"Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

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"Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon Redaktion » 10.09.2019, 11:53

Entscheiden die Rennkommissare in der Formel 1 häufig nicht im Sinne des Sports? Ex-Renault-Pilot Jolyon Palmer übt nach dem Rennen in Monza heftige Kritik
Charles Leclerc, Valtteri Bottas, Lewis Hamilton

Haben die Rennkommissare in Monza bewusst pro Charles Leclerc entschieden?

Haben sich die Rennkommissare in Monza nicht getraut, Charles Leclerc eine Strafe zu geben? Das deutet zumindest Ex-Formel-1-Pilot Jolyon Palmer in seiner aktuellen Kolumne für die 'BBC' an. "Charles Leclerc ist wunderbar gefahren", hält er zunächst fest. "Aber er hätte eine Strafe dafür bekommen sollen, dass er Lewis Hamilton in der zweiten Schikane von der Strecke gedrängt hat", stellt er klar.

"Zunächst einmal ist das kein faires Racing von Leclerc", erklärt er. Die Formel-1-Regeln besagen, dass man einem anderen Auto eigentlich eine Wagenbreite Platz lassen muss. Das hat Leclerc in der besagten Szene gegen Hamilton nicht getan. "Leclerc hat sich während des Bremsens nach rechts bewegt und Hamilton von der Strecke gedrängt. Hamilton konnte nichts dagegen tun", erinnert Palmer.

Hamilton habe die Wahl gehabt: crashen oder ausweichen. Er entschied sich für letzteres. Leclerc wurde dafür nur mit der schwarz-weißen Flagge verwarnt. "Rennleiter Michael Masi vergleicht es mit einer gelben Karte im Fußball. Aber effektiv ist das nichts anderes als ein Klaps auf die Finger", winkt Palmer ab und erklärt: "Der Fall war meiner Meinung nach klar."

"Ich wollte keine Strafe sehen, weil es das Rennen ruiniert hätte. Aber Regeln sind Regeln", erinnert Palmer, der vermutet, dass Leclerc hier die äußerem Umstände geholfen zu haben. Zum einen hätte eine Strafe - wie von ihm angesprochen - in den Kampf um den Sieg eingegriffen. Zum anderen fand das Rennen in Italien statt. Es handelte sich somit um das Heimrennen von Ferrari.

Palmer fürchtet "Präzedenzfall"

Palmer vergleicht die Situation mit einem Fußballspiel. Dort könne man einer Mannschaft auch keinen klaren Elfmeter und eine rote Karte verweigern. "Man kann sie nicht einfach nicht geben, nur weil alle ein ausgeglicheneres Spiel sehen wollen", erinnert er. In der Formel 1 sei es ähnlich. "Ich fand es extrem unangenehm, wie Masi nach dem Rennen versucht hat, die Situation zu erklären", so Palmer.

Masi erklärte unter anderem, dass man die schwarz-weiße Flagge in Zukunft häufiger einsetzen werde, um härteres Racing zu ermöglichen. "Aber welchen Präzedenzfall schafft das jetzt?", fragt er - und schickt die Antwort gleich hinterher: "Es bedeutet, dass die Fahrer sich ein Vergehen im Rennen leisten können und damit davonkommen. Welche Art des Racings entsteht dadurch? Und wie ist das ethisch oder fair?"

"[Max] Verstappen ist in Österreich mit einem fragwürdigen Manöver gegen Leclerc durchgekommen, das zum Rennsieg führte. Das hat einen Präzedenzfall dafür geschaffen, dass man andere Fahrer am Kurvenausgang rausdrängen kann. Aber Verstappens Fall war noch leichter zu verteidigen als Leclercs." Denn der Leclerc-Fall führe nun dazu, dass man einen Fahrer bereits vor einer Kurve abdrängen könne.

"Wenn das so ist, dann besteht das Risiko, dass man gar nicht mehr außen herum überholen kann, wenn ein Auto nicht bereits vor der Kurve fast schon komplett vorne ist", warnt er. Zudem ist er mit der Begründung, dass es keine härtere Strafe gegeben habe, weil es keinen Kontakt gab, nicht glücklich. "Auf den ersten Blick ergibt das Sinn", räumt der ehemalige Renault-Pilot ein.

