Sim-Racer: Schon in zehn Jahren bereit für die Formel 1?

Kommentiere hier unsere bunten und sonstigen Berichte rund um die Formel 1

Moderator: Mods

Redaktion
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 5946
Registriert: 12.09.2007, 17:33

Sim-Racer: Schon in zehn Jahren bereit für die Formel 1?

Beitragvon Redaktion » 13.02.2019, 15:13

Formel-1-Marketing-Boss Ellie Norman geht davon aus, dass die Welt der Esportler schon bald mit der der "echten Rennfahrer" verschmelzen wird
Enzo Bonito

Bereits für die Strecke? Sim-Racer haben bereits ein hohes Niveau an Professionalität erreicht

Über das PC-Game in die echte Formel 1? Das soll in absehbarer Zukunft schon möglich werden. Formel-1-Marketing-Boss Ellie Norman ist der Ansicht, dass die Sim-Racer sich der Performance von herkömmlichen Rennfahrern schon jetzt so weit angenähert hat, dass die Entwicklung kaum aufzuhalten ist. Esport erfreut sich auch im Motorsport immer größerer Beliebtheit. Die Formel 1 trägt schon seit zwei Jahren einen eigenen Simulator-Wettbewerb aus.

"Ich würde sagen, dass man da schon bald einiges erwarten kann", sagt Norman. "Dass Esport jetzt schon als Beruf ausgeübt wird, bestätigt nur, dass es sich nicht länger mehr nur um Computerspiele dreht. Es ist unglaublich, wie schnell sich die Technologie entwickelt. Deshalb gehe ich von zehn Jahren aus, bis es soweit ist."

Bis auf Ferrari haben alle Formel-1-Teams bereits eigene Esportler engagiert. McLaren trägt sogar einen eigenen Wettbewerb aus und belohnt den Sieger mit einem Posten als Simulatorfahrer für das "echte" Formel-1-Team. Auch die FIA hat bereits eine Esport-Veranstaltung abgehalten, um sich den Sim-Racern anzunähern. Red-Bull-Pilot Max Verstappen ist unter anderen selbst ein begeisterter Sim-Racer.

Zudem treten auch beim "Race of Champions" schon Sim-Racer gegen erfahrene Strecken-Piloten an. Bei der diesjährigen Veranstaltung in Mexiko gewann Esportler Enzo Bonito sogar ein Rennen gegen Ex-Formel-1-Fahrer und Formel-E-Champion Lucas di Grassi. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis beide Welten miteinander verschmelzen", ist sich Norman daher sicher. "Das werden spannende Zeiten. Und man kann damit ein breiteres Publikum erreichen."

Denn die Marketing-Expertin sieht es auch auf die Zusammenführung der Zuschauer ab: "Es wird das physische Rennen auf der Strecke geben, das für einige vielleicht das einzige Interesse bleiben wird. Hinzu kommt aber ein ganz neues Publikum, das dieses Rennen anschaut, aber gleichzeitig auch selbst gegeneinander antreten will. So können sie die Formel 1 auf ihre eigene Weise erfahren. Keiner muss mehr Kompromisse eingehen, alle entscheiden sich für den gleichen Sport."


Link zum Newseintrag
Zuletzt geändert von Redaktion am 13.02.2019, 15:26, insgesamt 5-mal geändert.
Grund: EXT TRIGGER

Benutzeravatar
unclebernie
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 4735
Registriert: 27.08.2011, 00:35
Lieblingsfahrer: RAI, HAM, HÄK, LEC

Re: Sim-Racer: Schon in zehn Jahren bereit für die Formel 1?

Beitragvon unclebernie » 13.02.2019, 23:19

Ich bin selbst leidenschaftlicher Zocker, aber bitte.. bitte vergleicht die Gaming-Dödel nicht mit echten Rennfahrern. Nur weil DiGrassi so abgrundtief schlecht ist, sollte man nicht meinen, dass irgendwelche Zocker es mit echten Rennfahrern aufnehmen könnten. So ein unfassbarer Quatsch. Als könnte man Simulationsfahrten mit echter Kontrolle und echtem Speed auf der Straße vergleichen. Mag sein, dass es da One Hit Wonder gibt, aber die breite Masse.. herrje ich muss echt lachen.
Korruption im Sport (Stand 2018)

1. FIA
2. Alle Schiedsrichter des Fußballs, der NBA und NFL

Quelle: Statista

harakduru
Mechaniker
Beiträge: 203
Registriert: 20.04.2011, 11:05

Re: Sim-Racer: Schon in zehn Jahren bereit für die Formel 1?

Beitragvon harakduru » 14.02.2019, 11:26

unclebernie hat geschrieben:Ich bin selbst leidenschaftlicher Zocker, aber bitte.. bitte vergleicht die Gaming-Dödel nicht mit echten Rennfahrern. Nur weil DiGrassi so abgrundtief schlecht ist, sollte man nicht meinen, dass irgendwelche Zocker es mit echten Rennfahrern aufnehmen könnten. So ein unfassbarer Quatsch. Als könnte man Simulationsfahrten mit echter Kontrolle und echtem Speed auf der Straße vergleichen. Mag sein, dass es da One Hit Wonder gibt, aber die breite Masse.. herrje ich muss echt lachen.


Natürlich hat die breite Masse keine Chance gegen die besten echten Rennfahrer. Aber die breite Masse hat eben auch keine Chance gegen die besten Sim-Racer. Und das die besten Sim-Racer durchaus eine Chance haben in echten Autos zumindest einigermaßen mit den guten Rennfahrern mitzuhalten, was ja mehrere auch schon bewiesen haben. Nicht umsonst ist Max Verstappen auch im Sim Racing verdammt schnell, weil es eben doch einige überschneidungen gibt. Und das die Überschneidungen sogar sehr groß sind zeigt ja schon, dass alle Formel 1 Teams Simulatoren betreiben.

