"Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

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"Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon Redaktion » 14.08.2019, 11:31

Jeremy Clarkson nimmt die Formel 1 in einem dreiminütigen Video auseinander - Ist es nur eine Schimpftirade oder spricht er dabei auch einige richtige Aspekte an?
Pierre Gasly

Droht die Formel 1 in ihrer aktuellen Form, Schiffbruch zu erleiden?

Kultmoderator Jeremy Clarkson hat in einem Video knallhart mit der Formel 1 abgerechnet. Er schaue lieber einer Blume beim Wachsen zu, als sich aktuell ein Rennen in der Königsklasse anzuschauen, sagt der 59-Jährige darin unter anderem.Eigentlich "liebe" der die Formel 1, doch der Sport sei nicht mehr gefährlich genug, die Autos zu fragil und die Königsklasse insgesamt langweilig. Besonders deutliche Worte findet er für die Teams, die sich gegen Änderungen im Sport stellen.

Jeremy Clarksons F1-Abrechnung

  Weitere Formel-1-Videos

"Sie können sich alle verpissen", so Clarkson in dem rund dreiminütigen Video, in dem er kein gutes Haar an der Formel 1 lässt. "Ich würde mir heutzutage viel lieber ein Formel-E-Rennen als ein Formel-1-Rennen anschauen", verrät Clarkson.

Reaktion auf Jeremy Clarksons F1-Abrechnung

Moderator Jeremy Clarkson hat in einem Video mit der Formel 1 abgerechnet. Wir haben seine Aussagen einmal etwas genauer unter die Lupe genommen. Weitere Formel-1-Videos

Doch handelt es sich dabei wirklich bloß um eine Schimpftirade des ehemaligen Top-Gear-Moderators? Oder hat er möglicherweise den ein oder anderen validen Punkt? Wir haben seine Aussagen einmal etwas genauer unter die Lupe genommen.

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Zuletzt geändert von Redaktion am 14.08.2019, 11:38, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: EXT TRIGGER

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon Pinking » 14.08.2019, 12:12

Clarkson ist unverblümt ehrlich, schießt aber auch hier mit Kanonen auf Spatzen. Aber so kennt man ihn. Erledigen normale Menschen eine Fliege mit einer Fliegenklatsche, holt Clarkson das Sturmgewehr aus dem Schrank. :D

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon Plauze » 14.08.2019, 12:34

Ich schaue lieber Jeremy Clarksons Augenbrauen beim Wachsen zu als einem Formel-1-Rennen. Ich schaue jetzt schon ziemlich lange.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon focuset » 14.08.2019, 12:45

Naja.... was Clarkson sagt hat nicht wirklich Gewicht. Er hat schon so viel Stuss in TopGear gemacht, bzw. gesagt, dass seine Aussagen kaum einen Verantwortlichen interessieren wird. Die hören sich das ganze nicht mal an...

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon D-Zug » 14.08.2019, 12:56

focuset hat geschrieben:Naja.... was Clarkson sagt hat nicht wirklich Gewicht. Er hat schon so viel Stuss in TopGear gemacht, bzw. gesagt, dass seine Aussagen kaum einen Verantwortlichen interessieren wird. Die hören sich das ganze nicht mal an...


This.

Der ist aber in den letzten Jahren so extrem geworden. Zu Beginn war er zwar auch deftig (von den Witzen her), aber in den letzten paar Jahren ist diese Deftigkeit weniger witzig. So reliktmäßig... auf keine gute Art. Auch welche Autos er gut findet und welche nicht ist seltsam.

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon CyclingimHarz » 14.08.2019, 12:56

Das der gute Herr nen Schaden hat, ist wohl allgemein bekannt. Andere Menschen grundlos als Nazi beschimpfen, selber den Hitlergruß machen, sich negativ zu Homosexualität äußern und er hat es sogar geschafft bei TopGear rausgeschmissen zu werden.
Der Mann ist psychisch krank und sollte lieber therapiert werden.

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon Dr_Witzlos » 14.08.2019, 12:57

Ich finde den Witzig, aber er hat leider verdammt nochmal recht

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon Googlhupf » 14.08.2019, 13:13

Würde ich so 1:1 unterschreiben. So wie es im Moment läuft, ist es einfach nicht mehr zu ertragen. Es geht nur noch ums Geld und nicht mehr um den Sport.

Mercedes wird nicht eingebremst weil man angst hat sie steigen aus, Hersteller haben zu viel Entscheidungsgewalt, man fährt Rennen auf Parkplätzen in Frankreich und Russland, kleine Teams bekommen finanziell & technisch keine Chance und es sind immer die gleichen 3-5 Fahrer auf dem Podest. Das kann so nicht weiter gehen. Selbst schnarchiger Fußball ist abwechslungsreicher.

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon faybn » 14.08.2019, 13:23

Wie sagt man so schön? Übertreibung veranschaulicht. Ich mag den britischen Humor bzw die Art und Weise Dinge zu benennen. Gute Unterhaltung und so verkehrt liegt Clarkson ganz sicher nicht. Wir hatten zwar die Rennen seit Österreich mal wieder so etwas wie Spannung, aber das kann man ja von der F1 ansonsten seit 2014 nicht unbedingt behaupten. Wird Zeit, dass das die F1 wieder zu einem Sport wird.