Suchen Piloten ab jetzt den Kontakt?

"Aber die Wahrheit ist, dass es dieses Mal nur keinen Kontakt gab, weil Hamilton ausgewichen ist", erklärt er. 2018 gab es in Monza eine ähnliche Situation zwischen Max Verstappen und Valtteri Bottas. Damals gab es eine Berührung - und eine Strafe gegen den Niederländer. Palmer sieht darin ein weiteres Problem. Denn ab sofort werden die Piloten den Kontakt in solchen Fällen seiner Meinung nach suchen.

"Fahrer werden immer alles tun, um einen Vorteil zu haben", erinnert er und erklärt: "Wenn sie plötzlich damit durchkommen, einen anderen Fahrer einmal pro Rennen abzudrängen, dann werden sie es machen. Und wenn der andere Fahrer einen Vorteil daraus ziehen kann, dass es eine kleine Berührung gibt, dann wird er sie suchen." Denn so könne man eine Strafe für den Gegner forcieren.

Für Palmer ist das gerade in der aktuellen Situation extrem problematisch. Denn durch den Tod von Formel-2-Pilot Anthoine Hubert in Spa stehe die Sicherheit momentan besonders im Fokus. "Es wirkt idiotisch oder komplett unverantwortlich - oder sogar beides", findet er deutliche Worte. "Das Problem ist meiner Meinung nach, dass die Entscheidungen nicht konstant sind", ergänzt er.

Er habe das Gefühl, dass Entscheidungen häufig so getroffen werden, dass sie möglichst populär sind. Das sei aber nicht im Sinne des Sports. Er erinnert daran, dass Daniil Kwjat zu Saisonbeginn in China eine Durchfahrtsstrafe bekam, die von vielen als zu hart eingestuft wurde. "Hätte Leclerc die gleiche Strafe bekommen? Da habe ich meine Zweifel.", grübelt Palmer.

Warum bekam Leclerc keine "gelb-rote Karte"?

Der Unterschied: Kwjat habe aufgrund seiner Vorgeschichte einen eher schlechten Ruf, während Leclerc ein "sehr populärer Fahrer" sei. In Monza habe sich der 21-Jährige nach seinem Manöver gegen Hamilton sogar noch weitere Situationen geleistet, in den er "am Limit" des Erlaubten gewesen sei. In Kurve 1 kürzte er anschließend einmal ab, und in der Curva Grande vollzog er einen aggressiven Spurwechsel.

"Für sich genommen kann ich verstehen, dass man es durchgehen lässt", erklärt Palmer. Aber nachdem er für die Aktion gegen Hamilton bereits die "gelbe Karte" gesehen habe, seien diese Zwischenfälle ein "zweites Vergehen" gewesen, für das man im Fußball dann die gelb-rote Karte sehen würde. Auch in den beiden Situationen gab es aber keine Sanktion gegen Leclerc.


Fotostrecke: Italien: Fahrernoten der Redaktion

Sebastian Vettel (6): Über die fahrerische Leistung am Wochenende (Leclerc konnte er nicht das Wasser reichen) müssen wir gar nicht erst diskutieren. Blind auf die Strecke zurückzufahren und damit einen schweren Unfall zu riskieren, das ist ein absolutes No-Go. Erst recht für einen viermaligen Weltmeister.

Sebastian Vettel (6): Über die fahrerische Leistung am Wochenende (Leclerc konnte er nicht das Wasser reichen) müssen wir gar nicht erst diskutieren. Blind auf die Strecke zurückzufahren und damit einen schweren Unfall zu riskieren, das ist ein absolutes No-Go. Erst recht für einen viermaligen Weltmeister.

Für Palmer ist das "problematisch", weil Urteile der Rennkommissare so nicht absehbar seien. Ein Punkt, den nach dem Rennen auch Hamilton kritisierte. "Meiner Meinung nach braucht die Formel 1 bei den Regeln einen kompletten Neustart. Es ist eine kontroverse Idee, aber ich glaube, dass der Sport permanente Rennkommissare oder ein Team braucht, das die gleichen oder ähnliche Ansichten teilt", so Palmer.

