Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

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Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon Redaktion » 20.04.2019, 08:03

Formel-1-Experte Gary Anderson sieht Mattia Binotto nach nur drei Rennen auf einem großen Haufen Problemen - Muss der Ferrari-Teamchef Kompetenz abgeben?
Mattia Binotto

Mattia Binotto ist überraschend zum roten Feuerwehrmann geworden

Das war nicht der Formel-1-Auftakt, den Ferrari sich nach den Testfahrten in Barcelona erhofft hatte. Nach null Siegen und lediglich zwei dritten Plätzen ist die Scuderia völlig unerwartet gegenüber Mercedes ins Hintertreffen geraten. Hinzu kommen die teaminternen Streitigkeiten um die Priorisierung von Sebastian Vettel über Charles Leclerc.

Kein Wunder also, dass Formel-1-Experte Gary Anderson ein paar "interessante Tage" in Maranello bevorstehen sieht. "Es wäre an der Zeit, dass Mattia ein paar Fragen an die Leute um sich herum stellt, sonst werden andere anfangen, ihm Fragen zu stellen", schreibt er in seiner Kolumne für 'Autosport'.

"Nach drei Rennen hat Ferrari aus unterschiedlichen Gründen nicht die Pace gehabt, die die Testfahrten hätten erwarten ließen. Und als Ferrari in Bahrain wieder Tempo fand, haben sie Fehler gemacht, die Mercedes einen Doppelerfolg ermöglichten. Ja, die Saison ist noch lang, aber man kann davon ausgehen, dass die italienische Presse massiven Druck ausüben wird."

Feuer an mehreren Fronten

Das Problem für Binotto sei, dass momentan verschiedenen Probleme auf ihn einprasseln würden. "Ich habe es schon gesagt, als er zum Teamchef berufen wurde, dass er quasi zwei Jobs auf einmal erfüllen muss, da er auch eine technische Führungsrolle innehat. Das ist für jeden zu viel."

Pro & Contra: Hat Ferrari einen Fehler gemacht?

Die Ferrari-Teamorder in China beschäftigt auch unsere Reporter, die am Tag nach dem Rennen über Pro & Contra des Positionstauschs diskutieren Weitere Formel-1-Videos

"Ich kann nicht sagen, wie gut er insgesamt ist - er scheint in jedem Fall sehr gut zu sein in dem, was er tut - aber der Tag hat nur eine begrenzte Zahl von Stunden. Er hat sehr fähige Leute um sich herum, aber jemand muss den Hut aufhaben."Zu den Performance-Problemen, die zumindest in Melbourne und Schanghai unübersehbar waren, gesellten sich nun auch noch schlechte Entscheidungen an der Boxenmauer: "Die strategischen Entscheidungen und das 'Rennmanagement' waren fragwürdig.""Hinzu kamen in China Probleme bei Alfa-Pilot Antonio Giovinazzi, die ihn am Qualifying hinderten. Derselbe Defekt hat Leclerc in Bahrain den Sieg gekostet. Das zeigt, dass es ein generelles Problem an der Antriebseinheit gibt. Es sind also verschiedene Probleme, die es zu lösen gilt."

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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon Turel » 20.04.2019, 08:30

Ich bin mir sicher, dass die Verantwortlichen bei Ferrari ihn bald vor ein Ultimatum stellen werden.
Wofür wird er sich entscheiden? Teamchef oder Technikchef?

Beide Positionen sind relevante Schlüsselpositionen und Zutaten für den Erfolg des Teams.
Ich denke er wird Teamchef bleiben wollen.

Meine Meinung: Als Teamchef taugt er nicht.
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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon Vinyard » 20.04.2019, 08:54

Redaktion hat geschrieben:Hinzu kamen in China Probleme bei Alfa-Pilot Antonio Giovinazzi, die ihn am Qualifying hinderten. Derselbe Defekt hat Leclerc in Bahrain den Sieg gekostet. Das zeigt, dass es ein generelles Problem an der Antriebseinheit gibt. Es sind also verschiedene Probleme, die es zu lösen gilt."
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Ich schätze Startplatzstrafen werden nicht mehr lange dauern... zumindest hört sich das irgendwie nciht gut an :sweat:
Da hat das rote Pferd sich einfach rumgedreht und mit seinem Heck den Mercedes weggeweht, der Mercedes war nicht dumm er raste außen rum, und fuhr mit viel gebrumm ums rote Pferd herum, Bumm Bumm!! :checkered:

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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon Aldo » 20.04.2019, 08:56

Ich bin mal so frei und poste mein Beitrag aus dem anderen Thread.


