Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

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Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von Redaktion » 28.06.2020, 12:31

Der Ferrari-Fahrerakademie mangelt es nicht an Talenten, wohl aber an Cockpits, wenn es darum geht, den Talenten den Aufstieg in die Formel 1 zu ermöglichen
Mick Schumacher

Mick Schumacher ist eines von vielen Nachwuchstalenten bei Ferrari

Sebastian Vettels Weggang von Ferrari, die Verpflichtung von Carlos Sainz als Ersatz und der Wechsel von Daniel Ricciardo zu McLaren haben dafür gesorgt, dass die Startaufstellung zu Beginn der nächsten Formel-1-Saison deutlich anders aussehen wird.

Das hat nicht nur Auswirkungen auf eine Reihe von aktuellen Piloten, sondern auch auf den Nachwuchs, insbesondere den der Ferrari-Fahrerakademie. Fünf ihrer Mitglieder werden in diesem Jahr in der Formel 2 antreten und sie hoffen alle, dem Vorbild erfolgreicher Absolventen wie Charles Leclerc zu folgen.

Die Beziehung zwischen Ferrari und Alfa Romeo hat für die Junioren den Weg in die Formel 1 geebnet - etwas, das vor der Umbenennung des Sauber-Teams 2018 fehlte. Leclerc erhielt in jenem Jahr die Chance, sein Formel-1-Debüt zu geben. Antonio Giovinazzi - Ferrari-Junior, aber nicht Teil der Akademie - folgte 2019.

Ferrari setzt auf Carlos Sainz statt eigenen Nachwuchs

Vor zwei Jahren schien das Ziel der Akademie darin zu bestehen, einen langfristigen Ersatz für Kimi Räikkönen bei Ferrari zu finden. Dies wurde mit seinem Ausscheiden und der Ernennung von Leclerc erfüllt, der ihn im vergangenen Jahr beerbte.

Das bedeutete auch, dass sich die Aufmerksamkeit in Nachwuchsfragen auf Vettel verlagerte. Als Ferrari nach dem nächsten jungen Superstar suchte, dann gewiss als möglichen Ersatz für den Deutschen. Hätte er einen neuen Vertrag unterzeichnet, hätte Ferrari die Zeit gehabt, einen seiner Junioren auf den Aufstieg vorzubereiten.

Aber der Abgang von Vettel scheint das Bild für Ferraris Junioren komplizierter gemacht zu haben. Den freien Platz neben Leclerc wird mit Sainz ein erfahrener Formel-1-Pilot ausfüllen, dabei ist er tatsächlich ein Jahr jünger als etwa Giovinazzi.

Gleich fünf Talente in der diesjährigen Formel-2-Saison

Zusammen mit Leclerc bildet er in der kommenden Saison die jüngste Fahrerpaarung von Ferrari seit 50 Jahren. Wenn Sainz sich gut einlebt und sich eine Verlängerung über seinen ursprünglichen Zweijahresvertrag hinaus verdient, werden die Chancen für die Junioren begrenzt sein. Leclerc hat bis einschließlich 2024 unterschrieben.

Doch Ferrari hatte keine andere Wahl, als bei der Ablösung von Vettel über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Der einzige Fahrer mit Formel-1-Rennerfahrung war Giovinazzi, der selbst zugab, dass es zu früh gewesen wäre, nach seinem ersten Jahr bei Alfa Romeo bereits den Sprung zu Ferrari zu wagen.

Die Scuderia hat in den vergangenen fünf Jahren mit Ausnahme von Leclerc einen Mangel an wirklich herausragenden Junioren erlebt. Dafür hat der Fokus auf Nachwuchskategorien nun zu einem plötzlichen Talentüberschuss in der Formel 2 geführt.

Mick Schumacher gegen den Rest der Ferrari-Youngster

In der diesjährigen Saison wird es darum gehen, eine echte Hackordnung im Ferrari-Nachwuchssystem zu definieren. Jeder Titelgewinner wird Giovinazzi wegen des Ferrari-Sitzes bei Alfa Romeo sicherlich unter Druck setzen und könnte sogar Haas wegen seiner Verbindungen nach Maranello auf sich aufmerksam machen.

