Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

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Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von Redaktion » 11.03.2019, 09:44

Formel-1-Technikchef Ross Brawn erklärt, weshalb die Aerodynamik der Rennwagen nicht radikal beschnitten wird, um so das Überholproblem zu lösenEigentlich könnte alles so einfach sein: weniger Aerodynamik, mehr Racing. Und schon wären die Formel-1-Fahrer wieder dazu in der Lage, packende Zweikämpfe auf der Rennstrecke auszutragen, statt einfach nur hintereinander herzufahren. So lautet eine gängige Theorie. Doch Ross Brawn als technischer Leiter der Rennserie ist nicht überzeugt von einem solchen radikalen Ansatz. Er glaubt nämlich nicht, dass er Erfolg verspricht."Man hört oft: Stutzt den Fahrzeugen die Flügel und nehmt ihnen den Abtrieb, dann sind sie alleine auf mechanischen Grip angewiesen und die Fahrer können wieder echtes Racing zeigen. Doch das Problem dabei wäre: Die Fahrzeuge wären langsam", erklärt Brawn. "Dabei ist es doch gerade der schiere Speed eines Formel-1-Autos, der dir den Atem raubt. Und diesen Speed wollen wir um keinen Preis herschenken."Der Formel 1 geht es laut Brawn auch um Superlative: "Wir wollen die schnellsten und beeindruckendsten Rennwagen der Welt haben. Und das wiederum geht nur, indem man sich die aerodynamische Leistung zunutze macht", so der frühere Technikchef von Benetton, Ferrari und Mercedes. "Daher denke ich nicht, dass wir es uns so einfach machen und die ganze Aerodynamik über Bord werfen können, in dem Glauben, das Problem wäre damit gelöst." Vergleich: Formel-1-Design 2018 vs. Vision 2021 Ross Brawn hat die Vision 2021 für die Formel 1 präsentiert, und wir zeigen nun, wie die Autos in Zukunft aussehen sollen. Weitere Formel-1-Videos Stattdessen gelte es, die Aerodynamik der Fahrzeuge zu verändern, damit packendes Racing entstehen könne. Und genau das müsse der Fokus sein, nicht Überholmanöver, so Brawn weiter. Letzteres werde gelegentlich als Erfolgsfaktor missverstanden. "Dabei geht es doch allen hauptsächlich darum, dass die Fahrzeuge enges Racing und Rad-an-Rad-Duelle zulassen müssen", meint Brawn. "Es muss nicht unbedingt in ein erfolgreiches Überholmanöver münden, solange die Fahrer miteinander kämpfen können."Brawn sieht die Baustellen in der Formel 1 daher an anderer Stelle. "Erst einmal müssen wir das große Leistungsgefälle im Feld reduzieren. Im Augenblick haben wir eine erste und eine zweite Liga. Das muss ein Ende haben. Die Abstände zwischen den Teams müssen geringer werden", sagt der Formel-1-Technikchef. Brawn setzt dabei auf die ab 2021 schrittweise einzuführende Kostendeckelung. "Sie wird helfen, genau wie das modifizierte Reglement."
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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von S3Turbo » 11.03.2019, 10:22

Sollen lieber mal Höhrbare Motoren einbauen, wenn man von "beeindruckensten Rennwagen" spricht.

Und wen juckt es wenn man pro Runde 10 Sekunden opfert? Das bekommt man am TV oder vor Ort eh nicht mit.

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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von LoK-hellscream » 11.03.2019, 10:24

S3Turbo hat geschrieben:Sollen lieber mal Höhrbare Motoren einbauen, wenn man von "beeindruckensten Rennwagen" spricht.

Und wen juckt es wenn man pro Runde 10 Sekunden opfert? Das bekommt man am TV oder vor Ort eh nicht mit.
Weil man dann auf dem Niveau der Formel 2 fährt, was absolut nicht Sinn der Sache wäre.

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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von Jonas.sw » 11.03.2019, 10:48

Oder die Fahrzeuge müssen stabiler werden. Die Bremswege werden immer kürzer. Wenn mehr Fahrzeugkontakt erlaubt wäre, dann wird der Bereich, indem überholt werden kann vielleicht größer.

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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von EffEll » 11.03.2019, 11:14

S3Turbo hat geschrieben:Sollen lieber mal Höhrbare Motoren einbauen, wenn man von "beeindruckensten Rennwagen" spricht.