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon rik_groove » 14.08.2019, 13:30

Wie lange - denkt ihr - macht es die F1 noch wenn es so weitergeht?

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon faybn » 14.08.2019, 14:02

Naja, wenn sie 2021 wirklich eine gute Basis legen für eine neue F1, dann hätten sie das Ruder erst einmal rumgerissen. Ich denke, dass sich momentan eh alles auf 2021 konzentriert. Selbst den blinden Tröten bei der FIA sollte mittlerweile aufgefallen sein, dass die F1 sich in einer Krise befindet.

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon Turbo79 » 14.08.2019, 14:04

Clarkson hat nicht unrecht, übertreibt aber. Die Klobrille auf dem Cockpit muss weg, zurück zu V10/V12 Motoren und man sollte wieder auf dem Nürburgring/Nordschleife u. in Brands Hatch Rennen fahren. Die Autos sind dafür sicher genug. Die riesigen asphaltieren Auslaufzonen auf den meisten Strecken müssen weg, verkleinert und durch Kies ersetzt werden.

Wenigstens ist durch Red Bull Honda und Max Verstappen ein bisschen Spannung in die Formel 1 Rennen zurückgekehrt.

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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon Plauze » 14.08.2019, 14:05

rik_groove hat geschrieben:Wie lange - denkt ihr - macht es die F1 noch wenn es so weitergeht?

Nicht so furchtbar lange, wenn die Kritik an ihr so destruktiv ist wie die Aussagen von Clarkson.

Wir wissen wohl alle, dass es große Spielräume für Verbesserungen gibt. Das wissen auch alle im Formel-1-Zirkus. Es ist doch komisch, dass Clarkson Ferrari und Mercedes und alles mögliche kritisiert, aber aus vollkommen merkwürdigen Gründen.

Er sagt, die Fans wollten Dangerous Driving sehen. Ach wirklich, wollen sie das? Ich bin ja so ziemlich an jedem Rennwochenende im Forum und erlebe regelmäßig, wie die einschlägigen Fahrer, die sich im Zweikampf in den Graubereich zum sog. gefährlichen Fahren hineinbewegen, mit Forderungen nach Strafen überzogen werden.
Aber selbst von denen, die die inflationäre Verhängung von Strafen kritisieren (ich z.B.), will keiner "gefährliches Fahren" sehen. Für das, was wir sehen wollen, braucht es auch keine stabileren Autos.
Man merkt schon, dass Clarkson in den letzten Jahren mehr Tennis und wachsende Blumen beobachtet hat als die Formel 1. Bei letzterer gibt es Berührungen und Rad-an-Rad-Kämpfe in ausreichendem Maße. Wie stabil sollen die Autos denn noch werden, dass fehlerhaftes Fahrverhalten keine Konsequenzen nach sich ziehen? Anscheinend schwebt Clarkson eine Art Arcade-Racing in Stockcar-Manier vor, bei der alles erlaubt ist und niemand seinen Kopf einschalten muss. So war der Sport noch nie und so wird er hoffentlich niemals werden.

Solche Form von Kritik kann im Zweifelsfall nur dazu führen, dass die Formel 1 verschlimmbessert wird. Die wahren Probleme liegen doch an ganz anderen Stellen und haben wenig mit der Action auf der Strecke zu tun und sehr viel mit der Politik, die rund um diese Action betrieben wird. Mit den aberwitzigen Millionensummen, die von einigen wenigen Teilnehmern umgesetzt werden, während einige der Garanten für den Fortbestand der Formel 1 (kleine Teams, Streckenbetreiber) in die Röhre gucken. Mit dem Umstand, dass zwischen den Autos der drei Spitzenteams und dem vorderen Mittelfeld unproportional große Lücken klaffen und wir im Grunde zwei Rennen in einem sehen - ohne den Hauch einer Chance, dass jemand aus den kleineren Teams jemals wieder einen Grand Prix gewinnt. Mit der fehlenden Bereitschaft, konstruktiv darüber nachzudenken, wie man das Problem der Luftverwirbelungen beim Hinterherfahren in den Griff bekommen kann.

An Form und Inhalt der Kritik merkt man: Clarkson will die Formel 1 als Fast-Food-Produkt herunterschlingen.
Für mich und hoffentlich für uns ist sie aber eine Leidenschaft, in motorsportlicher Hinsicht quasi das tägliche Brot.
Deshalb braucht es andere Lösungen und andere kritische Betrachtungen als die eines neureichen Proll-Showmasters, dessen beste Zeit hinter ihm liegt.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

Ajantis
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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon Ajantis » 14.08.2019, 14:23

naja jede Menge Quark den er da von sich gibt. In manchen Punkten hat er zwar recht, aber auf so ein Gesabbel einzugehen ist doch verschwendete Lebenszeit.

