Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

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Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Redaktion » 10.10.2019, 12:19

Taifun "Hagibis" trifft am Samstag auf japanisches Festland: Aktuelle Prognosen gehen von Starkregen und Windböen aus - Fahrbetrieb unwahrscheinlich
Regen

Legt der Regen am Samstag Suzuka lahm?

Taifun "Hagibis" sorgt für Verunsicherung im Formel-1-Fahrerlager in Suzuka. Der Wirbelsturm soll am Samstag auf das japanische Festland treffen und könnte den Zeitplan des Rennwochenendes durcheinanderwirbeln. Schwere Regenfälle und Windböen bis zu 100 km/h werden erwartet. Das Formel-1-Management reagiert darauf in einer Stellungnahme und versucht zu beruhigen.

Die Formel-1-Bosse wollen den Zeitplan des Japan-Grand-Prix möglichst einhalten. Dennoch ist von Unterbrechungen oder sogar Verschiebungen die Rede. Die japanische Formel 4 hat bereits reagiert und beide Rennen im Rahmenprogramm am Wochenende abgesagt. Die Formel 1 evaluiert die Situation, um sicherzustellen, dass die richtigen Maßnahmen getroffen werden.

In einem Statement der Formel 1 und der FIA am Donnerstag heißt es: "Die FIA, das Formel-1-Management, Suzuka Circuit und der japanische Automobilverband beobachten Taifun Hagibis sehr genau und dessen potenzielle Auswirkung auf den Japan-Grand-Prix 2019."

Vettel: "Die Sicherheit hat oberste Priorität"

"Keine Anstrengung wird gescheut, um einen reibungslosen Ablauf des Formel-1-Wochenendes zu gewährleisten. Allerdings steht die Sicherheit der Fans, der Teilnehmer und aller Beteiligter auf dem Suzuka Circuit an oberster Stelle."

Man werde die Wetterlage weiterhin genau verfolgen und zu gegebener Zeit weitere Updates bekannt geben, heißt es in der Stellungnahme. Die japanische Formel 4 sei deshalb abgesagt worden, da die Formel-1-Aktivitäten "Priorität genießen".

Für Sonntag 9:30 Uhr war das zweite Rennen angesetzt, die Absage verschafft den Veranstaltern mehr Spielraum für eine mögliche Qualifying-Verschiebung. Das Porsche-Carrera-Cup-Rennen soll wie geplant um 10:40 Uhr starten.

Die größte Gefahr geht von Hagibis wohl am Qualifying-Samstag aus, denn am Sonntag werden laut aktuellen Wetterprognosen keine Regenschauer vorhergesagt. Das Rennen wird demnach im Trockenen planmäßig um 14:10 Uhr (Ortszeit) gestartet werden.

Ab Samstagmittag wird allerdings vor dem Sturm gewarnt. Erste Regenschauer werden bereits für Freitagfrüh erwartet, danach steigen die Temperaturen aber bei bewölktem Himmel auf bis zu 26 Grad Celsius. Das zweite Freie Training (Beginn um 14 Uhr Ortszeit) dürfte demnach auf trockener Strecke gefahren werden.

Am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag werden die Regenschauer dann intensiver. Die Temperaturen fallen auf 22 Grad, zu Qualifying-Beginn (15 Uhr Ortszeit) wird mit Windböen von bis zu 100 km/h und einer Regenwahrscheinlichkeit von 100 Prozent ausgegangen.

Wetterexperten gehen davon aus, dass der Sturm am Samstag Suzuka 150 Kilometer südöstlich passieren wird. Es handelt sich bei Hagibis mittlerweile um einen starken Taifun, äquivalent zu Hurrikane-Stärke 3 (von insgesamt 5). Deshalb wird von keiner Streckenaktivität am Samstag ausgegangen. Am Sonntag wird der Wirbelsturm bereits Richtung Norden weitergezogen sein.