Und wen juckt es wenn man pro Runde 10 Sekunden opfert? Das bekommt man am TV oder vor Ort eh nicht mit.
Natürlich bekommt man die Geschwindigkeit am TV mit und vor Ort noch viel mehr.
Bei deiner Argumentationsweise könnte ich dir genauso gut raten, deinen Fernseher lauter zu stellen. Von der Lautstärke bekommt man da ebenso wenig mit.
Laute Motoren haben doch überhaupt keinen Einfluss auf gutes Racing. Je lauter ein Motor ist, desto mehr Leistung wird in Krach umgewandelt. Demnach zeugt dieser nur von einem schlechten Wirkungsgrad.
Die Motoren sind bisher das geringste Problem.
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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von theCraptain » 11.03.2019, 11:21

EffEll hat geschrieben:
S3Turbo hat geschrieben:Sollen lieber mal Höhrbare Motoren einbauen, wenn man von "beeindruckensten Rennwagen" spricht.

Und wen juckt es wenn man pro Runde 10 Sekunden opfert? Das bekommt man am TV oder vor Ort eh nicht mit.
Natürlich bekommt man die Geschwindigkeit am TV mit und vor Ort noch viel mehr.
Bei deiner Argumentationsweise könnte ich dir genauso gut raten, deinen Fernseher lauter zu stellen. Von der Lautstärke bekommt man da ebenso wenig mit.
Laute Motoren haben doch überhaupt keinen Einfluss auf gutes Racing. Je lauter ein Motor ist, desto mehr Leistung wird in Krach umgewandelt. Demnach zeugt dieser nur von einem schlechten Wirkungsgrad.
Die Motoren sind bisher das geringste Problem.
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Von "Krach" zu sprechen, z. B,. bei den Motoren bis 2013 ist definitiv falsch. Das ist eher engelsgleiche Musicke :-P
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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von modernf1bodyguard » 11.03.2019, 11:27

EffEll hat geschrieben:
S3Turbo hat geschrieben:Sollen lieber mal Höhrbare Motoren einbauen, wenn man von "beeindruckensten Rennwagen" spricht.

Und wen juckt es wenn man pro Runde 10 Sekunden opfert? Das bekommt man am TV oder vor Ort eh nicht mit.
Natürlich bekommt man die Geschwindigkeit am TV mit und vor Ort noch viel mehr.
Bei deiner Argumentationsweise könnte ich dir genauso gut raten, deinen Fernseher lauter zu stellen. Von der Lautstärke bekommt man da ebenso wenig mit.
Laute Motoren haben doch überhaupt keinen Einfluss auf gutes Racing. Je lauter ein Motor ist, desto mehr Leistung wird in Krach umgewandelt. Demnach zeugt dieser nur von einem schlechten Wirkungsgrad.
Die Motoren sind bisher das geringste Problem.
Ein Rennwagen mit ausgeklügelter Aerodynamik vermittelt mir schon im Stand den Eindruck eines beei8ndruckenden Rennwagens. Je simpler die ausfällt, desto gewöhnlicher der Anblick m.M.n.
Vor allem sind die Motoren nicht ansatzweise der Kostenfaktor, den einige daraus machen wollen.
Dass ein Verlust von 10 Sekunden nicht auffällt, glaube ich ehrlich gesagt auch nicht, schließlich hat es 2014 ja auch keinen gefreut, dass man trotz "langsamerer" Autos (auf den Geraden hatten sie ja schon mächtig Zunder) besseres Racing hatte.
theCraptain hat geschrieben:Von "Krach" zu sprechen, z. B,. bei den Motoren bis 2013 ist definitiv falsch. Das ist eher engelsgleiche Musicke :-P
Alles, wofür man Ohrenschutz braucht um keine Schäden davonzutragen ist erstmal Krach, sorry. Und während die V8er im Einsatz waren, hat sie doch auch keiner gemocht, da brauch mir keiner etwas zu erzählen.
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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von S3Turbo » 11.03.2019, 11:57

Dann vergleich mal die letzte Saison DTM und Formel 1 miteinander (Soundtechnisch). Da ist die DTM tausend mal emotionaler.
Die aktuellen Motoren sind so leise das man die stehenden Räder hört..
Sorry aber das ist für mich nicht die Königsklasse die man sein will.