Man müsse sicherstellen, dass die Regeln glasklar sind, und dass absolute Klarheit darüber herrsche, was im Zweikampf erlaubt ist. "Das wird kurzfristig natürlich zu einigen unbequemen und unpopulären Momenten führen. Aber sobald man eine Konstanz erreicht hat und die Fahrer ganz genau wissen, was erlaubt ist und was nicht, wird die Formel 1 fairer, sicherer und besser sein", glaubt Palmer.

Auch Rosberg fordert einheitliche Linie

Ex-Weltmeister Nico Rosberg sieht die Situation übrigens anders als Palmer. Im neuen Video auf seinem YouTube-Kanal erklärt er: "In den Regeln steht, dass man eine Autobreite Platz lassen muss. Das ist sehr klar. Laut den Regeln hätte es also zu 100 Prozent eine Strafe [gegen Leclerc] erfordert, weil die Wagenbreite nicht da war. Daran besteht kein Zweifel."Gleichzeitig verweist er aber auf Masi und dessen Aussagen bezüglich der schwarz-weißen Flagge. "Das ist auch das, was wir alle nach Montreal wollten", erinnert Rosberg. Damals bekam Sebastian Vettel für eine ähnliche Aktion gegen Hamilton eine Fünf-Sekunden-Strafe, die von vielen kritisiert wurde. Nur wenige - darunter übrigens auch Palmer - hielten die Strafe für richtig.

Nico Rosberg bietet sich als Ferrari-Fahrer an

Falls Sebastian Vettel gesperrt werden sollte, bietet sich Nico Rosberg in diesem Video als Ersatzfahrer bei Ferrari an ... Weitere Formel-1-Videos

Anschließend verständigte man sich darauf, den Fahrern in Zukunft wieder mehr Freiheiten im Zweikampf zu erlauben. "Solches Racing wollen wir sehen. Wir wollen hartes Racing am Limit", erinnert Rosberg und erklärt: "Natürlich ist es eine schmale Grenze, denn es darf nicht zu gefährlich werden - und Leclerc war defintiv an dieser Grenze. Ein bisschen mehr wäre definitiv zu viel gewesen."Grundsätzlich sei es im Sinne der neuen Herangehensweise aber die "richtige Entscheidung" gewesen, Leclerc nicht zu bestrafen. Bei einer Sache stimmt Rosberg Palmer jedoch zu. Auch er ist der Meinung, dass es unbedingt Konstanz bei den Entscheidungen geben muss. "Es muss immer gleich sein", fordert der Ex-Champion. Ob man die aktuelle Linie beibehält, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon Formula_1 » 10.09.2019, 12:18

Das finde ich einen sehr guten Beitrag, bzw. auch Palmers Meinung dazu. Genau die gleichen Problematiken sehe ich auch, es kann nicht sein, dass es nur keine Strafe gibt, weil der abgedrängte doch noch nachgegen hat. Insgesamt die Begründungen sind schlüssig und auch seine Forderung.

Dahingegen wirkt Rosbergs Aussage wieder als "Totschlagargument" - "alle wollen Racing". Die Aussage kommt ja von vielen, aber nur weil alles erlaubt ist, wird dadurch nicht besseres Racing entstehen...

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon LoK-hellscream » 10.09.2019, 12:20

Wenn jemand wohl keine Meinung dazu äußern sollte, dann ist es der grandios in seiner Karriere gescheiterte Palmer, der, wenn ich mich richtig erinnere, nach seinem Rauswurf allen Anderen die Schuld gab für sein Versagen. Aber jetzt auf die Regeln pochen, ist klar.

Ich finde vor allem lustig, wie sehr durch eine Minderheit das Thema aufgebauscht wird. Die Medien berichten kaum darüber, einzig von Hamilton konnte ich heute wieder eine Kampfansage lesen, dass es das nächste mal scheppern wird, weil er sich scheinbar in seiner Ehre verletzt fühlt. Niemand intressiert es, bis auf ein paar wenige thematisiert es keiner und doch bleibt uns das Thema hier erhalten, weil ein paar wenige für Clicks sorgen und lauthals durch alle Foren und Social Media dieser Welt brüllen.

