Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

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Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon Redaktion » 11.01.2019, 10:51

Mattia Binotto soll den Ferrari-Chefs ein Ultimatum gestellt haben, woraufhin Maurizio Arrivabene als Teamchef gefeuert wurde - Zukunft bei Alfa Romeo?
Maurizio Arrivabene

Maurizio Arrivabene (rechts) soll es sich mit Mattia Binotto verscherzt haben

Auf den ersten Blick schien die Entlassung Maurizio Arrivabenes als Ferrari-Teamchef lediglich die logische Reaktion auf die unter seiner Ägide verpassten WM-Titel gewesen zu sein. Offenbar spielte sich bei der Scuderia hinter den Kulissen aber ein monatelanger Machtkampf ab, aus dem Nachfolger Mattia Binotto als Sieger hervorging. Der neue Rennleiter soll FIAT-Boss John Elkann und Ferrari-Präsident Louis Camilleri ein Ultimatum gestellt haben, das lautete: Arrivabene oder ich.

Im Gespräch mit der 'Gazzetta dello Sport' deutet Piero Ferrari das Szenario an: "Es war für uns das Wichtigste, dass wir für Kontinuität auf der technischen Seite sorgen", sagt der Teilhaber und Sohn des Firmengründers Enzo Ferrari. Subtext: Arrivabene musste weg, damit Binotto an Bord bleibt.

Jedoch gab es im Vorstand auch Arrivabene-Fürsprecher. Vielleicht diejenigen, die seine Fähigkeiten als Marketingmanager und Garanten für gute Verbindungen zum Philip-Morris-Konzern, dem Camilleri in Personalunion vorsteht, schätzten. Ferrari erwähnt "Meinungsverschiedenheiten", hält sich aber bedeckt: "Letzten Endes haben wir im Interesse und nur im Interesse Ferraris gehandelt."

Wie zu hören ist, wäre eine weitere Zusammenarbeit zwischen Arrivabene und Binotto unmöglich gewesen. Zu vergiftet war die Stimmung. Dazu soll sich Sebastian Vettel auf die Seite des Technikchefs geschlagen haben - wie große Teile der übrigen Mannschaft. 'Auto Bild motorsport' berichtet von gemeinsamen Abendessen des Deutschen mit Binotto und einem scheinbaren Schulterschluss.


Fotostrecke: Fotostrecke: Alle Ferrari-Rennleiter in der Formel 1 seit 1950

Mit ihm hat alles angefangen: Enzo Ferrari gründete 1929 die Scuderia Ferrari, die seit Beginn der Formel-1-WM im Jahr 1950 fester Bestandteil ist. Gleich in den ersten Jahren wurden einige Rennleiter verschlissen: Federico Giberti (1950-1951), Nello Ugolini (1952-1955), Eraldo Sculati (1956) und Mino Amorotti (1957). Wahrer Chef war bis zu seinem Tod im Jahr 1988 sowieso immer der "Commendatore", doch es gab Statthalter ...

Mit ihm hat alles angefangen: Enzo Ferrari gründete 1929 die Scuderia Ferrari, die seit Beginn der Formel-1-WM im Jahr 1950 fester Bestandteil ist. Gleich in den ersten Jahren wurden einige Rennleiter verschlissen: Federico Giberti (1950-1951), Nello Ugolini (1952-1955), Eraldo Sculati (1956) und Mino Amorotti (1957). Wahrer Chef war bis zu seinem Tod im Jahr 1988 sowieso immer der "Commendatore", doch es gab Statthalter ...

Die Entscheidung des Vorstands, den Teamchef zu feuern, stand bereits vor Weihnachten fest. "Aus verschiedenen Gründen" sei sie zunächst nicht öffentlich gemacht worden, meint Piero Ferrari und verschweigt, zu welchem Zeitpunkt Arrivabene über sein Schicksal informiert wurde - und welche Pläne das Unternehmen mit ihm in Zukunft hat. Schließlich könnte er weiter für die Roten arbeiten.Angeblich ist Arrivabene ein Kandidat für Sauber, wo mit dem Ex-Ferrari-Designer Simone Resta bereits kürzlich ein Topmann aus Maranello installiert wurde. Im Falle einer Namens- und Konzeptänderung in Richtung eines Alfa-Romeo-Werksteams gilt er als designierter Koordinator zwischen dem Autobauer aus Mailand und dem Schweizer Rennteam - sofern es denn überhaupt so kommt.Die Entscheidung, auf Binotto zu setzen, stößt bei Ferrari-Insidern auf Zustimmung. Gerhard Berger sagt 'Auto Bild motorsport' aber auch: "Ferrari gewann seine Titel unter der Führung von Jean Todt hauptsächlich in Paris. Soll heißen: Der Einfluss, den Todt damals bei der FIA hatte, war so groß, dass die FIA ihnen jede technische Innovation abnickte und Grauzonen immer weiß waren."

