Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

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Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von Redaktion » 23.05.2020, 12:10

Die Legende besagt, dass Niki Lauda Lewis Hamilton in einem Hotelzimmer in Singapur von Mercedes überzeugt hat, doch es gibt auch eine ganz andere Story ...
Niki Lauda, Lewis Hamilton

Niki Lauda behauptet, Lewis Hamilton 2012 zu Mercedes geholt zu haben

Lewis Hamiltons Wechsel von McLaren zu Mercedes für die Saison 2013 ist in der Formel 1 auch sieben Jahre später noch ein sagenumwobenes Thema. In einem neuen Buch wird die bisher geläufigste Darstellung, wonach Niki Lauda die Schlüsselfigur bei dem Millionentransfer gewesen sein soll, untermauert. Doch es gibt auch eine ganz andere Version der Story ...

Die bekannte Version geht so: Hamilton, ohnehin schon zerstritten mit McLaren-Teamchef Ron Dennis, war stinksauer, als er in Singapur 2012 in Führung liegend mit Getriebeschaden ausfiel. Lauda, so die Legende, soll geahnt haben, dass das die große Chance ist, den Superstar von Mercedes zu überzeugen, und besuchte ihn auf dessen Hotelzimmer. Der Rest ist Geschichte.

Tatsächlich war die Story von Hamiltons Wechsel zu Mercedes deutlich komplexer und vor allem auch langwieriger.

In der neuen Niki-Lauda-Biografie von Maurice Hamilton (Sponsored Link: Jetzt online bestellen und kontaktlos nach Hause liefern lassen!) wird beschrieben, dass Lauda schon bei seiner allerersten Aufsichtsratssitzung im September 2012 die Idee in den Raum gestellt haben soll, sich von Michael Schumacher zu trennen und stattdessen Hamilton zu verpflichten.

Norbert Haug wollte mit Rosberg-Schumacher weitermachen

"Als ich fragte, wer 2013 fahren soll", wird Lauda im Buch zitiert, "schien Haug das für eine blöde Frage zu halten und antwortete: 'Schumacher und Rosberg.' Ich antwortete: 'Okay, aber was, wenn Michael sich zurückziehen will?' Man versicherte mir, dass er das nicht wolle, aber er musste das Team auch nicht vor Oktober informieren."Das Problem daran: "Dann würden alle neuen Fahrerverträge schon unter Dach und Fach sein", so Lauda. "Ich hielt es für keine gute Idee abzuwarten und sagte das auch laut. Man erlaubte mir, mit Lewis zu sprechen, weil ich wusste, dass es der einzige große Name war, der frei sein könnte. Er war bei McLaren und hätte da noch verlängern können.""Nach dem Rennen in Singapur ging ich zu Lewis, und da fing das Ganze an. Das erste Mal war ich um 2:00 Uhr morgens in seinem Hotelzimmer - ich muss dazusagen, dass ich noch nie um 2:00 Uhr morgens mit einem Mann in seinem Hotelzimmer gewesen war! Ich kannte ihn überhaupt nicht, aber wir schienen uns von Anfang an gut zu verstehen. Damit begannen meine Versuche, ihn zu Mercedes zu holen."

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Die Lauda-Story war schon längst als historische Wahrheit akzeptiert, als Hamilton selbst 2018 verriet, dass es eher ein Gespräch mit Ross Brawn in der Küche seiner Mutter war, das ihn davon überzeugte, McLaren zu verlassen und ins Mercedes-Werksteam zu kommen. Lauda hatte nur die Vorarbeit für Brawns Verhandlungen geleistet.Und Nick Fry, ehemaliger Geschäftsführer des Brawn- und späteren Mercedes-Teams, geht in seinem Buch "Drive. Survive. Win." (Sponsored Link: Jetzt online bestellen und kontaktlos nach Hause liefern lassen!) sogar so weit zu behaupten, dass Lauda den Hamilton-Deal nicht möglich gemacht, sondern beinahe verhindert hätte! Und zwar mit einem unbeholfenen Anruf bei Hamiltons damaligem Manager Simon Fuller.Fry hat dem Megatransfer in seinem Buch sogar ein eigenes Kapitel gewidmet: "The long road to hiring Lewis Hamilton". Denn den ersten Kontakt hatte es schon 2006 gegeben, als das heutige Mercedes-Team noch Honda hieß und Fry und Gil de Ferran im Teammanagement das Sagen hatten.

