Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

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Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Redaktion » 13.08.2019, 16:07

Nach der Sommerpause wird Red Bull mit Alexander Albon statt Pierre Gasly fahren - Wir erklären in unserem Video, welchen Plan die Bullen dabei verfolgen
Alexander Albon

Der Wechsel ist für Alexander Albon nicht nur Chance sondern auch Risiko

Steiler Aufstieg für Alexander Albon: Im März absolvierte der 23-Jährige sein erstes Formel-1-Rennen überhaupt, kein halbes Jahr später wurde er von Toro Rosso zu Red Bull befördert. Doch sein Wechsel kommt nicht ohne Risiko. In unserem Video analysieren wir, warum sich Red Bull dazu entschieden hat, Pierre Gasly durch den "Überflieger" (Zitat Helmut Marko) zu ersetzen.Außerdem blicken wir darauf, welchen Chancen und Risiken sich für alle Beteiligten durch die neue Situation bei Red Bull beziehungsweise Toro Rosso ergeben. Albon selbst bezeichnet die Möglichkeit, für das A-Team der Bullen zu fahren, als "unwirklich" und erklärt in Richtung Red Bull: "Ich kann euch gar nicht genug danken, dass ihr an mich glaubt und das möglich macht."

Warum Red Bull Gasly durch Albon ersetzt hat

Auf den ersten Blick ist die Entscheidung, Pierre Gasly durch Alexander Albon zu ersetzen, überraschend. Doch Red Bull verfolgt dabei einen klaren Pla Weitere Formel-1-Videos

"Es ist ein großer Sprung ins kalte Wasser, aber ich habe meine Badehose an", witzelt er und ergänzt: "Danke an alle bei Toro Rosso, besonders Franz Tost, für diese riesige Chance in der Formel 1 und die permanente Unterstützung während meines erstes Jahres." Sein kompletter Fokus liege nun auf dem ersten Rennen für sein neues Team in Spa.Übrigens: Seine erste Saisonhälfte bewertet der Rookie selbst gar nicht so überdurchschnittlich gut. Auf Nachfrage erklärt er, dass er sich nur sieben von zehn Punkten geben würde. Noch vor dem Rennen in Budapest erklärte er zudem, dass er aktuell nicht über ein Red-Bull-Cockpit nachdenke und zunächst seinen Platz bei Toro Rosso für 2020 sichern wolle.Letztendlich ging dann alles etwas schneller als erwartet.

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 13.08.2019, 17:26

So ist es, für Alexander Albon ist dieser Aufstieg zu Red Bull Chance und Risiko zugleich.

Die Chance sich in der Formel 1 einen großen Namen zu machen, dass sich quasi die Teams um einen reißen und für die ganze Zukunft TipTop abgesichert zu sein, so wie es eben beispielsweise ein Max Verstappen geschafft hat.

Das Risiko von seinem Teamkollegen Max Verstappen komplett gebügelt zu werden, wie bei Pierre Gasly der Fall, und seine Zukunft in der Formel 1 wohl zu zerstören, dass er dort überhaupt nicht mehr beachtet wird.

Ich halte es für eine sehr schwere Aufgabe für Alexander Albon, er hat mit Max Verstappen einen sehr, sehr starken Teamkollegen und in diesem Auto überhaupt keine Erfahrung, noch nicht mal eine Testfahrt. Keiner erwartet von ihm das er Max Verstappen schlägt, ist auch wohl ein Ding der Unmöglichkeit, aber man erwartet von ihm, dass er zumindest Ansatzweise dran bleibt, und das dürfte auch schon schwer genug werden.

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Jonas.sw » 13.08.2019, 18:02

Wie definiert sich ein annähernd dran sein? 1 Zehntel oder 2?

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon D-Zug » 13.08.2019, 18:13

Kommt drauf an. Zur Not - im Qualifying - würde auch ein "4" zählen, wenn Verstappen selbst auf "3" wäre sogar mit fünf oder sechs Zehnteln vor Albon auf "4"...

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 13.08.2019, 19:38

Jonas.sw hat geschrieben:Wie definiert sich ein annähernd dran sein? 1 Zehntel oder 2?

Ich schätze mal, es werden mehr als 1 oder 2 Zehntel sein die Max Verstappen schneller ist. Das wird ihm auch alles zugestanden. Nur nicht sowas, dass ihn der Teamkollege im selben Auto im Rennen überrundet, wie in Österreich und in Ungarn geschehen, mit Verstappen und Gasly.

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon terraPole » 13.08.2019, 20:03

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:
Jonas.sw hat geschrieben:Wie definiert sich ein annähernd dran sein? 1 Zehntel oder 2?

Ich schätze mal, es werden mehr als 1 oder 2 Zehntel sein die Max Verstappen schneller ist. Das wird ihm auch alles zugestanden. Nur nicht sowas, dass ihn der Teamkollege im selben Auto im Rennen überrundet, wie in Österreich und in Ungarn geschehen, mit Verstappen und Gasly.

Gasly hatte im Schnitt 5,25 Punkte pro Rennen..wenn Albon es schafft in jedem Rennen auf P6 ins Ziel zu kommen (halte ich für möglich) dann würde er pro Rennen 8 Punkte bekommen und wäre damit schon eine deutliche Steigerung zu Gasly.
Albon hat da aber nicht nur den Nachteil dass er keine Erfahrung im RB hat..er muss auch mit Motorenstrafen rechnen welche Gasly in der ersten Hälfte noch nicht hatte.
Also 6 Punkte pro Rennen sollten das Minimumziel sein um den Wechsel halbwegs zu rechtfertigen..das sollte machbar sein.
An Verstappen wird er definitiv nicht rankommen.

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 13.08.2019, 20:26

terraPole hat geschrieben:
Ferrari Fan 33 hat geschrieben:
Jonas.sw hat geschrieben:Wie definiert sich ein annähernd dran sein? 1 Zehntel oder 2?

Ich schätze mal, es werden mehr als 1 oder 2 Zehntel sein die Max Verstappen schneller ist. Das wird ihm auch alles zugestanden. Nur nicht sowas, dass ihn der Teamkollege im selben Auto im Rennen überrundet, wie in Österreich und in Ungarn geschehen, mit Verstappen und Gasly.

Gasly hatte im Schnitt 5,25 Punkte pro Rennen..wenn Albon es schafft in jedem Rennen auf P6 ins Ziel zu kommen (halte ich für möglich) dann würde er pro Rennen 8 Punkte bekommen und wäre damit schon eine deutliche Steigerung zu Gasly.
Albon hat da aber nicht nur den Nachteil dass er keine Erfahrung im RB hat..er muss auch mit Motorenstrafen rechnen welche Gasly in der ersten Hälfte noch nicht hatte.
Also 6 Punkte pro Rennen sollten das Minimumziel sein um den Wechsel halbwegs zu rechtfertigen..das sollte machbar sein.
An Verstappen wird er definitiv nicht rankommen.

Das wird schon ein hartes Stück Arbeit werden für Albon diese Punkte in allen Rennen einzufahren, auch ohne Motorenstrafen. Das er das Auto überhaupt nicht kennt, ist ein ganz großer Nachteil, es war eine mutige Entscheidung von Red Bull diesen Schritt zu machen.

Man erinnere sich mal an das Jahr 2009 bei Ferrari, wo als Ersatz für Felipe Massa zuerst Luca Badoer und dann Giancarlo Fisichella das Auto übernahmen. Was da auf der Strecke abgeliefert wurde und Fisichella war die ganze Saison aktiv, bei Force India.

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon easyline001 » 13.08.2019, 21:53

Ich sehe das so:

Die testen jetzt ob Albon zumindest besser als Gasly ist.
Wenn ja, bleibt er da.
Wenn nein sieht sich RedBull nach einem anderen "Freien" Fahrer um.
Hülkenberg zum Beispiel.

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 13.08.2019, 22:09

easyline001 hat geschrieben:Ich sehe das so:

Die testen jetzt ob Albon zumindest besser als Gasly ist.
Wenn ja, bleibt er da.
Wenn nein sieht sich RedBull nach einem anderen "Freien" Fahrer um.
Hülkenberg zum Beispiel.

Wenn Red Bull in Sachen Fahrer nicht so sehr darauf aus wäre diese aus dem eigenen Nachwuchsprogramm zu nehmen, was sie aber tun, dann wäre Nico Hülkenberg eine gute Option für sie.

Er ist schnell genug um gute Punkte für das Team einzufahren, aber nicht so, dass er einen Max Verstappen gefährlich werden kann.

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon NR6-KeepFightingMSC » 14.08.2019, 00:03

easyline001 hat geschrieben:Ich sehe das so:

Die testen jetzt ob Albon zumindest besser als Gasly ist.
Wenn ja, bleibt er da.
Wenn nein sieht sich RedBull nach einem anderen "Freien" Fahrer um.
Hülkenberg zum Beispiel.


Problem ist, dass Verträge in der Regel schon um die Sommerzeit abgeschlossen werden, weil niemand bis zum Saisonende noch Unsicherheit haben möchte, damit könnte der Markt an "freien" Fahrer nochmal deutlich schlechter aussehen, falls RB diese Entscheidung trifft.
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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon _alec » 14.08.2019, 01:00

Albon hat als Rookie eine gute Leistung abgeliefert.
Auch schwierige Rennen hat er gut gemeistert.
Er wirkt reifer und professioneller als andere im ersten Halbjahr ihrer ersten Saison.

Gasly hat sich verrannt in der ersten hälfte seiner 2. Saison.
Es hat mit Fehler begonnen und danach kam Pech und Unvermögen hinzu.
Er kann es bestimmt besser, aber der Druck nachdem es so gekommen ist,
war einfach zu groß.

Albon ist auch gegen Leclerc gefahren und das nicht mal schlecht.
Er wird Max nicht gleich in Bedrängnis bringen, aber wenn das Auto passt und er hat die Chance,
kann er bestimmt auch bald seinen ersten Sieg einfahren.
..die kürzeste Verbindung zwischen 2 Punkten ist ein Tunnel..

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Sprittner » 14.08.2019, 08:54

Er wird mit Sicherheit mehr Punkte als Gasly einfahren...die restlichen auf P6 zu beenden, was man von einem RB-Piloten erwarten sollte, kann er allemal!
Hoffe nicht dass es ihm so geht wie Gasly und er mit dem Druck nicht klarkommt, aber schau mer mal ;)

Hätte es Kvyat mehr gegönnt, vorallem hätte er gewusst worauf er sich einlässt und kommt diesmal besser klar mit den Bedinungen bei RB, schnell wäre er ja..

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Motörhannes » 14.08.2019, 11:54

Sprittner hat geschrieben:Er wird mit Sicherheit mehr Punkte als Gasly einfahren...die restlichen auf P6 zu beenden, was man von einem RB-Piloten erwarten sollte, kann er allemal!
Hoffe nicht dass es ihm so geht wie Gasly und er mit dem Druck nicht klarkommt, aber schau mer mal ;)

Hätte es Kvyat mehr gegönnt, vorallem hätte er gewusst worauf er sich einlässt und kommt diesmal besser klar mit den Bedinungen bei RB, schnell wäre er ja..


Ich gehe mal davon aus, dass man bei Red Bull nun wissen möchte wie gut Gasly wirklich ist.
Dafür eignet sich Kvyat als Referenz ausgezeichnet.
Albon zu Red Bull zu befördern ist sicherlich ein höheres Risiko als Kvyat.
Jedoch sehe ich bei Albon mehr Potential.
Die Entscheidung bei Red Bull ist meiner Meinung nach absolut richtig.
Gasly crasht zu oft, ist viel zu langsam und die Schuld haben natürlich immer Andere wie man in seinen
Interviews den Eindruck bekommt. Albon finde ich da viel viel reifer.

Warum muss man vorher bei Red Bull jedoch behaupten Gasly würde bis zum Ende der Saison fahren?
Das ist armselig, so ein Verhalten ist mir zutiefst zuwider!
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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Suito » 14.08.2019, 12:49

Naja die Rechnung ist doch ganz einfach:

Ist Kwjat oder Gasly Besser?

Wenn Kwjat besser ist:

-> Ist Albon P6 bzw. besser? -> Albon bleibt für 2020
-> Ist Albon schlechter als P6 und verbockt es -> Kwjat kommt 2020

Wenn Gasly besser ist:

-> Ist Albon P6 bzw. besser? -> Albon bleibt für 2020
-> Ist Albon schlechter als P6 und verbockt es -> Gasly ist 2020 wieder bei RB

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Re: Alexander Albon: Chance und Risiko seines Red-Bull-Aufstiegs

Beitragvon Pentar » 14.08.2019, 14:28

Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass RBR von diesem Rooki maximal erwartet, dass er
- nicht jedes Rennwochenende sein Auto in die Mauer setzt, respektive wichtige Teile am Auto kaputt fährt
- den "Best oft the Rest" im Griff hat & im Schnitt mehr Punkte als GAS pro Rennen holt
- sich nicht von VER im Rennen überrunden lassen muss
Alles Andere (VER nahe kommen / gefährlich werden, oder gar um den Sieg fahren) ist m.E. Utopie.


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