Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

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Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon Redaktion » 12.06.2019, 13:50

Für die Formel-1-Teamchefs sind die Autos früher nicht körperlich anstrengender gewesen: Die Fahrer waren einfach nur nicht fit und haben absichtlich aufgegeben
Nigel Mansell

Solche Bilder liegen für Franz Tost vor allem an damals mangelnder Fitness

Sind die Formel-1-Autos körperlich nicht mehr anstrengend genug? Das hatte Lewis Hamilton am Donnerstag in der Pressekonferenz gesagt und dabei gemeint, er könnte heutzutage locker zwei oder drei Rennen am Stück fahren. Er wünscht sich wieder in Zeiten zurück, in denen Fahrer nach dem Rennen noch ausgelaugt waren, weil sie mit manueller Schaltung und ohne Servolenkung zurechtkommen mussten.

Die Teamchefs der Formel 1 stimmen den Aussagen des Briten jedoch nicht zu. Sie sind der Meinung, dass die Autos sehr wohl anstrengend zu fahren seien. Vor allem das Fitnesslevel habe sich im Vergleich zu früher aber stark zum Besseren gewandelt: "Das aktuelle Fitnesslevel ist das höchste, das wir je in der Formel 1 gesehen haben", sagt Toro Rossos Franz Tost.

Fahrer haben heutzutage schon von klein auf Erfahrung im Kartsport, bekommen teilweise spezielle Trainingspläne, besitzen einen eigenen Trainer und müssen sich an besondere Ernährungspläne halten. Ganz anders als die viel zitierten "alten Haudegen" von früher ...

Getriebeschaden? Nur ein Vorwand ...

"Die haben doch nie ein Fitnessstudio von innen gesehen, und einige haben auch geraucht", spricht er auf die Zeiten von Nigel Mansell & Co. an, die nach dem Rennen auch schon gerne einmal kollabierten.


Fotostrecke: Die größten Playboys der Formel 1

James Hunt: "Er war der letzte bunte Hund", sagt Niki Lauda über seinen Rivalen. Der Weltmeister von 1976 gilt bis heute als größter Playboy der Formel 1. Rühmte sich selbst, er habe in seinem Leben mit 5.000 Frauen geschlafen. Auch Alkohol, Zigaretten und Drogen gegenüber war er nicht abgeneigt. Doch dieser Lebenswandel hatte seine Folgen. Hunt starb am 15. Juni 1993 im Alter von 45 Jahren an einem Herzinfarkt - einen Tag, nachdem er seiner Freundin Helen Dyson einen Heiratsantrag gemacht hatte.

James Hunt: "Er war der letzte bunte Hund", sagt Niki Lauda über seinen Rivalen. Der Weltmeister von 1976 gilt bis heute als größter Playboy der Formel 1. Rühmte sich selbst, er habe in seinem Leben mit 5.000 Frauen geschlafen. Auch Alkohol, Zigaretten und Drogen gegenüber war er nicht abgeneigt. Doch dieser Lebenswandel hatte seine Folgen. Hunt starb am 15. Juni 1993 im Alter von 45 Jahren an einem Herzinfarkt - einen Tag, nachdem er seiner Freundin Helen Dyson einen Heiratsantrag gemacht hatte.

Er erinnert sich an Vorfälle, in denen Fahrer durch vermeintliche Getriebeschäden ausgefallen waren. "Hey, sie haben vorher geraucht und waren einfach nicht fit genug, um das Rennen zu beenden. Also haben sie einfach irgendeinen Gang reingehauen, damit das Auto stehenbleibt. Sie waren nicht fit genug - das ist die Realität", so Tost.

Die Autos physisch noch härter zu machen, ist aus Sicht von Toto Wolff kein Problem: "Du musst einfach nur die Servolenkung rausmachen, aber dann haben wir Bodybuilder im Auto", so der Österreicher. Diese wären dann auch am Ende des Rennens erschöpft. "Das ist einfach", sagt Wolff. Allerdings wäre das für ihn ein technologischer Schritt zurück. "Vielleicht sollten wir das für das Entertainment aber in Zukunft in Erwägung ziehen."