Der Druck liegt weitgehend auf Schumi-Sohn Mick Schumacher. Sein Name und seine Geschichte lassen ihn für ein Cockpit in der Formel 1 als geradezu prädestiniert erscheinen. Die ersten Schritte dorthin wurden im vergangenen Jahr mit Tests sowohl für Ferrari als auch für Alfa Romeo in Abu Dhabi (Bahrain) unternommen.


Fotostrecke: Mick Schumacher: Sein Weg in die Formel 1

Mick Schumacher tritt langsam aber sicher ins Rampenlicht. Der Sohn des Formel-1-Rekordchampions Michael scheint unaufhaltsam Kurs auf die Königsklasse genommen zu haben ...

Mick Schumacher tritt langsam aber sicher ins Rampenlicht. Der Sohn des Formel-1-Rekordchampions Michael scheint unaufhaltsam Kurs auf die Königsklasse genommen zu haben ...

Seine erste Formel-2-Saison war allerdings wenig überzeugend. Schumacher wurde in der Meisterschaft von gleich drei Rookies geschlagen: Guanyu Zhou, dem verstorbenen Anthoine Hubert und seinem Ferrari-Nachwuchskollegen Callum Ilott.

Schwartzman könnte den Schumi-Sohn herausfordern

Wie Schumacher und Ilott wird auch Ferrari-Junior Giuliano Alesi seine Erfahrung nutzen wollen, um in seiner zweiten Saison die Bedrohung durch die neuen Formel-2-Rookies abzuwehren. Robert Schwartzman und Marcus Armstrong schafften beide den Aufstieg, nachdem sie im vergangenen Jahr in der Formel 3 mitwirkten.

Schwartzman wird nicht nur Schumachers Teamkollege bei Prema Racing. Die beiden waren zuvor auch schon Teamkollegen in der europäischen Formel 3, wobei Schwartzman in der Gesamtwertung den dritten Platz belegte, als Schumacher den Titel gewann. Im vergangenen Jahr schlugen die Nachwuchspiloten verschiedene Wege ein.

Denn während Schumacher aufstieg, blieb Schwartzman auf Formel-3-Niveau und wechselte in die neue FIA-Serie, die die GP3 ersetzte, um dort den Titel zu holen. Wenn jemand aktuell so aussieht, als könnte er in Leclercs Fußstapfen treten, dann Schwartzman.

Wie wird sich Giovinazzi in seinem zweiten Jahr schlagen?

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Schumacher im selben Team ist für Ferrari eine ideale Möglichkeit, um zu sehen, wer aus dem Duo am besten geeignet sein könnte, in naher Zukunft in die Formel 1 zu wechseln. Ein Wörtchen mitreden will dabei aber auch Marcus Armstrong, der im vergangenen Formel-3-Vizemeister wurde.

Armstrong hat sich mit dem Team von ART Grand Prix, das Nyck de Vries zum Titel 2019 führte, einen Spitzenplatz in der Formel 2 erkämpft und wird auch in seinem Rookie-Jahr die Hoffnung auf eine Titelherausforderung hegen. Aber sollte einer von ihnen den Titel holen, wird das reichen, einen Formel-1-Sitz für 2021 zu ergattern?


Fotostrecke: Top 10: Supertalente ohne Formel-1-Chance

Sam Bird (29 Jahre, Großbritannien):Als Fahrer im damals inoffiziellen Nachwuchskader von Mercedes hatte Sam Bird in den Jahren 2010 bis 2013 beste Aussichten auf den Sprung in die Formel 1. Bei seinen Testeinsätzen im Silberpfeil überzeugte der Brite, im Team wurde ihm als Simulator- und Entwicklungspilot viel Verantwortung übertragen.

Sam Bird (29 Jahre, Großbritannien):Als Fahrer im damals inoffiziellen Nachwuchskader von Mercedes hatte Sam Bird in den Jahren 2010 bis 2013 beste Aussichten auf den Sprung in die Formel 1. Bei seinen Testeinsätzen im Silberpfeil überzeugte der Brite, im Team wurde ihm als Simulator- und Entwicklungspilot viel Verantwortung übertragen.

