Kanadier kritisieren Lance Stroll: "Geld hat vieles ermöglicht"

Kommentiere hier die aktuellen News aus der Formel 1

Moderator: Mods

Redaktion
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 5946
Registriert: 12.09.2007, 17:33

Kanadier kritisieren Lance Stroll: "Geld hat vieles ermöglicht"

Beitragvon Redaktion » 15.06.2019, 17:03

Racing-Point-Pilot Lance Stroll steht erneut in der Kritik, die ihn jedoch kalt lässt - Nicholas Latifi auf seinen Spuren, oder eben doch nicht ganz ...
Lance Stroll

Lance Stroll muss einmal mehr Kritik von einigen Fahrern einstecken

Lance Stroll fährt nur dank der finanziellen Unterstützung seines Vaters Lawrence Stroll in der Formel 1. So lautet die immer wiederkehrende Kritik am Kanadier. Auch an seinem Heimwochenende in Montreal musste sich der 20-Jährige harte Worte gefallen lassen. Zwar schaffte er es am Samstag zum elften Mal in Folge nicht ins Q2, am Sonntag antwortete er dann dafür auf der Strecke.

Alex Tagliani, ein ehemaliger IndyCar-Pilot aus Kanada, unterstützt die Paydriver-These. "Ich möchte ihm sein Talent nicht absprechen, aber dennoch werde ich meine Meinung sagen", erklärte er gegenüber 'TVA Sports'. Er ist ganz klar der Ansicht, dass Stroll ohne die dicke Brieftasche seines Vaters nicht in der Formel 1 gelandet wäre.

"Wenn man zurückblickt, dann hat Geld schon vieles ermöglicht. Er kommt aus einer solchen Familie und hat genügend Geld." Ein weiterer Landsmann von Stroll erneuerte seine Kritik am ehemaligen Williams-Piloten pünktlich vor dessen Heimrennen. Jacques Villeneuve hatte bereits in der Vergangenheit Kritik am "Paydriver" geäußert.

Kommt bald der nächste Kanadier?

Gegenüber 'Le Monde' teilte er erneut aus: "Es ist schwierig zu akzeptieren. Geld muss auch Grenzen kennen, aber in diesem Fall werden diese Grenzen einfach verschoben." Vor zwei Jahren hatte er Stroll bereits als schlechtesten Rookie aller Zeiten betitelt und wurde dafür mit Hausverbot von Williams belegt.

Nicholas Latifi

Nicholas Latifi fuhr am Freitag in Montreal den Williams FW42

In mittlerweile knapp 50 Grands Prix konnte der Sohn des Racing-Point-Eigentümers nur in Aserbaidschan 2017 glänzen, als er sensationell mit Williams auf Platz drei fahren konnte. Ansonsten setzte sich der Formel-3-Europameister des Jahres 2016 kaum in Szene. Bei seinem Heimrennen 2019 schaffte er allerdings einen Achtungserfolg, mit einer Aufholjagd von Platz 17 bis auf Rang neun.

Bald schon könnte der nächste Kanadier auf den Spuren von Stroll wandeln: Nicholas Latifi. Der 23-Jährige durfte am Freitag in Montreal zum ersten Mal an einem Freien Training teilnehmen. Er ist aktuell dritter Pilot bei Williams. Sein Vater Michael Latifi, ebenfalls ein reicher Geschäftsmann aus Kanada, hat im Vorjahr Anteile am McLaren-Team gekauft.

McLaren für Latifi kein Thema

Er hofft, dass sein Sohn ebenfalls bald einen Platz in der Formel 1 bekommen kann. Derzeit fährt Latifi erfolgreich in der Formel 2 und führt die Meisterschaft an. Ein Stammcockpit wäre sein großes Ziel. Allerdings hat der Kanadier erst im Teenageralter mit dem Motorsport begonnen."Im Gegensatz zu Leclerc, Russell oder Albon, die alle schon mit vier oder fünf Jahren im Kart gesessen sind, hat Nicholas erst zehn Rennsaisons hinter sich", erklärt sein Vater gegenüber 'f1i.com'. "Er hat erst mit 13 Jahren mit dem Kartfahren begonnen. Er muss erst einmal seine Ausbildung abschließen und Erfahrung sammeln."Deshalb habe eine Formel-1-Verpflichtung auch keine Eile. "Er ist ein harter Arbeiter." Das Williams-Team sei für seinen Sohn genau das richtige Umfeld, so Latifi. "Das ist ein Familienteam mit einer guten Erfolgsbilanz was die Ausbildung junger Fahrer, wie unter anderem Jacques Villeneuve und Valtteri Bottas, betrifft."

Kanada 2010: Ein Rennen und sein Vermächtnis

Der legendäre Montreal-Sieg von Jenson Button 2010 hat größere Auswirkungen auf die heutige Formel 1, als man auf den ersten Blick vermutet ... Weitere Formel-1-Videos

Aber erst wenn er in der Formel 2 überzeugen und die Serie gewinnen kann, ist er bereit für die Formel 1. "Am Ende des Sommer werden wir sehen, wo er steht. Das Ziel ist es, Vollzeit in die Formel 1 einzusteigen, das ist aber nicht garantiert."Die Cockpits von Robert Kubica bei Williams und Antonio Giovinazzi bei Alfa Romeo hat der Vater des Rennfahrers ins Auge gefasst. Beide Fahrer könnten keinen Vertrag für 2020 bekommen. Dass Latifi junior bei McLaren unterkommt, sei zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen.Obwohl Latifi senior zehn Prozent an der McLaren Group hält, gebe es "keine Diskussion" darüber. "Wir haben zwei junge Fahrer und sind sehr glücklich. Mein Engagement bei McLaren stand nie im Zusammenhang mit der Aussicht, meinem Sohn einen Job zu verschaffen."Interessant: Auch bei Racing Point glaubt Teamchef Otmar Szafnauer, dass Lawrence Stroll weiterhin in das Team investiert, auch wenn Sohn Lance nicht mehr für den Rennstall fahren sollte. Der Sohn des Multimillionärs sei außerdem keine Petze, verrät der Teamchef im exklusiven Interview.

Link zum Newseintrag
Zuletzt geändert von Redaktion am 15.06.2019, 17:04, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: EXT TRIGGER

Benutzeravatar
Ferrari Fan 33
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 16702
Registriert: 10.06.2009, 21:07
Lieblingsteam: Ferrari natürlich!!
Wohnort: Niederkassel bei Köln

Re: Kanadier kritisieren Lance Stroll: "Geld hat vieles ermöglicht"

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 15.06.2019, 22:17

Ja, wo sie recht haben, da haben sie recht.
Aber das ist die gegenwärtige Formel 1, Rennfahrer die genügend Geld mitbringen, die haben es nicht so ganz schwer in die Formel 1 zu kommen. Muß ja nicht direkt aus der Familie sein wie bei Lance Stroll, sondern auch von welchen Sponsoren oder dem Staat. Da ist Lance Stroll nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein.

Benutzeravatar
rot
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2132
Registriert: 26.02.2014, 20:02
Lieblingsteam: Ferrari | what else?
Wohnort: St. Gallen

Re: Kanadier kritisieren Lance Stroll: "Geld hat vieles ermöglicht"

Beitragvon rot » 16.06.2019, 10:12

Immerhin hat ein Stroll schon ein Podium eingefahren. Ein Hulkenberg wartet schon Jahre darauf.
Damit sage ich nicht, dass Stroll besser fährt als Hulk. Aber man muss es halt auch mal über die Ziellinie schaffen.

Ich sehe es mit Stroll nicht so eng. So hat sein Vater Force India/Racing Point gerettet. Ist doch toll. Und der Junge, soooo schlecht ist der nicht, zumal der schon in Nachwuchsklassen abgeräumt hat.

Das Thema Paydriver ist leidig. Klar, wäre schön ohne. Nur, z.B. Alonso oder MSC waren selbst Paydriver. Genau genommen war sogar Lauda ein Paydriver. Das ganze ist halt einfach so. Supertalente schaffen es meist dennich im die F1. Stroll's und co füllen das Feld und die Kriegskassen. Die F1 wie sie schon immer war. Dafür sollte nun nicht Stroll den Kopf hinhalten müssen...

Benutzeravatar
Ferrari Fan 33
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 16702
Registriert: 10.06.2009, 21:07
Lieblingsteam: Ferrari natürlich!!
Wohnort: Niederkassel bei Köln

Re: Kanadier kritisieren Lance Stroll: "Geld hat vieles ermöglicht"

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 16.06.2019, 10:27

Ja, sehe ich auch so. Dafür das Lance Stroll's Vater ein F1-Team vor dem Aus gerettet hat, und das war bei Force India der Fall, da sollte man es jetzt auch mit Lance Stroll gut sein lassen. Es gab außerdem Fahrer in der Formel 1, mit mitgebrachten Geld oder nicht, die schlechter waren als er.

Benutzeravatar
asd
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3478
Registriert: 02.11.2007, 18:41

Re: Kanadier kritisieren Lance Stroll: "Geld hat vieles ermöglicht"

Beitragvon asd » 16.06.2019, 10:34

rot hat geschrieben:Immerhin hat ein Stroll schon ein Podium eingefahren. Ein Hulkenberg wartet schon Jahre darauf.
Damit sage ich nicht, dass Stroll besser fährt als Hulk. Aber man muss es halt auch mal über die Ziellinie schaffen.

Ich sehe es mit Stroll nicht so eng. So hat sein Vater Force India/Racing Point gerettet. Ist doch toll. Und der Junge, soooo schlecht ist der nicht, zumal der schon in Nachwuchsklassen abgeräumt hat.

Das Thema Paydriver ist leidig. Klar, wäre schön ohne. Nur, z.B. Alonso oder MSC waren selbst Paydriver. Genau genommen war sogar Lauda ein Paydriver. Das ganze ist halt einfach so. Supertalente schaffen es meist dennich im die F1. Stroll's und co füllen das Feld und die Kriegskassen. Die F1 wie sie schon immer war. Dafür sollte nun nicht Stroll den Kopf hinhalten müssen...

absolut... mit 18 kam er sehr jung in die F1 und hat anfangs wirklich viele Fehler gemacht.
Inzwischen ist er solide.
Gegen Perez tut er sich schwer, aber ein Teamkollege von dem er viel lernen kann. Das war mit Sirotkin definitiv nicht so.
Wobei Perez nicht unbedingt der größte Teamplayer ist, wie das Duell mit Ocon gezeigt hat.

Paydriver ist im Grunde jeder, denn du brauchst einen Förderer.
Vettel bspw. wird seit seiner Kindheit von Red Bull gefördert, vorher musste Papa Norbert seine Ersparnisse investieren.
die Story um Lauda ist ja ebenfalls hinlänglich bekannt.
ohne Knete geht halt nix im Motorsport, war schon immer so.
:checkered:

borsti01
F1-Fan
Beiträge: 40
Registriert: 06.10.2018, 13:34

Re: Kanadier kritisieren Lance Stroll: "Geld hat vieles ermöglicht"

Beitragvon borsti01 » 18.06.2019, 00:34

Paydriver sind nun wirklich keine neue Erscheinung in der Formel 1 und die meisten, die es davon gab, waren deutlich schlechter als Stroll. Warum er den ganzen Dreck abbekommt, ist mir deshalb nicht so ganz klar.


Zurück zu „News-Kommentare“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: AktenTaschenAkne und 8 Gäste