Warum die Formel 1 2019 überraschend schnell ist

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Warum die Formel 1 2019 überraschend schnell ist

Beitragvon Redaktion » 19.02.2019, 12:54

Bestzeiten auf Vorjahresniveau, obwohl die neuen Regeln die Formel 1 2019 langsamer machen sollten: Doch der Speed der Neuwagen hat einen guten Grund
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel und Ferrari haben zum Auftakt guten Speed bewiesen

Die Formel 1 2019 ist schneller als gedacht. Denn eigentlich hätten die Neuwagen von Sebastian Vettel, Lewis Hamilton, Max Verstappen und Co. (hier alle Informationen abrufen!) in dieser Saison langsamer sein sollen als im vergangenen Jahr. Doch schon der erste Testtag in Barcelona hat gezeigt: Das Gegenteil ist eingetreten. Mit 1:18.161 Minuten war Vettel auf Anhieb gut 1,2 Sekunden besser als die Wochenbestzeit beim ersten Test im Jahr 2018. Hat also Ferrari besonders gut entwickelt? Oder gibt es andere Gründe für diesen überraschenden Speed?

Die Konkurrenz jedenfalls ist baff. Mercedes-Sportchef Toto Wolff attestierte Ferrari eine "superstarke" Form, auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner zeigte sich beeindruckt. Horner meint: "Sebastian war schon jetzt schneller als vergangenes Jahr. Und die Autos werden ausgehend [vom ersten Testtag] nur noch weiter an Tempo zulegen."

Formel-1-Reifenhersteller Pirelli allerdings tritt auf die Euphoriebremse: Vettels Bestzeit vom ersten Testtag müsse keinen allgemeinen Trend bedeuten. Stattdessen verweist Pirelli-Sportchef Mario Isola auf den vor einem Jahr frisch aufgetragenen Belag des Circuits de Catalunya-Barcelona und erklärt: "Erst vor zwei Tagen haben wir noch einmal gemessen, wie rau die Oberfläche ist. Und wenn wir diese Daten mit unseren Informationen vom Wintertest 2018 und dem Rennen vergleichen, dann erkennen wir eine deutliche Entwicklung der Rennstrecke." Bedeutet: Barcelona ist schneller geworden.


Fotostrecke: Die Formel-1-Autos 2019 auf der Strecke

Die Formel-1-Saison 2019 nimmt Fahrt auf! Beim Auftakt der Wintertests in Barcelona gingen neun von zehn Teams erstmals auf die Strecke. Nur Williams fehlt noch. Hier sind die ersten Fahrbilder der Neuwagen!

Die Formel-1-Saison 2019 nimmt Fahrt auf! Beim Auftakt der Wintertests in Barcelona gingen neun von zehn Teams erstmals auf die Strecke. Nur Williams fehlt noch. Hier sind die ersten Fahrbilder der Neuwagen!

Der inzwischen ein Jahr alte Asphalt habe seine Beschaffenheit verändert. "Außerdem spielt natürlich die Temperatur eine große Rolle", sagt Isola. Und in der Tat sind die Bedingungen 2019 wesentlich besser als 2018: Vor Jahresfrist waren etliche Teststunden dem nasskalten Wetter zum Opfer gefallen, weil der Kurs bei Barcelona zwischenzeitlich komplett eingeschneit gewesen war. Dieses Jahr hingegen treffen Fahrer und Teams auf frühlingshafte Bedingungen mit viel Sonne - ideales Testwetter.

Unterm Strich steht nach dem ersten Testtag aber dennoch die Erkenntnis, dass die Formel 1 2019 schneller zu sein scheint als gedacht - obwohl die aerodynamischen Änderungen an den Fahrzeugen ein Handicap von gut 1,5 Sekunden pro Runde hätten bedeuten sollen. Die weiteren Testtage in Barcelona werden zeigen, ob sich dieser Trend bestätigt. Die Formel 1 absolviert noch bis Ende nächster Woche ihre Probefahrten in Spanien (hier im Live-Ticker verfolgen!) und kommt bis 1. März auf insgesamt acht Testtage zu je acht Stunden.


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Re: Warum die Formel 1 2019 überraschend schnell ist

Beitragvon Sportsmann » 19.02.2019, 14:07

Letztendlich bleiben wir dumm, weil sich immer zuviele Variablen einmischen müssen ;)
Variablen die schneller machen gegenüber 2018: Strecke, 1Jahr Weiterentwicklung am gesamten Auto
Langsamer: Aerodynamikreglement
Aber wieviel machen die Faktoren genau aus?

Spannender ist eher die Referenzzeit vom GP von Spanien in Barcelona.
HAM 1.16.173 (P1)
VET 1.16.305 (P3)
Mit einer 1.18 loszulegen ist auf jedenfall ziemlich stark.
2018 war die VET Ferraribestzeit an Tag 7 der Wintertests- eine 1:17.182 Minuten.

1 Sekunde noch aufzuholen scheint mir sehr einfach möglich, weil die Vettelzeit in 2019 noch nicht auf weichen Reifen gefahren wurde. Ziehen wir dann die schnellere Strecke davon ab, packen das negative Aerodynamikreglement oben drauf, dann wissen wir ...gar nichts, aber es scheint mir, als wenn der Ferrari extrem gut läuft.

Aber Achtung! Das Konzept von Ferrari und Alfa - siehe AMuS - könnte gut für eine Q-Runde sein, aber bei langen Longruns negativ sein, weil es an Abtrieb fehlt. Womöglich wird sich das Kräfteverhältnis im Laufe der Woche einpendeln, die einen haben dann Vorteile bei der Geschwindigkeit, die anderen beim Abtrieb. Was besser ist, liegt dann ggf. wie so oft auch an der Strecke. Der eine zündet die Reifen richtig an, der andere rutscht. Der eine überhitzt die Reifen, der andere hat besten Grip.
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