Vieles davon wird von Giovinazzis Saison bei Alfa Romeo abhängen. Er hat gegen Ende des Jahres sicherlich einen Aufschwung erlebt und sich Teamkollege Räikkönen angenähert, muss dies aber in der bevorstehenden verkürzten Saison beibehalten.

Ferrari hat die Zeit, neue Talente sukzessive aufzubauen

Das letzte Ausnahmetalent von Ferrari vor Leclerc war Jules Bianchi. Er hatte nicht nur den Vorteil, in mehr hochkarätigen Nachwuchskategorien wie der GP2 und der Formel Renault 2.5 fahren zu können, sondern auch den Vorteil eines größeren Formel-1-Starterfeldes, was seinen Wechsel zu Marussia im Jahr 2013 ermöglichte.

Mit weniger Formel-1-Plätzen und weniger wirklich interessanten Serien bietet sich nun ein schwierigeres Bild. Ein Leclerc-ähnlicher Aufstieg für einen der Formel-2-Piloten scheint derzeit unwahrscheinlich. Es besteht nicht mehr die gleiche Dringlichkeit, einen Ersatz für ein alterndes Fahreraufgebot zu finden wie vor zwei Jahren.

Aber Ferrari könnte es als ein längerfristiges Projekt betrachten. Als Chance, einem seiner Junioren die Zeit zu geben, seine Erfahrung und sein Fahrkönnen auszubauen, falls er den Schritt in die Formel 1 wagt, und Alfa Romeo parallel weiter nach vorn zu bringen.

Die Ankunft von Sainz ist sicherlich ein Schlag für die Ferrari-Junioren, die Pläne hatten, Vettel zu ersetzen, aber sie haben noch Zeit. Die Herausforderung für sie wird darin bestehen, im richtigen Moment den Höhepunkt zu erreichen - so wie Sainz es tat, um sich seinen Traumwechsel nach Maranello zu sichern.


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martinschu
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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von martinschu » 28.06.2020, 14:11

Redaktion hat geschrieben:
28.06.2020, 12:31
Die Beziehung zwischen Ferrari und Alfa Romeo hat für die Junioren den Weg in die Formel 1 geebnet - etwas, das vor der Umbenennung des Sauber-Teams 2018 fehlte. Leclerc erhielt in jenem Jahr die Chance, sein Formel-1-Debüt zu geben.
Also Charles Leclerc fuhr seine erste Formel 1 Saison in einem Sauber. Alfa Romeo war 2018 nur Titelsponsor, was sie genau genommen immer noch sind, nur dass sie seit 2019 auch die Namensrechte an Sauber bezahlen und nutzen.

Dass die Wegebnung für Ferrari-Junioren vor der Umbenennung von Sauber in Alfa Romeo fehlte, ist schlichtweg falsch. Sowohl Massa als auch Perez fuhren als Ferrari-Nachwuchsfahrer für Sauber. Und genau so fährt heute Giovinazzi für Sauber. Dafür muss Sauber (jetzt Alfa Romeo) weniger Geld für die Motoren zahlen. Ein ganz normaler Vorgang, wie ihn auch Mercedes mit Russell bei Williams durchführt oder früher mit Wehrlein bei Manor. Man sollte mal mit dieser Alfa Romeo Legendenbildung aufhören. Der italienische Hersteller ist lediglich ein Sponsor bei Sauber und für Sauber ist das toll, weil dieser klingende Name bishr weitere Sponsoren angelockt hat. Mehr steckt aber nicht dahinter.