Erstes Treffen zwischen Fry und Hamilton schon 2006

Hamilton war gerade drauf und dran, die GP2-Meisterschaft zu gewinnen, und galt als heißer Kandidat auf ein McLaren-Cockpit. Doch einen Rookie in einen McLaren zu setzen, das schien Dennis ein zu großes Risiko zu sein. Also schmiss de Ferran in seinem Haus den Grill an, lud Fry, Hamilton und dessen Vater Anthony ein - und bot den Hamiltons ein Cockpit an.

"Es war ein Dreijahresvertrag mit, für Formel-1-Verhältnisse, relativ moderaten Zahlen. Wir boten ihm ein Basisgehalt von einer Million Pfund pro Saison an", erinnert sich Fry. Dazu kam: "Es wäre schön gewesen, der Konkurrenz eins auszuwischen, und es wäre für Ron Dennis ein Schlag ins Gesicht gewesen."

Aber es kam anders - und es dauerte Jahre, bis Fry den Kontakt zum Hamilton-Lager wieder aufnahm. Im Sommer 2011, lange bevor Lauda Aufsichtsratsvorsitzender und Anteilseigner des Mercedes-Teams wurde, traf sich Fry (samt Gattin) in New York mit Hamiltons Manager Fuller (einem Popstar-Macher, der unter anderem die Spice Girls vermarktet hatte) und dessen Frau Natalie.

Lewis Hamilton und Simon Fuller

Lewis Hamilton und sein Popstar-Manager Simon Fuller im März 2012

"Wir tranken ein paar Bloody Marys und zogen uns nach dem Mittagessen in Simons Appartement zurück, von dem aus man einen herrlichen Ausblick auf den Central Park hatte", schreibt Fry. "Dabei kam Lewis' Zukunft erstmals zur Sprache, und ich brachte mein Interesse [...] zum Ausdruck."

Fry begann, an dem Deal zu arbeiten, stieß aber in Stuttgart auf Widerstand: "Ich konnte Mercedes anfangs nicht von Lewis überzeugen. Mehr als einmal wurde ich zurückgeschickt, um mir etwas anderes auszudenken."

"Aus irgendeinem Grund wurde mir aufgetragen, mich erneut mit abwegigen Fahrern wie Nick Heidfeld auseinanderzusetzen, der regelrecht auf das Cockpit brannte und mir immer wieder Fotos von sich selbst, seiner Familie und seinem Hund schickte, um mein Interesse an ihm zu wecken."

Fry: Peinlicher Anruf von Jacques Villeneuve

"Wir schauten uns auch Paul di Resta an, der damals für Force India fuhr. Und ich erhielt einen leidenschaftlichen Anruf von Jacques Villeneuve, der mich damit volllaberte, wie wunderbar er nicht sein würde und wie schnell er nach drei Jahren ohne Formel 1 mit ein paar NASCAR-Rennen immer noch ist."

"Jacques", so Fry, "hatte mich damals schon nicht sonderlich beeindruckt, als er noch für BAR-Honda gefahren ist, weder im Cockpit noch außerhalb. Angesichts unserer früheren Zusammenarbeit musste ich mich bei dem Anruf ganz schön zusammenreißen, um ihn nicht auszulachen. Es bestand nicht die geringste Chance, dass wir Jacques in Betracht ziehen würden."

Norbert Haug, Niki Lauda

Borbert Haug wollte 2013 am liebsten einen Deutschen im Cockpit sehen

Also landeten Fry und Brawn doch wieder bei Wunschkandidat Hamilton. Die beiden waren sich einig: "Jemanden wie Nick Heidfeld mit Lewis zu vergleichen, das ist so, als würdest du den halbstarken Kerl aus dem Fitnessstudio im Dorf neben Muhammad Ali stellen."

In seinen Memoiren räumt Fry ein, dass tatsächlich Lauda ein entscheidender Impuls war, die Heidfeld-Idee aufzugeben und sich um Hamilton zu bemühen. Denn Lauda war von Hamilton überzeugt - und sagte Fry gleich an seinem ersten Arbeitstag: "Nick, geh und erledige das! Ich bitte Mercedes dann nachher um Verzeihung."