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon Formula_1 » 10.09.2019, 12:31

LoK-hellscream hat geschrieben:Wenn jemand wohl keine Meinung dazu äußern sollte, dann ist es der grandios in seiner Karriere gescheiterte Palmer, der, wenn ich mich richtig erinnere, nach seinem Rauswurf allen Anderen die Schuld gab für sein Versagen. Aber jetzt auf die Regeln pochen, ist klar.

Ich finde vor allem lustig, wie sehr durch eine Minderheit das Thema aufgebauscht wird. Die Medien berichten kaum darüber, einzig von Hamilton konnte ich heute wieder eine Kampfansage lesen, dass es das nächste mal scheppern wird, weil er sich scheinbar in seiner Ehre verletzt fühlt. Niemand intressiert es, bis auf ein paar wenige thematisiert es keiner und doch bleibt uns das Thema hier erhalten, weil ein paar wenige für Clicks sorgen und lauthals durch alle Foren und Social Media dieser Welt brüllen.


Tolles Argument, das mit Palmers Karriere. Was hat das mit seiner Meinung und den Begründungen dazu zu tun?

Und welche Medien berichten kaum darüber? Meinst du die großen Zeitungen usw., bei denen nach den Rennen ein kurzer Artikel erscheint mit dem Rennergebnis? Ansonsten lese ich da seit Sonntag ziemlich viel drüber, insbesondere wenn ich bedenke, dass das noch keine 48 Stunden her ist.

Ich finde Palmer hat insbesondere Recht mit seiner Analogie zur gelben Karte beim Fußball, wenn ich die schwarz weiße Flagge nicht als "gelbe Karte" betrachte, dann kann ich es gleich bleiben lassen.

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon SeppKultura » 10.09.2019, 12:37

LoK-hellscream hat geschrieben:Wenn jemand wohl keine Meinung dazu äußern sollte, dann ist es der grandios in seiner Karriere gescheiterte Palmer, der, wenn ich mich richtig erinnere, nach seinem Rauswurf allen Anderen die Schuld gab für sein Versagen. Aber jetzt auf die Regeln pochen, ist klar.


"Grandios in seiner Karriere gescheitert" ... Palmer hat es bis in die F1 geschafft, von Scheitern kann man da wohl kaum reden. Was hast du im Gegensatz dazu geleistet? Und was genau berechtigt dich dann dazu, deine Meinung zu der Thematik zu äußern?

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon AktenTaschenAkne » 10.09.2019, 12:48

Damals bekam Sebastian Vettel für eine ähnliche Aktion gegen Hamilton eine Fünf-Sekunden-Strafe, die von vielen kritisiert wurde.


Nein, die beiden Aktionen ähneln sich nur darin das sich 2 Autos fast auf einer Rennstrecke berührt haben. Der Ablauf der Aktionen könnte allerdings unterschiedlicher nicht sein. :facepalm:

Edit: Eines hat Montreal aber gezeigt, Rennkommissare müssen um ihr Leben fürchten bei unpopulären Entscheidungen. Und ICH behaupte auch deshalb gab es in Österreich und hier in Monza keine Strafe.
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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon Formula_1 » 10.09.2019, 12:53

AktenTaschenAkne hat geschrieben:
Damals bekam Sebastian Vettel für eine ähnliche Aktion gegen Hamilton eine Fünf-Sekunden-Strafe, die von vielen kritisiert wurde.


Nein, die beiden Aktionen ähneln sich nur darin das sich 2 Autos fast auf einer Rennstrecke berührt haben. Der Ablauf der Aktionen könnte allerdings unterschiedlicher nicht sein. :facepalm:


Die Aussage entstammt allerdings dem Redakteur und behandelt auch eine Aussage von Rosberg, nicht von Palmer. Nur der Vollständigkeit halber ;)

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon AktenTaschenAkne » 10.09.2019, 12:55

Formula_1 hat geschrieben:
AktenTaschenAkne hat geschrieben:
Damals bekam Sebastian Vettel für eine ähnliche Aktion gegen Hamilton eine Fünf-Sekunden-Strafe, die von vielen kritisiert wurde.


