Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

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Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon Redaktion » 12.07.2018, 17:11

Bricht die Weltmeistertruppe von Mercedes auseinander? Mit Chefingenieur Aldo Costa tritt einer der Köpfe hinter Hamiltons Boliden ab, doch er ist nicht der einzige
Niki Lauda, Toto Wolff

Erste Risse: Kann Toto Wolff die Weltmeistertruppe beisammen halten?

Erst die Niederlage gegen Ferrari auf der eigentlichen Mercedes-Strecke Silverstone, jetzt auch noch ein Aderlass in der Technikabteilung: Fällt das Weltmeisterteam der vergangenen vier Jahre auseinander? Chefingenieur Aldo Costa, der einer der Köpfe hinter den dominanten Formel-1-Boliden der vergangenen Jahre war, wird dem Rennstall ab der kommenden Saison nur noch als technischer Berater zur Verfügung stehen. Er wolle mehr Zeit mit seiner Familie in Italien verbringen.

Dazu kommt, dass die Truppe von Toto Wolff ab Mitte 2019 auch auf Performance-Direktor Mark Ellis verzichten muss, der ein Sabbatjahr einlegt. Beide Personalien hat das Team in einer Pressemitteilung offiziell bekanntgegeben. Ebenfalls bekannt ist, dass mit Matthew Harman der Mann über Bord geht, der für den perfekten Einbau der Antriebseinheit und das Design des Getriebes verantwortlich zeichnet. Er wird schon ab September für Renault arbeiten.

Mercedes ist laut eigenen Angaben gerüstet, um die Verluste abzufedern. "Bereits vor über einem Jahr haben Aldo und Mark signalisiert, dass sie beabsichtigen, ihr Amt niederzulegen", erklärt Technikchef James Allison, der auch in Zukunft die Technikverantwortung tragen wird. Die bislang von Costa geleitete Ingenieursgruppe soll nun "noch stärker auf das Design des Autos ausgerichtet" werden. Die Leitung wird der 45-jährige Chefdesigner John Owen übernehmen, der schon seit 2007 in Brackley arbeitet.

Aderlass: Wolff spricht von "großartiger Chance"

Aldo Coasta

Chefingenieur Aldo Costa war einer der Köpfe hinter dem Mercedes-Aufstieg

Die Ellis-Nachfolge wird Ende 2018 der 46-jährige Mercedes Fahrzeugdynamik-Chef Loic Serra antreten, den man zum Performance-Direktor befördert. "Mark und Aldo haben beide mitgeholfen, sowohl den Zeitrahmen als auch die Art und Weise der bevorstehenden Veränderungen zu gestalten. Die Zukunft des Teams strahlt hell mit John, Loic und der gesamten technischen Führungsmannschaft unter der Leitung von James", sieht Motorsportchef Wolff keine technische Krise auf das Team zukommen.

Der Österreicher bezeichnet den Teamumbau trotz der vergangenen Erfolge gar als "großartige Chance. Wir haben immer wieder gesagt, dass man eine erfolgreiche Organisation nicht einfrieren kann. Es ist eine dynamische Struktur, und ich bin stolz darauf, dass wir den Staffelstab reibungslos an die nächste Generation an Führungskräften aus unserem Team übergeben können. "

Der 57-jährige Ex-Ferrari-Technikchef Costa, der seit 2011 in Brackley arbeitet und an seinem Nachfolgeplan mitgearbeitet hat, will das Team, wie er sagt, "weiterhin als technischer Berater unterstützen, um eine prosperierende Zukunft zu gewährleisten".

Chefingenieur Costa: Viel Lob für Teamchef Wolff

Vor allem zum Österreicher Wolff pflege der Italiener seit seinem Mercedes-Einstieg 2013 eine besondere Beziehung. Dass er sich so schnell eingelebt hat, habe mit der offenen Kultur im Team zu tun: "Das trifft in besonderer Weise auf Toto zu: Wir beide teilen eine berufliche Herausforderung und eine private Leidenschaft für Racing, und ich bin dankbar für sein Vertrauen und seine volle Unterstützung für das, was ich versucht habe zu erreichen."

Ein Kompliment, das Wolff zurückgibt: "Seit meinen ersten Tagen beim Team 2013 haben wir als gemeinsame europäische Expats häufig gemeinsam in Oxford zu Abend gegessen. Im vergangenen Jahr hatten wir einige großartige Tage gemeinsam im Auto bei der Mille Miglia."

Ellis für Wolff ein perfekter Sparringspartner

Bei der legendären Oldtimer-Rallye habe er Costa nicht nur als "herausragende Persönlichkeit kennengelernt, sondern auch als jemanden, von dem ich viel lernen konnte - über die Formel 1 und die Bescheidenheit, die man braucht, um erfolgreich zu sein."