Fry und Fuller nahmen konkrete Verhandlungen auf. Weil Hamiltons Verhältnis zu McLaren immer schlechter wurde, roch es im Juni 2012 schon sehr nach einem Wechsel. Bis im Juli plötzlich in der 'Sun' ein Artikel auftauchte, in dem über eine wilde Partynacht von Hamilton mit zehn Frauen berichtet wurde, sehr zum Missfallen seiner damaligen Freundin Nicole Scherzinger.

Dennis' verzweifelter Versuch, Hamilton bei McLaren zu halten ...

Die Story hatte, das wurde ein Jahr später von der 'Daily Mail' recherchiert, McLaren-Teamchef Dennis lanciert. Der flog, bewaffnet mit der Partygeschichte, zu Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche nach Stuttgart, um Zetsche zu erklären, wie rufschädigend Partylöwe Hamilton für eine seriöse Marke wie Mercedes sein würde.

Doch Dennis' verzweifelter Versuch, Hamilton zu halten, ging spektakulär nach hinten los: "Dieter rief Ross an und erzählte ihm, was ihm gerade gesagt wurde", erinnert sich Fry. "Ross kam daraufhin sofort in mein Büro und erzählte es mir, und ich rief Lewis' Anwältin Sue Thackeray an, im Wissen, dass das der Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen bringen kann."


Fotostrecke: Niki Lauda: Das Rennen meines Lebens

Niki Lauda kommt 1984 zwar als WM-Spitzenreiter zum Saisonfinale nach Portugal, doch in Estoril läuft es für ihn nicht nach Plan. Schon im Qualifying ...

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Von da an beginnt die Fry-Version des Hamilton-Deals von der Lauda-Darstellung abzuweichen. Denn Fry beschreibt, dass der Vertrag schon vor Singapur, also vor Laudas Hotelzimmer-Treffen mit Hamilton, "ziemlich fertig" war. Und dass Lauda es ganz im Gegenteil beinahe sogar zustande gebracht hätte, diesen noch scheitern zu lassen.

Dazu muss man wissen: Die im Vertrag vereinbarte Gage lag bei 30 Millionen Pfund (umgerechnet knapp 34 Millionen Euro). Doch Daimler war nur bedingt investitionsbereit, auch nicht für Hamilton, und so fehlten Fry drei bis vier Millionen, um die Finanzierung zu bewerkstelligen. Fuller hatte er über diese Entwicklungen natürlich informiert.

Am Rande des Grand Prix von Singapur traf sich Fry mit Verantwortlichen von Titelsponsor Petronas, um die fehlende Finanzierung zu klären - was letztendlich auch klappte: Gegen die Erlaubnis zur Nutzung von Hamiltons Bildrechten für Werbung und ein paar zusätzliche Aufkleber am Auto willigte der Mineralölkonzern ein, die fehlenden Millionen beizusteuern.

Lauda wusste davon nichts. Fry erinnert sich: "Aus Gründen, die nur er selbst kennt, vielleicht wegen eines Missverständnisses oder des fehlgeleiteten Wunschs, den Deal voranzubringen, nahm es Niki selbst in die Hand, Simon in Los Angeles anzurufen, ein paar Tage bevor wir die Dinge geklärt hatten. Und sagte ihm, der Deal sei erledigt und Mercedes habe das Geld zugesagt."

Fuller: "Sag Lauda, der Deal ist tot!"

"Das Problem war, dass Simon ganz genau wusste, dass das Geld noch nicht zugesagt war und die internen Verhandlungen bei Mercedes noch weitergingen, weil er ja täglich mit mir sprach. Simon war richtig sauer. Ich hatte bis dahin nie erlebt, dass er die Fassung verliert, aber in der Nacht rief er mich in Singapur an und schrie mich übers Telefon an."