Ich habe auch nicht geschrieben das man die 10 Sekunden nicht merkt, sondern das es nicht interresiert wenn man dafür Autos hat die miteinander kämpfen und folgen können.
Oder ist es wichtig das die F1 eine 1:16 in Barcelona fährt anstatt einer 1:26?

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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von LoK-hellscream » 11.03.2019, 11:59

modernf1bodyguard hat geschrieben:
theCraptain hat geschrieben:Von "Krach" zu sprechen, z. B,. bei den Motoren bis 2013 ist definitiv falsch. Das ist eher engelsgleiche Musicke :-P
Alles, wofür man Ohrenschutz braucht um keine Schäden davonzutragen ist erstmal Krach, sorry. Und während die V8er im Einsatz waren, hat sie doch auch keiner gemocht, da brauch mir keiner etwas zu erzählen.
Vollste Zustimmung.

Ich gehe zB auch häufig auf Rock- und Metal-Konzerte. Wenn dort der Lärmpegel aber auch so hoch ist, dass ich ohne Gehörschutz einen Schaden davon tragen kann bzw. mir nachher der Schädel brummt und die Ohren klingeln, dann ist das auch keine Musik mehr sondern nur noch Krach, und dafür habe ich keinerlei Verständnis.
S3Turbo hat geschrieben: Ich habe auch nicht geschrieben das man die 10 Sekunden nicht merkt, sondern das es nicht interresiert wenn man dafür Autos hat die miteinander kämpfen und folgen können.
Oder ist es wichtig das die F1 eine 1:16 in Barcelona fährt anstatt einer 1:26?
Wenns dir darum nicht geht, dann kannst du die Formel 2 dir ansehen. Da bekommst du genau das geboten.

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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von S3Turbo » 11.03.2019, 12:01

Uns wurde ja auch erzählt das die neuen Autos wegen der fehlenden Aero locker 2-3 Sekunden langsamer sind.
Tatsächlich sind die locker um eine Sekunder schneller geworden.

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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von modernf1bodyguard » 11.03.2019, 12:02

S3Turbo hat geschrieben:Dann vergleich mal die letzte Saison DTM und Formel 1 miteinander (Soundtechnisch). Da ist die DTM tausend mal emotionaler.
Die aktuellen Motoren sind so leise das man die stehenden Räder hört..
Sorry aber das ist für mich nicht die Königsklasse die man sein will.

Ich habe auch nicht geschrieben das man die 10 Sekunden nicht merkt, sondern das es nicht interresiert wenn man dafür Autos hat die miteinander kämpfen und folgen können.
Oder ist es wichtig das die F1 eine 1:16 in Barcelona fährt anstatt einer 1:26?
Welcher Klang mehr emotionen hervorruft, lässt sich nicht an objektive Kriterien binden, das hat eben viel mit Emotionalisierung auf lange Zeit zutun, oder inwiefern kannst du abstreiten, dass der Klang quietschender Reifen, also ein wesentlicher Marker der Belastung eines Rennwagens, keine Daseinsberechtigung im Klangspektrum einer Königsklasse hat bzw. nicht in der Lage sei, Emotionen hervorzurufen. Und dass es dich im Vergleich dazu nicht interessiert, ja tut mir Leid, aber wenn man sich alle Versionen des sich häufig gewandelten Verhältnisses zwischen Schnelligkeit der Wagen und Möglichkeit für Zweikämpfe seit vielen Jahren anschaut, merkt man, dass solche Sätze sehr oft gefallen sind, nur hat sich die versprochene Zufriedenheit eben nie gezeigt, ich kaufe dir das nicht so richtig ab.
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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von Typ17 GTI » 11.03.2019, 12:23

modernf1bodyguard hat geschrieben:Welcher Klang mehr emotionen hervorruft, lässt sich nicht an objektive Kriterien binden, das hat eben viel mit Emotionalisierung auf lange Zeit zutun,
Wie kann man Klang emotionalisieren? Entweder ich empfinde etwas Positives oder etwas Negatives, je nach Klang und Lautstärke des Geräusches. Allerdings kann man aber auch gewisse Geräusche igendwann über haben, wenn man es nämlich zu häufig hören muß oder man dem Geräusch ständig ausgesetzt ist. Man kann sich auch in gewisser Weise an Krach gewöhnen, aber ihn positiv zu emotionaliseren, wenn man ihn nur lange genug ausgestzt ist, das funktioniert nicht.