Aldo Costa, Mark Ellis, John Owen

Alda Costa (li.) und Mark Ellis gehen, John Owen (re.) übernimmt

Er und der 54-jährige Ellis, der vor seiner Mercedes-Ära bis 2014 bei Red Bull arbeitete, "könnten als Persönlichkeiten verschiedener nicht sein, aber beide haben diese Unterschiedlichkeit respektiert", meint Wolff. "Ihr Vermächtnis mit Mercedes wird noch viele Jahre überdauern."

Wolff habe Ellis in den gemeinsamen Erfolgsjahren als "Sparringspartner im besten Sinne des Wortes" erlebt. "Ich werde unsere harten, aber herzlichen Diskussionen vermissen, die von unserer gemeinsamen Leidenschaft für das Team und unbedingtem Siegeswillen geprägt waren."

"Sabbatjahr": Wechselt Ellis zur Konkurrenz?

Doch was wird nun aus dem Briten? Ein Sabbatjahr deutet oft darauf hin, dass ein Ingenieur nach einem Arbeitsverbot zur Konkurrenz überläuft. Doch Ellis, der nach 19 Jahren Motorsport eine Auszeit brauche, will sich nicht in die Karten blicken lassen: "Persönlich gesehen wird mir die hoffentlich wohlverdiente Pause die Möglichkeit geben, meine nächsten Schritte zu erwägen, während ich Teil der Mercedes-Familie bleibe."

Wolff dankt er für den "Freiraum, mich bestmöglich in diesem herausragenden Team einzubringen, und die Möglichkeit, an der unfassbaren Reise der letzten Jahre teilzunehmen". Aber auch die gesamte Mannschaft wird von Ellis gewürdigt: "Dies ist zweifellos das beste Team, in dem ich je gearbeitet habe - auf jeder Ebene der Organisation." Vor allem den "wahren Zusammenhalt" werde er vermissen. Dadurch sei es auch gelungen, "unsere Mitarbeiter weiterzuentwickeln". Und die Übergabe an die nächste Generation sei nun "der praktische Beleg für diese Philosophie".


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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon marcel-85 » 12.07.2018, 17:35

Da wird wohl wieder von den Medien mehr trara draus gemacht, als es wohl ist. Wenn man die Überschrift liest, könnte man meinen, die ganzen Ingenieure verlassen das Team sofort. Aber es scheint ein geplanter, fließender Übergang zu sein.ob die neuen Personen bzw. Strukturen weiterhin so erfolgreich sind, muss man natürlich abwarten. Naja, wie geschrieben, man könnte erst denken, das Team bricht auseinander

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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon Sportsmann » 12.07.2018, 17:47

Sprachkritik: Liebe Übersetzer. Ein Amt haben die genannten Personen alle nicht, sie können es also auch nicht niederlegen. Vermutlich ist Posten oder Stelle gemeint ;)

Mich freut es wenn Ingenieure wechseln, das ist gesund für die F1 als ganzes. Und deshalb könnte eine Kostenkontrolle eventuell doch irgendwann funktionieren.
Es ist aber auch nicht das große Problem, wenn die Strukturen geplant verändert werden. Da kann dann ein Nachfolger vorab eingearbeitet werden. Bei McLaren oder Ferrari (Allison) war das anders, wobei es Ferrari nicht wirklich geschadet hat. Binotto und das Team machen gute Arbeit.
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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon FU Racing Team » 12.07.2018, 17:49

Die einen gehen, die anderen kommen. Keiner ist unersetzlich auf der Welt, was ja auch gut so ist!
Von daher. Alles in Ordnung.
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon evosenator » 12.07.2018, 18:11

Da verlässt doch nicht etwa jemand ein sinkendes Schiff ? :mrgreen:
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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon abloo » 12.07.2018, 18:16

evosenator hat geschrieben:Da verlässt doch nicht etwa jemand ein sinkendes Schiff ? :mrgreen:


oh hab ich was verpasst oder hat Hamilton aus Frust sein Dienstgefährt in nen Weiher versenkt?

Mal Scherz beiseite. evtl. hat das auch Klimagründe - auch wenn ein Wolff und Lauda immer sagen das die Truppe so toll ist und alles perfekt ist blablabla. - wie in einer jeden Beziehung gibts auch mal Konfliktpotenzial und ich kann mir nicht vorstellen das es bei Mercedes anderst wäre.

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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon evosenator » 12.07.2018, 18:21

abloo hat geschrieben:
evosenator hat geschrieben:Da verlässt doch nicht etwa jemand ein sinkendes Schiff ? :mrgreen:


oh hab ich was verpasst oder hat Hamilton aus Frust sein Dienstgefährt in nen Weiher versenkt?