So gut das Team mittlerweile wieder Autos bauen kann - es ist weitaus „italienischer“ und „politischer“ als vor paar Jahren. Ja, unter Arrivabene passierten Strategische Fehler. Aber wie man sieht passieren diese immer noch was aus meiner Sicht auf den Kommandostand zurückzuführen ist. Es gab ein politischen Machtkampf den Arrivabene verloren hat. Verstehe ich bis heute nicht. Binotto ist ein exzellenter Mann aber aus meiner Sicht auf Technikebene und nicht auf Ebene der Teamführung. Ross Brawn hatte immer Jean Todt der ihm den Rücken frei hielt auf politischer Ebene, umgedreht war quasi Ross Brawn der Chef für die gesamte Technikabteilung. Auch Mercedes folgt diesem Konzept. Es kann mir keiner erzählen dass ein Mann diese beiden Jobs gleich ausfüllen kann wie wenn der Posten auf zwei Stellen aufgeteilt wird. Binotto muss sich mit Problemen auf Fahrerseite und auf Technikseite rumschlagen, das kann nur schief gehen denn wenn es bei beiden Dingen zu Problemen kommt ist Binotto der erste der den Kopf hinhalten muss. Und was passiert, wie oben schon richtig geschrieben wurde wenn Binotto gehen muss?

Arrivabene hätte heuer im Sinne von Marchionne gehandelt und das wäre beide Fahrer frei fahren zu lassen. Vettel war unter den beiden genannten bereits angezählt, weshalb Marchionne auch unbedingt Leclerc wollte und nicht wie es sich Vettel gewünscht hat Räikkonen. Was Binotto macht kann man machen wenn Leclerc in Ungarn 50 Punkte zurück liegt. Aber nicht jetzt - und schon gar nicht wenn es das Auto derzeit nicht hergibt.


Nebenbei bemerkt finde ich es wie gesagt weiterhin lustig. Wenn man bedenkt was hier in Hockenheim 2010 rumgebrüllt wurde auf das „korrupte Ferrari“ und den bösen Spanier - und speziell jene Fans die es vor Jahren verteufelt haben jetzt zwanghaft versuchen die Entscheidung Pro Vettel zu verteidigen. Damals lag Alonso nach 10 Rennen (!!) 50 Punkte vor Massa und war zweimaliger Weltmeister. Trotzdem hat man Massa niemals benachteiligt bis zu einem gewissen Zeitpunkt.
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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon focuset » 20.04.2019, 09:21

Mit seiner frühen Festsetzung alles auf Vettel zu setzen, hat er nach 3 Rennen bereits eine kräftige Hypothek für beide Piloten im WM Kampf aufgebürdet. Egal ob er in Zukunft weiter auf Vettel setzt oder doch auf Leclerc umschwenkt, diese Rückstände werden beiden im WM Kampf weh tun. Hätte man die ersten Rennen einfach beide fahren lassen, würde einer der beiden noch in Schlagdistanz sein. Aber die WM ist noch lange und es ist grundsätzlich noch nichts verloren.

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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon focuset » 20.04.2019, 09:23

Turel hat geschrieben:Ich bin mir sicher, dass die Verantwortlichen bei Ferrari ihn bald vor ein Ultimatum stellen werden.
Wofür wird er sich entscheiden? Teamchef oder Technikchef?

Beide Positionen sind relevante Schlüsselpositionen und Zutaten für den Erfolg des Teams.
Ich denke er wird Teamchef bleiben wollen.

Meine Meinung: Als Teamchef taugt er nicht.


Ich glaube nicht, dass Ferrari in der Position ist, ihm ein Ultimatum zu stellen. Ein Abgang von Binotto wäre schwer verkraftbar und die Konkurrenz steht für Binotto bereits bereit....