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von NR6-KeepFightingMSC » 28.06.2020, 17:10

Was das bedeutet ist: Wenn ihr gut genug seit, habt ihr eine Chance auf das Ferrari-Cockpit (siehe Leclerc) und wenn ihr euch nicht genug zeigen könnt (siehe Giovinazzi), werden eben andere bevorzugt.
Da hat sich genau nichts verändert.
KeepFightingSchumi!! NR6 - 2016 World Champion

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von Eistee » 28.06.2020, 17:21

Ich schätze mal, dass RTL spätestens wieder Formel 1 überträgt, wenn Mick Schumacher fährt.
Aber bei Ferrari wird das so schnell nicht sein.
Vielleicht wird ja bei Alfa ein Platz frei.

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von RyuGin » 28.06.2020, 18:04

Eistee hat geschrieben:
28.06.2020, 17:21
Ich schätze mal, dass RTL spätestens wieder Formel 1 überträgt, wenn Mick Schumacher fährt.
Aber bei Ferrari wird das so schnell nicht sein.
Vielleicht wird ja bei Alfa ein Platz frei.

Da wird er sich in nächster Zeit aber ziemlich strecken müssen, um zumindest mit Leistungen überzeugen zu können.
Denn mit einem 12. Platz in der Formel 2 Gesamtwertung zum Ende der Saison 2019 wird man da vermutlich wenig Interesse bekunden.

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dersven
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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von dersven » 28.06.2020, 18:28

Die anstehende F2-Saison wird für Mick Schumacher sehr wichtig werden, das weiß er selbst. Bislang waren seine Leistungen - mal ganz ehrlich - wenig überzeugend, aber das sieht die Mehrheit ja auch so. Ich bin gespannt.

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von maisinator » 28.06.2020, 18:58

Das Problem sind doch diese Nachwuchsprogramme an sich. Deises unsägliche geschacher um Cockpits wie bei Ocon, Wehrlein, etc. :facepalm:

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von Tech Enthusiast » 28.06.2020, 20:39

maisinator hat geschrieben:
28.06.2020, 18:58
Das Problem sind doch diese Nachwuchsprogramme an sich. Deises unsägliche geschacher um Cockpits wie bei Ocon, Wehrlein, etc. :facepalm:
Was wäre den die Alternative, die Du vorschlägst?

Packen sie weniger in den Nachwuchs,... sind es weniger Fahrer. Fällt einer unvorhergesehen aus, haben sie evtl. keinen Nachwuchs. Stellen sich die wenigen als durch die Bank schlecht heraus,... haben sie auch keinen Nachwuchs.
Machen sie es wie jetzt und es sind unerwartet viele echt Gute dabei, hat man zu wenig Cockpits, aber kann sie mit gutem Nachwuchs besetzen.

Ich sehe da ehrlich gesagt keinen anderen Weg das Ganze anzugehen.
Der Nachwuchs wird teils über 10 Jahre gepusht. Man "kauft" sich nicht mal eben guten Nachwuchs über 1-2 Jahre. Da die Zeit so lang ist, muss man einfach auf mehrere Pferde setzen, um das Risiko des Totalausfalls zu minimieren.

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von EvNix » 29.06.2020, 08:11

Eistee hat geschrieben:
28.06.2020, 17:21
Ich schätze mal, dass RTL spätestens wieder Formel 1 überträgt, wenn Mick Schumacher fährt.
Aber bei Ferrari wird das so schnell nicht sein.
Vielleicht wird ja bei Alfa ein Platz frei.
2021 und 2022 sind aufjedenfall einmal fix. Da kann RTL nichts mehr machen.

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von Universal_Racer » 29.06.2020, 08:59

dersven hat geschrieben:
28.06.2020, 18:28
Die anstehende F2-Saison wird für Mick Schumacher sehr wichtig werden, das weiß er selbst. Bislang waren seine Leistungen - mal ganz ehrlich - wenig überzeugend, aber das sieht die Mehrheit ja auch so. Ich bin gespannt.
Ja das stimmt. Er entpuppt sich zumindest bisher nicht als Jahrhunderttalent. Aber ganz abschreiben sollte man ihn nicht.
Solide waren seine Leistungen ja schon. Formel 3 Meister und in der ersten F2 Meisterschaft immerhin in der vorderen Hälfte. Das ist ja nicht nichts. Bin daher sehr gespannt wie er sich weiter entwickelt. Würde ihn sehr gerne in der F1 sehen, aber natürlich durch Leistung und nicht durch den Namen.