Mal Scherz beiseite. evtl. hat das auch Klimagründe - auch wenn ein Wolff und Lauda immer sagen das die Truppe so toll ist und alles perfekt ist blablabla. - wie in einer jeden Beziehung gibts auch mal Konfliktpotenzial und ich kann mir nicht vorstellen das es bei Mercedes anderst wäre.



Natürlich, aber trotzdem spricht es jetzt nicht gerade für eine optimale Situation. Könnte mir schon vorstellen, dass es hinter den Kulissen nicht gerade ruhig und flauschig zu und her geht.
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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon don michele » 12.07.2018, 19:33

Da müsste McLaren versuchen die zu bekommen.
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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon cih » 12.07.2018, 20:26

formel1.de ist schon lange auf bild-niveau angelangt. Was verlangt ihr überhaupt noch?

Es werden englische Artikel nicht richtig übersetzt, zig Fehler im Text und die reisserischen Überschriften zeugen vom Rest....
Wissen braucht keine 2500 Beiträge

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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon revan » 12.07.2018, 20:42

Sehe da kein gröberes Problem. Unter Toto Wollfs Leitung sind schon einige Personal Rochaden durchgeführt worden.

Toto Wollf mag vielleicht unsympathisch sein. Aber als Teamchef ist er sicher einer der besten.

Hamilton ist 2014 gekommen.
James Allison wurde 2016 als Technical Director geholt
Paddy Low ist als immerhin als Technical Director 2015 gegangen
Mark Ellis wurde 2014 als Performance Director geholt
Geoffrey Willis wurde befördert und Director of Digital Engineering Transformation

Und das Erfolg nicht selbstverständlich bleibt, sieht man ja an Williams: 2014 und 2015 noch WM Dritter (vor Ferrari bzw. Red Bull), jetzt im nirgendwo.

Oder McLaren. 2012 noch um die WM gekämpft - 2013 schon im Mittelfeld, nach 2015 im Nirgendwo.

Oder eben Ferrari. 2014 nirgendwo, 2015 Siege und eine tolle Saison, 2016 wieder deutlich weit(er) hinten etc...

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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon evosenator » 12.07.2018, 21:03

revan hat geschrieben:, 2016 wieder deutlich weit(er) hinten etc...


...und warum wohl ????

weil man zum guten Glück den Fokus für 2017 nicht aus den Augen verloren hat.
Ferrari hat die Sasison 2016 zum Vorteil aller nach ca. 4-5 Rennen abgehackt. Gut so

2016 war darum politisch motiviert.

Nicht desto trotz glaube ich, dass Kimi Vettel in dieser Saison Paroli bieten kann.

Ich hätte nichts gegen eine weitere Kimi Weltmeisterschaft. Im Gegenteil sogar
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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon Silberner Mercedes » 12.07.2018, 23:07

Oha, die Belegschaft geht stiften. Das Ende naht. :confused: :wink:

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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 13.07.2018, 00:03

Vielleicht die Antwort auf die Frage warum Lewis Hamilton noch keine Vertragsverlängerung bei Mercedes unterschrieben hat? Könnte der Grund oder zumindest einer der Gründe sein.
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GenauDer
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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon GenauDer » 13.07.2018, 00:54

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Vielleicht die Antwort auf die Frage warum Lewis Hamilton noch keine Vertragsverlängerung bei Mercedes unterschrieben hat? Könnte der Grund oder zumindest einer der Gründe sein.

Grund dürfte Geld und Aussicht sein.
Sollte Mercedes nicht zeigen, dass sie im Entwicklungsrennen mit Ferrari mithalten können, ist für HAM ein dortiger Verbleib wohl auch keine so gute Option mehr, schließlich will er in einem Auto sitzen, mit dem er um die WM fahren kann.
Und natürlich das liebe GEld.

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Re: Aderlass bei Mercedes: Wichtige Ingenieure ziehen sich zurück

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 13.07.2018, 01:07

GenauDer hat geschrieben:
Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Vielleicht die Antwort auf die Frage warum Lewis Hamilton noch keine Vertragsverlängerung bei Mercedes unterschrieben hat? Könnte der Grund oder zumindest einer der Gründe sein.

Grund dürfte Geld und Aussicht sein.
Sollte Mercedes nicht zeigen, dass sie im Entwicklungsrennen mit Ferrari mithalten können, ist für HAM ein dortiger Verbleib wohl auch keine so gute Option mehr, schließlich will er in einem Auto sitzen, mit dem er um die WM fahren kann.
Und natürlich das liebe GEld.

Klar, die finanzielle Sache, die wird da ganz gewiss auch eine Rolle spielen! Nur diese Sache mit dem Rückzug von paar Ingenieuren ist auch ziemlich wichtig für Hamilton, der wird da schon bescheid wissen was sich in Sachen Personal bei seinem Team tun wird. An diesen beiden Gründen liegt das hinauszögern seiner Unterschrift, davon kann man ausgehen.
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