Schon in den Jahren 2004 und 2010 musste das Qualifying aufgrund von Wetterextremen auf Sonntagmorgen verschoben werden. Die Fahrer wissen um die unsichere Wetterlage, Sebastian Vettel betont: "Ich glaube, die Sicherheit hat oberste Priorität - nicht nur für uns, sondern auch für die ganzen Zuschauer, die an die Strecke kommen."

Leclerc: "Sollte der Taifun vorbeiziehen, wird nicht gefahren"

"Es liegt in der Verantwortung der Veranstalter, dass man sich dann früh genug entscheidet zu handeln", fordert der Heppenheimer. Er weiß allerdings auch, wie schwierig solche Entscheidungen zu treffen sind: "Andererseits kann es bei dieser Vorhersage auch anders kommen."

Zu früh eine Entscheidung zu treffen, wäre "sicherlich" auch falsch, glaubt Vettel. "Aktuell sieht es so aus, als wäre Samstag der ungemütlichste Tag." Er plädiert dafür, Ruhe zu bewahren und die Lage nach den Freien Trainings am Freitagabend neu zu bewerten.

Teamkollege Charles Leclerc denkt bereits einen Schritt weiter: "Es ist recht einfach. Sollte der Taifun tatsächlich hier vorbeiziehen, dann werden wir nicht fahren können." Ferrari werde je nach Wetterprognose auch das Programm für die Trainings abändern, versichert Vettel.


Grand Prix von Japan - Pre-Events

Romain Grosjean (Haas)

Romain Grosjean (Haas)

Der zweite Deutsche im Feld, Nico Hülkenberg, gibt zu bedenken, dass in Suzuka bereits kleine Wassermassen zum Problem werden können. "Es braucht hier nicht so viel Regen, damit es gefährlich wird. Speziell wenn es auch noch sehr windig ist. Das wird ziemlich knifflig."

Routinier Kimi Räikkönen stimmt dem Renault-Piloten zu. Der Finne hat bereits 16 Japan-Grands-Prix auf dem Buckel. Seine Einschätzung? "Wenn es so regnet, wie vorhergesagt, dann werden wir sicher kein Qualifying fahren", glaubt der Finne. "Jemand hat mir gesagt, wenn es morgen sehr schlecht aussieht, könnten sie den Tag sofort völlig streichen."

Der Alfa-Romeo-Pilot könnte bei wenig Fahrbetrieb aus seinem großen Erfahrungsschatz einen Vorteil ziehen. "Ich bin hier schon in der Vergangenheit gefahren und dann mussten sie einen Tag absagen - und genau an dem schien dann die Sonne!"

Weniger Medienarbeit? Räikkönen winkt ab

Müsste tatsächlich am Sonntag ein Qualifying und ein Rennen gefahren werden, wäre das für ihn kein Problem. "Das ist immerhin besser als nichts. Das hatten wir auch schon anderswo. Der Tag wird dadurch etwas hektischer. Wobei wir am Sonntag ansonsten sehr viel warten, zumindest wenn es kein Problem am Auto gibt." Ein weiterer Vorteil: weniger Medienarbeit. Wobei Räikkönen abwinkt: "Ach, leider fällt ihnen immer etwas ein!"Er sieht die Reifen als einen limitierenden Faktor in der ganzen Debatte: "Hier braucht es nicht viel Regen und schon hast du Aquaplaning. Das ist ein Problem, da du keine Kontrolle mehr hast. In meinen Anfangsjahren hat es öfter stark geregnet und wir hatten kein Problem. Das bedeutet, dass die heutigen Reifen nicht die besten sind."Dem kann Kevin Magnussen nur zustimmen: "Die sind genauso gut wie die Trockenreifen", kommentiert er sarkastisch. Er würde sich ein Qualifying am Samstag wünschen, denn das Risiko am Sonntagvormittag würde für die Fahrer steigen: "Lasst uns versuchen, nicht zu crashen!"