Niki Laudas Interview mit Lewis Hamilton

Erinnerungen an Niki Lauda: 2009 interviewte der Österreicher bei einer Fahrt durch Valencia Lewis Hamilton Weitere Formel-1-Videos

Fry erinnert sich an Fullers Worte: "Sag Lauda, dass er sich den Deal abschminken kann! Und du kannst allen ausrichten, dass sie sich verpissen sollen. Der Deal ist tot!" Was dazukam, dass Lauda eine Notlüge einsetzte, um Fuller zu überzeugen, war: "Es hat nicht geholfen, dass Niki Simon für den Anruf aus einer sehr wichtigen Dinnerparty holen ließ", so Fry.Das entscheidende Gespräch fand dann, so schreibt es der damalige Mercedes-Geschäftsführer in seinem Buch, bei einem Treffen zwischen Hamilton und Brawn in London statt. Brawn legte großen Wert auf Diskretion, um Hamilton nicht in weitere Probleme mit seinem Noch-Arbeitgeber McLaren zu bringen.Doch Hamilton war das ziemlich egal, wie Fry erklärt: "Ross hat sich dann kaputtgelacht, als Lewis zu dem Treffen in einem zentral gelegenen Hotel mit einem knallbunten Supersportwagen kam, mit einem Auspuffsystem, mit dem man das halbe West End aufwecken konnte!"Wenig später war der Deal endlich unterschrieben, Schumachers Formel-1-Karriere zum zweiten Mal unfreiwillig beendet und Hamilton offiziell Mercedes-Werksfahrer. Der Rest ist Geschichte: Fünf WM-Titel später dürfen alle Beteiligten ein wenig stolz sein, die den Hamilton-Mercedes-Deal möglich gemacht haben ...Lesetipps zu dieser Story (sponsored): "Drive. Survive. Win." von Nick Fry (erschienen 2019 bei Atlantic Books), "Niki Lauda - Die Biografie" von Maurice Hamilton (erschienen 2020 bei Edel Books) und "Total Competition - Lessons in Strategy from Formula One" von Ross Brawn und Adam Parr (erschienen 2016 bei Simon & Schuster).

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TEAMLH44
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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von TEAMLH44 » 23.05.2020, 17:00

Ich hätte von Ron Dennis viel erwartet . aber das nicht...Er sollte sich Einfach schämen ..

Das erinnere mich an manchen Manager im Fußball . Wenn ein Spieler (meist Ausländer) gehen will und nicht verlängern möchte , wird dieser Spieler sehr oft mit Geschichte im Verbindung gebracht die seine Image sabotiert ... Das kommt leider sehr Oft vor ...

Warum Haug unbedingt einen Deutschen und nicht Hamilton im Mercedes haben wollte wird er uns irgendwann erklären müssen...Jetzt verstehen wir warum Mercedes 3 Jahre keine Erfolge hatte , obwohl Mercedes ein WM-Team von 2009 gekauft hatte ...

Rot234
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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von Rot234 » 23.05.2020, 17:06

TEAMLH44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:00
.

Warum Haug unbedingt einen Deutschen und nicht Hamilton im Mercedes haben wollte wird er uns irgendwann erklären müssen...Jetzt verstehen wir warum Mercedes 3 Jahre keine Erfolge hatte , obwohl Mercedes ein WM-Team von 2009 gekauft hatte ...
Achsoooo :facepalm:


:lol:

HAM44
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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von HAM44 » 23.05.2020, 17:36

Schumacher und Haug rauszuwerfen und dafür Hamilton und Wolff zu holen war der Schlüssel zum Erfolg. :thumbs_up:

Plauze
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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von Plauze » 23.05.2020, 17:42

HAM44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:36
Schumacher und Haug rauszuwerfen und dafür Hamilton und Wolff zu holen war der Schlüssel zum Erfolg. :thumbs_up:
Stimmt auffallend nicht.
Die Entwicklung frühzeitig auf 2014 zu konzentrieren - das war es, und dazu wesentlich mit beigetragen haben Haug, Schumacher und Brawn.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

HAM44
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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von HAM44 » 23.05.2020, 17:57

Egal wie früh die Entwicklung begonnen hatte. Mit Haug und Schumacher hätte selbst das nicht geklappt. Aber Wolff und Hamilton haben das exzellent umgesetzt!!! Und jetzt bitte nicht wieder das Märchen erzählen dass Schumacher an der Entwicklung beteiligt war. Schumacher ist Fahrer, kein Entwickler!