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von RyuGin » 29.06.2020, 10:04

EvNix hat geschrieben:
29.06.2020, 08:11
Eistee hat geschrieben:
28.06.2020, 17:21
Ich schätze mal, dass RTL spätestens wieder Formel 1 überträgt, wenn Mick Schumacher fährt.
Aber bei Ferrari wird das so schnell nicht sein.
Vielleicht wird ja bei Alfa ein Platz frei.
2021 und 2022 sind aufjedenfall einmal fix. Da kann RTL nichts mehr machen.

Nein, nur noch bis 2021, siehe auch hier: https://www.tz.de/sport/formel-1/formel ... 05527.html

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von maisinator » 29.06.2020, 10:57

Tech Enthusiast hat geschrieben:
28.06.2020, 20:39
maisinator hat geschrieben:
28.06.2020, 18:58
Das Problem sind doch diese Nachwuchsprogramme an sich. Deises unsägliche geschacher um Cockpits wie bei Ocon, Wehrlein, etc. :facepalm:
Was wäre den die Alternative, die Du vorschlägst?

Packen sie weniger in den Nachwuchs,... sind es weniger Fahrer. Fällt einer unvorhergesehen aus, haben sie evtl. keinen Nachwuchs. Stellen sich die wenigen als durch die Bank schlecht heraus,... haben sie auch keinen Nachwuchs.
Machen sie es wie jetzt und es sind unerwartet viele echt Gute dabei, hat man zu wenig Cockpits, aber kann sie mit gutem Nachwuchs besetzen.

Ich sehe da ehrlich gesagt keinen anderen Weg das Ganze anzugehen.
Der Nachwuchs wird teils über 10 Jahre gepusht. Man "kauft" sich nicht mal eben guten Nachwuchs über 1-2 Jahre. Da die Zeit so lang ist, muss man einfach auf mehrere Pferde setzen, um das Risiko des Totalausfalls zu minimieren.
Das worauf ich hinaus möchte, ist, dass die Nachwuchsprogramme sich gegenseitig blockieren. Nehmen wir die Situation, dass ein Nachwuchsprogramm besonders viele F1 taugliche Talente hat (Ferrari aktuell vlt.) und eins wenige bis gar keine (RB aktuell z. B.). RB wird ein Teufel tun und einen Ferrari oder Mercedes Nachwuchsfahrer in einen Toro Rosso setzen, und andersherum genauso. Somit bekommen manche keine Chance, obwohl theoretisch freie Cockpits in einem anderen Nachwuchsprogramm zu haben wären.

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von Scorp!on » 29.06.2020, 11:31

martinschu hat geschrieben:
28.06.2020, 14:11
Redaktion hat geschrieben:
28.06.2020, 12:31
Die Beziehung zwischen Ferrari und Alfa Romeo hat für die Junioren den Weg in die Formel 1 geebnet - etwas, das vor der Umbenennung des Sauber-Teams 2018 fehlte. Leclerc erhielt in jenem Jahr die Chance, sein Formel-1-Debüt zu geben.
Also Charles Leclerc fuhr seine erste Formel 1 Saison in einem Sauber. Alfa Romeo war 2018 nur Titelsponsor, was sie genau genommen immer noch sind, nur dass sie seit 2019 auch die Namensrechte an Sauber bezahlen und nutzen.

Dass die Wegebnung für Ferrari-Junioren vor der Umbenennung von Sauber in Alfa Romeo fehlte, ist schlichtweg falsch. Sowohl Massa als auch Perez fuhren als Ferrari-Nachwuchsfahrer für Sauber. Und genau so fährt heute Giovinazzi für Sauber. Dafür muss Sauber (jetzt Alfa Romeo) weniger Geld für die Motoren zahlen. Ein ganz normaler Vorgang, wie ihn auch Mercedes mit Russell bei Williams durchführt oder früher mit Wehrlein bei Manor. Man sollte mal mit dieser Alfa Romeo Legendenbildung aufhören. Der italienische Hersteller ist lediglich ein Sponsor bei Sauber und für Sauber ist das toll, weil dieser klingende Name bishr weitere Sponsoren angelockt hat. Mehr steckt aber nicht dahinter.
Danke, endlich einer der es weiss ;-)

Alle meinen Sauber gehört Alfa (Ferrari) aber das ist schlicht Falsch. Namensgebung und Titelsponsor, mehr nicht. Und war schon immer das Team das Talente aufnahm, meist für Ferrari..