Sim-Racing ist sogar in einem Bereich teilweise etwas Anspruchsvoller, weil einem nämlich die echte Kontrolle fehlt. Der Sim-Racer bekommt nur die FFB-Effekte vom Lenkrad als Rückmeldung, bzw. die visuelle vom Monitor. Das Gefühl wann das Auto anfängt zu rutschen kann nur sehr schwer simuliert werden, selbst mit Full-Motion-Simulatoren fehlt da noch was. Nicht umsonst drehen sich alle Piloten (auch die echten F1 Fahrer) im Simulator deutlich häufiger. Dafür fehlen natürlich die realen G-Kräfte, was das ganze wieder erleichtert.

Natürlich muss ein guter Sim-Racer kein guter echter Rennfahrer sein, denn der Mut durch enge Kurven mit abartigen Geschwindigkeiten zu durchfahren, den bringt nicht jeder auf. In echt sehen die Kurven deutlich enger aus als in einer Simulation. Auf der anderen Seite: Wer im Simulator ein gutes Gefühl für das Fahrzeug hat, der wird es auch im echten haben und wenn er den nötigen Mut aufbringt, kann er auch sehr gute Leistungen vollbringen.

Man muss es auch mal so sehen: Die Kosten um Profi-Rennfahrer zu werden sind astronomisch hoch. Die meisten Menschen können sich kaum eine Kart-Saison im Kindesalter leiste, ganz zu schweigen von den Profi-Kartserien oder gar dem Formel-Einstieg. Ohne Erfolge aber an Sponsoren zu kommen ist unmöglich, daher werden schon viele potentiell talentierte Rennfahrer durch die Kostenstruktur ausgebremst. Im Sim-Racing sind die Kosten deutlich niedriger, sodass sich hier Talent gut durchsetzen kann. Ich bin überzeugt davon, dass die meisten Top-Simracer auch im echten Rennwagen eine tolle Figur abgeben.

Und natürlich rede ich von Simulatoren wie rFactor, nicht von Spielen wie F1 2018.

Benutzeravatar
turbocharged
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 13297
Registriert: 04.10.2009, 11:06
Wohnort: Bayern

Re: Sim-Racer: Schon in zehn Jahren bereit für die Formel 1?

Beitragvon turbocharged » 14.02.2019, 18:27

Das Problem ist, dass viele Leute glauben Simracing sind die Formel 1 Spiele von Codemasters, Need for Speed, Forza und Gran Turismo, ohne zu wissen, wie weit richtige Simulationen überhaupt sind.

Benutzeravatar
Calvin
Weltmeister
Weltmeister
Beiträge: 3315
Registriert: 15.09.2014, 12:31
Lieblingsfahrer: Räikkönen, Vettel, Hakkinen

Re: Sim-Racer: Schon in zehn Jahren bereit für die Formel 1?

Beitragvon Calvin » 14.02.2019, 19:33

Früher bin ich relativ viel Sim-Racing gefahren. Vor allem Online in Ligen (Nascar Racing 2002/3 oder GPL). Damals fing ich auch an in echt Rennen zu fahren. Und je mehr ich zum Einsatz kam, umso langweiliger wurde für für mich das Simracing, weil es dieses Gefühl und Emotionen einfach nicht rüberbringen konnte. Irgendwann hab ich mit Simracing kompllet aufgehört.

Mittlerweile fahr noch zum Spass offline Assetto Corsa. Aber mehr nicht.
Honda - The dream of power

Iceman24
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 6720
Registriert: 23.03.2005, 20:15
Wohnort: Zürich

Re: Sim-Racer: Schon in zehn Jahren bereit für die Formel 1?

Beitragvon Iceman24 » 16.02.2019, 15:56

unclebernie hat geschrieben:Ich bin selbst leidenschaftlicher Zocker, aber bitte.. bitte vergleicht die Gaming-Dödel nicht mit echten Rennfahrern. Nur weil DiGrassi so abgrundtief schlecht ist, sollte man nicht meinen, dass irgendwelche Zocker es mit echten Rennfahrern aufnehmen könnten. So ein unfassbarer Quatsch. Als könnte man Simulationsfahrten mit echter Kontrolle und echtem Speed auf der Straße vergleichen. Mag sein, dass es da One Hit Wonder gibt, aber die breite Masse.. herrje ich muss echt lachen.


Dann empfehle ich dir mal diesen Artikel.

https://nesn.com/2017/07/kyle-larson-ad ... life-ones/

Sind wir auch ehrlich, in der Realität ist der Skill auch nicht wirklich das wichtigste. Geld und Beziehungen sind deutlich wichtiger. Oder wie erklärst du dir sonst, dass von den aktuell 20 Fahrern drei Söhne (ehemaliger) berühmter Rennfahrer (Sainz, Verstappen, Magnussen) sind, dann noch Leclerc und Albon, deren Väter ebenfalls professionelle Rennfahrer waren. Zudem die Millionärssöhne Stroll, Norris, Ricciardo und Hülkenberg. Dann habe ich sicher noch den einen oder anderen vergessen. Gut also die Hälfte des Feldes sind "Rich Kids", sicherlich deutlich mehr als der durchschnittliche Anteil der Leute die Kartsport beginnen.

Sim Racing gibt Fahrern die Möglichkeit ihr Potential zu zeigen, ohne aufs Geld angewiesen zu sein. Die Tatsache, dass echte Rennfahrer auch im Sim Racing schnell sind zeigt ja auch, dass da schon was dran sein muss.
Bild


Zurück zu „Boulevard & Sonstiges-Kommentare“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste