Alfa-Romeo-Protest: Anhörung für Ende September geplant

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Alfa-Romeo-Protest: Anhörung für Ende September geplant

Beitrag von Redaktion » 02.08.2019, 16:02

Im Fall der Hockenheim-Strafen von Alfa Romeo wurde bekannt, dass die Anhörung zum Protest des Teams am 24. September in Paris stattfinden werde © LAT Erst im September wird es eine Entscheidung geben In der Causa Alfa Romeo wird am 24. September in Paris bei einer Anhörung über die Bestrafung von Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi beim Grand Prix von Deutschland entschieden. Das Team hatte am Donnerstag bekannt gegeben, Protest gegen die Entscheidung der FIA-Kommissare einzulegen.Das internationale Berufungsgericht wird am Dienstag zwischen dem Singapur- und dem Russland-Rennen tagen. Gegenstand der Verhandlung werden die beiden 30-Sekunden-Strafen sein, die Alfa Romeo nach dem Deutschland-Grand-Prix erhalten hatte.Die FIA hat bemängelt, dass die Kupplungen an beiden C38 nicht regelkonform gearbeitet habe. Räikkönen und Giovinazzi, die als Siebter und Achter über den Zielstrich gefahren sind, wurden nachträglich aus den Punkterängen geworfen, wovon Lewis Hamilton und Robert Kubica profitierten.Sollte der Protest des Teams erfolgreich sein, dann würde der WM-Führende zwei Punkte und der Williams-Pilot einen Punkt wieder verlieren. Allerdings können die Strafen in der Theorie nicht beanstandet werden, da es sich hierbei um Sportstrafen handelt.Ähnlich wie beim Fall Vettel in Kanada kann das Team unter Vorlegung neuer Beweise die Sportkommissare nur darum bitten, den Fall erneut zu bewerten. Zunächst muss also überhaupt entschieden werden, ob der Protest angenommen wird, bevor die Causa weiter bearbeitet werden kann.Alfa Romeo hat nun 15 Tage Zeit, um die Berufung mit neuen Informationen zu begründen. Das Schweizer Team operiert dabei allerdings auf einem schmalen Grat, denn im schlimmsten Fall könnte die ursprüngliche Strafe vom Gericht noch erhöht werden. Das passiert dann, wenn das Gericht den Protest als belanglos einstuft. Erklärt: Darum wurde Alfa Romeo disqualifiziert Hat Alfa Romeo versucht, eine versteckte Traktionskontrolle zu installieren? Technik-Experte Jake Boxall-Lege erklärt die Hintergründe ... Weitere Formel-1-Videos Die Mannschaft ist der Ansicht, dass man genügend Beweise habe, um den Protest erfolgreich durchzuziehen. "Wir wurden nach dem Rennen bestraft und haben nun Berufung eingelegt", erklärt Alfa-Teammanager Beat Zehnder."Das ist ein normaler Vorgang, wenn man bestraft wird und denkt, dass man gute Argumente hat, um den Fall zu gewinnen. Sonst würde man das ja nicht machen." Mehr Details konnte der Schweizer nicht verraten, nur dass alles am 24. September bei der Anhörung in Paris auf den Tisch gelegt werde.Bei Williams hofft man, dass das Team bei diesem Versuch scheitern werde, schließlich durfte sich Claire Williams so über den ersten Punkt in dieser Saison freuen. Allerdings bleibt die Britin gelassen und meint, dass Freude über nur einen Punkt bei der glorreichen Geschichte des Teams total unpassend wäre. Fotos: Grand Prix von Ungarn Ralf Schumacher "Mit nur einem Punkt kann ich als Williams nicht glücklich sein, und ich denke auch nicht, dass unser Team notwendigerweise euphorisch ist." Racing-Point-Technikchef Andrew Green warnt im Gespräch mit 'auto motor und sport' jedenfall vor einem Präzedenzfall.

Aus seiner Sicht darf es niemals möglich sein, gegen Schiedsrichter-Entscheidungen vorzugehen. "Gegen die Entscheidung der Sportkommissare kann man nicht Berufung einlegen", so der Brite. "Das ist faktisch eine Schiedsrichter-Entscheidung, die während des Rennens vergeben wird, auch wenn es nachträglich entschieden wurde."

Sollte Alfa Romeo erfolgreich sein mit dem Protest, dann sieht Green darin die Gefahr, dass zukünftig kein Team mehr eine Strafe im Rennen absitzen, sondern es auf die Berufung ankommen lassen werde. Dagegen argumentiert FIA-Kommissar Garry Connelly.

Er ist der Ansicht, dass wie in jeder anderen Lebenslage auch, jeder jeden klagen könne. "Es ist dann immer noch die Frage, ob das Gericht die Klage überhaupt annimmt." Im Falle des Ferrari-Protests nach dem Kanada-Vorfall wurden die neuen Beweise der Scuderia von den Kommissaren abgelehnt.
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Re: Alfa-Romeo-Protest: Anhörung für Ende September geplant

Beitrag von CrAzyPsyCho » 02.08.2019, 18:03

Fast zwei Monate soll es bis zur Entscheidung dauern? Das ist sehr lange. Eigentlich kann man ja erwarten, dass die es schaffen vor dem nächsten Rennen zusammen zukommen.

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Re: Alfa-Romeo-Protest: Anhörung für Ende September geplant

Beitrag von Sportsmann » 02.08.2019, 19:54

Hier kommt nicht gut genug raus, dass es ein wirklich seltsamer Fall ist. Anders als im Kanada-Vettel-Fall wählt Alfa-Sauber nicht einen "Protest", sondern die "Berufung". Das Gericht könnte die Berufung auch abweisen. Zumal man eigentlich keine Berufung einlegen können sollte gegen eine Sportstrafe (Schiedsrichterentscheidung), aber das kann das Gericht ja dann auch genau so begründen wenn die Berufung abgewiesen wird.
Ich bin mir auch nicht sicher ob hier nicht jemand den AMuS Artikel schlecht gelesen hat, bevor der hier geschrieben wurde - aber ich glaube folgende Aussage ist falsch.
Das passiert dann, wenn das Gericht den Protest als belanglos einstuft.
. Nein, das sollte nicht automatisch passieren. Wenn eine Klage als belanglos eingestuft wird, wird nicht die Strafe erhöht. Hab ich noch nie gehört. Was im AMuS Artikel aber stand war, dass - auch wenn ich es für unwahrscheinlich halte - dass die Strafe aufgehoben würde und gegen eine andere passende umgewandelt würde. In dem Fall könnte Alfa Sauber statt der Zeitstrafe wegen illegaler Änderungen am Auto disqualifiziert werden.
Wen es interessiert liest besser hier:
https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... ng-kritik/
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Re: Alfa-Romeo-Protest: Anhörung für Ende September geplant

Beitrag von Kugelblitz » 02.08.2019, 19:57

Die Sache ist doch ziemlich seltsam!
Da ist von eine rnicht regelkonformen Kupplung die Rede, gar von einer versteckten Traktionskontrolle... und dann 30 Sekunden Strafe?

Also entweder, das Auto entsprach nicht dem Reglement, dann müssen die Fahrer disqualifiziert werden. Und das Team könnte dann Beweise vorlegen, daß dem nicht so war, dann muß die Entscheidung zurückgenommen werden. Aber eine solche milde Strafe, die aber per se gar nicht revidiert werden kann? Das haut nicht hin!

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