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rik_groove
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Re: "Können sich alle verpissen": Moderator Jeremy Clarkson rechnet mit F1 ab

Beitragvon rik_groove » 14.08.2019, 14:28

Plauze hat geschrieben:
rik_groove hat geschrieben:Wie lange - denkt ihr - macht es die F1 noch wenn es so weitergeht?

Nicht so furchtbar lange, wenn die Kritik an ihr so destruktiv ist wie die Aussagen von Clarkson.

Wir wissen wohl alle, dass es große Spielräume für Verbesserungen gibt. Das wissen auch alle im Formel-1-Zirkus. Es ist doch komisch, dass Clarkson Ferrari und Mercedes und alles mögliche kritisiert, aber aus vollkommen merkwürdigen Gründen.

Er sagt, die Fans wollten Dangerous Driving sehen. Ach wirklich, wollen sie das? Ich bin ja so ziemlich an jedem Rennwochenende im Forum und erlebe regelmäßig, wie die einschlägigen Fahrer, die sich im Zweikampf in den Graubereich zum sog. gefährlichen Fahren hineinbewegen, mit Forderungen nach Strafen überzogen werden.
Aber selbst von denen, die die inflationäre Verhängung von Strafen kritisieren (ich z.B.), will keiner "gefährliches Fahren" sehen. Für das, was wir sehen wollen, braucht es auch keine stabileren Autos.
Man merkt schon, dass Clarkson in den letzten Jahren mehr Tennis und wachsende Blumen beobachtet hat als die Formel 1. Bei letzterer gibt es Berührungen und Rad-an-Rad-Kämpfe in ausreichendem Maße. Wie stabil sollen die Autos denn noch werden, dass fehlerhaftes Fahrverhalten keine Konsequenzen nach sich ziehen? Anscheinend schwebt Clarkson eine Art Arcade-Racing in Stockcar-Manier vor, bei der alles erlaubt ist und niemand seinen Kopf einschalten muss. So war der Sport noch nie und so wird er hoffentlich niemals werden.

Solche Form von Kritik kann im Zweifelsfall nur dazu führen, dass die Formel 1 verschlimmbessert wird. Die wahren Probleme liegen doch an ganz anderen Stellen und haben wenig mit der Action auf der Strecke zu tun und sehr viel mit der Politik, die rund um diese Action betrieben wird. Mit den aberwitzigen Millionensummen, die von einigen wenigen Teilnehmern umgesetzt werden, während einige der Garanten für den Fortbestand der Formel 1 (kleine Teams, Streckenbetreiber) in die Röhre gucken. Mit dem Umstand, dass zwischen den Autos der drei Spitzenteams und dem vorderen Mittelfeld unproportional große Lücken klaffen und wir im Grunde zwei Rennen in einem sehen - ohne den Hauch einer Chance, dass jemand aus den kleineren Teams jemals wieder einen Grand Prix gewinnt. Mit der fehlenden Bereitschaft, konstruktiv darüber nachzudenken, wie man das Problem der Luftverwirbelungen beim Hinterherfahren in den Griff bekommen kann.

An Form und Inhalt der Kritik merkt man: Clarkson will die Formel 1 als Fast-Food-Produkt herunterschlingen.
Für mich und hoffentlich für uns ist sie aber eine Leidenschaft, in motorsportlicher Hinsicht quasi das tägliche Brot.
Deshalb braucht es andere Lösungen und andere kritische Betrachtungen als die eines neureichen Proll-Showmasters, dessen beste Zeit hinter ihm liegt.


Erst mal danke für die ausführlich Antwort... nun zum Thema:

Ich denke nicht das destruktive Kritik die F1 zerstören kann - im Gegenteil - ich denke die ist heutzutage wichtiger denn je. Die F1 ist so dem Untergang geweiht und das weiß auch LM. Warum wird nichts verbessert? Ganz einfach - man schlägt noch so viel Geld wie möglich raus... mM.Denn über kurz oder lang kann kein "alter" Motorsport den grünen Anstrich überstehen.

Ich hätte auch nichts gegen Dangerous Driving und die User, die das hier kritisieren tun dies wegen der umkonstanten Entscheidungen der Stewards. Unvernunft war schon immer Teil des Motorsports - ich erinnere mich noch wie mein Vater Ende der 80er zu mir sagte: "Die Fahrer sind alle verrückt"... das sehe ich heute nicht mehr so und würde es begrüssen wenn wieder "Spinner" hinter dem Steuer sitzen und ans Limit gehen. Denn mit "Haushalten" gewinnt man im Motorsport keine Fans. Sieh dir doch nur an was hier im Forum los ist, wenn wir mal "dangerous driving" bekommen....

"Fast-Food-Produkt" klingt natürlich sehr negativ - deshalb hast du ja auch diese Wortwahl benutzt, aber ich denke der Normalverbraucher der F1 will genau das. Es ist nur der harte Kern, der sich für die technischen Innovationen, Politik usw. interessiert. Der Rest will unterhalten werden... hier bist du vielleicht zu nah am Produkt um das zu sehen.

In diesem Sinne :wave:


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