Binotto: Ferrari bleibt innovativ

Für Teamchef Maurizio Arrivabene gibt es 2018 "nur eine" Herausforderung, während Technikchef Mattia Binotto das Design des Ferrari SF71H erklärt. Weitere Formel-1-Videos

Dass der studierte Maschinenbauer Binotto, der das Formel-1-Handwerk bei Ferrari noch von Ross Brawn lernte, ein geschickter Politiker ist, muss er beweisen. Allerdings kann er auf die Unterstützung des künftigen Sportdirektor Laurent Mekies zählen. Der Franzose arbeitete bis Anfang 2018 als stellvertretender Rennleiter für die FIA. Er ist mit ihrem jetzigen Präsidenten Todt gut bekannt.Ex-Teamchef Giancarlo Minardi rechnet mit weiteren Ferrari-Personalien: "Ich glaube nicht, dass der Umbau beendet ist. Die kommenden Wochen werden entscheidend", sagt er. Binotto müsse sich nicht nur als Manager, sonder auch als Psychologe beweisen: "Er wird sich der nicht einfachen Aufgabe widmen, Sebastian Vettel in den Griff zu bekommen. Er muss nach einer schwierigen Saison wiederaufgebaut werden und die Stärke finden, die Enttäuschungen von 2018 hinter sich zu lassen."

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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon CompraF1 » 11.01.2019, 11:20

Mir tut der Teamchef leid. Er ist die ärmste Sau. Wie der Trainer im Fußball. Wenn was nicht läuft dan fliegt der Coach bzw der Chef. Ferrari hat nicht verlernt wie man ein Siegfähiges Auto baut. Sie sind immer noch Jahr für Jahr Topfavorit auf den Titel. Das erinnert mich alles an den FC Bayern München. Noch am Anfang der Saison wurde der Trainer hoch gelobt und der beste Trainer der Welt, trainiert die beste Mannschaft der Welt und drei Monate später war er kurz vor dem Rauswurf. So verhält es sich immer mit den Teamchefs. Ja auch die machen Fehler... Aber die machen wir alle. Aber letztes Jahr hat nicht der Ferrari Teamchef alles versaut sondern auch Vettel und die Strategieabteilung.
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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon papi » 11.01.2019, 11:22

Redaktion hat geschrieben:Binotto, der das Formel-1-Handwerk bei Ferrari noch von Ross Brawn lernte, ein geschickter Politiker ist, muss er beweisen.

Taktieren wie ein Politiker kann er scheinbar bereits.

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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon FU Racing Team » 11.01.2019, 11:24

Das Ganze macht mir Binotto nicht gerade sympathischer. Musste ER denn gehen, als man 2017 die WM verlor aufgrund von fast ausschließlich technischen Gebrechen im Rahmen der Asien-Wochen? Ich glaube nicht.

Egal ob Ferrari die nächsten Jahre Titel gewinnen wird oder nicht. Eine Erfolgsgeschichte wie die von 2000-2004 wird es so oder so nicht mehr werden/sein. Denn damals standen Schumacher, Brawn, Todt und Montezemolo dicht zusammen. Fehler und Niederlagen wurden gemeinsam durchgestanden. Und derer gab es ja zwischen 1996 und 1999 genügend. Aber damals musste keiner gehen. Diese Story ist bis heute magisch und einfach toll. Und daran wird man sich heute bei Ferrari messen lassen müssen. Aber da scheint mal wieder die blanke Panik zu herrschen, das wieder viele Jahre vergehen könnten, bis man wieder mal im WM-Kampf ist.
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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon Ferrarista1985 » 11.01.2019, 11:43

FU Racing Team hat geschrieben:
Egal ob Ferrari die nächsten Jahre Titel gewinnen wird oder nicht. Eine Erfolgsgeschichte wie die von 2000-2004 wird es so oder so nicht mehr werden/sein. Denn damals standen Schumacher, Brawn, Todt und Montezemolo dicht zusammen. Fehler und Niederlagen wurden gemeinsam durchgestanden. Und derer gab es ja zwischen 1996 und 1999 genügend. Aber damals musste keiner gehen. Diese Story ist bis heute magisch und einfach toll. Und daran wird man sich heute bei Ferrari messen lassen müssen. Aber da scheint mal wieder die blanke Panik zu herrschen, das wieder viele Jahre vergehen könnten, bis man wieder mal im WM-Kampf ist.