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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von modernf1bodyguard » 11.03.2019, 13:26

Typ17 GTI hat geschrieben:
modernf1bodyguard hat geschrieben:Welcher Klang mehr emotionen hervorruft, lässt sich nicht an objektive Kriterien binden, das hat eben viel mit Emotionalisierung auf lange Zeit zutun,
Wie kann man Klang emotionalisieren? Entweder ich empfinde etwas Positives oder etwas Negatives, je nach Klang und Lautstärke des Geräusches. Allerdings kann man aber auch gewisse Geräusche igendwann über haben, wenn man es nämlich zu häufig hören muß oder man dem Geräusch ständig ausgesetzt ist. Man kann sich auch in gewisser Weise an Krach gewöhnen, aber ihn positiv zu emotionaliseren, wenn man ihn nur lange genug ausgestzt ist, das funktioniert nicht.
Selbstverständlich funktioniert das, allein schon auf textueller Grundlage. Wenn ich den Klang eines V10ers als "brachiales Schwert, dass die Atmossphäre durchschneidet" bezeichne, emotionalisiere ich auf Grundlage einer positiven Konnotation, im krassen Gegensatz zu einer Bezeichnung als "ohrenbetäubendes Getöse, dass einem auf das Trommelfell einsticht". Beides ist faktisch irgendwo richtig oder falsch aber es wird unterschiedlich emotionalisiert. Man kann vielleicht nicht durch das bloße Hören des Klanges ihn positiv emotionalisieren, aber wohl durch das, was ihn umgibt (ein gutes Rennen/Rennergebnis, die damit verbundenen Emotionen) und die Art wie über ihn geredet wird. Letzteres spielt wohl gerade heutzutage bei allen Plattformen, die Kommentare zulassen, eine sehr große Rolle. Es gab nie einen Zeitraum, indem es einem selber erlaubt gewesen wäre, den V6er-Klang zu mögen, ohne sich dabei vollends bewusst zu sein, dass man damit keinen Zugang zur Community findet und sich erstmal für jede Aussage rechtfertigen muss. Selbiges gilt für sämtliche Bügelbrett-Metaphern anno 2009.
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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von EffEll » 11.03.2019, 13:28

theCraptain hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:
S3Turbo hat geschrieben:Sollen lieber mal Höhrbare Motoren einbauen, wenn man von "beeindruckensten Rennwagen" spricht.

Und wen juckt es wenn man pro Runde 10 Sekunden opfert? Das bekommt man am TV oder vor Ort eh nicht mit.
Natürlich bekommt man die Geschwindigkeit am TV mit und vor Ort noch viel mehr.
Bei deiner Argumentationsweise könnte ich dir genauso gut raten, deinen Fernseher lauter zu stellen. Von der Lautstärke bekommt man da ebenso wenig mit.
Laute Motoren haben doch überhaupt keinen Einfluss auf gutes Racing. Je lauter ein Motor ist, desto mehr Leistung wird in Krach umgewandelt. Demnach zeugt dieser nur von einem schlechten Wirkungsgrad.
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Na ja, die V8 wollte damals auch keiner.
Ich war auch bei den V10 BMW schon an der Strecke. War schon geil. Ich schrieb aber bewusst Krach. Denn ohne Gehörschutz ging das nicht lange gut. Wenn einem Abends im Bett noch die Ohren klingeln, weiß man, dass man doch lieber Gehörschutz hätte tragen sollen. Aber dann hörte man den Sound nur dumpf. Das ist ja das paradoxe. Hört sich toll an, man kann es sich aber vor ort nicht wirklich (unverfälscht) anhören.
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Re: Ross Brawn: Warum mechanischer Grip nicht die Lösung ist

Beitrag von Calvin » 11.03.2019, 13:44

S3Turbo hat geschrieben: Und wen juckt es wenn man pro Runde 10 Sekunden opfert? Das bekommt man am TV oder vor Ort eh nicht mit.
Schnelle Autos und laute, imposante Motoren sind kein Widerspruch. Nicht bestehen noch viele Rekorde der V10-Boliden. Die waren dass was ein F1 sein soll. Laut, verdammt schnell, leicht und wendig. Nicht das, was uns aktuell als F1 verkauft wird.
Toto Wolff: Wir stellen uns nicht die Frage, ob der Ferrari-Motor illegal ist. So denken wir nicht, das ist nicht unsere Einstellung. Wir zeigen nicht mit dem Finger auf andere Hersteller. Wir fragen uns vielmehr: Wie können wir selber etwas besser machen?

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