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von EvNix » 29.06.2020, 15:51

RyuGin hat geschrieben:
29.06.2020, 10:04
EvNix hat geschrieben:
29.06.2020, 08:11
Eistee hat geschrieben:
28.06.2020, 17:21
Ich schätze mal, dass RTL spätestens wieder Formel 1 überträgt, wenn Mick Schumacher fährt.
Aber bei Ferrari wird das so schnell nicht sein.
Vielleicht wird ja bei Alfa ein Platz frei.
2021 und 2022 sind aufjedenfall einmal fix. Da kann RTL nichts mehr machen.

Nein, nur noch bis 2021, siehe auch hier: https://www.tz.de/sport/formel-1/formel ... 05527.html
Da steht ab 2021 nicht NUR 2021
https://www.formel1.de/news/news/2020-0 ... e-zugpferd
2021 und 2022 werden exklusiv auf Sky übertrage
"Bezahlsender Sky sicherte sich die exklusiven Übertragungsrechte für 2021/22, will aber vier ausgewählte Rennen im Jahr für alle frei zugänglich machen."

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Re: Was der Wechsel von Sainz für die F1-Junioren von Ferrari bedeutet

Beitrag von modernf1bodyguard » 29.06.2020, 18:18

maisinator hat geschrieben:
29.06.2020, 10:57
Tech Enthusiast hat geschrieben:
28.06.2020, 20:39
maisinator hat geschrieben:
28.06.2020, 18:58
Das Problem sind doch diese Nachwuchsprogramme an sich. Deises unsägliche geschacher um Cockpits wie bei Ocon, Wehrlein, etc. :facepalm:
Was wäre den die Alternative, die Du vorschlägst?

Packen sie weniger in den Nachwuchs,... sind es weniger Fahrer. Fällt einer unvorhergesehen aus, haben sie evtl. keinen Nachwuchs. Stellen sich die wenigen als durch die Bank schlecht heraus,... haben sie auch keinen Nachwuchs.
Machen sie es wie jetzt und es sind unerwartet viele echt Gute dabei, hat man zu wenig Cockpits, aber kann sie mit gutem Nachwuchs besetzen.

Ich sehe da ehrlich gesagt keinen anderen Weg das Ganze anzugehen.
Der Nachwuchs wird teils über 10 Jahre gepusht. Man "kauft" sich nicht mal eben guten Nachwuchs über 1-2 Jahre. Da die Zeit so lang ist, muss man einfach auf mehrere Pferde setzen, um das Risiko des Totalausfalls zu minimieren.
Das worauf ich hinaus möchte, ist, dass die Nachwuchsprogramme sich gegenseitig blockieren. Nehmen wir die Situation, dass ein Nachwuchsprogramm besonders viele F1 taugliche Talente hat (Ferrari aktuell vlt.) und eins wenige bis gar keine (RB aktuell z. B.). RB wird ein Teufel tun und einen Ferrari oder Mercedes Nachwuchsfahrer in einen Toro Rosso setzen, und andersherum genauso. Somit bekommen manche keine Chance, obwohl theoretisch freie Cockpits in einem anderen Nachwuchsprogramm zu haben wären.
Nicht zu vergessen das Problem, dass die Zwei-Klassen-Gesellschaft der Formel 1 durch die zunehmende Notwendigkeit von B-Teams noch weiter einzementiert wird. Die Top-Teams haben dadurch nicht länger nur die Garantie auf mehr Geld, bessere Autos, mehr und bessere Sponsoren, sie sichern sich auch noch frühzeitig die besten Fahrer.
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