Volle Zustimmung. Super auf den Punkt gebracht, ehrlich. Respekt!

Und genau DAS hat das Team von damals ausgemacht. Schumacher war mit Sicherheit ein begnadeter Fahrer und hatte auch das technische Verständnis. NIEMALS hat er das Team in den Medien auch nur Ansatzweise angegriffen.
Ich glaube, wenn Vettel hin und wieder sagt, dass er sich gerne Ratschläge von Schumi einholen würde, wette ich dass er genau diese Art von Ratschläge möchte. Schumi war im Team sehr beliebt und sein Wort hatte Gewicht.

Ich weiß nicht, wie es bei vettel zu 100% ist. Mit Sicherheit genießt auch er einen hohen Stellenwert aber in gewissen Dingen hat er noch zu lernen. Selbiges gilt auch für Ferrari.

Da ist wieder so viel Unruhe im Team, das wird dieses Jahr nix und nächstes Jahr nicht gleich...

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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon CL16 » 11.01.2019, 11:49

FU Racing Team hat geschrieben:Das Ganze macht mir Binotto nicht gerade sympathischer. Musste ER denn gehen, als man 2017 die WM verlor aufgrund von fast ausschließlich technischen Gebrechen im Rahmen der Asien-Wochen? Ich glaube nicht.


Hier muss ich mal kurz was anmerken. Gemäß Autobild ist die technische Flaute in den Asienrennen dadurch entstanden, dass man Binotto die Kontrolle über das Technikbudget genommen hat, sprich Arrivabene hat nach der "Machtübernahme" mal kurz den Big Boss gezeigt. Hier mal kurz der Artikel: https://www.autobild.de/artikel/formel-1-vettel-bekommt-neuen-boss-10924171.html.
Sorry aber selbst ich würde dann ziemlich angepisst und demotiviert sein.


Dazu soll sich Sebastian Vettel auf die Seite des Technikchefs geschlagen haben - wie große Teile der übrigen Mannschaft. 'Auto Bild motorsport' berichtet von gemeinsamen Abendessen des Deutschen mit Binotto und einem scheinbaren Schulterschluss.

Tja, selbst Sebastian (welcher übrigens immer gegen einen plötzlichen Teamchefwechsel war), wollte anscheinend nicht mehr mit Arrivabene zusammenarbeiten.

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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon msf » 11.01.2019, 12:11

Das eigentliche Manko ist doch der Sch.....-Führungsstil des Karnevalsclub ROTE HUSAREN aus Maranello.

Was haben interna in der Presse verloren. Wenn die Bosse der Meinung sind, die Zusammenarbeit mit dem Teamchef sei mangels Perspektive für eine positive Entwicklung nicht mehr sinnvoll, dann sollen die das bitte auch so auf ihre Kappe nehmen und dafür gerade stehen.

Aber jetzt schon die Finger hinter dem Rücken kreuzen und notfalls sagen, dass Binotto ja der Königsmörder war und sie gar keine andere Möglichkeit hatten, als Arrivabene zu feuern, passt voll zum Klischee vom italienischgen Panzer: man erkennt ihn an den 10 Rückwärtsgängen!

Jared
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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon Jared » 11.01.2019, 12:23

Ferrarista1985 hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:
Egal ob Ferrari die nächsten Jahre Titel gewinnen wird oder nicht. Eine Erfolgsgeschichte wie die von 2000-2004 wird es so oder so nicht mehr werden/sein. Denn damals standen Schumacher, Brawn, Todt und Montezemolo dicht zusammen. Fehler und Niederlagen wurden gemeinsam durchgestanden. Und derer gab es ja zwischen 1996 und 1999 genügend. Aber damals musste keiner gehen. Diese Story ist bis heute magisch und einfach toll. Und daran wird man sich heute bei Ferrari messen lassen müssen. Aber da scheint mal wieder die blanke Panik zu herrschen, das wieder viele Jahre vergehen könnten, bis man wieder mal im WM-Kampf ist.


Volle Zustimmung. Super auf den Punkt gebracht, ehrlich. Respekt!