Eine Runde in Suzuka in F1 2019

Eine fliegende Runde auf dem Suzuka Racing Course im offiziellen Formel-1-Spiel F1 2019! Weitere Formel-1-Videos

"Das gibt dem Qualifying noch eine ganz andere Dimension", findet der Däne. "Man muss zwar schnell sein, aber trotzdem daran denken, dass man zwei Stunden später wieder ein Rennen fährt." Würde ein Pilot sein Auto in die Mauer schmeißen, würde das den Start ernsthaft gefährden.Honda-Hoffnung Max Verstappen hat bereits vorgesorgt: "Ich habe mein Speedboat mit dabei, also ich bin gerüstet für Samstag", scherzt der Red-Bull-Fahrer. Er hofft darauf, dass die Fahrer in die Entscheidung über eine Absage oder Verschiebung miteinbezogen werden.
"Ich habe mein Speedboat dabei, bin also gerüstet für Samstag."Max Verstappen
"Es wird sehr klar sein, ob es möglich ist oder nicht. Im Moment sieht es nicht sehr wahrscheinlich aus am Samstag", glaubt auch der Niederländer. Deshalb hat er bereits ein Alternativprogramm für den Samstag organisiert: "Dann hätte ich mehr Freizeit am Samstag und müsste Sonntag früher aufstehen."

Kein Quali am Samstag? "Mehr Zeit für FIFA!"

Carlos Sainz fügt hinzu: "Mehr Zeit, um FIFA zu spielen!" Verstappen entgegnet, er habe das Spiel nach Japan mitgenommen. Daraufhin lädt er seinen Ex-Teamkollegen zum Duell ein, der nimmt gerne an. "Wenn du bereit bist zu verlieren ...", fügt der Niederländer hinzu.

Der McLaren-Pilot vertraut vollkommen auf die FIA-Rennleitung und Michael Masi. Hockenheim sei ein gutes Beispiel dafür, dass er die richtigen Entscheidungen treffe, meint Sainz. Beim Grand Prix von Deutschland herrschten ebenso regnerische Bedingungen vor, nach mehreren Runden hinter dem Safety-Car wurde das Rennen schließlich freigegeben.

Auch Daniel Ricciardo glaubt, dass eine Entscheidung erst am Freitagabend fallen wird. "Sie sollten nicht bis Samstag warten. Sie werden bis dahin bereits genügend Informationen gesammelt haben." Auch er hat bereits überlegt, war er am freien Tag machen könnte: "Sollten sie es verschieben, dann wird Freitagnacht gefeiert und Samstag ausgeschlafen ... wobei, ich mag keinen Sake!", schert er.

Nur ein Pilot macht sich derzeit keine Gedanken über das Wetter. Sergio Perez versteht die Aufregung nicht: "Ich werde meine Energie nicht damit verschwenden. Natürlich müssen wir das im Hinterkopf behalten, aber wir können es sowieso nicht ändern, daher werde ich mir keine Sorgen machen."


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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 10.10.2019, 12:25

Klar, wenn es wirklich so kommt mit dem Taifun, dann ist die Sicherheit für ALLE die an der Rennstrecke sind am allerwichtigsten! Ein Qualifying am Sonntagmorgen ist kein Problem, Hauptsache sicher.

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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Illuminati » 10.10.2019, 13:15

Ergänzt werden sollte, dass die aktuellen Pirelli Reifen deutlich schlechter mit hohen Wassermengen umgehen können, als es bei anderen Reifenherstellern in der Vergangenheit der Fall war. Das macht die Lage noch komplizierter und widerspricht gleichzeitig dem typischen Gedanken, dass früher gefahren worden wäre. Da waren die Bedingungen halt auch anders.
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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Formel Heinz » 10.10.2019, 14:41

Illuminati hat geschrieben:Ergänzt werden sollte, dass die aktuellen Pirelli Reifen deutlich schlechter mit hohen Wassermengen umgehen können, als es bei anderen Reifenherstellern in der Vergangenheit der Fall war.


Wieso das? Was Wasserverdrängung angeht finde ich für Pirellis Reifen vor 2017 Werte von etwa 65 Liter pro Sekunde, bei Bridgestone etwa 61, also relativ ähnliche Werte; aber das hängt natürlich unter anderem auch von der Geschwindigkeit ab die in beiden Fällen nicht mit angegeben wird.

Ist der Hauptunterschied nicht eher, dass früher reine Regen-Setups erlaubt waren, die durch heutige Parc-Ferme Regeln nicht möglich sind?
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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Sportsmann » 10.10.2019, 14:43

Illuminati hat geschrieben:Ergänzt werden sollte, dass die aktuellen Pirelli Reifen deutlich schlechter mit hohen Wassermengen umgehen können, als es bei anderen Reifenherstellern in der Vergangenheit der Fall war. Das macht die Lage noch komplizierter und widerspricht gleichzeitig dem typischen Gedanken, dass früher gefahren worden wäre. Da waren die Bedingungen halt auch anders.

Und da frage ich mich, warum ist das so? Will man nicht, dass mehr Wasser verdrängt wird? Oder wurden in der Zwischenzeit die Reifendimensionen geändert - ah richtig, die Reifen sind doch nun deutlich breiter um mehr Grip zu liefern. Super bin selbst drauf gekommen, danke ;)
Das Problem liegt meiner Ansicht damit nicht mehr bei Pirelli allein. Es ist logisch, dass ein breiterer Reifen schlechter mit Regen umgehen kann, weil der Weg vom Zentrum nach aussen größer ist. Da schwimmt der Reifen in der Mitte dann mal eher auf, weil das Wasser für die gleiche Wasserverdrängung im Vergleich zu den alten Reifen eigentlich schneller verdrängt werden müsste. Irgendwo kann man aber nicht mehr Rillen reinschneiden, weil es den Reifen destabilisiert und Ansonsten lässt sich das Tempo der Wasserverdrängung nicht weiter beeinflussen (bei gleicher Geschwindigkeit).
Die Lösung: dünnere Reifen. Allerdings ggf. mit mehr Grip, um den Gripverlust durch die geringere Auflagefläche und die etwas anderen Kraftwirkpunkte (<-Begriff? Physiker hier?) auszugleichen. Ob das überhaupt möglich ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber Fahrer fordern unabhängig von den Möglichkeiten, dass alles besser werden muss, Reifen müssen haltbarer sein, weicher und mehr Grip liefern, mehr Delta zwischen den Mischungen haben, besser aufheizbar sein, größeres Reifenfenster haben, keine Überhitzung zeigen, aber 1-2 Boxenstopps ermöglichen.
Haben wir den keinen (Pirelli-)Reifeningenieur hier im Forum? Ich wäre gespannt was der zu sagen hätte.
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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Jonas.sw » 10.10.2019, 14:45

Aber das mit dem Parc Ferme, gibt es das nicht schon bevor Pirelli in die Formel 1 kam?

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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Ishigaki-kun » 10.10.2019, 15:56

Wird mal Zeit dass die angeblichen "Rennfahrer" ihre Windeln ausziehen und zu Männern werden. Wegen jedem kleinsten Wetterfurz wird sofort unterbrochen, verschoben, abgesagt. Man sollte dabei auch mal an die Fans denken, mit besonderer Betonung auf Japaner. Die erleben Jahrzehnt für Jahrzehnt schwere Naturkatastrophen, seien es Erdbeben oder Tsunamis, nichts kann sie erschüttern.

Früher waren Autos mit 100 Sachen mal sauschnell, Motorräder lebensgefährlich und die Bahn pünktlich.
"Ich würde Ferrari davon abraten irgendeinen Techniker oder Mechaniker von Mercedes zu holen. Laut Wolff bricht die Karre ja in jedem Rennen fast auseinander." -Calvin :lol:

Vettel-Fans: "Das kann jedem mal passieren." ...ständig XD

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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon S3Turbo » 10.10.2019, 16:00

Nur gut das man nicht Jahr für Jahr das Rennen in die Taifunzeit (Sep. - Okt.) legt..