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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon MarvinAyrton007 » 20.04.2019, 09:30

Komisch wo sind denn jetzt alle, die nach der Besetzung des Postens gerufen haben, wie toll das doch ist das jetzt die gebündelte Kraft und das Wissen in einer Person vereint sind?
Als Arrivabene gegangen wurde sollte ja alles besser werden. Der Binotto arbeitet stümperhaft und hat den Laden nicht im Griff.
Ich könnte mir nur einen vorstellen der es packen würde und das wäre Montezemolo, aber den hat ja man entsorgt. (Wie so viele vor und auch nach ihm)
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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon Warlord » 20.04.2019, 09:39

MarvinAyrton007 hat geschrieben:Komisch wo sind denn jetzt alle, die nach der Besetzung des Postens gerufen haben, wie toll das doch ist das jetzt die gebündelte Kraft und das Wissen in einer Person vereint sind?
Als Arrivabene gegangen wurde sollte ja alles besser werden. Der Binotto arbeitet stümperhaft und hat den Laden nicht im Griff.
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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon MarvinAyrton007 » 20.04.2019, 09:45

Warlord hat geschrieben:
MarvinAyrton007 hat geschrieben:Komisch wo sind denn jetzt alle, die nach der Besetzung des Postens gerufen haben, wie toll das doch ist das jetzt die gebündelte Kraft und das Wissen in einer Person vereint sind?
Als Arrivabene gegangen wurde sollte ja alles besser werden. Der Binotto arbeitet stümperhaft und hat den Laden nicht im Griff.
Ich könnte mir nur einen vorstellen der es packen würde und das wäre Montezemolo, aber den hat ja man entsorgt. (Wie so viele vor und auch nach ihm)


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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon Forza_Ferrari_93 » 20.04.2019, 09:49

Abwarten und Tee trinken.

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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon modellmotor » 20.04.2019, 09:54

Ich habe viele Jahre mit Italienern aus Turin Handel betrieben .Sehr nette Menschen, aber man darf sie nicht unter Druck setzen, dann wercden Sie schnell nervös und machen Fehler.Binotto scheint überfordert.Er wird jetzt versuchen sein Team zu disziplinieren.Das führt dann dort u.U. zum Chaos.Wir erinnern uns, die Scuderia Ferrari wurde nehrfach Weltmeister als der technische Direktor ein Franzose und der Teamchef ein Engländer war.
Grüße vom
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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon Warlord » 20.04.2019, 10:03

MarvinAyrton007 hat geschrieben:
Warlord hat geschrieben:
MarvinAyrton007 hat geschrieben:Komisch wo sind denn jetzt alle, die nach der Besetzung des Postens gerufen haben, wie toll das doch ist das jetzt die gebündelte Kraft und das Wissen in einer Person vereint sind?
Als Arrivabene gegangen wurde sollte ja alles besser werden. Der Binotto arbeitet stümperhaft und hat den Laden nicht im Griff.
Ich könnte mir nur einen vorstellen der es packen würde und das wäre Montezemolo, aber den hat ja man entsorgt. (Wie so viele vor und auch nach ihm)


Vllt sollte man lieber mal Ruhe rein bekommen und nicht jedes oder jedes 2. Jahr das Personal tauschen. Das macht's echt nicht besser.


Sehe ich ähnlich. Man verfällt seit Jahren dort in Hektik. Ruhe und Kontinuität wären in der Tat angebracht.


Man sollte Binotto schon entlasten. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob er sich wieder voll dem Motor widmen sollte, oder auf dem Posten des Teamchefs bleiben sollte.
Ich finde er macht das aktuell nicht schlecht, nur die verspäteten Stopps, vor allem bei Leclerc, konnte ich nie nachvollziehen. Jetzt weiß ich nur nicht, wie weit Binotto in diesen Entscheidungen mit eingebunden war bzw. ob er diese sogar selbst entschieden hat.
Die TO's waren natürlich auch nicht immer sinnvoll, aber in China war das zumindest schon richtig. Wenn der Teamkollege in jeder Runde in die DRS Zone kommt, dann ist er auf jeden Fall schneller.
Es ist einfach nur die Sache, das die Luftverwirbelungen immer noch die Boliden zu stark beeinträchtigen. Deswegen kann man nicht immer nur sagen, der Teamkollege ist schneller, nur wenn er dem anderen direkt im Heck hängt.