Nein, die beiden Aktionen ähneln sich nur darin das sich 2 Autos fast auf einer Rennstrecke berührt haben. Der Ablauf der Aktionen könnte allerdings unterschiedlicher nicht sein. :facepalm:


Die Aussage entstammt allerdings dem Redakteur und behandelt auch eine Aussage von Rosberg, nicht von Palmer. Nur der Vollständigkeit halber ;)


Das ist richtig.

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon donstephan » 10.09.2019, 13:15

Ich habe jetzt fast 24 Stunden gebraucht um zu verarbeiten, dass Lec das in Q3 absichtlich gemacht hat. Hätte ich niemals für möglich gehalten. Reflexartig bin ich auf HAM losgegangen, weil er Ferrari absicht unterstellt hat.

und dann fällts mir ein. ALO vs. HAM / Ungarn ´07 ALO hat HAM behindert, dass er keinen weiteren Versuch mehr starten kann. -> FIA mischt sich ein -> Strafversetzung ALO -> und das Echo der "Fachpresse" war auch ein ganz anderes ... von wegen WM, Ego, schlau ... googelt es mal nach ....

... Aber was rede ich nach diesem Wochenende noch von Gerechtigkeit ... in Summe einer der schmutzigsten Siege seit Flavio ... oder fällt euch noch einer ein ...



und kommt mir nicht mit "Multi21" ich war damals auch angepisst. Aber VET hat am Funk gesagt Sie sollen WEB sagen, dass er sich nicht daran halten wird. WEB hätte sich verteidigen können. Der schnellste hat damals das Rennen gewonnen und nicht der hinterfotzigste ...

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon CyclingimHarz » 10.09.2019, 13:17

LoK-hellscream hat geschrieben:Wenn jemand wohl keine Meinung dazu äußern sollte, dann ist es der grandios in seiner Karriere gescheiterte Palmer, der, wenn ich mich richtig erinnere, nach seinem Rauswurf allen Anderen die Schuld gab für sein Versagen. Aber jetzt auf die Regeln pochen, ist klar.

Ich finde vor allem lustig, wie sehr durch eine Minderheit das Thema aufgebauscht wird. Die Medien berichten kaum darüber, einzig von Hamilton konnte ich heute wieder eine Kampfansage lesen, dass es das nächste mal scheppern wird, weil er sich scheinbar in seiner Ehre verletzt fühlt. Niemand intressiert es, bis auf ein paar wenige thematisiert es keiner und doch bleibt uns das Thema hier erhalten, weil ein paar wenige für Clicks sorgen und lauthals durch alle Foren und Social Media dieser Welt brüllen.


Und du hast im Motorsport und in der F1 viel mehr erreicht als Palmer, den du hier kritisiert und klein redest? :facepalm:

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon CyclingimHarz » 10.09.2019, 13:20

donstephan hat geschrieben:Ich habe jetzt fast 24 Stunden gebraucht um zu verarbeiten, dass Lec das in Q3 absichtlich gemacht hat. Hätte ich niemals für möglich gehalten. Reflexartig bin ich auf HAM losgegangen, weil er Ferrari absicht unterstellt hat.

und dann fällts mir ein. ALO vs. HAM / Ungarn ´07 ALO hat HAM behindert, dass er keinen weiteren Versuch mehr starten kann. -> FIA mischt sich ein -> Strafversetzung ALO -> und das Echo der "Fachpresse" war auch ein ganz anderes ... von wegen WM, Ego, schlau ... googelt es mal nach ....

... Aber was rede ich nach diesem Wochenende noch von Gerechtigkeit ... in Summe einer der schmutzigsten Siege seit Flavio
... oder fällt euch noch einer ein ...



und kommt mir nicht mit "Multi21" ich war damals auch angepisst. Aber VET hat am Funk gesagt Sie sollen WEB sagen, dass er sich nicht daran halten wird. WEB hätte sich verteidigen können. Der schnellste hat damals das Rennen gewonnen und nicht der hinterfotzigste ...