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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von harrrys » 23.05.2020, 18:13

HAM44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:57
Egal wie früh die Entwicklung begonnen hatte. Mit Haug und Schumacher hätte selbst das nicht geklappt. Aber Wolff und Hamilton haben das exzellent umgesetzt!!! Und jetzt bitte nicht wieder das Märchen erzählen dass Schumacher an der Entwicklung beteiligt war. Schumacher ist Fahrer, kein Entwickler!
Das Märchen wird sich bei manchen ewig halten weil sie es einfach so sehen wollen, vermutlich ähnlich realistisch wie wenn ich sagen würde der überlegene 2018er Ferrari basiert auf Alonsos Entwicklungsarbeit :shrug:

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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von D-Zug » 23.05.2020, 18:14

HAM44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:57
Egal wie früh die Entwicklung begonnen hatte. Mit Haug und Schumacher hätte selbst das nicht geklappt. Aber Wolff und Hamilton haben das exzellent umgesetzt!!! Und jetzt bitte nicht wieder das Märchen erzählen dass Schumacher an der Entwicklung beteiligt war. Schumacher ist Fahrer, kein Entwickler!
Vor allem, wenn man bedenkt, dass der 2010er bis 2012er "Vor-Aufbau" laut Foren-Insidern Auswirkungen bis ins Jahr 2019 gehabt haben muss...

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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von TripleHey » 23.05.2020, 18:20

harrrys hat geschrieben:
23.05.2020, 18:13
HAM44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:57
Egal wie früh die Entwicklung begonnen hatte. Mit Haug und Schumacher hätte selbst das nicht geklappt. Aber Wolff und Hamilton haben das exzellent umgesetzt!!! Und jetzt bitte nicht wieder das Märchen erzählen dass Schumacher an der Entwicklung beteiligt war. Schumacher ist Fahrer, kein Entwickler!
Das Märchen wird sich bei manchen ewig halten weil sie es einfach so sehen wollen, vermutlich ähnlich realistisch wie wenn ich sagen würde der überlegene 2018er Ferrari basiert auf Alonsos Entwicklungsarbeit :shrug:
Der 18 er Ferrari war gut, aber überlegen? Für mich spielen neben dem Auto auch das Team und der Fahrer eine Rolle und gerade mit DEM Team von überlegen zu sprechen halte ich für eher gewagt.* Was nützt mir als Fahrer ein 1 A Auto, wenn die Crew nicht in der Lage ist intuitiv auf das Renngeschehen und den WM Stand zu reagieren, sondern alle zwei Wochen eine neue Strategie entwickelt? Dann hast Du noch einen Rückfall in Tanzkurse früherer Zeiten und DAS soll dann überlegen sein? Nö, ganz sicher nicht.

Die Arbeit von Toto und Hamilton wird nicht geschmälert, wenn man anerkennt, dass auch andere gut sind :wave:

*edit: Setze das Team von Hamilton hinter den 18er Ferrari und das Team von Vettel hinter den Mercedes - der Kampf um die Krone wäre ungleich spannender gewesen. Ferrari baut seit Jahren nur noch Mist. Die haben so unfassbar viel Potential und schossen einen Bock nach dem anderen. Ich weiss nicht wo ich anfangen soll, aber wenn ich sehe, dass mein Team ausschließlich Scheisse baut, dann brauche ich auch kein Gas mehr zu geben.

Edit: Entschuldigt das ganze Off Topic, schöner Artikel. Ich sage nur Villneuve..
"so alsoooo... unterbrochung .... äh unterbrechung beim training blabla." by Heiko Wasser.

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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von Plauze » 23.05.2020, 18:56

