auch einen Unterschied, ob man mir solch Auto hinstellt oder jemanden, der täglich damit arbeitet und zur Spitze der F1 gehört. Wenn man die Aufgabe stellt: hier der Lufteinlass, 4 Kanäle, da Bremse, hab ich vielleicht 1000 Lösungen und ein Spezialist verwirft 990 davon auf Anhieb oder alle 1000 :-D
Ich denk mal, solang es da keinen Insider gibt, der etwas ausplaudert und auch beweist, wirds schwierig, da etwas zu beweisen und das sollte ein Prost auch wissen. Die Überschrift impliziert, das man solche Beweise hat (Wir wissen es...). Nix weiß man..
Mich, als Zuschauer, interessiert das Theater garnicht. Für mich ist klar, das ein Technik-Transfer (z.b. Mercedes-Motor im Williams, Ferrari im Haas) nicht ohne Know-How-Transfer funktioniert. Solch Dominanz wie gerade von Mercedes, macht die F1 langweilig, das war zu Williams-Zeiten genauso wie zu Schumachers Ferrari-Zeit oder der RB-Dominanz mit den 4 Titeln. Nun haben wir plözlich die Möglichkeit, das ein Mittelfeld-Team aufs Treppchen fahren kann. Ich hätte es Perez wirklich gegönnt, aber sollte der Hulk wirklich etwas holen können, wäre das doch die Superklatsche für Renault.
Also so eine extreme Dominanz wie die der Mercedes aktuell gab es bisher aber nun noch nicht. Insbesondere die Williams Dominanz war nun bei Weitem nicht so dominant. Williams hat bekanntlich 1992 und 93 den Titel geholt, dann erst wieder 96 und 97 und dann war es auch schon wieder vorbei. Die Ferrari-Dominanz gab es nur von 2001-2004 (2000 hätten auch noch gut und gerne die McLaren den Titel holen können, insbesondere wenn Häkkinen nicht in den ersten beiden Rennen per technischem Defekt ausgeschieden wäre).
Mercedes hingegen holt seit 2014 die Titel, also geht jetzt in das sechste Jahr in Folge - das ist schon eine ganz andere Hausnummer! Aber das nur nebenbei.
Zuletzt geändert von Munster am 01.08.2020, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Prost glaubt Racing Point nicht: "Wissen, dass das nicht möglich ist"

Beitrag von Mithrandir » 01.08.2020, 11:56

Redaktion hat geschrieben:
01.08.2020, 10:27
Dass es im Detail kleine Unterschiede zwischen dem Racing Point und dem Mercedes gibt, hält er für Tarnen und Täuschen: "Du kannst nicht an der einen Stelle zwei Millimeter abweichen und an der anderen drei, nur um den Eindruck zu erwecken, dass man das Teil selbst konstruiert hat. Die Aerodynamik ist so komplex, dass sie selbst bei diesen kleinen Fehlern nicht funktionieren würde.""Gerade weil heute ein Detail vom anderen direkt abhängt, ist es meiner Meinung nach unmöglich, ein Auto ohne fremde Hilfe nachzubauen. Da reichen nicht nur Zeichnungen. Du musst auch verstehen, wie und warum das so funktioniert und so nicht. Dazu braucht es einen Informationsaustausch", unterstellt Prost.
Den Abschnitt muss mir mal jemand erklären. Für mich liest es sich, als ob Prost seine eigene These vehement widerlegt. Es gibt kleine Unterschiede aufgrund derer das Auto nicht funktionieren dürfte. Da es trotzdem funktioniert braucht es einen Informationsaustausch? Und wie stellt er sich das vor? Mercedes erklärt Racing Point die Auswirkungen ihrer Änderungen an dem Konzept, die sie weder kennen noch interessieren muss? Prost ist zwar ein großer Name, seine technische Expertise überzeugt mich trotzdem nicht. Dass er als Renault Angestellter eine kritische Einstellung hat ist klar.
Folgt mir, ich komm nach...

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