Dem ist nichts hinzuzufügen :thumbs_up:

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon AtikaHamilton » 10.09.2019, 13:26

Finde ich auch das Die haben sich NICHT GETRAUT strafe zu geben in Monza für Lec.
3mal hat Er fehler gemacht(forcing off track,cutting chickane,zig-zag fahren...und nur eine verwarnung!!!!....da muss mann sich schon überlegen
Nicht falsch verstehen...ich habe nichts gegen Lec.Ich mag der junge...und ich verstehe ..er ist jung ..wild..und hungrig für sieg..aber sowas darf mann nicht erlauben
Und wenn ja...dann für alle und überall...
Das ist keine wholtätigkeit konzert...Er soll auch lernen was mann darf und was nicht.
Das ist ein auf regelnbasierte technische sport.
Regeln sind einzuhalten...Recorde sind zu brechen.
Ansonsten richtig gut gefahren gegen Ham....aber mal erlich....Ham hette ihm überholt......

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon ALO95 » 10.09.2019, 13:49

donstephan hat geschrieben:Ich habe jetzt fast 24 Stunden gebraucht um zu verarbeiten, dass Lec das in Q3 absichtlich gemacht hat. Hätte ich niemals für möglich gehalten. Reflexartig bin ich auf HAM losgegangen, weil er Ferrari absicht unterstellt hat.

und dann fällts mir ein. ALO vs. HAM / Ungarn ´07 ALO hat HAM behindert, dass er keinen weiteren Versuch mehr starten kann. -> FIA mischt sich ein -> Strafversetzung ALO -> und das Echo der "Fachpresse" war auch ein ganz anderes ... von wegen WM, Ego, schlau ... googelt es mal nach ....

... Aber was rede ich nach diesem Wochenende noch von Gerechtigkeit ... in Summe einer der schmutzigsten Siege seit Flavio ... oder fällt euch noch einer ein ...



und kommt mir nicht mit "Multi21" ich war damals auch angepisst. Aber VET hat am Funk gesagt Sie sollen WEB sagen, dass er sich nicht daran halten wird. WEB hätte sich verteidigen können. Der schnellste hat damals das Rennen gewonnen und nicht der hinterfotzigste ...


Wobei die Entscheidung Vettel in der Qualy keinen Windschatten zu geben die alleinige von Leclerc war. Alonso bekam genau den Condwon über Funk runtergezählt dass er gerade noch eine Runde starten kann. Dass konnte er nur mit Teamhilfe bewerkstelligen. Also ein viel kleineres Vergehen als das von Leclerc. Wobei ich sagen muss Vettel war auch extrem blöd einfach aus Protest hinter Leclerc zu bleiben, weil er hätte zumindest alleine eine Runde probieren können. Schlechter als 4ter wäre eh nicht gegangen.

Zum Rennen. Ich verstehe Leclerc. Spielberg war unfair und wenn man mit solchen Manövern durchkommt wäre er blöd dass nicht zu machen. Da ist nicht Leclerc schuld sondern die Rennkommissare. Man hätte demFahren ala Magnussen und Verstappen viel früher den Riegel vorschieben müssen.

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon donstephan » 10.09.2019, 13:50

CyclingimHarz hat geschrieben:
donstephan hat geschrieben:Ich habe jetzt fast 24 Stunden gebraucht um zu verarbeiten, dass Lec das in Q3 absichtlich gemacht hat. Hätte ich niemals für möglich gehalten. Reflexartig bin ich auf HAM losgegangen, weil er Ferrari absicht unterstellt hat.

und dann fällts mir ein. ALO vs. HAM / Ungarn ´07 ALO hat HAM behindert, dass er keinen weiteren Versuch mehr starten kann. -> FIA mischt sich ein -> Strafversetzung ALO -> und das Echo der "Fachpresse" war auch ein ganz anderes ... von wegen WM, Ego, schlau ... googelt es mal nach ....

... Aber was rede ich nach diesem Wochenende noch von Gerechtigkeit ... in Summe einer der schmutzigsten Siege seit Flavio
... oder fällt euch noch einer ein ...



und kommt mir nicht mit "Multi21" ich war damals auch angepisst. Aber VET hat am Funk gesagt Sie sollen WEB sagen, dass er sich nicht daran halten wird. WEB hätte sich verteidigen können. Der schnellste hat damals das Rennen gewonnen und nicht der hinterfotzigste ...