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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Yukky1986 » 10.10.2019, 16:13

Ishigaki-kun hat geschrieben:Wird mal Zeit dass die angeblichen "Rennfahrer" ihre Windeln ausziehen und zu Männern werden. Wegen jedem kleinsten Wetterfurz wird sofort unterbrochen, verschoben, abgesagt. Man sollte dabei auch mal an die Fans denken, mit besonderer Betonung auf Japaner. Die erleben Jahrzehnt für Jahrzehnt schwere Naturkatastrophen, seien es Erdbeben oder Tsunamis, nichts kann sie erschüttern.

Früher waren Autos mit 100 Sachen mal sauschnell, Motorräder lebensgefährlich und die Bahn pünktlich.


Ich hoffe wenn ich in 3 Wochen nach Japan fliege das es da mal ordentlich Rumpelt in den 17 Tagen die ich dort bin
So ein Erdbeben einfach als erlebniss, sagen wir 6,0 wo in Japan eh nix passiert ausser paar schwankende Gebäude wären schon was nettes

Der Mietwagen hat bestimmt so nen Erdbebenwarngerät drinnen , dann erklingt ne Nette Frauenstimme und sagt Jishin desu Jishin desu :) Ein Erdbeben

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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Pentar » 10.10.2019, 16:23

Ishigaki-kun hat geschrieben:Wird mal Zeit...

Es geht hier ja nicht um einen "Wetterfurz" (Du meinst vermutlich einen "Regenschauer"), der z.B. in Spa, Silverstone oder am Nürburgring mehr oder weniger eine regelmäßige Begleiterscheinung darstellt, sondern um eine "Taifun" - also einen Wirbelsturm! Da fällt nicht nur jede Menge Wasser vom Himmel - auch die orkanartigen Winde bergen eine Gefahr für alle Beteiligten an der Rennstrecke...

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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Sportsmann » 10.10.2019, 16:43

Ishigaki-kun hat geschrieben:Wird mal Zeit dass die angeblichen "Rennfahrer" ihre Windeln ausziehen und zu Männern werden. Wegen jedem kleinsten Wetterfurz wird sofort unterbrochen, verschoben, abgesagt. Man sollte dabei auch mal an die Fans denken, mit besonderer Betonung auf Japaner. Die erleben Jahrzehnt für Jahrzehnt schwere Naturkatastrophen, seien es Erdbeben oder Tsunamis, nichts kann sie erschüttern.

Früher waren Autos mit 100 Sachen mal sauschnell, Motorräder lebensgefährlich und die Bahn pünktlich.

Und jetzt erklär mir mal was du damit sagen willst. Ist das alles nun gut oder schlecht?
A) Schlecht: Verständlich Autos mit 100 sind zu langsam für das Attribut "sauschnell" ich würde sagen 120 ist ok ;) Motorräder lebensgefährlich, ja sterben ist ärgerlich, schwer verletzt werden ebenfalls unschön. Und die Bahn pünktlich, ...ich bin schon eine Weile auf der Welt, aber ... nein ehrlich, Pünktlichkeit kann doch nicht schlecht sein.
B) Gut: Hm, die Intepretation fällt schwer. Gut da Autos mit 100 als sauschnell galten? Also bisst du für Maximaltempo 100 auf Autobahnen? Toll das Motoradfahren lebensgefährlich war? Leider kenn ich auch auch Personen die auf motorisierte Zweirad steigen nicht Vollidioten sind, dementsprechend kann ich da nicht zustimmen, auch schon wegen der armen Sanitäter und geschockten Passanten. Immerhin stimme ich bei der Bahn zu, es war toll dass die Bahn einst angeblich pünktlich war.