HAM44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:57
Egal wie früh die Entwicklung begonnen hatte. Mit Haug und Schumacher hätte selbst das nicht geklappt. Aber Wolff und Hamilton haben das exzellent umgesetzt!!! Und jetzt bitte nicht wieder das Märchen erzählen dass Schumacher an der Entwicklung beteiligt war. Schumacher ist Fahrer, kein Entwickler!
Stimmt, Wolff und Hamilton haben das exzellent umgesetzt.
Und wer wurde Vizeweltmeister 2014 und 2015?
Das war ja wohl Rosberg, nicht?
Wenn Hamilton nicht im ersten Cockpit gesessen hätte, wäre vermutlich Rosberg Weltmeister geworden. Oder der Fahrer, der dann Hamiltons Platz innegehabt hätte.
Zu der Dominanz der Mercedes wäre es mit oder ohne Hamilton gekommen. Hamilton hat es perfekt in WM-Titel in Serie verwandelt, aber Rosberg war nicht weit dahinter, und damit ist auch geklärt, dass das Fahrer-Duo, das Mercedes vor 2013 im Cockpit sitzen hatte, nicht so viel schlechter war als das Duo Hamilton/Rosberg.
Dass Schumacher 2010-2012 ein erhöhtes Mitspracherecht bei der Vorbereitung des Mercedes-Teams auf die Regeländerungen ab 2014 hatte, ist keine steile Hypothese, sondern ist von Brawn, Haug, Rosberg, Wolff und Co. vielfach gewürdigt worden.
Deswegen hat er noch lange kein Auto entwickelt, war aber tragende Säule der Strategie, weniger auf die Autos unter dem alten Reglement zu setzen und die Ressourcen auf 2014 zu konzentrieren.
harrrys hat geschrieben:
23.05.2020, 18:13
Das Märchen wird sich bei manchen ewig halten weil sie es einfach so sehen wollen, vermutlich ähnlich realistisch wie wenn ich sagen würde der überlegene 2018er Ferrari basiert auf Alonsos Entwicklungsarbeit :shrug:
Genau, die Dominanz von Mercedes kam einfach so aus heiterem Himmel zustande. Alles, was jemals von Beobachtern und direkt Beteiligten über die langjährige Konzentration von Mercedes auf der Reglement-Reform geschrieben und gesagt worden ist, ist wertlos, weil ein einzelner Forist, der Schumacher und seinen Fans ans Bein zu pissen versucht, anderer Meinung ist.
Erneut ein herausragender und fundierter Beitrag von dir :thumbs_up:
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von Mithrandir » 23.05.2020, 19:07

D-Zug hat geschrieben:
23.05.2020, 18:14
HAM44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:57
Egal wie früh die Entwicklung begonnen hatte. Mit Haug und Schumacher hätte selbst das nicht geklappt. Aber Wolff und Hamilton haben das exzellent umgesetzt!!! Und jetzt bitte nicht wieder das Märchen erzählen dass Schumacher an der Entwicklung beteiligt war. Schumacher ist Fahrer, kein Entwickler!
Vor allem, wenn man bedenkt, dass der 2010er bis 2012er "Vor-Aufbau" laut Foren-Insidern Auswirkungen bis ins Jahr 2019 gehabt haben muss...
Wieso kann man nicht halbwegs rational und nüchtern an so ein Thema rangehen? Natürlich hat Plauze recht, Haug und Brawn haben den Grundstein für den Erfolg gelegt - als Brawn 2013 gegangen ist hat er Wolff ein Weltmeisterauto hinterlassen. Das ist einfach Fakt. Genau wie die Tatsache, dass Wolffs Expertise dazu führte, dass die Konzernspitze das Budget erhöhte. Trotzdem begann die Entwicklung unter Haug und wurde von Brawn geleitet.

Schumachers Anteil ist daran mit Sicherheit so groß wie der Hamiltons, komisch übrigens, dass Rosberg immer in der Aufzählung fehlt. Von diesem Entwicklungsvorsprung konnte man eine ganze Zeit profitieren, die große Leistung von Wolff ist sich darauf nicht ausgeruht zu haben. Der heutige Erfolg ist sein Werk, übernommen hat er genau zum richtigen Zeitpunkt von Brawn und der passende Fahrer war auch mit an Bord, interessante Geschichte übrigens mit diversen bösen Spitzen.
Folgt mir, ich komm nach...

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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von TEAMLH44 » 23.05.2020, 19:30

Plauze hat geschrieben:
23.05.2020, 17:42
HAM44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:36
Schumacher und Haug rauszuwerfen und dafür Hamilton und Wolff zu holen war der Schlüssel zum Erfolg. :thumbs_up:
Stimmt auffallend nicht.
Die Entwicklung frühzeitig auf 2014 zu konzentrieren - das war es, und dazu wesentlich mit beigetragen haben Haug, Schumacher und Brawn.

Wie Oft hat Williams früh in der Saison alles auf nächste Jahr umgestellt ... Was kam danach .. nicht viel .. du brauchst schon die richtige Personen /Ingenieure an den richtigen Positionen

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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von TEAMLH44 » 23.05.2020, 19:42

Mithrandir hat geschrieben:
23.05.2020, 19:07

Wieso kann man nicht halbwegs rational und nüchtern an so ein Thema rangehen? Natürlich hat Plauze recht, Haug und Brawn haben den Grundstein für den Erfolg gelegt - als Brawn 2013 gegangen ist hat er Wolff ein Weltmeisterauto hinterlassen.
.
Woher willst du denn es wissen ?