Dem ist nichts hinzuzufügen :thumbs_up:


Danke. Man könnte noch erwähnen, dass HAM/ALO um die WM gefahren sind und nicht um die goldene Ananas, außerdem hat sich Fernando im Rennen davor nicht strategisch opfern lassen. Also wenn man es dazu vergleicht: Ganz schöne PolochAktion von Leclerc

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Re: "Populäre Entscheidungen": Palmer übt scharfe Kritik an Rennkommissaren

Beitragvon LoK-hellscream » 10.09.2019, 13:56

Formula_1 hat geschrieben:Und welche Medien berichten kaum darüber? Meinst du die großen Zeitungen usw., bei denen nach den Rennen ein kurzer Artikel erscheint mit dem Rennergebnis? Ansonsten lese ich da seit Sonntag ziemlich viel drüber, insbesondere wenn ich bedenke, dass das noch keine 48 Stunden her ist.


Die großen Zeitungen, die mehr als nur das Rennergebnis bringen, sei es in Italien, Österreich oder Deutschland. Dazu gibt es auch regelmäßig auf Online-Plattformen Zitate aus dem Rennbericht (zB orf.at bringt gerne die Zitate der größten Zeitungen von diversen europäischen Ländern zum letzten Rennen).

Mich würde interessieren, wo du das denn liest, außer im 10. aufgebauschten Artikel, der sich auf Hamiltons Ärger bezieht? Ich sehe, im Gegensatz zu vielen anderen Situationen in diesem Jahr und generell in den letzten Jahren, kaum Reaktionen von anderen aktiven Fahrern oder auch zurückgetretenen Fahrern. Palmer ist ja da schon eher die Ausnahme, vermutlich, dass er sich wieder in's Rampenlicht rücken kann.

SeppKultura hat geschrieben:"Grandios in seiner Karriere gescheitert" ... Palmer hat es bis in die F1 geschafft, von Scheitern kann man da wohl kaum reden. Was hast du im Gegensatz dazu geleistet? Und was genau berechtigt dich dann dazu, deine Meinung zu der Thematik zu äußern?


Wenn man sich seine Karriere so ansieht, dann hat er bis auf den Meistertitel in seiner 4. GP2-Saison kaum was erreicht. Ohne die Beziehungen seinen Vaters hätte der Junge niemals den Aufstieg in die Formel 1 geschafft, vermutlich nicht mal in die GP2, wenn man sich seine Platzierungen so ansieht.

Was mich berechtigt, sowas zu sagen? Natürlich die freie Meinungsäußerung.

CyclingimHarz hat geschrieben:Und du hast im Motorsport und in der F1 viel mehr erreicht als Palmer, den du hier kritisiert und klein redest? :facepalm:


Nein, ich hab mir aber seine Ergebnisse im Motorsport angesehen. Und ich kann mich an seine Reaktionen erinnern, zB, dass die Formel 1 ihm den Spaß am Sport geraubt hat und wie tragisch doch sein Rausschmiss war. Tja, wieso wohl, wenn man kein Land gegen die Teamkollegen vor internationalem Publikum sieht.

Interessant finde ich es aber, dass Stroll bei jeder Gelegenheit kritisiert wird, weil sein Papi ihm die Formel 1 ermöglicht. Im Gegensatz zu Palmer bringt Stroll aber immer wieder mal gute Ergebnisse nach Hause. Darum sehe ich es nicht ein, mich wegen der Kritik an Palmer zu kritisieren, wenn es andererseits bei Stroll doch ganz OK ist.

donstephan hat geschrieben:Danke. Man könnte noch erwähnen, dass HAM/ALO um die WM gefahren sind und nicht um die goldene Ananas, außerdem hat sich Fernando im Rennen davor nicht strategisch opfern lassen. Also wenn man es dazu vergleicht: Ganz schöne PolochAktion von Leclerc


Er hat gewonnen und Vettel hat sich selbst das Rennen ruiniert. Somit, alles richtig gemacht von Leclerc.


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