Und wie meine Vorredner schon klargestellt haben. Ein Taifun ist etwas das schwere Schäden anrichtet, kein bischen Sommerregen. In Japan dass überall relativ nah zu Meer ist, ist eine Menge Wasser was so ein Taiffun mitnehmen kann. Zusätzlich ist es saumäßig heiss, die Leichtatlethen die in Doha umgekippt sind werden sich freuen - ergo ist eine Menge Energie in der Luft und Wasser steigt schnell auf.
Ich denke, hier denken alle Beteiligten auch an die Fans. Denn wenn das Wasser die steilen Straßen und bergigen Regionen herunterstürzt wären Todesfälle ein sicheres Ereignis. Die Japaner erleben diese Naturkatastrophen und sind bestens darauf eingestellt, dennoch sterben jedes Jahr mehr als genug. Japaner sind durchaus erschütterlich - der Heldenepos ist fehl am Platz. Sie verhindern eher Leid durch gute Organisation - also ggf. das Absagen dieses Rennens und eine allgemeine Warnung das Haus/Bahnhof/... nicht zu verlassen.
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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Pentar » 10.10.2019, 16:46

Formel Heinz hat geschrieben:
Illuminati hat geschrieben: :chat:
:chat:


Auf der Pirelli-Homepage für die Reifen 2019 steht:

INTERMEDIATE GREEN
Die Intermediate-Reifen sind die vielseitigsten Regenreifen. Sie können auf nassen Strecken ohne stehendes Wasser sowie auch auf trockenem Untergrund eingesetzt werden. Diese Reifen leiten bei einer Geschwindkeit von 300 km/h ca. 30 Liter Wasser pro Sekunde pro Reifen hindurch. Eine neue Mischung, welche für einen großen Arbeitsbereich konzipiert wurde und einen soliden Kompromiss aus Slick und Regenreifen darstellt.

REGEN BLUE
Die Regenreifen sind die effektivste Lösung für starke Regenfälle. Diese können bei einer Geschwindigkeit von 300 km/h bis zu 85 Liter Wasser pro Sekunde pro Reifen hindurchleiten. Ein neues Profildesign erhöht die Aquaplaningsicherheit, welche dem Reifen auch bei schwerem Regen mehr Grip verleiht. Der Durchmesser der reinen Regenreifen ist 10 mm größer als der von Slick-Reifen.

LG
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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Formula_1 » 10.10.2019, 16:48

Ich hoffe mal, dass der Taifun nicht so schlimm wird. Auch in Bezug auf die F1 natürlich, aber eher allgemein.

Beim Qualifying hoffe ich mal, dass es verschoben wird. Ich weiß nicht so Recht, ob ich unbedingt ein Chaos Qualifying will, nicht wegen dem "Können" der Fahrer bei Regen, sondern weil der Faktor "Glück" da eine große Rolle spielen wird. Und wer eher Glück und wer eher Pech abbekommt, kann ich mir schon denken :D

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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Formel Heinz » 10.10.2019, 17:56

Pentar hat geschrieben:
Formel Heinz hat geschrieben:
Illuminati hat geschrieben: :chat:
:chat:

Auf der Pirelli-Homepage für die Reifen 2019 steht:

INTERMEDIATE GREEN
[...] Diese Reifen leiten bei einer Geschwindkeit von 300 km/h ca. 30 Liter Wasser pro Sekunde pro Reifen hindurch. [...]

REGEN BLUE
[...] Diese können bei einer Geschwindigkeit von 300 km/h bis zu 85 Liter Wasser pro Sekunde pro Reifen hindurchleiten. [...]
LG
Pentar

Richtig; aber ich habe extra einen Wert von vor 2017 gesucht - also bevor die Reifen so breit wurden wie sie heute sind - um sie besser mit den Reifenherstellern davor vergleichen zu können. 85 Liter pro Sekunde hören sich ja nicht schlecht an, aber auch bei den Zahlen vor 2017 sehe ich nicht wieso das direkt schlechter sein soll als bei den vorherigen Herstellern.
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Re: Taifun "Hagibis": Qualifying-Verschiebung immer wahrscheinlicher

Beitragvon Pentar » 10.10.2019, 19:21

Formel Heinz hat geschrieben:...85 Liter pro Sekunde hören sich ja nicht schlecht an, aber auch bei den Zahlen vor 2017 sehe ich nicht wieso das direkt schlechter sein soll als bei den vorherigen Herstellern.

Eben.
Die Wasserverdrängung ist ja nur ein Parameter eines Regenreifens.
Mehr möchte ich jetzt nicht mehr dazu schreiben...


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