Und genau DAS hat das Team von damals ausgemacht. Schumacher war mit Sicherheit ein begnadeter Fahrer und hatte auch das technische Verständnis. NIEMALS hat er das Team in den Medien auch nur Ansatzweise angegriffen.
Ich glaube, wenn Vettel hin und wieder sagt, dass er sich gerne Ratschläge von Schumi einholen würde, wette ich dass er genau diese Art von Ratschläge möchte. Schumi war im Team sehr beliebt und sein Wort hatte Gewicht.

Ich weiß nicht, wie es bei vettel zu 100% ist. Mit Sicherheit genießt auch er einen hohen Stellenwert aber in gewissen Dingen hat er noch zu lernen. Selbiges gilt auch für Ferrari.

Da ist wieder so viel Unruhe im Team, das wird dieses Jahr nix und nächstes Jahr nicht gleich...


Ich verstehe nicht so ganz wo jetzt die Unruhe herbeigeredet wird. Augenscheinlich war diese ja vorher vorhanden, da Arrivabene eben nicht intern unumstritten war und große Teile der Mitarbeiter gegen sich hatte und Vettel noch dazu. Der neue Teamchef scheint dagegen ja der Wunsch von Vettel und vielen Mitarbeitern zu sein und hat auch in der Führungsetage mehr Rückhalt.

Arrivabene war doch einer der Gründe dafür das diese Saison so mies lief. Das war einfach kein Team auf der Strecke sondern sowohl Vettel als auch Raikkönen wussten nie woran sie waren in Sachen Strategie. Keiner der beiden konnte darauf Vertrauen das die Entscheidungen in taktischer Hinsicht nun primär für das Team oder individuell für den führenden Fahrer getroffen wurden. Da muss man unter dem Strich konstatieren das Arrivabene nie einen klaren Kurs für das Team vorgegeben hat, sondern sich immer vor einer klaren Entscheidung drückte.

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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon EffEll » 11.01.2019, 12:29

Da war dann wohl doch ziemlich Dampf unter dem Kessel. Rückblickend unter diesen Neuigkeiten betrachtet, erscheinen manche Entscheidungen des Kommandostandes in Hockenheim und Monza z.B. in einem ganz anderen Licht. Als hätte sich der Topfahrer (aus Sicht Arrivabenes) dem "falschen" Lager zugewandt und müsse nun mit den Konsequenzen leben. "We speak after..." Das wäre eine Erklärung warum nicht mehr im Interesse der FWM gehandelt wurde. Es ging wohl zu einem gewissen Grad nur noch um Machtkämpfe und Sympathien.
Die Stimmen, die Vettel zu geringen Rückhalt attestierten, schienen zutreffend zu sein. Seine Unsicherheit wohl ein Resultat der Unruhe.


Bleibt zu hoffen dass nun Ruhe einkehrt.

CompraF1 hat geschrieben:Mir tut der Teamchef leid. Er ist die ärmste Sau. Wie der Trainer im Fußball. Wenn was nicht läuft dan fliegt der Coach bzw der Chef. Ferrari hat nicht verlernt wie man ein Siegfähiges Auto baut. Sie sind immer noch Jahr für Jahr Topfavorit auf den Titel. Das erinnert mich alles an den FC Bayern München. Noch am Anfang der Saison wurde der Trainer hoch gelobt und der beste Trainer der Welt, trainiert die beste Mannschaft der Welt und drei Monate später war er kurz vor dem Rauswurf. So verhält es sich immer mit den Teamchefs. Ja auch die machen Fehler... Aber die machen wir alle. Aber letztes Jahr hat nicht der Ferrari Teamchef alles versaut sondern auch Vettel und die Strategieabteilung.


Der Artikel deutet doch gerade darauf hin, dass dein genanntes Beispiel sowie die vorab angenommenen Umstände eben nicht der ausschlaggebende Grund für die Personalveränderung war.
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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon Number2 » 11.01.2019, 12:41

Jared hat geschrieben:Arrivabene war doch einer der Gründe dafür das diese Saison so mies lief. Das war einfach kein Team auf der Strecke sondern sowohl Vettel als auch Raikkönen wussten nie woran sie waren in Sachen Strategie. Keiner der beiden konnte darauf Vertrauen das die Entscheidungen in taktischer Hinsicht nun primär für das Team oder individuell für den führenden Fahrer getroffen wurden. Da muss man unter dem Strich konstatieren das Arrivabene nie einen klaren Kurs für das Team vorgegeben hat, sondern sich immer vor einer klaren Entscheidung drückte.

Ja da hast du recht. Das letzte mal, wo ich Ferrari als Team gesehen habe, war mit der Ankunft Alonsos. Aber ab 2011 ging es schon bergab.