Körperliches und fahrerisches Niveau hoch wie nie

Haas-Teamchef Günther Steiner hätte daraufhin einen anderen Vorschlag, bei dem man die Technologie behalten könnte: "Man könnte den Fahrern einfach verbieten, ins Fitnessstudio zu gehen, dann sind sie am Ende des Rennens erschöpft", lacht er in Anlehnung auf die Aussagen von Franz Tost. "Das wäre auch viel billiger! Und sie sollten die ganze Zeit Fastfood essen!"

Wie ein F1-Auto funktioniert: Der Diffusor

Unsere Technik-Experten erklären den Diffusor: Darum muss Luft unter dem Auto abgesaugt werden, um möglichst viel Anpressdruck zu genieren Weitere Formel-1-Videos

Doch für die Teamchefs sind die Fahrer nicht nur körperlich auf dem besten Level aller Zeiten, auch das Talent sei deutlich höher als in den alten Tagen: "Wir haben sehr, sehr gute Fahrer in der Formel 1, darum sieht man auch keine Unfälle mehr", meint Tost. "Auf der einen Seite ist das gut, aber aus der Entertaining-Sicht langweilig.""Es stimmt, das Level an Perfektion hat enorm zugenommen", meint auch Wolff. "Man sieht diese Fehler einfach nicht mehr." Und das lasse sich höchstens künstlich ändern. Viele würden sagen: Die Formel-1-Welt ist mittlerweile einfach (zu perfekt) geworden.

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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 12.06.2019, 14:15

Sicher ist das Fitnesslevel heute insgesamt höher als früher.

Es fehlen aber 2 ganz entscheidende Faktoren für einen Vergleich:
1) Die nicht vergleichbare (Nicht-)Fahrbarkeit der Autos, da ist die Servolenkung nur ein winziges Detail.
2) Die permanente Angst, in der nächsten Kurve zu verrecken.

Die Lösung wäre also, einen vollen GP auszutragen, sagen wir mal, um nicht allzu böse zu sein, mit den Turbokisten der 80er auf einer Strecke, die entsprechend zurückgebaut wird (Spa vielleicht, freue mich schon auf die Eau Rouge) und das Ganze dann nochmal neu zu bewerten.
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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon modernf1bodyguard » 12.06.2019, 14:34

Das sollte man besser nicht behaupten sonst kommt Super Handpuppe mit der Kettensäge und setzt seinen Geschichtsrevisionismus-Hieb ein um dich zu vernichten.
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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon Typ17 GTI » 12.06.2019, 15:09

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Sicher ist das Fitnesslevel heute insgesamt höher als früher.

Es fehlen aber 2 ganz entscheidende Faktoren für einen Vergleich:
1) Die nicht vergleichbare (Nicht-)Fahrbarkeit der Autos, da ist die Servolenkung nur ein winziges Detail.
2) Die permanente Angst, in der nächsten Kurve zu verrecken.


Sicherlich war das Fitnesslevel nicht so hoch wie heute, aber die Strecken waren auch deutlich schlechter als heute und auch die Ergonomie der Autos war auch nicht so perfekt wie heute. Sprich Sitz und Sitzposition, sowie auch das Lenkrad kann man mit heute nicht vergleichen. Dann Kuppeln und Schalten per H-Schaltung verlangt auch etwas mehr ab, als bloß die Schaltwippe betätigen.

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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 12.06.2019, 15:14

Typ17 GTI hat geschrieben:
reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Sicher ist das Fitnesslevel heute insgesamt höher als früher.

Es fehlen aber 2 ganz entscheidende Faktoren für einen Vergleich:
1) Die nicht vergleichbare (Nicht-)Fahrbarkeit der Autos, da ist die Servolenkung nur ein winziges Detail.
2) Die permanente Angst, in der nächsten Kurve zu verrecken.


Sicherlich war das Fitnesslevel nicht so hoch wie heute, aber die Strecken waren auch deutlich schlechter als heute und auch die Ergonomie der Autos war auch nicht so perfekt wie heute. Sprich Sitz und Sitzposition, sowie auch das Lenkrad kann man mit heute nicht vergleichen. Dann Kuppeln und Schalten per H-Schaltung verlangt auch etwas mehr ab, als bloß die Schaltwippe betätigen.

Deswegen habe ich ja u.a. auch von einer zurückgebauten Strecke gesprochen. Keine safe barriers, nur dröge Reifenstapel, unter die man sich bohren kann. Da ging den "modernen Helden" aber flugs der Kackstift. Burti/Irvine 2001 anyone?

Ich hasse diese Allgemeinplätze, diese Vergleicherei, die überhaupt keinen Sinn macht. Furchtbar.
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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon Typ17 GTI » 12.06.2019, 15:31

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Ich hasse diese Allgemeinplätze, diese Vergleicherei, die überhaupt keinen Sinn macht. Furchtbar.


Da bin ich ganz bei dir. :thumbs_up:

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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon BruderimHerrn » 12.06.2019, 15:38

er habe in seinem Leben mit 5.000 Frauen geschlafen

der muss doch fit gewesen sein :mrgreen:
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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon GAL » 12.06.2019, 15:42

Diese Aussagen von Lewis und Roman aus der aktuellen AMS schildern die Lage ziemlich deutlich:

Kein Männersport mehr
Lewis Hamilton findet das Formel-1-Fahren zu einfach geworden ist. „Ich steige aus dem Auto und schwitze nicht mal. Mit den Autos könnte ich drei Rennen hintereinanderfahren. Früher war das mal ein Männersport. Heute setzen sich junge Fahrer in unsere Autos und sind sofort schnell damit.“ Romain Grosjean stimmte dem Weltmeister zu: „Wenn ich am Wochenende zum Spaß mit einem Schaltkart unterwegs bin, dann ist das anstrengender als ein Formel-1-Rennen.“

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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon modernf1bodyguard » 12.06.2019, 15:55

GAL hat geschrieben:Diese Aussagen von Lewis und Roman aus der aktuellen AMS schildern die Lage ziemlich deutlich:

Kein Männersport mehr
Lewis Hamilton findet das Formel-1-Fahren zu einfach geworden ist. „Ich steige aus dem Auto und schwitze nicht mal. Mit den Autos könnte ich drei Rennen hintereinanderfahren. Früher war das mal ein Männersport. Heute setzen sich junge Fahrer in unsere Autos und sind sofort schnell damit.“ Romain Grosjean stimmte dem Weltmeister zu: „Wenn ich am Wochenende zum Spaß mit einem Schaltkart unterwegs bin, dann ist das anstrengender als ein Formel-1-Rennen.“

Die sollen ja auch schnell fahren und nicht mit ihrem Penis angeben.
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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon Turbo79 » 12.06.2019, 16:40

Früher haben die meisten Fahrer eben lieber rumgevögelt, anstatt Playstation zu spielen oder den halben Tag ins Fitnesstudio zu gehen. :D

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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon Aldo » 12.06.2019, 16:47

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Sicher ist das Fitnesslevel heute insgesamt höher als früher.

Es fehlen aber 2 ganz entscheidende Faktoren für einen Vergleich:
1) Die nicht vergleichbare (Nicht-)Fahrbarkeit der Autos, da ist die Servolenkung nur ein winziges Detail.
2) Die permanente Angst, in der nächsten Kurve zu verrecken.

Die Lösung wäre also, einen vollen GP auszutragen, sagen wir mal, um nicht allzu böse zu sein, mit den Turbokisten der 80er auf einer Strecke, die entsprechend zurückgebaut wird (Spa vielleicht, freue mich schon auf die Eau Rouge) und das Ganze dann nochmal neu zu bewerten.

Dann können vor dem Rennen aber gleich die Familien von z.B. Magnussen die Beerdigung planen.
"I'm a pure racer, I always was and I always will be."


- Fernando Alonso

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1x WEC Champion
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To be continued..

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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon Dai Jin » 12.06.2019, 16:51

Früher war alles besser . . . nicht. Diese Übertreibungen und romantisieren nervt langsam. Die besten von heute würden sich damals auch durchsetzen und vice versa. Habe null Zweifel dass ein Alonso oder Hamilton das Nonplusultra damals wären, würden sie bspw. einen Senna oder Prost ersetzen. Und genauso wäre ein modern Senna oder modern Prost die Speerspitze in der F1. Warum ein moderner Fahrer nicht mit diesen Monstern von damals auskommen könnte, wenn doch Fahrer die ein Tag vorher null Vorbereitung hatten und sich stattdessen mit Frauen, Zigaretten und Alkohol amüsierten, diese Autos bändigen konnten, muss man nicht verstehen.

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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon Typ17 GTI » 12.06.2019, 17:03

Dai Jin hat geschrieben:Früher war alles besser . . . nicht. Diese Übertreibungen und romantisieren nervt langsam.


Hat das hier irgendjemand behauptet? Die Autos waren früher schwieriger zu fahren, aber nicht besser. Manch einem Fahrer von heute, sind die heutigen Autos eben so gut entwickelt und mit Technik verfeinert, das sie sich eben zu leicht fahren lassen und ihnen so etwas die Herausforderung abgeht.

Dai Jin hat geschrieben: Die besten von heute würden sich damals auch durchsetzen und vice versa. Habe null Zweifel dass ein Alonso oder Hamilton das Nonplusultra damals wären, würden sie bspw. einen Senna oder Prost ersetzen. Und genauso wäre ein modern Senna oder modern Prost die Speerspitze in der F1. Warum ein moderner Fahrer nicht mit diesen Monstern von damals auskommen könnte, wenn doch Fahrer die ein Tag vorher null Vorbereitung hatten und sich stattdessen mit Frauen, Zigaretten und Alkohol amüsierten, diese Autos bändigen konnten, muss man nicht verstehen.


Dieser Vergleich macht so gut wie keinen Sinn, sind die Fahrer der jeweiligen Dekaden doch Produkte ihrer Zeit. Man weiß nicht wie es wäre, wenn ein Vettel 30 Jahre früher geboren wäre oder wenn ein Senna 30 Jahre später geboren wäre. Das sind bloß Mutmaßungen.

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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 12.06.2019, 17:07

Dai Jin hat geschrieben:Früher war alles besser . . . nicht. Diese Übertreibungen und romantisieren nervt langsam. Die besten von heute würden sich damals auch durchsetzen und vice versa. Habe null Zweifel dass ein Alonso oder Hamilton das Nonplusultra damals wären, würden sie bspw. einen Senna oder Prost ersetzen. Und genauso wäre ein modern Senna oder modern Prost die Speerspitze in der F1. Warum ein moderner Fahrer nicht mit diesen Monstern von damals auskommen könnte, wenn doch Fahrer die ein Tag vorher null Vorbereitung hatten und sich stattdessen mit Frauen, Zigaretten und Alkohol amüsierten, diese Autos bändigen konnten, muss man nicht verstehen.

Hier wird vom kompletten Fahrerfeld der modernen F1 gesprochen und man setzt sie in Relation zu den letzten Jahrzehnten der F1, ganz ohne Not. Fazit: Die Alten waren doch alles Pfeifen, auch zu ihren Hochzeiten, keine Chance.

Das muss dann auch umgekehrt erlaubt sein. Es sind nicht nur die Fahrzeuge, es ist auch das "Drumherum".

Und mit Verlaub, glaube ich nicht, dass bspw. ein Stroll, der ja dann auch dazu gezählt werden muss oder bspw. auch eine Koryphäe wie Jolyon Palmer oder ein van der Garde (alles austrainierte Junge) mit einem MP4/4 unter den damaligen Rennbedingungen sehr weit gekommen wäre.

Hier wird ja so argumentiert, als ob ein Prost (zu seiner Zeit, mit seiner fitness) von einem Stroll (zu jener Zeit, mit wiederum seiner fitness) zerstört worden wäre. Darüber kann man mit Verlaub nur lachen.

Und genau das macht diese Vergleiche so unsinnig, auch und gerade von einem Herrn Tost.
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Re: Diskussion um schwierigere Autos: "Die Fahrer waren einfach nicht fit!"

Beitragvon Dai Jin » 12.06.2019, 17:21

Nein, die alten waren keine Pfeifen. Genauso wie es heute Durchschnitt gibt, gab es die damals auch. Und die fuhren nicht ständig in die Mauer, obwohl die Autos schwieriger zu bändigen waren. Ein Stroll, den ich für Durchschnitt halte, wird sich langfristig nicht durchsetzen, katapultiert man ihn 30 Jahre zurück. Ein Alonso? Der fährt mit seinem Talent langfristig um die WM und gewinnt sie. Warum auch nicht?

An dem Gleichgewicht würde sich nicht viel ändern. Talent setzt sich durch, ob 30 Jahre zuvor oder später.


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