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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon MarvinAyrton007 » 20.04.2019, 10:14

Warlord hat geschrieben:
MarvinAyrton007 hat geschrieben:
Warlord hat geschrieben:
Vllt sollte man lieber mal Ruhe rein bekommen und nicht jedes oder jedes 2. Jahr das Personal tauschen. Das macht's echt nicht besser.


Sehe ich ähnlich. Man verfällt seit Jahren dort in Hektik. Ruhe und Kontinuität wären in der Tat angebracht.


Man sollte Binotto schon entlasten. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob er sich wieder voll dem Motor widmen sollte, oder auf dem Posten des Teamchefs bleiben sollte.
Ich finde er macht das aktuell nicht schlecht, nur die verspäteten Stopps, vor allem bei Leclerc, konnte ich nie nachvollziehen. Jetzt weiß ich nur nicht, wie weit Binotto in diesen Entscheidungen mit eingebunden war bzw. ob er diese sogar selbst entschieden hat.
Die TO's waren natürlich auch nicht immer sinnvoll, aber in China war das zumindest schon richtig. Wenn der Teamkollege in jeder Runde in die DRS Zone kommt, dann ist er auf jeden Fall schneller.
Es ist einfach nur die Sache, das die Luftverwirbelungen immer noch die Boliden zu stark beeinträchtigen. Deswegen kann man nicht immer nur sagen, der Teamkollege ist schneller, nur wenn er dem anderen direkt im Heck hängt.


Die TO/TS ist nicht mal mein großes Problem, obwohl ich dieses Verhalten bei nicht vorhandenen relevanten Zeitunterschieden der beiden Piloten nicht recht nachvollziehen kann.
Mir geht es insgesamt um die Art und Weise wie bei Ferrari gearbeitet wird.
Und Binotto hat ja Arrivabene offensichtlich aus dem Posten gedrängt, weil er es besser machen kann (meinte er zumindest).
Und ja sind erst 3 Rennen aber besonders gut macht er seine Arbeit mMn nicht, aber darüber kann man sicher diskutieren.

Was mich persönlich extremst an Ferrari stört (und das seit Jahren, hat also nichts mit Personen zu tun) ist diese "Informationspolitik". Wenn man gewinnt stehen alle sofort und ausgiebig für jedes Interview zur Verfügung. Wenn man verliert ist keiner aufzufinden. Die sind schneller verschwunden als ein Mitarbeiter im Baumarkt (Klischee). Obwohl das stimmt nicht ganz, hier muss ich Vettel mal loben. Auch bei Niederlagen steht er sehr schnell parat.
Ich erinnere mich noch als Arrivabene kam, immer nett und freundlich, für jedes Interview zu haben. Nach 2 Jahren war da nichts mehr von übrig. Muffig, arrogant und wortkarg wie man es (oder ich gefühlt) von Ferrari eben gewohnt ist.

Und auch viele immer meinen das Toto und MAMG immer nur Blech reden (bleibt ruhig in dem Glauben), die sind im Moment der Niederlage genauso parat und freundlich wie im Moment des Sieges.
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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon Giacomo » 20.04.2019, 12:03

Turel hat geschrieben:Ich bin mir sicher, dass die Verantwortlichen bei Ferrari ihn bald vor ein Ultimatum stellen werden.
Wofür wird er sich entscheiden? Teamchef oder Technikchef?

Beide Positionen sind relevante Schlüsselpositionen und Zutaten für den Erfolg des Teams.
Ich denke er wird Teamchef bleiben wollen.

Meine Meinung: Als Teamchef taugt er nicht.

Jaja damit er so schnell wie möglich bei deinem Team landet...

ich finde, seine Brille ist cool. Nicht das modische Zeug, mit dem jeder Langweiler rumläuft.

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Re: Ferrari-Teamchef Binotto unter Druck: Hat er zu viele Aufgaben?

Beitragvon Shogun » 20.04.2019, 12:18

Laut einigen Foren Experten ist es kein Problem zwei Positionen zu haben


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