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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon EffEll » 11.01.2019, 12:42

CL16 hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:Das Ganze macht mir Binotto nicht gerade sympathischer. Musste ER denn gehen, als man 2017 die WM verlor aufgrund von fast ausschließlich technischen Gebrechen im Rahmen der Asien-Wochen? Ich glaube nicht.


Hier muss ich mal kurz was anmerken. Gemäß Autobild ist die technische Flaute in den Asienrennen dadurch entstanden, dass man Binotto die Kontrolle über das Technikbudget genommen hat, sprich Arrivabene hat nach der "Machtübernahme" mal kurz den Big Boss gezeigt. Hier mal kurz der Artikel: https://www.autobild.de/artikel/formel-1-vettel-bekommt-neuen-boss-10924171.html.
Sorry aber selbst ich würde dann ziemlich angepisst und demotiviert sein.


Dazu soll sich Sebastian Vettel auf die Seite des Technikchefs geschlagen haben - wie große Teile der übrigen Mannschaft. 'Auto Bild motorsport' berichtet von gemeinsamen Abendessen des Deutschen mit Binotto und einem scheinbaren Schulterschluss.

Tja, selbst Sebastian (welcher übrigens immer gegen einen plötzlichen Teamchefwechsel war), wollte anscheinend nicht mehr mit Arrivabene zusammenarbeiten.

So langsam scheint alles einen Sinn zu ergeben.
Interessant dazu letztens ein Kommentar eines eingefleischten Mercedes-Fans, der den Wechsel bedauerte, da er Arrivabene extrem sympathisch fand...
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rik_groove
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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon rik_groove » 11.01.2019, 13:47

Ich weiss nicht warum hier einige Leute trauern, der Mann war vorher PR Manager eines Zigarettenkonzerns ?!
Mich wundert eher warum so einer die Position eines Teamchefs bei DEM Traditionsteam der F1 bekommt. Er kam durch seine Tätigkeit bei Marlboro mit Ferrari in Kontakt und ich schätze mal, dass da die Machtkämpfe losgingen und er sich ins Team gedrängt hat, denn warum sollte man ihn sonst anstellen?! Seit 2010 im Vorstand der FIA und vertritt dort was?... genau die Sponsoren. Mir ist es nach wie vor ein Rätsel wie der Mann den Job bekommen hat...

Der Mann ist im Marketing zu Hause und hat mit Racing nichts am Hut. Wurde echt Zeit dass der geht...

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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon Hangglider » 11.01.2019, 13:47

CL16 hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:Das Ganze macht mir Binotto nicht gerade sympathischer. Musste ER denn gehen, als man 2017 die WM verlor aufgrund von fast ausschließlich technischen Gebrechen im Rahmen der Asien-Wochen? Ich glaube nicht.


Hier muss ich mal kurz was anmerken. Gemäß Autobild ist die technische Flaute in den Asienrennen dadurch entstanden, dass man Binotto die Kontrolle über das Technikbudget genommen hat, sprich Arrivabene hat nach der "Machtübernahme" mal kurz den Big Boss gezeigt. Hier mal kurz der Artikel: https://www.autobild.de/artikel/formel-1-vettel-bekommt-neuen-boss-10924171.html.
Sorry aber selbst ich würde dann ziemlich angepisst und demotiviert sein.


Dazu soll sich Sebastian Vettel auf die Seite des Technikchefs geschlagen haben - wie große Teile der übrigen Mannschaft. 'Auto Bild motorsport' berichtet von gemeinsamen Abendessen des Deutschen mit Binotto und einem scheinbaren Schulterschluss.

Tja, selbst Sebastian (welcher übrigens immer gegen einen plötzlichen Teamchefwechsel war), wollte anscheinend nicht mehr mit Arrivabene zusammenarbeiten.


Sehr interessant, danke! :thumbs_up:

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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon rik_groove » 11.01.2019, 13:50

Ich möchte ergänzend erwähnen, dass Arrivabenes Umgang mit den Medien sehr.... SEHR schlecht war bezogen auf seine vorherigen Tätigkeiten... Man sollte doch erwarten dürfen, dass jemand der Jahrelang im PR und Communications - Bereich einer der global Player sitzt mehr Kompetenzen besitzt! Erschreckend....

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Re: Er oder ich: Arrivabene verlor offenbar Machtkampf mit Nachfolger Binotto

Beitragvon Aldo » 11.01.2019, 14:14



Finde das ganz interessant.
"I'm a pure racer, I always was and I always will be."


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1x WEC Champion
2x Le Mans
1x Daytona

To be continued..

—-
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