Glaubst du im ernst , dass Brawn oder Schumacher auch freiwillig gegangen wäre wenn er gewusst hätte dass Mercedes soviel WM geholt hätte? Niemals ..Niemals und Niemals

. Hinterher kann man solche Geschichte immer schreiben ..

Interessant ist auch dass die gleichen Leiten die Hamilton heute seine Leistung aberkennen , haben ihn nach dem Wechseln von Mclaren zu Mercedes kritisiert und den Tod seiner Karriere vorhergesagt ... Tja der Rest ist Geschichte

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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von D-Zug » 23.05.2020, 19:52

TEAMLH44 hat geschrieben:
23.05.2020, 19:30
Plauze hat geschrieben:
23.05.2020, 17:42
HAM44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:36
Schumacher und Haug rauszuwerfen und dafür Hamilton und Wolff zu holen war der Schlüssel zum Erfolg. :thumbs_up:
Stimmt auffallend nicht.
Die Entwicklung frühzeitig auf 2014 zu konzentrieren - das war es, und dazu wesentlich mit beigetragen haben Haug, Schumacher und Brawn.

Wie Oft hat Williams früh in der Saison alles auf nächste Jahr umgestellt ... Was kam danach .. nicht viel .. du brauchst schon die richtige Personen /Ingenieure an den richtigen Positionen
Auch etwas, was nicht zu verstehen ist: dieses "alles auf nächstes Jahr setzen und dann kommt der Riesenerfolg"...

Wo außer einmal (Honda/Brawn von 2008 auf 2009) kommt das denn so oft vor?

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Re: Wie Niki Lauda Lewis Hamiltons Wechsel zu Mercedes fast verhindert hätte

Beitrag von D-Zug » 23.05.2020, 20:00

Mithrandir hat geschrieben:
23.05.2020, 19:07
D-Zug hat geschrieben:
23.05.2020, 18:14
HAM44 hat geschrieben:
23.05.2020, 17:57
Egal wie früh die Entwicklung begonnen hatte. Mit Haug und Schumacher hätte selbst das nicht geklappt. Aber Wolff und Hamilton haben das exzellent umgesetzt!!! Und jetzt bitte nicht wieder das Märchen erzählen dass Schumacher an der Entwicklung beteiligt war. Schumacher ist Fahrer, kein Entwickler!
Vor allem, wenn man bedenkt, dass der 2010er bis 2012er "Vor-Aufbau" laut Foren-Insidern Auswirkungen bis ins Jahr 2019 gehabt haben muss...
Wieso kann man nicht halbwegs rational und nüchtern an so ein Thema rangehen? Natürlich hat Plauze recht, Haug und Brawn haben den Grundstein für den Erfolg gelegt - als Brawn 2013 gegangen ist hat er Wolff ein Weltmeisterauto hinterlassen. Das ist einfach Fakt. Genau wie die Tatsache, dass Wolffs Expertise dazu führte, dass die Konzernspitze das Budget erhöhte. Trotzdem begann die Entwicklung unter Haug und wurde von Brawn geleitet.

Schumachers Anteil ist daran mit Sicherheit so groß wie der Hamiltons, komisch übrigens, dass Rosberg immer in der Aufzählung fehlt. Von diesem Entwicklungsvorsprung konnte man eine ganze Zeit profitieren, die große Leistung von Wolff ist sich darauf nicht ausgeruht zu haben. Der heutige Erfolg ist sein Werk, übernommen hat er genau zum richtigen Zeitpunkt von Brawn und der passende Fahrer war auch mit an Bord, interessante Geschichte übrigens mit diversen bösen Spitzen.
Och, im Vergleich zu Rosberg wurde Hamilton hinsichtlich "Entwicklerqualitäten" ziemlich niedergeschrieben, und somit hat man bzgl. Rosberg nicht selten gelesen, dass man gespannt darauf wäre, was sei, wenn Entwickler Rosberg nach 2016 nicht mehr dabei ist...

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